Feldzug der Mörder

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chronologisch 32. Atlan-Zeitabenteuer

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 86)
PR-TB-086.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Titel: Feldzug der Mörder
Untertitel: Der Einsame der Zeit im Heer der Hunnen – er plant den Tod des Tyrannen.
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: März 1971
Handlungszeitraum: 451453, 2416 (siehe hier)
Handlungsort: Erde (Italien)
Zusätzliche Formate: Autoren­bibliothek 51, Blauband 8

Handlung

Bei einem Einsatz des historischen Korps auf Dong-soni wird Atlans Erinnerung an seine Zeit im Heer des Hunnen Attila geweckt. Als am Abend alle am Lagerfeuer sitzen, berichtet er von den Geschehnissen der damaligen Zeit.

Nachdem er in der Schlacht auf den katalaunischen Feldern an der Seite Theoderichs gegen die Hunnen gekämpft und gesiegt hat, ist Atlan aufgebrochen, um auch die restliche Welt vor der Eroberungswut Attilas zu schützen. Er hofft, dies erreichen zu können, indem er selbst sich den Hunnen anschließt. Sein Plan ist, Attilas Planungen zu sabotieren, doch sollte das nicht gelingen, ist er als letztes Mittel auch zum Mord bereit.

In einem ausgebrannten Dorf findet der Arkonide die junge römische Adelige Patricia, die sich ihm anschließt. Gemeinsam setzen sie die Reise fort und stoßen bald auf das erste Hunnenlager. Atlan spricht mit dem Anführer des Lagers und zeigt ihm Karten. Der Anführer erkennt den Wert, den die Karten und Atlans Informationen für Attila haben können, doch fordert er von dem Arkoniden einen Test. In mehreren Zweikämpfen muss Atlan sich bewähren, ehe er in die Reihen der Hunnen aufgenommen wird. Er besteht alle Wettkämpfe, und wenig später erhält er Nachricht, dass Attila sich seiner Dienste bedienen will. Zunächst soll er einen Gutshof in der Nähe des hunnischen Hauptlagers beziehen und dort einige Männer zu seiner eigenen Einheit ausbilden. Atlan nimmt sich mit Hilfe Patricias des Hofes und der Leute an, und wenig später floriert das Gut, und die Männer sind zu einer disziplinierten Truppe geworden. Mit ihnen gelingt es dem Arkoniden, Attilas ältesten Sohn aus einer Falle der Ostgoten zu retten. Statt Dank erntet er jedoch nur Hass: Der Sohn sieht sich durch die Rettung von außen heruntergesetzt. Als Attila Atlan wenig später zum Hauptlager ruft, unternimmt sein Sohn sogar einen Anschlag auf Atlans Leben. Doch dieser kann dem entgehen und schleppt seinen betäubten Kontrahenten vor Attilas Zelt. Der Hunnenführer macht klar, dass Atlan unter seinem Schutz steht, selbst gegenüber seinen Erben.

Atlan bekommt nun von Attila den ersten Auftrag. Der Hunne will über die Alpen ziehen, um das römische Reich erneut anzugreifen. Atlan soll mit Hilfe seiner Karten und seiner Einheit den Weg ausspähen und Versorgungspunkte für das Heer einrichten. Der Arkonide wählt einen Weg durch wenig bewohnte Landstriche und nutzt jeden freien Moment, um in der Maske eines römischen Offiziers die Bewohner vor dem kommenden Hunnenzug zu warnen. Er befiehlt ihnen, ihre Gehöfte und Siedlungen mit allem Hab und Gut zu verlassen, damit die Hunnen sich nicht versorgen können. Während in den Bergen die meisten seinem Rat folgen, glauben die Städte der Ebene jedoch, dem Angriff standhalten zu können. Ehe Atlan sie vom Gegenteil überzeugen kann, ist Attila bereits mit seinem Heer dort. Er teilt seine Horde auf, und alle wichtigen Städte im italienischen Norden werden berannt. Atlan wird zu Attila gerufen, der mit seinem Heeresteil Aquileia belagert. Der Herrscher dankt dem Arkoniden für die Hilfe, äußert jedoch Verwunderung darüber, dass alles Land verlassen gewesen ist. Ehe er jedoch seinen Verdacht gegenüber Atlan klarer äußern kann, erhebt sich ein Schwarm Störche von den Dächern Aquileias, und Attila erkennt darin ein gutes Omen. Er widmet sich wieder voll der Belagerung und dem Sturm auf die Stadt, die nun auch Atlan nicht mehr retten kann. Nachdem das siegreiche Heer mordend und brandschatzend durch Aquileia gezogen ist, erhärtet sich Atlans Entschluss, Attila zu töten. Bisher hatte er geglaubt, es reiche, abzuwarten, bis seine Lungenkrankheit den Hunnen umbringt. Jetzt aber will er keine weiteren Menschenleben mehr durch sein Zögern in Gefahr bringen. Doch als er den Hunnenfürsten sucht, ist dieser bereits nach Milano aufgebrochen.

Einige Zeit später werden Atlan und seine Einheit wiederum an die Seite Attilas gerufen. Eine Gesandtschaft Westroms und seiner Verbündeten will sich mit dem Hunnen treffen, um den Krieg zu beenden. Atlan macht Attila anhand seiner Karten klar, dass jede Fortführung des Krieges zu einem sinnlosen Gemetzel würde. Nachdem auch die Gesandtschaft aus Rom unter der Leitung Papst Leos erklärt, dass überall im Land unzählige Soldaten bereit stehen, um seinen Vormarsch aufzuhalten, gibt Attila sein Vorhaben auf. Ein Friedensvertrag wird geschlossen, neue Grenzen werden gezogen, die sich kaum von den alten unterscheiden, und Attila zieht wieder zurück über die Berge. Auch dieses Mal bereitet Atlan den Weg, und wieder findet Attila nahezu keinen Menschen mehr vor. Während des Zuges zurück nach Osten zur Theiß-Ebene schmiedet Attila bereits neue Pläne für einen Zug gegen Ostrom, das ihm neuerdings einen Teil des Tributes verweigert. Atlan spricht ihn auf seine noch ausstehende Belohnung für seine Späherdienste an. Der Hunnenfürst verspricht, ihn nach seiner kommenden Hochzeit mit einer blonden Fränkin zu entlohnen. Hellhörig geworden, stellt Atlan weitere Fragen über diese Hochzeit. Die Braut ist offensichtlich von Norden her ebenfalls auf dem Weg zum Hunnenlager. Atlan nutzt im Schutz der Nacht seinen Gleiter und seinen Robotvogel, um die Braut aufzusuchen. Er gibt ihr zwei Ringe; einer soll ihr Attilas Liebe sichern, der andere ihn umbringen. Sie soll entscheiden, ob er ihrer Liebe wert ist oder nicht.

Die Hochzeit wird wenig später mit viel Aufwand und einem großen Gelage gefeiert. Nachdem das Brautpaar sich zurückgezogen hat, findet Atlan einen Hintereingang zum Brautgemach und beobachtet, was dort geschieht. Die Braut will Atlans »Liebesmittel« verwenden, um dem trunkenen Attila wieder auf die Beine zu helfen. Doch da beide Ringe das gleiche kreislaufanregende Mittel enthielten, hat sie damit Attilas Todesurteil unterschrieben. Der durch seine Lungenkrankheit bereits schwer angeschlagene Fürst erleidet einen Blutsturz. Vor seinem Tod eröffnet ihm Atlan den Grund für sein Sterben: Seine nicht zu stillende Eroberungsgier hat ihm den Tod früher gebracht als seine Krankheit. Dann zieht sich der Arkonide auf sein Gut zurück. Als am Morgen Attilas Leichnam gefunden wird, hüllt die Braut sich in stumme Trauer. Niemand erfährt etwas von Atlans Rolle in diesem Spiel.

Atlan nimmt noch an den Begräbnisfeierlichkeiten für Attila teil, dann macht er sich auf die Suche nach Patricia, die er zu ihrer Sicherheit mit der römischen Gesandtschaft fortgeschickt hatte. Doch das Funkarmband, das er ihr zuvor gegeben hatte, führt ihn lediglich zu einem verlassenen Tempel. Nach all den Strapazen, die sie an seiner Seite durchgemacht hatte, war sie anscheinend nicht mehr bereit für ein Leben mit ihm. Enttäuscht und leer zieht sich der Arkonide in die Fluchtkuppel zurück, um sich wiederum Ricos Fürsorge und dem Kälteschlaf zu überlassen.

Anmerkung

Personenregister

Atlan Bei den Hunnen behält der Arkonide seinen wahren Namen bei.
Attila Herrscher der Hunnenhorden, die Mitteleuropa überrennen; Atlan will sein zerstörerisches Tun beenden.
Theoderich I. König der Westgoten, die das weströmische Reich übernommen haben; besiegt Attila in der Schlacht auf den katalaunischen Feldern, wird dabei jedoch getötet.
Patricia Adelige, Überlebende eines Hunnenangriffs; Atlan nimmt sie unter seinen Schutz, und sie wird eine Zeit lang seine Geliebte.
Papst Leo Das Oberhaupt der Christenheit leitet die Verhandlungen mit Attila.
Rico Atlans Roboter