Robotregent

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Die Riesenpositronik des Robotregenten leitete von 1978 bis 2044 die Regierungsgeschäfte des Großen Imperiums. Er nannte sich selbst Großer Koordinator.

Allgemeines

Hintergrund

Als die Arkoniden erkannten, dass ihr Volk im Begriff war zu degenerieren, entwarfen sie den Robotregenten, ein Positronenhirn von gigantischen Ausmaßen auf Arkon III, das - aktiviert durch die Katastrophenprogrammierung Epethus - die Geschicke des Großen Imperiums leiten sollte, wenn die Arkoniden dazu nicht mehr in der Lage wären.

Ausmaße

Der Regent wurde von einer Energiekuppel geschützt, beanspruchte eine Bodenfläche von 10.000 km2 (PR 39) und wurde in den zwei Kilometer tiefen Krater gebaut, den eine durch Gucky in der Vergangenheit gelegte Bombe in die Oberfläche gerissen hatte.

Spezialprogrammierung und Schaltungen

Epetran da Ragnaari installierte beim Bau des Robotregenten die Katastrophenprogrammierung Epethus sowie die in ihr integrierte Sicherheitsschaltung A-1 und die Sicherheitsschaltung Senekha. Als finale Sicherung installierte er die Irrsinnsschaltung.

Sonstiges

  • Im arkonidischen Sprachgebrauch wurde der Robotregent Großer Koordinator genannt. (PR 39)
  • Das Symbol des Robotregenten bei Bildfunkübertragungen zeigte eine gewaltige Stahlkuppel, die auf der Schnittfläche ruht. (PR 58)

Geschichte

Entstehung des Robotregenten

Die Grundlage für die Entwicklung einer solchen Gigant-Positronik wurde im Jahr 12.402 da Ark (5772 v. Chr.) von Joriega da Zogeen im Positronik-Forschungszentrum Katrok auf Arkon I im Rahmen des Zauberhirn-Projekts geschaffen. Er forschte unter anderem nach den Möglichkeiten zur Optimierung der Arbeitsgeschwindigkeit einer Positronik und den Auswirkungen der parallelen Bearbeitung verschiedener Probleme auf Geschwindigkeit und Flexibilität der Positronik sowie auf die Qualität der Lösungsvorschläge. Das Ziel war die Unterstützung und Entlastung der verantwortlichen arkonidischen Flottenbefehlshaber sowie die Entwicklung von entsprechender Eigeninitiative seitens der Positronik. (Traversan 10)

Ironischerweise gab der durch die Schaltung Sternentau der Zeitstation der Meister der Insel auf Traversan in die Vergangenheit versetzte Atlan dem Forscher wertvolle Hinweise, die schließlich zum Durchbruch bei der Grundlagenforschung führten und die Entwicklung und den Bau des Robotregenten erst möglich machten. (Traversan 10)

Im Jahre 10.498 da Ark wurde mit dem Bau der Riesenpositronik auf Arkon III unter Leitung von Gun Epprik begonnen. Die Baugrube beanspruchte eine Fläche von mehreren Quadratkilometern und wurde tief in den Planetenboden getrieben. Betonsockel und kugelförmige Segmente waren beim Besuch Lebo Axtons bereits fertiggestellt. Auch Teile der Positronik waren schon installiert. Damit waren etwa zehn Prozent der Kapazität verfügbar. Wichtige Teile der Positronik stammten aus der Fertigung von Avrael Arrkonta. (Atlan 195)

Maßgeblich zeichnete der Ka'Marentis Epetran da Ragnaari im Jahre 3917 v. Chr. für die endgültige Konstruktion und Programmierung des Robotregenten verantwortlich. (PR 125)

Kurz nach der Bruchlandung der arkonidischen Forschungsexpedition auf Luna übernahm der Robotregent im Jahre 1978 die Kontrolle über das Große Imperium und setzte Imperator Zoltral XII. ab. (PR 38) Er setzte eine gigantische Rüstungsindustrie in Gang und produzierte – auf der Basis alter Konstruktionsunterlagen aus der Frühzeit des Großen Imperiums – eine riesige Robotflotte, mit der er gnadenlos jeden Widerstand im Imperium brach. (PR 39)

Der Robotregent und Terra

Im Jahre 1984 erschien eine Expedition der bislang unbekannten Terraner im Arkon-System. Sie hatten die beiden verschollen geglaubten Arkoniden Crest und Thora da Zoltral an Bord. Auf Naat erfuhren sie, dass der Robotregent inzwischen die Herrschaft übernommen hatte und dass die Zoltrals ihrer vorherrschenden Stellung beraubt waren. (PR 38) Perry Rhodan konnte die VEAST'ARK stehlen (PR 39) und machte dem Regenten anschließend das Angebot, eine sich abzeichnende Rebellion auf Zalit zu beenden. Das Positronengehirn ließ sich von Rhodans Logik überzeugen und gewährte ihm den nötigen Spielraum. (PR 41) In nachfolgenden Aktionen deckte Rhodan Verschwörungen der Aras auf, die Seuchen verbreiteten und langfristig die Übernahme Arkons planten. Der Regent erkannte, dass die Terraner ein tatendurstiges Hilfsvolk darstellen könnten.

Perry Rhodan musste die Vernichtung Terras und seinen eigenen Tod vortäuschen, um die Bedrohung, die von der Maschine ausging, zu unterbinden. Hätte der Robotregent die galaktische Position Terras herausgefunden, dann hätte er den Planeten gemäß seiner Programmierung nötigenfalls mit Waffengewalt in das Große Imperium integriert.

In der Folgezeit und angesichts der Gefahr durch die Druuf gab Perry Rhodan die Anonymität wieder auf und wurde zum Partner des Robotregenten, ohne jedoch die Position Terras preiszugeben.

Da die Druuf-Gefahr sich jedoch in absehbarer Zeit durch die zunehmende Instabilität der Überlappungsfront von selbst erledigen würde, bestand die Gefahr, dass sich der Robotregent mit seiner Flotte erneut auf die Suche nach Terra machen würde.

Aufgrund dessen starteten die Terraner mit Atlan da Gonozal 2044 ein Kommandounternehmen, um den Roboter auszuschalten oder notfalls zu vernichten.

Als ihr Unternehmen aufflog und der Regent sich mit einem unüberwindbaren Wabenschirm schützte, plante Perry Rhodan, Arkon III mit einer Arkonbombe zum Wohle der Menschheit zu vernichten. Der Plan wurde jedoch vereitelt. Als der Kommandotrupp mit einem Robotschiff fliehen wollte, startete der Regent alle Schiffe in seiner Nähe, vereitelte so auch diesen Plan und setzte Roboter mit Schockwaffen ein. Er wollte die Terraner lebend fassen und sie verhören, um die galaktische Position Terras zu erfahren.

Die Übernahme durch Atlan

Als sich die Niederlage abzeichnete, resignierte Atlan und näherte sich in nahezu selbstmörderischer Absicht dem Wabenschirm. Er gab sich als Kristallprinz des Reiches und berechtigter Anwärter auf den Imperatorenthron zu erkennen und forderte die Unterwerfung und den Gehorsam des Robotregenten.

Obwohl dies nur aus Verzweiflung geschah, reagierte die Sicherheitsschaltung A-1 und schaltete den Regenten nach einem Abgleich der Behauptungen Atlans und seiner Gehirnimpulse mit den Daten der Altspeicher ab. Dies geschah aufgrund der von Epetran programmierten Sicherheitsschaltung Senekha, ein Bestandteil der Sicherheitsschaltung A-1, nach der A-1 demjenigen Arkoniden die absolute Befehlsgewalt übergeben sollte, der aktiv geblieben war und eine Intelligenzstufe von mindestens 50 Lerc erreichte.

In der Folgezeit regierte Atlan als Imperator Gonozal VIII. mit Unterstützung des Robotregenten und der Terraner. Ferner wurde der Robotregent eingesetzt, um Berechnungen anzustellen, welche die Kapazität der Venuspositronik und des Positronischen Rechenzentrums Terrania überstiegen. (PR 119)

Die Übernahme durch Carbá

Im Rahmen einer Verschwörung von Akonen und Antis zum Sturz Atlans im Jahr 2105 drangen Akonen mittels eines Zeitumformers in A-1 ein und manipulierten die Schaltung. Durch die Manipulation der Akonen wurde Epethus aktiviert und veranlasste A-1, die gegenwärtige politische Lage mit der Programmierung seiner Altspeicher abzugleichen. Da die aktuelle politische Lage durch die Abhängigkeit Atlans von der Unterstützung durch die Terraner gekennzeichnet war, wurde Atlan von A-1 als regierungsunfähig eingestuft. Gemäß seiner Programmierung übernahm A-1 sofort und unwiderruflich die absolute Kontrolle, und der Robotregent war wieder der Alleinherrscher.

Carbá da Minterol, das Werkzeug der Verschwörer gegen Atlan, unterzog sich auf Kusma einer Steigerung seiner Intelligenz und erreichte so einen Intelligenzquotienten, der mit weit über 50 Lerc höher war als der des amtierenden Imperators. Er verlangte von A-1 die Anerkennung als neuer Imperator. Die Sicherheitsschaltung testete aufgrund der Tatsache, dass zwei Personen berechtigt sind, die Macht zu übernehmen, Carbá und Atlan in einem Psycho-Duell. Atlan unterlag, und der Robotregent ernannte Carbá zum Imperator Minterol I.

Aufgrund der übertriebenen Steigerung seiner Intelligenz wurde Carbá wahnsinnig und ein Spielzeug der Akonen, die somit dem Robotregenten ihren Willen aufzwingen konnten. Obwohl zur Erhaltung des Großen Imperiums geschaffen, diente der Regent nun der Zersplitterung des Reiches. Es drohte eine Invasion Terras durch die Robotflotte. Eine Vernichtung des Regenten durch eine Bombe, die durch einen Transmitter, den Atlan im Regenten versteckte, gesendet werden sollte, schlug fehl.

Das Ende des Robotregenten

Im Jahre 2106 ersannen Allan D. Mercant und Nike Quinto das Unternehmen Verzweiflung.

Mithilfe des Zeitumformers der Akonen, auch bekannt als Epotron, drangen Atlan und die Terraner 6023 Jahre in der Vergangenheit mittels des nachgebauten arkonidischen Schiffes SOTALA, dessen Original in den Wirren der Methankriege verschollen war, nach Arkon III vor und begegneten Epetran da Ragnaari, dem Konstrukteur der Sicherheitsschaltung A-1.

Er erkannte und billigte die Absicht Atlans und Perry Rhodans, ein Zeitparadoxon herbeizuführen, und installierte ohne deren Wissen eine Irrsinnsschaltung. Während Atlan die Atombombe legte, welche die Sicherheitsschaltung am 15. Februar 2106 zerstören sollte, ließ Epetran das Schiff, mit dem sie in die Vergangenheit gereist sind, aus der Nähe des Robotregenten entfernen, wodurch Atlan und Perry Rhodan aus dem Bereich des im Schiff installierten Zeitumformers und dem von ihm erzeugten Wandelfeld kamen.

Dadurch fielen diese in ihre Gegenwart zurück, und Atlan da Gonozal geriet durch die angreifenden Akonen und Antis, die den Regenten besetzt hielten, in Lebensgefahr. In diesem Moment griff die Irrsinnsschaltung ein. Die Schaltung schickte ein Fahrzeug, das Atlan und Perry in Sicherheit brachte, und vernichtete den Robotregenten. In der Folge wurden alle Robotschiffe aktionsunfähig und trieben im Weltraum herum, ein gutes Ziel für Piraten.

Quellen