Roscoe Poindexter

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Roscoe Poindexter war ein Offiziersanwärter auf der CREST IV. (PR 323, S. 10)

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Poindexter wird von Sergeant DeJohanny (rechts)
zu einem Schwimmwettkampf aufgefordert
Heft: PR 323 – Innenillustration 2
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Poindexter hatte eine dünne, leicht gebeugte Gestalt, mit einer unbehaarten flachen Brust und hervorstehenden Rippen. Seine behaarten Beine waren ebenso dürr und mit unnatürlich großen Füßen ausgestattet. Sein Schädel, mit den kaum zu bändigen Haaren, hatte eine hohe Stirn, große, etwas einfältig blickende Augen und eine große, sich kühn nach oben wölbende Nase. Er hatte einen großen Mund mit großen, schief geratenen Zähnen, die von breiten, vollen Lippen bedeckt wurden. Poindexter hatte ein, mit Pickeln versehenes hässliches Gesicht. Bei Außenstehenden hinterließ er einen kränklichen Eindruck. (PR 323, S. 10 - 13)

Charakterisierung

Poindexter war ein mit Komplexen beladener Mensch, der in seiner Schüchternheit sehr Tollpatschig auftrat. (PR 323, S. 13 - 17)

Er liebte das Wasser und das Schwimmen, denn unter Wasser brauchte er seinen Körper nicht zu zeigen - dann fühlte er sich sicher. So war er zu einem guten Schwimmer geworden. (PR 323, S. 12)

Poindexter wuchs mit den Aufgaben, die er bekam, legte seine Schüchternheit aber nie ganz ab. (PR 323)

Manchmal war er sogar so schlagfertig, dass ihm sogar Roi Danton bescheinigte, eine ganz gehörige Portion Zivilcourage zu besitzen.
Melbar Kasom war mit Poindexters Auftreten ganz und gar nicht einverstanden und musste ihn ein paar Mal daran erinnern, was auf den Raumakademien als »Richtlinien für terranische Raumsoldaten« gelehrt wurde. (PR 345, S. 36)

Er hatte großes Interesse für alles, das nicht zu erklären war, schleppte in diesem Zusammenhang aber auch Ängste mit sich herum:
Zitat: [...] Poindexters Interesse für alles Mythische war groß, aber er besaß soviel Phantasie, daß er sich in Gedanken oft die unglaublichsten Schrecken ausmalte, bevor überhaupt irgend etwas geschah. [...] (PR 337, S. 13)

Geschichte

Poindexter musste Ende Dezember 2435 - sehr zu seinem Leidwesen - seinen Vorgesetzten, Leutnant Mark Berliter, vertreten, da dieser für zwei Tage krank geschrieben wurde. Da er von Person her eher schüchtern war und leicht nervös wurde, bekam er es mit der Angst zu tun, als er sich in der Zentrale melden musste. Dort stieß er auch gleich mit dem Freihändler Roi Danton zusammen und wurde fast zum Gespött der Leute. Doch Perry Rhodan half ihm aus der Patsche. Poindexter stellte sich ihm mit drei Ehrenbezeugungen vor und durfte schon bei der ersten Besprechung zugegen sein. Der Rat der Drei der Magellan-Guerillas bat um Befreiung von Werften und Planeten von den Perlians. Doch Rhodan machte ihnen begreiflich, dass der Rückzug der Raumschiffe der Perlians und das mysteriöse Verschwinden der GOLDEN STAR nur eines bedeuten konnte: ein weiterer Gegner würde auftauchen. Und dafür würden die Terraner alle erdenklichen Ressourcen brauchen, die sie hätten. Die Ratsmitglieder bekamen Unterlagen überreicht, die Rhodans Behauptungen unterstützten und der Rat der Drei verließ die CREST IV. (PR 323, S. 14 - 22)

Im Anschluss daran flog die CREST IV ins Modula-System, wo sie die FRANCIS DRAKE und das Schiff der Freihändler LYDOLA überraschen, die anscheinend irgendwelche Maschinen umluden. Poindexter gehörte zum Enterkommando für die LYDOLA, das Rhodan persönlich anführte - fanden jedoch nichts. Poindexter war nun zum ständigen Begleiter Rhodans geworden, sodass er auch auf die FRANCIS DRAKE überwechselte und mitbekam, dass Rhodans Tochter, Suzan, sich mit einem fremden Schiff im Modula-System befand. Rhodan hatte wohl einen Narren an Poindexter gefunden, denn dieser war einer der Begleiter als es zu einem Treffen mit Suzan kam. Hier stellte es sich heraus, dass Suzan mit Icho Tolot und Fancan Teik in deren Schiff angekommen war. (PR 323, S. 23 - 38)

Die Gruppe um Perry Rhodan, Roscoe Poindexter, Atlan, Roi Danton, Melbar Kasom, Oro Masut und Fellmer Lloyd ging mit an Bord des Haluter-Schiffes, als ein weiteres kleines, unbekanntes Raumschiff im System eintraf. Poindexter bekam mit, wie die schon vorher angeforderte 82. GSV unter General Ems Kastori auf Angriffskurs ging und schon im ersten Anflug 14 ihrer Raumer verlor. Die neuartige Waffe, die das kleine Raumschiff einsetzte, nannten die Haluter Paratron-Aufriss. Das unbekannte Schiff (ein Dolan) griff mit einem Paratron-Aufriss auch das halutische Raumschiff an und auch die Haluter setzen Paratrons ein. Als ein Bildschirm aufleuchtete, sah sich Poindexter einem Lebewesen gegenüber, das wie ein Haluter aussah, ein Zweitkonditionierter. Dieser wollte Perry Rhodan sprechen und sagte ihm auf den Kopf zu, dass er ein Zeitverbrecher sei, dass er Zeitverbrecher bekämpfen würde und dass die Haluter, die den Terranern beistünden, ebenfalls bekämpft werden würden. Dann verließ er mit seinem Schiff das Sonnensystem. Roscoe Poindexter fühlte sich wie in einem Traum. (PR 323, S. 49 - 64)

Bei einem Angriff des Flaggschiffes auf OLD MAN am 12. Januar 2436, wurden die CREST IV und das Haluter-Schiff durch die Wechselwirkung zwischen der Paratronblase des Halut-Raumers und den gleichgeschalteten Paratronblasen von sechs Dolans auf OLD MAN, in die Kugelgalaxie M 87 verschlagen. Dabei wurde das Dimetranstriebwerk des Halut-Raumers zerstört und der Rückweg war versperrt. (PR 327)

An Bord breitete sich solch eine deprimierte Stimmung aus, durch die es zu Gruppenbildungen kam, deren Mitglieder davon träumten, auf einem Planeten sesshaft zu werden. Poindexter wurde von einer solchen Gruppe unter Führung von Sergeant DeJohanny angesprochen, die ihn bat Perry Rhodan eine Resolution zu übergeben, in der sie forderten, folgende Bedingungen zu erfüllen:

  1. Er soll die Besatzung aufklären, wo sich die CREST genau befindet.
  2. Ferner wollen sie, dass Rhodan ihnen sagt, ob es eine Chance zur Heimkehr gibt.
  3. Wenn es keine Rückkehr mehr gibt, dann soll er einen erdähnlichen Planeten suchen, auf dem sie leben können.

Poindexter weigerte sich, die Forderung zu überbringen. (PR 328, S. 14 - 16)

Doch bald gesellte sich zur Niedergeschlagenheit der Besatzung ein Kampf ums Überleben. Nachdem in der Nähe der CREST gläserne Särge materialisiert waren, wurde einer davon geöffnet. Er enthielt ein kleines Lebewesen, das erwachte und dann entmaterialisierte - es war ein Teleporter. Zwar war es nur ein kleiner Zwerg, trotzdem hielt er die Besatzung für die nächsten 48 Stunden in Atem. Er war ein gefährlicher Gegner, denn auch die im Schiff anwesenden Mutanten konnten ihm nicht folgen. Immer wenn sie erscheinen, war der Zwerg schon längst wieder verschwunden. So richtete er erheblichen Schaden im Raumschiff an. Um dem Wesen eine Falle zu stellen ließ Major Drave Hegmar eine wichtige Schaltstation mit Betäubungsgas fluten, setzte sich selbst in einem Raumanzug hinein und wartete darauf, dass der Zwerg erscheinen würde. Roscoe Poindexter bekam die Aufgabe, das Schott zur Schaltstation zu überwachen. Während dieser Tätigkeit fiel Poindexter plötzlich um - Betäubungsgas war aus dem Schaltraum ausgetreten. Der Zwerg hatte Major Hegmars Aktion sabotiert. (PR 328, S. 18 - 33)

Poindexter wachte in der Medo-Station auf, wo er mit den Nachwirkungen der Betäubung zu kämpfen hatte. Als er im Nebenraum ein Klirren und das Knistern von Feuer hörte, mühte er sich aus seinem Bett, nahm den Desintegrator, den man ihm zum Selbstschutz hingelegt hatte und schleppte sich zum Nebenraum. Dort sah er ein seltsames Wesen, das der Zwerg sein musste. Doch Poindexter war kaum in der Lage den Desintegrator zu heben. Als bewaffnete Männer in das Krankenzimmer stürmten, verschwand der Zwerg. Poindexter war davon überzeugt, dass er den Zwerg hätte töten können, wenn er nicht so schwach gewesen wäre. (PR 328, S. 48 - 50)

In der Folge wurde der Zwerg mithilfe von HÜ-Schirmen festgesetzt und starb daraufhin, als er zu Staub zerfiel. (PR 328, S. 56 - 57)

Mitte Februar 2436 fand die CREST IV eine Raumflotte von 3000 Walzenraumern, die sich in einem eindeutig schlechten Zustand befand. Jeweils 300 Schiffe waren zu einem Pulk verschweißt und kreisten um eine rote, planetenlose Sonne. Poindexter war einer derjenigen, die zusammen mit Perry Rhodan einen dieser Raumer inspizierte. Dabei wurden sie von fünf Fremden überrascht. Als Rhodan versuchte mit den Fremden Kontakt aufzunehmen, reagierte Poindexter verkehrt: Er erschien mit einem Paralysator in der Hand und wurde selbst geschockt. In der Dunkelheit konnte Rhodan flüchten und später einen zweiten Versuch der Verständigung machen. Dieses Mal kam es zu einer Verständigung, doch die dauerte nicht lange. Eine riesige Explosion erschütterte das Raumschiff. Für die Fremden, den Skoars, kam das einem Angriff gleich. Sie bedrohten die Terraner und nahmen Perry Rhodan, John Marshall und Melbar Kasom mit - Roscoe Poindexter wurde verschont und später zusammen mit den restlichen Terranern von der KC-21 abgeholt. Später konnte sich Rhodan dann doch noch mit den Skoars verständigen und 380 der Skoars zu ihrem Heimatplaneten bringen. (PR 337, PR 338)

Ab dem 21. Februar 2436 führte Poindexter dann eine Art Tagebuch in Form von Tonspulen, die er für seinen, in der Milchstraße zurückgebliebenen Freund Ghip Kintoim besprach, trotz der Überzeugung, niemals zurückkehren zu können. An manchen Tagen besprach er bis zu drei Tonspulen mit den Ereignissen, die sich in M-87 zutrugen. (PR 338)

Mitte März 2436 nahm Poindexter an der Erkundung der Verhältnisse um den Planeten Geegival teil. Zuerst mit einer Space-Jet unter dem Kommando von Major McCisom, wobei festgestellt wurde, dass die fliegende »Festung«, die den Planeten umkreiste, als Urlaubsparadies genutzt wurde. Und dann mit der KC-45, ebenfalls unter dem Kommando von Major McCisom, mit der dann eine Privatjacht mit vier Blauen aufgebracht wurde. Später wurde dann ein Kommando mit den Identitäten der vier Blauen auf Geegival abgesetzt. (PR 343)

Ende März 2436 war Poindexter als Truppführer in der fliegenden »Festung« des Agen Thrumb eingesetzt, um letzte Widerstandsnester der Dumfries auszuheben. Während dieser Zeit begegnete ihm ein Roboter der »Festung«, der nicht Desaktiviert war. Als dieser auf ihn schoss, konnte er sich mit einem Sprung hinter den Roboter werfen und mit dem Desintegrator den Halsstromleiter zerstören. Dabei wurden seine Finger durch einen Streifschuss dermaßen verbrannt, dass er sich in die Behandlung von Doc Artur begeben musste. Zu Perry Rhodan meinte Doc Artur, dass Roscoe Poindexter einen Orden verdient habe. Rhodan stimmte dem zu, er habe jedoch keine mehr vorrätig. Erst, wenn sie zurück auf Terra wären... (PR 345, S. 61)

Quellen

PR 323, PR 327, PR 328, PR 337, PR 338, PR 343, PR 345