Sambarkin

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Das Volk der Sambarkin stellt die Triebfeder der Astronautischen Revolution dar. Ihr Heimatplanet ist Yezzikan Rimba und liegt im Sektor 05 des Do'Checkalur 0176 der Galaxie Dommrath.

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Impressionen - Ruben Caldrogyn
Heft: PR 2059 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Sambarkin sind etwa 2,20 m große Humanoide, die von Landraubtieren abstammen. Ihr gesamter Körperbau ist muskulös und bullig. Die Haut ist dunkelgrau und mit weißen Linien marmoriert. Aus der Stirn ragen zwei kurze Hörner von je etwa 5 cm Länge. Ihre Augen stehen senkrecht und können nach Chamäleon-Art separat bewegt werden. Die Ohrläppchen sind zweigeteilt und etwa 10 cm lang. Sie dienen einer differenzierten Gestik/Mimik. Da Sambarkin von Raubtieren abstammen, haben sie immer noch ein Raubtiergebiss aus vielen kleinen scharfen Zähnen. Die Unterseite ihres Unterkiefers ist durch eine Knochenplatte vor Verletzungen geschützt, dagegen ist ihre Schädeldecke sehr verwundbar.

Sambarkin werden etwa 200 Jahre alt und sind bis ins hohe Alter geschlechtsreif. Es kann daher zu komplizierten Verwandtschaftsverhältnissen kommen, zum Beispiel dass man eine Partnerschaft mit einem eigenen Ururururur-Nachkommen eingeht.

Charakterisierung

Die Sambarkin sind nicht nur ein Volk von Wissenschaftlern, sondern auch eines von begabten Künstlern. Dabei haben sie die Kunst der Gambia-Skulpturen (Mischform aus Holographie und Formenergie) perfektioniert. Doch auch Theater, Gesang, Poesie und Schnitzerei sind sehr beliebt.

Als Relikt ihrer gewalttätigen Vergangenheit gibt es die Buddo-Tänze und den Kerr-Winnuck-Kampfsport, den man als eine Art Ringkampf mit Hörnern bezeichnen kann. Kerr-Winnuck-Arenen gibt es in jeder größeren Stadt und auch in den Schulen werden die Grundlagen trainiert.

Als überaus neugieriges Volk haben die Sambarkin den Ruf als beste Wissenschaftler ihres Clusters eingenommen. An den Hochschulen gibt es eine fortgeschrittene Lehrpolitik. Das einzige Hindernis für die freie Forschung stellen die Familienklüngel dar, die für ihren Clan Forschung und Vertrieb einheimsen wollen. Gewinnträchtige Forschungen werden so verzögert.

Bekannte Sambarkin

Geschichte

Die Sambarkin wurden kurz nach ihrem ersten Raumflug an das dommrathische Portalnetz angeschlossen. Merkwürdigerweise gibt es über diesen wichtigsten Tag ihrer Geschichte keinerlei Aufzeichnungen und keine Datierung. Wie sich später herausstellte, wurden und werden den Sambarkin suggestive Gehirnblockaden eingepflanzt, die sie von der weiteren Erforschung des bemannten Raumfluges abhalten sollten.

Mit dem anderen Volk im Sektor 05, den Berku'Tama, haben sie enge und freundschaftliche Handelskontakte aufgenommen. Wie im Land Dommrath üblich, blieben ihre Kultur und ihr wissenschaftlicher Stand über die nächsten Jahrtausende konstant. Doch dann wurde Ruben Caldrogyn geboren.

Ruben war ein neugieriges Kind, das den Stillstand der Gesellschaft und die Geistlosigkeit der Provinz intuitiv erfasste und ihn verabscheute. Sobald er bereit dazu war, ging er in die planetare Hauptstadt Kozmo Yezzik, um zu studieren. Zusammen mit seinem Mentor, und wie sich später herausstellte Vater, Vismar Elonkun entdeckte er die suggestive Blockade und bekämpfte sie mit neuro-mutativen Drogen.

Eines Tages kaufte Ruben, der inzwischen schon Dozent war, von einem Berku'Tama-Freund ein angebliches archäologisches Relikt. Wie sich herausstellte, war diese Schraube in Wirklichkeit eine Art Schallplatte, die das Vermächtnis der Astronautischen Revolution enthielt. Offenbar hatten die Berku'Tama vor einem halben Jahrtausend einmal ein Raumschiff namens IOL'BERK aus sambarkischen Maschinen gebaut. Doch dann kam die Legion und beseitigte und demontierte alles, was mit Raumschiffsbau zu tun hatte. Danach vergaß die Bevölkerung merkwürdig schnell diesen wichtigen Tag. Der Hinweis auf die sambarkische Technologie schockierte Ruben, und so stellte er aus seinen Lieblingsstudenten eine Forschungsgruppe zusammen. Diese fand heraus, dass physikalisches und mathematisches Wissen in regelmäßigen Abständen erfunden und wieder vergessen wurde.

Mit ihrer Rückendeckung durch dieses »veraltete« Wissen, stieg die Gruppe um Ruben Caldrogyn zur erfolgreichsten Forschungsgruppe des Planeten auf. Der Startschuss für die weitere Entwicklung wurde gegeben, als der sterbende Vismar Elonkun Ruben die Formel für eine nebenwirkungsfreie Neuro-Transmuter-Droge gab. Ruben gab die Droge seinen Studenten und diese mussten mit Schrecken erkennen, wie sehr ihr Geist bisher beschnitten worden war. Als Konsequenz ihrer Erkenntnis beschlossen sie, das gesamte Volk der Sambarkin langfristig zu befreien. Während die Gruppe also im Vordergrund nach Dingen forschte, die sie längst in alten Archiven gefunden hatte, wurden im Hintergrund die Grundlagen für den bemannten Raumflug und die Abwehr von Psi-Einflüssen geschaffen. Als einer von ihnen im Scherz vorschlug, sich die Astronautische Revolution zu nennen, wurde dieser Vorschlag in aller Ernsthaftigkeit angenommen.

Die Astronautische Revolution begann: Es wurden Psi-Messgeräte und Anti-Psi-Stirnbänder entwickelt. Gewährsmänner reisten zu anderen Planeten, um dort Fabrikbesitzer heimlich auf ihre Seite zu bringen. Am Tag X sollten dann alle Maschinen auf die Produktion von Raumschiffersatzteilen umgestellt werden.

Irgendwann waren die ersten sechs Schiffe einsatzbereit. Sie hießen IOL'BERK II, ANU'TOCKLEIA, YOS'KARTOLL, ELONKUN, AMIN, CARNIAL BO HEED und TASHUN (Freiheit). Diese sechs Schiffe brachen mit unbekanntem Ziel auf, um die Keimzelle einer neuen Astronautischen Revolution zu sein, falls Ruben Caldrogyn versagen sollte.

Am 07C.05K.04R./433.897D wurde die Astronautische Revolution offiziell ausgerufen und ihre Entstehung über Hyperfunk verkündet. Gleichzeitig wurde das Portal mit einem Schutzschirm verriegelt und das Yezzikan-Rimba-System mit tausenden Transitionsminen abgesichert. Weitere Schiffe flogen andere Planeten an, um diese zu überreden, der Revolution beizutreten.

Die Legion reagierte nur langsam und inkonsequent. Sie demolierte einige Werftanlagen auf anderen Planeten, aber der Konflikt dauerte noch Jahre. Das Leben auf Yezzikan Rimba lief weiterhin seinen Gang.

Nach Jahren tauchte plötzlich eine Flotte der Außenlandkolonisten am Rand des Systems auf und forderte die sofortige Kapitulation aller Sambarkin. Die Drohung, den Planeten zu vernichten, war natürlich hohl. Die Außenlandkolonisten wollten sich das wissenschaftliche Talent der Sambarkin nutzbar machen. Der Oberste Waffenträger der Außenlandkolonisten, ein Yiintari namens Rembatta-O-E, schlug einen bewaffneten Zweikampf vor, um zu entscheiden, wer in Zukunft Yezzikan Rimba beherrschen würde. Obwohl er sich mit Trim Marath einen hoffnungslos unterlegenen Gegner gewählt hatte, wurde er von dessen schwarzem Zwilling in der Luft zerrissen. Die Flotte der Außenlandkolonisten zog daraufhin ab.

Kurz darauf brachen Ruben Caldrogyn, Trim Marath, Startac Schroeder und der Druide Keifan mit dem Schiff CERRANGY nach Crozeiro auf. Die Leitung der Astronautischen Revolution überließ Caldrogyn seinem Stellvertreter Pali Hutebau.

Quellen

PR 2061, PR 2068