Quiupu

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Quiupu war ein Virenforscher. Wegen der Umstände seines ersten Zusammentreffens mit den Terranern wurde er auch kosmisches Findelkind genannt.

Anmerkung: Die Betonung des Namens liegt auf dem zweiten »U«. (PR 1007)
PR1085Illu 1.jpg
Quiupu im Würgegriff (Mitte)
Heft: PR 1085 – Innenillustration 1
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR1085Illu 2.jpg
Perry Rhodan hindert Gesil daran,
Quiupuzu töten

Heft: PR 1085 – Innenillustration 2
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Er war circa 1,70 m groß und humanoid, hatte aber einen ungewöhnlich langen, muskulösen Oberkörper. Die Arme und vor allem die Beine waren dagegen kürzer als bei einem Terraner. Der breite, hinten stark abgeplattete Kopf saß auf einem dicken Hals. Sein Gesicht mit der spitzen kleinen Nase und dem schmalen Mund war über und über mit kleinen, rostbraunen Flecken übersät. (PR 1007) Bei starker Erregung wurden diese Flecken dunkler. (PR 1032) Die Zähne waren halbrund und dunkel, sie ähnelten Streichholzköpfen. Seine schwarzen Haare wuchsen in Form dutzender Wirbel in alle Richtungen. Quiupus Stimme klang schrill. (PR 1007)

Charakterisierung

Quiupu verhielt sich in der ersten Zeit nach der Begegnung mit den Terranern gutmütig und zurückhaltend, fast scheu. (PR 1007)

Als er gefunden wurde, sprach er eine völlig unverständliche Sprache, erhielt dann aber eine Hypnoschulung in Interkosmo. Im Großen und Ganzen verhielt er sich wie ein normaler Mensch, abgesehen von drei seltsamen Eigenarten:

  • Bei Sonnenaufgang stieß er ein durchdringendes Heulen aus. Es hielt exakt eine Minute lang an und erstreckte sich dabei bis in den Ultraschallbereich. Er gab an, dies aus einem inneren Bedürfnis heraus zu tun. (PR 1007) Quiupu bezeichnete das Heulen als Iliatru. Er konnte es für eine Weile hinauszögern, musste dem Drang aber jeden Morgen nachkommen. (PR 1010)
  • Alle neunundvierzig Stunden beschäftigte er sich rund zehn Minuten damit, aus Draht und allerhand Kleinkram geometrische Gebilde zu formen. Er behauptete, die Gebilde hätten eine bestimmte Bedeutung, doch diese habe er vergessen. (PR 1007)
  • Vor jedem Einschlafen bereitete er sich einen geheimnisvollen dunklen Trunk aus Wasser und Pulvern seiner Ausrüstung. (PR 1007)

Ausrüstung

Quiupu besaß einen Tornister, den er nie aus der Hand gab. Darin befanden sich verschiedene Ausrüstungsgegenstände, an deren Verwendungszweck er sich erinnern konnte. (PR 1007, PR 1010) Unter anderem war ein Triloptaster vorhanden, außerdem zwei Phiolen, mit deren Inhalt sich je ein Pseudokörper herstellen ließ. (PR 1010)

Geschichte

Kosmisches Findelkind

Im August 424 NGZ wurde im Wega-Sektor eine Erhöhung des kosmischen Hintergrundrauschens festgestellt. Gleichzeitig materialisierte ein unbekanntes Objekt von dunkelbrauner Farbe und unregelmäßiger Form. Es durchmaß an der dicksten Stelle 853 Meter und an der dünnsten 783 Meter. Es wirkte wie der ausgeglühte, zusammengebackene Rest eines ehemals viel größeren Objekts, möglicherweise eines Raumschiffes oder einer Raumstation. An der Oberfläche waren ineinander verschmolzene Auswüchse zu erkennen. Das Objekt trieb langsam auf einem Kurs, der es quer durch das Wegasystem führen würde. Die KYRT, eine Kogge der Kosmischen Hanse, näherte sich dem Objekt. Ab einer bestimmten Grenze verspürten alle Besatzungsmitglieder den unwiderstehlichen Wunsch, den Anflug abzubrechen und umzukehren. Man ging von der Existenz eines mentalen Abwehrschirmes aus. (PR 1007)

Als Perry Rhodan vom Auftauchen des Objekts erfuhr, flog er mit 17 Schiffen der Kosmischen Hanse und der LFT in das Wegasystem. Die Telepathen Gucky und Fellmer Lloyd konnten nichts feststellen, das auf die Anwesenheit eines Lebewesens hingedeutet hätte. Es stellte sich heraus, dass sich niemand an Bord der KH- und LFT-Schiffe dem Objekt nähern konnte. Teleportationen waren ebenfalls unmöglich. Garth Fundiz, Sprecher der Wissenschaftler der Forschungskoggen des Verbands, konnte eine Erklärung für das Phänomen liefern. Nur jemand mit einem negativen Bewusstsein - ein Verbrecher - wäre in der Lage, auf dem Objekt zu landen. Daraufhin wurde Robert W. G. Aerts, der letzte Kriminelle Terras, in den Wega-Sektor geholt. (PR 1007)

Aerts konnte mit einer Mini-Space-Jet übersetzen und das Objekt durch eine zerstörte Schleuse betreten. Im Inneren gab es einige noch intakte Räume. Aerts fand den unter einer blau schimmernden Energieglocke auf einer Pritsche liegenden Quiupu. Es waren keine Lebenserhaltungssysteme erkennbar. Auf der Pritsche lag nur eine Art Tornister. Aerts transportierte die Pritsche mit Antigravprojektoren ins Freie. Dort erlosch die Energieglocke. Quiupu erwachte, sobald er sich in der Space-Jet befand. Aerts brachte das Fremdwesen zu Rhodan. Kurz nach dem Start der Space-Jet löste sich das unbekannte Objekt auf und das kosmische Hintergrundrauschen pendelte sich wieder auf drei Kelvin ein. (PR 1007)

Quiupu hatte keinerlei Probleme damit, sich plötzlich in einer völlig unbekannten Umgebung und unter Fremdwesen zu befinden. Er verhielt sich freundlich und stellte sich als Forscher vor. Angeblich hatte er bei einem Unfall den größten Teil seines Gedächtnisses verloren. Quiupu kannte nur Bruchstücke über seine eigene Vergangenheit. Er wusste nicht einmal, wie er in das unbekannte Objekt gekommen war. Die Telepathen bestätigten, dass er die Wahrheit sagte. Quiupu konnte sich noch an die Aufgabe erinnern, die er zu erfüllen hatte. Er sollte den Wiederaufbau des Virenimperiums einleiten. Durch diese Begegnung erfuhren die Terraner erstmals von diesem Gebilde. Quiupu deutete an, die Kosmokraten hätten etwas mit dem Virenimperium zu tun. Außerdem erinnerte sich Quiupu an den Namen Vishna, ohne zu wissen, worum oder um wen es sich dabei handelte. Rhodan referierte über den Hinduismus, den Gott Vishnu und dessen Inkarnationen. Quiupu spürte, dass es einen schrecklichen Zusammenhang zwischen den Begriffen »Vishna« und »Inkarnation« gab. (PR 1007)

Geoffry Abel Waringer war beim ersten Gespräch Rhodans mit Quiupu zugegen. Waringer hatte Schnupfen und musste niesen. Da holte Quiupu ein Instrument aus seinem Tornister und sagte, er sei in der Peripherie der Katastrophe - Waringer hatte Viren ausgeniest, und das waren laut Quiupu die kleinsten Bestandteile des Virenimperiums. (PR 1007)

Erste Virenforschungen auf Terra

Quiupu wurde nach Terra gebracht. Dort wurde ihm ein eigenes Labor mit nahe gelegenem Quartier zur Verfügung gestellt, in dem er die Viren erforschen konnte. Das Labor wurde überwacht. Dies geschah zunächst ohne Quiupus Wissen. (PR 1007) Spätestens ab Anfang September 424 NGZ wusste er aber, dass er überwacht wurde. (PR 1010) Quiupus Versuche zur Zusammensetzung der Viren schlugen sämtlich fehl. Er brachte einfach die verschiedensten Viren zusammen und hoffte, sie würden sich von selbst miteinander verbinden. Als Waringer ihn nach dem Sinn dieser Tätigkeit fragte, meinte Quiupu, vielleicht diene sie zur Beantwortung der drei Ultimaten Fragen. Auch diesen Begriff hörten die Terraner jetzt zum ersten Mal. (PR 1007)

In der Nacht zum 4. September erzeugte Quiupu einen Pseudokörper, um sich der Beobachtung zu entziehen. Er verließ sein Quartier unbemerkt und entwendete eine Polizeicomputerzelle der ersten Generation aus dem Institut DELTACOM, in dem einige Computerbrutzellen erforscht wurden, die Perry Rhodan von Mardi-Gras mitgebracht hatte. Um diese Zellen war es Quiupu eigentlich gegangen. Er bemerkte seinen Irrtum zunächst nicht. Die Zelle verschwand am 5. September und kehrte aus eigener Kraft ins Institut zurück. Quiupu hatte die Zelle durch die Trennung von ihren inaktiven »Artgenossen« unwissentlich aktiviert. (PR 1010)

Quiupu besuchte das Institut einige Zeit später ganz offen. Nach Rücksprache mit HQ-Hanse ließ man ihn ein. Er durfte sich umsehen und erhielt Informationen über die Polizeicomputerzellen. Jetzt erst wurde ihm klar, dass er ein solches Objekt gestohlen hatte. Das verschwieg er weiterhin. Obwohl Quiupu auch im Institut überwacht wurde, konnte er unbemerkt zwei Polizeicomputerzellen der zweiten Generation stehlen, um sie in seinem eigenen Labor zu untersuchen. Er glaubte, dass sich die terranischen Forscher ein Kuckucksei ins Nest gelegt hatten und erwartete Unheil bei DELTACOM. Tatsächlich wurde der Institutsleiter Marcel Boulmeester durch eigene Unvorsichtigkeit von Computerbrutzellen befallen und allmählich in ein organisch-positronisches Mischwesen umgewandelt. Dieses Wesen versuchte zu NATHAN zu gelangen, um den lunaren Großrechner zu übernehmen. (PR 1010)

Quiupu suchte Mortimer Skand auf, um ihm mitzuteilen, dass Viren und Computerbrutzellen entfernt verwandt seien. Ein Mensch trage die Computerbrutzellen in sich. Als sich Boulmeester per Visiphon bei Skand meldete, erkannte Quiupu, dass er der Träger der Computerbrutzellen war. Quiupu versuchte die LFT zu warnen, stieß aber auf taube Ohren. Deshalb stattete er DELTACOM einen weiteren Besuch ab. Er durfte sich in Boulmeesters Labor umsehen. Er nahm heimlich einen Datenspeicher an sich, der eine Aufnahme von Boulmeesters verändertem Körperinnerem enthielt. Da sich Quiupu nicht ernst genommen fühlte, ging er auf eigene Faust gegen Boulmeester vor. Er fing Adelaie ab, die durch ein Subsystem der Computerbrutzellen, welches sich in ihrem Körper eingenistet hatte, zur Zusammenarbeit mit Boulmeester gezwungen wurde und dessen Weiterreise nach Luna organisieren sollte. Er betäubte die Frau und injizierte ihr eine von ihm vorbehandelte Polizeicomputerzelle. Diese vernichtete das Subsystem. Minuten später war Adelaie wieder wohlauf. (PR 1011)

Boulmeester, der sich in einem Hotel versteckt hielt, hatte sich in der Zwischenzeit fast vollständig in den Fünften Boten verwandelt. Die Befreiung Adelaies blieb ihm nicht verborgen. Als Quiupu und Adelaie das Hotelzimmer betraten, schlug der Fünfte Bote die Frau nieder und floh per Gleiter. Quiupu verfolgte ihn allein. Er störte Boulmeesters Gleiter mit einem speziellen Gerät. Der Gleiter zerschellte an einer Felswand. Quiupu rammte den Fünften Boten mit dem eigenen Gleiter und injizierte ihm eine Polizeicomputerzelle. Diese hatte jedoch keine Wirkung. Der Fünfte Bote setzte Quiupu über seine Pläne ins Bild. Der Virenforscher tat so, als wolle er dem Fünften Boten bei der Manipulation eines Transmitters helfen. Obwohl der Fünfte Bote Quiupu durchschaute, gelang es diesem, einen Transport nach Luna zu verhindern. Im Moment der Aktivierung des Transmitters schleuderte Quiupu ein Ausrüstungsteil auf das Bedienfeld. Deshalb wurden beide Personen nach OUTPOST-4271 versetzt. Der Hanse-Spezialist Deininger war das einzige Besatzungsmitglied dieser Raumstation. Quiupu klärte ihn über den Plan des Fünften Boten auf. (PR 1011)

Als Hanse-Spezialist kannte Deininger die von den Computerbrutzellen ausgehende Gefahr. Mittels eines Codewortes veranlasste er die Stationspositronik zur Sprengung des zu OUTPOST-4271 gehörenden Transmitters. Es gelang Deininger, Boulmeester in die eine Kaverne unterhalb der Station zu locken, die mit einem mit Pilzsporen gesättigten Gasgemisch gefüllt war und die er selbst über die Notschleuse verlassen konnte. Deininger riegelte die Notschleuse von außen ab und legte einen Energieschirm über den Hauptzugang, so dass der Fünfte Bote und Quiupu gefangen waren. Anschließend machte Deininger Meldung bei NATHAN. Unter dem Einfluss des für Quiupu unschädlichen Gasgemisches verfaulten die letzten noch verbliebenen organischen Reste von Boulmeesters Körper. Danach war der Fünfte Bote ein ausschließlich aus Computerbrutzellen bestehendes Maschinenwesen. Mit Quiupu als Geisel erzwang der Fünfte Bote die Entsendung eines Raumschiffes nach OUTPOST-4271, welches er zum Flug nach Luna nutzen wollte. Aus einem Ableger des eigenen Körpers formte er eine Manschette, die sich um Quiupus Hals legte und den Virenforscher jederzeit töten konnte. (PR 1011)

Der Fünfte Bote ahnte nicht, dass das von der Besatzung geräumte Schiff, welches schon wenig später bei der Station eintraf, nur eine Hälfte eines TSUNAMI-Pärchens war. Der Fünfte Bote übernahm das Schiff mittels abgesonderter Computerbrutzellen und vernichtete OUTPOST-4271 mit den Bordwaffen. Da der Fünfte Bote das Schiff nicht ohne fremde Hilfe steuern konnte, musste er Quiupu Handlungsfreiheit lassen. Unbemerkt vom Fünften Boten sprach sich Quiupu mit einem autarken Hologramm ab, das als einziges »Besatzungsmitglied« an Bord geblieben war. Dieses entfernte Quiupus Halsmanschette und fertigte eine holografische Nachbildung des Virenforschers an, von der sich der Fünfte Bote täuschen ließ, weil er abgelenkt und zu selbstsicher war. Der holografische Quiupu befand sich in der Zentrale, als der Fünfte Bote das Schiff per Linearflug ins Solsystem steuerte. Der Fünfte Bote drohte mit der Tötung seiner Geisel, falls man ihn nicht zu NATHAN lassen würde. Das Quiupu-Hologramm übermittelte insgeheim ein Signal, aus dem ein TSUNAMI-Spezialist im Krisenstab die richtigen Schlüsse zog. Man sicherte dem Fünften Boten eine Transmitterverbindung nach Luna zu, schickte aber ein mit einer Arkonbombe gekoppeltes Mini-ATG aus dem Schwesterschiff in die TS-81. Das Schiff des Fünften Boten wurde in die Zukunft gerissen und dort mitsamt aller Brutzellen vernichtet. Quiupu setzte sich zuvor mit einem Fluchttransmitter ab. Er wurde zu einer Abschlussbesprechung bei Julian Tifflor hinzugezogen. Der Erste Terraner wollte ihn persönlich über Boulmeesters Schicksal informieren und ihm danken. (PR 1011)

Quiupu setzte seine Forschungen fort. Helen Schutmeester, Carmor Sarbot und Hermit Sprague, drei Mitarbeiter des HQ-Hanse, überwachten seine Tätigkeit. Dennoch gelang es ihm im Oktober 424 NGZ, sich mit Hilfe seiner überlegenen Ausrüstung unbemerkt abzusetzen. Einer von ihm hinterlassenen Nachricht zufolge glaubte er, er sei jetzt auf der richtigen Spur und müsse andernorts ein wichtiges Experiment durchführen. Sechs Suchtrupps, einer bestehend aus Mutanten und einer unter der Leitung von Alaska Saedelaere sowie Jen Salik, machten sich auf die Suche nach Quiupu. Im Shonaar-Wandergebirge gelang es ihm, einige Viren zusammenzusetzen. Wegen einer ihm unbekannten Komponente der Viren entstand eine bösartige Kreatur, die alles Organische verschlang und dabei wuchs. Quiupu glaubte, er könne das Wesen allein kontrollieren und gegebenenfalls vernichten, doch das erwies sich als Irrtum. Die Kreatur machte sich selbstständig und richtete Zerstörungen im Wandergebirge an. (PR 1020)

Am 10.  Oktober tötete die Kreatur den Maler Schurt Gerlach. Wenig später tauchte Quiupu entsetzt und völlig verwirrt in der Bücherei der Stadt Shonaar auf, wo er Margo Ogden und Terrel Kadek begegnete. Er fühlte sich von Kadek bedroht und griff ihn an, entschuldigte sich aber sofort und bat um Hilfe. Kadek wollte Alarm schlagen, um Quiupu loszuwerden, aber Ogden war hilfsbereit. Die Diskussion der beiden Menschen dauerte Quiupu zu lang. Er eilte zurück ins Wandergebirge. Ogden und Kadek folgten ihm. Quiupu sagte, das Ergebnis seines Virenexperiments müsse vernichtet werden, weil es sonst zu einer globalen Bedrohung werden könne. Dann verschwand er. Ogden und Kadek verständigten nun Bürgermeister Lars Rütger. Dieser fragte bei der Parkverwaltung nach, erfuhr von den Vorfällen der letzten Tage und setzte einen Eingreiftrupp in Marsch. Außerdem machte er Meldung in Terrania. Galbraith Deighton zog Reginald Bull hinzu, der sich persönlich nach Shonaar begab. (PR 1020)

Quiupu war sich im Klaren darüber, dass die Kreatur immer weiter wuchs, irgendwann Ableger bilden würde und dann nicht mehr aufzuhalten wäre. Er wollte es aber nicht vollständig vernichten, um weiter daran forschen zu können. Er musste herausfinden, was mit den hiesigen Viren geschehen war. Die Kreatur tötete jedoch weitere Menschen, darunter Rütger. Gepanzerte Gleiter der Kosmischen Hanse erschienen und zerstrahlten das Wesen vollständig. Quiupu war so verzweifelt, dass er sterben wollte. Am 15. Oktober entschied Perry Rhodan nach Rücksprache mit NATHAN, dass Quiupu weiter forschen durfte. (PR 1020)

Lokvorth

Rhodan räumte Quiupu Handlungsfreiheit ein (wenn auch bei ständiger Beobachtung), weil er hoffte, mit Hilfe des Virenimperiums eine Lösung für den Konflikt zwischen ES und Seth-Apophis zu finden. Rhodan wollte Quiupu eine echte Chance geben, das Virenimperium oder zumindest einen Teil davon zu errichten. Er stellte ihm Personal sowie technische Ausrüstung zur Verfügung. Einen geeigneten unbewohnten Planeten namens Lokvorth hatte Quiupu zuvor über die Zentralpositronik von HQ-Hanse ausgesucht. Im Gespräch mit den Terranern erwähnte Quiupu jetzt zum ersten Mal, dass er von der Existenz zahlreicher anderer Forscher ausging, die seit langer Zeit dieselben Ziele verfolgten wie er. Quiupu berief Adelaie und Mortimer Skand in sein 120 Personen starkes Team, allerdings war Skand wegen anderer Aufgaben unabkömmlich. Dann legte er Rhodan eine Liste mit Ausrüstung im Wert von mehr als 480 Milliarden Galax vor. Er wollte auf keinen einzigen Punkt der Liste verzichten. Rhodan brauchte drei Tage, um diese enormen Mittel aufzubringen. Alaska Saedelaere erhielt den Auftrag, die Errichtung einer Forschungsstation auf Lokvorth zu überwachen. (PR 1032)

Die Arbeiten waren nach drei Tagen abgeschlossen. Saedelaere verließ den Planeten. Die Kogge LUZFRIG unter dem Kommando von Demos Yoorn blieb auf Lokvorth. Das wissenschaftliche Personal wurde von Sarga Ehkesh geleitet. Quiupu erkannte ihre Autorität nicht an. Er wollte selbst das Sagen haben. Manche Wissenschaftler fügten sich ihm bereitwillig, andere lehnten seinen Führungsanspruch ab. Alle fühlten sich zu Statisten degradiert, was für viel Unruhe in der Station sorgte. Ihn kümmerte das nicht, denn er wollte ohnehin allein arbeiten. Er kapselte sich ab und verwehrte den Terranern Zutritt in seine Laboranlage. Quiupu sagte, seine Proben dürften nicht mit der Vishna-Komponente in Berührung kommen, erklärte aber nicht, was dieser Begriff, den er jetzt erstmals verwendete, bedeuten sollte. In der folgenden Zeit kam es im Stützpunkt zu großen Problemen infolge des Befalls mehrerer Menschen mit Mordsamen und der Angriffe des Hybridwesens Presterlokvorth. Weitere Schwierigkeiten entstanden durch heftige Unwetter. Quiupu interessierte sich nicht für diese Vorgänge. Er zog sogar die komplette Energie der Station ab, als ein Teilgebäude wegen einer Überschwemmung weggespült zu werden drohte. Adelaie brachte ihn dazu, den Strom wieder einzuschalten. (PR 1032)

Nachdem sie die Situation endlich unter Kontrolle gebracht hatten, stellten die Terraner fest, dass Quiupu spurlos verschwunden war. Nach einem Tag ergebnisloser Suche wurde Rhodan informiert. Er entschied, dass die Wissenschaftler auf Lokvorth bleiben und abwarten sollten. (PR 1032)

Erschaffung des Neuen Virenimperiums

Quiupu war Anfang des Jahres 426 NGZ am Sammelplatz Srakenduurn in Norgan-Tur eingetroffen. Hier sollte die Zusammenfassung der Virenfragmente zur Rekonstruktion des Virenimperiums zum Abschluss gebracht werden. Er erlebte wie Belice das Virenimperium vollendete und für Vishna in Besitz nahm. Nachdem Belice sich aus Norgan-Tur zurückgezogen hatte und auch die Staubmenschen nach Terra zurückkehrten, blieb Quiupu zurück. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. (PR 1100, PR 1114)

Quellen

PR 1007, PR 1010, PR 1011, PR 1020, PR 1032, PR 1045, PR 1065, PR 1080, PR 1085, PR 1086, PR 1090, PR 1100, PR 1114