Remiona

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Die Remiona (Singular: Remiones) sind die Nachkommen terranischer Siedler vom Planeten Remion.

Erscheinungsbild

Die meisten Remiona haben eine dunkle Hautfarbe, breite Nasen, volle Lippen und dunkles Haar. Viele haben dunkle Pigmentschlieren, die der Haut eine Art Maserung geben.

Charakterisierung

Unabhängigkeit, Individualität und persönliche Freiheit sind für die Remiona das oberste Gut. Viele Remiona sind künstlerisch kreativ, was sich auch in ihrer typischen Patchwork-Architektur widerspiegelt, bei der sich zahlreiche Baustile miteinander vermischen. Jedes Haus ist individuell gestaltet. Die Remiona verwenden viel buntes Glas und Glassit, aber auch Holz und Terkonit für ihre Häuser.

Die Siedler bemühen sich, im Einklang mit der Natur zu leben und diese nicht zu schädigen. Anpassung und vorsichtiger Umgang mit der natürlichen Umwelt werden groß geschrieben. Nichtsdestotrotz nutzen die Remiona durchaus hoch entwickelte Technologie nach galaktischem Standard.

Die Remiona teilen ihre Woche in zehn Tage ein: An sieben Tagen wird gearbeitet, daran schließen sich drei Tage Wochenende an, die als Puentes bezeichnet werden.

Viele Remiona verdienen ihren Lebensunterhalt mit Anbau oder Ernte von Colocados, die auch auf andere Welten exportiert werden. Weitere, aber weniger wichtige Exportgüter sind Edelsteine, Erze, Heilkräuter, Glasfigurinen und Designerkleidung. Zirkus- und Theatertruppen von Remion sind in der Milchstraße beliebt.

Bekannte Remiona

Gesellschaft

Familias, Nofamilias und Vabundés

Hauptsächlich sind die Remiona in Familias organisiert, die weit mehr sind als Gemeinschaften von Blutsverwandten. Grundsätzlich gehören alle Bewohner einer Hacienda der gleichen Familia an. Es handelt sich um fest zusammengeschweißte, in sich geschlossene Gemeinschaften. Jede Hacienda/Familia hat ein Oberhaupt, das von einem Konsortium gewählt wird, und entsendet Vertreter in einen gemeinsamen Rat, welcher jedoch keine großen Entscheidungskompetenzen hat. Jede Familia legt größten Wert auf Unabhängigkeit, die einzelnen Haciendas sind selbständig und treiben ihre Autonomie oft bis zum Eigenbrötlertum - für andere Familias interessiert man sich kaum.

Alle nicht auf Remion geborenen Personen, Einwanderer und dergleichen stehen außerhalb der Familias. Sie werden als Nofamilias bezeichnet und dürfen sich keiner Familia anschließen. Remiona können auch zur Strafe für schwere Vergehen aus ihrer Familia ausgeschlossen werden. Bis zum 14. Jahrhundert NGZ bilden die Nofamilias die verachtete Kaste der Verbrecher und Beamten. Allmählich brechen die althergebrachten Strukturen dann jedoch auf, es kommt auch vor, dass Remiona freiwillig aus ihrer Familia ausscheiden, um sich einer so genannten »Städtischen Hacienda« anzuschließen. Hierbei handelt es sich um berufsständische Familias, die mit ihren Vorbildern nur noch den Namen gemein haben. Vor allem Bankiers, Trivid-Schaffende, Theaterleute und andere Personen mit Berufen, für die eine Tätigkeitsbegrenzung auf eine einzige Hacienda kontraproduktiv wäre, schließen sich zu diesen Gruppen zusammen.

Junge Remiona werden in der Regel in ihrer Familia ausgebildet. Im Alter von 17 Jahren nehmen sie an einem traditionellen Initiationsritus teil und können danach, wenn sie die Prüfung bestehen, als Vabundés durch die Lande ziehen. Sie sind dann freie Gewerbeschaffende, die sich überall dort niederlassen, wo es Arbeit für sie gibt. Nach Vorlage bestimmter Dokumente können sie zeitweise in einer fremden Familia arbeiten, bis zum 30. Lebensjahr können sie sich einer fremden Familia auch dauerhaft anschließen. Nach einer sechsjährigen Zeit als Vabundé kann ein Remiona den Status eines Maestro in seinem Fachgebiet erlangen.

Überregionale Einrichtungen

Abgesehen von den städtischen Haciendas und der Kirche gibt es eine überregionale Polizei, die Policia Alianza, deren Zuständigkeitsbereich gegenüber den lokalen Polizeigruppen der Haciendas nicht eindeutig abgegrenzt ist. Außerdem sind Handelsgesellschaften vorhanden, die den planetaren Export verwalten. Es gibt einen überregionalen Trivid-Sender namens COLORA.

Religion

Das Volk leitet seine Herkunft von den terranischen Kreolen ab, das heißt, sie halten sich für Nachfahren der Bewohner der französischen Karibikkolonien. Sie haben Bestandteile der kreolischen Kultur bewahrt, zu denen auch der Voodooglaube gehört. Am weitesten verbreitet ist die Vereinigte Santería Katholische Voodoo Kirche (VSKVK), deren Priester ein hohes Ansehen und großen Einfluss haben. Zu den bekannten Göttern gehört Baba Rhodo, dem man alles mögliche Übel anlastet und dessen Abbilder man bei religiösen Festivitäten rituell verbrennt.

Geschichte

Remion wurde im 21. Jahrhundert besiedelt. 5000 terranische Siedler kauften die Schiffe RUBEN, CHÉ und CAMILO und wanderten nach Remion aus. In der Frühzeit der Besiedlung hatten die Remiona Kontakt mit den Siccyi, den Ureinwohnern des Salida-Systems, die auf dem Nachbarplaneten Oyloz beheimatet waren. Die Remiona richteten auf Oyloz einen Raumhafen ein und nahmen einige Karawanen-Konzilsväter mit nach Remion. Die Siccyi befanden diese Welt für die Besiedlung durch Siccyi ungeeignet und erteilten den Remiona deshalb die Erlaubnis, sich dort anzusiedeln.

Die Kerngruppe der Siedler bestamd aus Kreolen, es waren aber auch Angehörige anderer terranischer Völker vertreten. In den nächsten Jahren kamen noch Zuwanderer aller Art hinzu. Die Kultur der Remiona wurde dennoch stark vom Erbe ihrer kreolischen Vorfahren geprägt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wurde eine rigorose Geburtenkontrolle durchgeführt, was dazu führte, dass es im 14. Jahrhundert NGZ eine Bevölkerungszahl von 16 Millionen Remiona gab, die sich seit Jahrhunderten nicht mehr wesentlich verändert hatte.

Perry Rhodan besuchte Remion zweimal, um den Planeten in das Solare Imperium einzugliedern. Schon sein erster Besuch im Jahre 2120 wurde zu einem Debakel, weil er durch sein Auftreten die Gefühle der freiheitsliebenden Remiona verletzte: Er trat in Uniform und mit der Macht der DRUSUS im Rücken auf. Die Remiona empfingen ihn mit Protestaktionen und Pfeifkonzerten, schließlich jagten sie ihn und Reginald Bull mit verfaulten Früchten in die Flucht.

Bei seinem zweiten Besuch im Jahre 2469 musste Rhodan feststellen, dass er persönlich bereits in den Pantheon der remionischen Naturgötter aufgenommen worden war, und zwar als böser Baba Rhodo. Er geriet selbst in eine solche Feier und wurde erkannt – er musste erneut sein Heil in der Flucht suchen.

Während der Schwarmkrise des Jahres 3440 leisteten die Remiona den Siccyi im Rahmen ihrer eingeschränkten Mittel Hilfe.

Spätestens ab 1338 NGZ wurde Remion durch Trantipon und dessen Gehilfen mit dem Ara-Toxin verseucht. Innerhalb der nächsten zwei Jahre durchlief der Planet alle Phasen des Zerstörungsprozesses. Die Remiona versuchten, den zunehmend katastrophaler werdenden Umweltschäden durch Brandrodungen zu begegnen. Es wurden zwar riesige Flächen infizierter Vegetation vernichtet, aber das Ara-Toxin konnte nicht aufgehalten werden.

Im Jahre 1340 NGZ erfuhr Perry Rhodan, dass Remion von den Aras als Testgelände für das Ara-Toxin missbraucht worden war. Trantipon kehrte nach Remion zurück, um die Ergebnisse zu beobachten. Rhodan brach am 7. Juni mit der CONNOYT ebenfalls dorthin auf. Auch er konnte nichts ausrichten, um den Planeten zu retten. Nur ein Teil der Remiona konnte nach Remion II evakuiert werden. Viele Remiona waren bereits infiziert, viele waren aber auch nicht bereit, ihre geliebte Heimat zu verlassen. Die meisten Betroffenen begingen Selbstmord mit Medikamenten, die von den Aras zur Verfügung gestellt wurden. Zur Evakuierung wurden Trantipons Quarantäneraumer sowie Raumschiffe der Arkoniden verpflichtet, so dass täglich circa 5000 Remiona die sterbende Welt verlassen konnten.

Als Remion kurz vor der totalen Vernichtung stand, organisierten Rhodan, Julian Tifflor und einige Remiona Ende Juni ein großes Festival, das bei Extebosch stattfand und mehr als 100.000 Personen anzog, die den Planeten aus verschiedenen Gründen nicht mehr verlassen konnten oder wollten. Viele Bands traten auf, darunter auch die sehr populäre Gruppe Voodoo Tattoo. Viele Teilnehmer waren bereits vom Ara-Toxin infiziert.

Alle Tiere und Pflanzen sowie sechs Millionen Menschen starben auf Remion, als sich der Planet am 1. Juli 1340 NGZ durch das Ara-Toxin in einen Moby verwandelte. Bewusstseinsfragmente der Remiona waren im entstehenden Instinktgehirn immer noch vorhanden. Sie träumten und erschufen Gegenstände, an die sie sich erinnerten, aus der Substanz des Mobys. Es wird davon ausgegangen, dass die Bewusstseine mit der Fertigstellung des Instinktgehirns endgültig erlöschen werden.

Quellen

Ara-Toxin 3, Ara-Toxin 4