Robotraumer

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Computerschiffen der Laren. Für weitere Bedeutungen, siehe: Computerschiff (Begriffsklärung).

Als Robotraumer werden Raumschiffe bezeichnet, die ohne lebende Besatzung agieren können.

Allgemeines

Sie werden gerne auf Langzeit-Überwachungsmissionen oder für Einsätze unter höchstem Risiko verwendet. Nicht zu verwechseln ist der Begriff mit Raumschiffen der Posbis.

Arkonidische Robotraumer

Allgemeines

Diese Schiffe gehören zur Arkonidischen Flotte und unterliegen der direkten Steuerung des Robotregenten. Sie werden auch als Robotflotte bezeichnet.

Von regulären Kugelraumern unterscheiden sich die robotisierten Einheiten hauptsächlich im Grad ihrer Automatisierung. Alle Schiffsfunktionen werden direkt von einer speziellen Positronik auf der Brücke des Schiffs gesteuert. Diese Einheit erhält ihre Befehle über einen ständigen Hyperkomkanal zum Regenten. Gegen Manipulationen und Angriffe wird sie durch eine starke Panzerung und einen Energieschutzschirm mit autonomer Energieversorgung abgesichert.

Robotraumer sind für den Betrieb durch eine Besatzung ausgerüstet. Allerdings sieht der Regent keine Notwendigkeit für eine aufwendige Ausstattung der Raumschiffe. Die Quartiere sind spartanisch eingerichtet. Freizeit- und Sporteinrichtungen fehlen meist völlig.

Bekannte Raumschiffsklassen

Geschichte

Der Einsatz von Robotraumern im großen Stil geschah durch die Arkoniden. Aufgrund der fortschreitenden Degenerierung ihrer Rasse konnten nicht mehr genug Personen für die Bemannung der Schiffe eingezogen werden. Zu Beginn wurden die Schiffe weitestgehend automatisiert, um Personal einzusparen. Hieraus entwickelte sich die komplette Abschaffung der Besatzung bis auf die Kommandanten. Nach der Absetzung des letzten Imperators und dem Beginn der Herrschaft des Robotregenten wurden auch die teilweise unfähig gewordenen Kommandanten abgeschafft. Ab dieser Zeit flogen die Schiffe unter direkter Kontrolle des Regenten. Mit der Bedrohung durch die Druuf ab 2040 stellte sich das Unvermögen der Positronik heraus, komplexe Situationen instinktiv zu erfassen und unter bedrohlichen Umständen den Rückzug einzuleiten. Daher presste der Regent zahlreiche Spezies (Zaliter, Topsider, Naats etc.) in seine Dienste, um unter seiner Überwachung die Kämpfe zu führen. Diese Maßnahme war allerdings wenig erfolgreich, da viele Besatzungen keine Kampferfahrung hatten und die Motivation der »Freiwilligen« alles andere als gut war.

Mit der Entmachtung des Regenten und der Inthronisierung von Gonozal VIII. änderte sich dies. Robotraumer wurden nicht weiter gebaut. Die neuen Raumfahrzeuge waren wieder reguläre Raumschiffe, die mit terranischen Besatzungen besetzt wurden. Die verbleibenden Robotraumer versahen weiter ihren Dienst. Allerdings wurden sie hauptsächlich bei Kampfeinsätzen genutzt, etwa der Belagerung von Lepso.

Das Ende der arkonidischen Robotraumer kam 2106 mit Aktivierung der Irrsinnsschaltung des Regenten. Damit waren die Raumer ohne zentrales Steuerungsorgan. Ohne Befehle schalteten sie ab und verharrten an Ort und Stelle. Viele der Raumer konnten durch Einheiten der Solaren Flotte geborgen und nach Arkon III zur Nachrüstung gebracht werden, aber einige Raumer blieben verschollen oder fielen in feindliche Hände. (PR 125, PR 126)

Eine neue Robotflotte wurde Anfang des 16. Jahrhunderts NGZ von Tormanac da Hozarius aufgebaut, als sich immer mehr Arkoniden dauerhaft in der Messingwelt aufhielten und somit nicht mehr als Schiffsbesatzungen zur Verfügung standen. Im Jahre 1514 NGZ verstärkten 120.000 Robotraumer der EPPRIK-Klasse die arkonidische Flotte. (PR 2717)

Terranische Robotraumer

Allgemeines

Auch die terranische Solare Flotte rüstete besonders ältere Raumschiffe aller Größenordnungen mit Positroniken aus, die völlig autark operieren konnten.

Auch Schiffe anderer Bauart wurden in die Flotte der Robotraumer integriert, zum Beispiel Walzenraumer der Springer.

Geschichte

Aufgrund des Personalmangels während der Schwarmkrise wurden einige Exemplare der Schnellen Kreuzer auf automatische Steuerung umgerüstet und unter der Bezeichnung GOLEM-Klasse geführt. (PR 550)

Robotschiffe wurden auch vom NEI eingesetzt, um gefahrlos die heimlichen Kolonien von Flüchtlingen in der Milchstraße mit Material und Nahrungsmittel zu versorgen, so etwa den Planeten No. (PR 792)

Die Liga-Flotte der LFT gründete mit der 2. Experimental Flotte einen neuen Typus von Robotraumschiffen. Basis hier waren die Schiffe der REMOTE-Klasse und HOST-Klasse. Im Versuchsstadium blieben die Schiffe der REMOTE-II-Klasse.

Sonstige Völker

Cantaro

Die Cantaro verwendeten Robotraumer für den Transport der als Ewigkeitsdiener auserwählten Bekassu in das Paura-Black Hole.

Hauptartikel: Ewigkeitsschiff.

Endlose Armada

Innerhalb der Endlosen Armada gab es spezielle Robotraumer für die Armadachronik. (PR 1118)

Hauptartikel: Datensammelschiff.

Ewige Krieger

Die Gorim-Jäger waren von den Ewigen Kriegern für Einsätze innerhalb der Kalmenzone von Siom Som beauftragt. (PR 1287)

Hauptartikel: Gorim-Jäger.

Ganjasen

Die Sammler wurden im Auftrag der Urmutter von den Ganjasen konstruiert und hergestellt. (PR 475)

Hauptartikel: Sammler.

Larische Computerschiffe

Die Laren setzten Computerschiffe ein. Ein bekanntes Beispiel ist jenes Schiff, das Kyron Barrakun großzog. Dieses Computerschiff durchkreuzte die Milchstraße, um statistische Arbeiten auszuführen. (PR-TB 188)

Murcons Burg

Die Robotraumer auf Murcons Burg vermochten als einzige den Bereich um die Burg Murcons (die Grenze zwischen dem »Seinsraum« und dem »Nirgendraum«) zu verlassen, da sie von dem Miniaturisierungsfeld nicht betroffen waren. (PR 903)

Hauptartikel: Grauer Bote.

Robotgarde von Magadon

Das Imperium der Magadonen unterhielt eine aus 9000 bestens ausgerüsteten Robotraumern bestehende Raumflotte.

Robotflotte der Mechanica-Echsen

Die drei Raumschiffe Scout-, Saat- und Ernteschiff dienten der Versorgung der Mechanica-Echsen mit Nahrung.

Sonnenbarren

Der Sonnenbarren war ein Robotschiff eines unbekannten Volkes. Es entwickelte im Laufe seiner Existenz ein eigenens Bewusstsein und nannte sich schließlich Patria. (PR 770)

Quellen