Schwarzer Bacctou

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Der Schwarze Bacctou war ein Doppelgänger Perry Rhodans.

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Heft: PR 2756 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Ursprünglich sah der Schwarze Bacctou aus wie eine grob aus einem Block aus schwarzem Onyx geschlagene Statue. Er hatte keine Haare, sehr kleine Ohren, leere schwarze Augen und war einen Meter und achtzig Zentimeter groß. Der humanoide Körper endete unterhalb des Brustkorbes und ging in einen zylinderförmigen Sockel über, der sich nach unten leicht verbreiterte. Er erinnerte Perry Rhodan bei ihrer ersten Begegnung zunächst an den Kyberklon Voltago, auf den zweiten Blick aber eher an eine übergroße Schachfigur. Die Stimme des Schwarzen Bacctou klang zu diesem Zeitpunkt tief und kehlig. (PR 2756)

Im Laufe seines Zusammenseins mit Perry Rhodan unterlag der Schwarze Bacctou einer von ihm nicht beeinflussbaren Metamorphose, an deren Ende er Perry Rhodan bis aufs Haar glich. Er besaß sogar einen Zellaktivator, der nicht von dem Perry Rhodans zu unterscheiden war. Er selbst nannte den Vorgang »Adaptieren«. (PR 2756)

Charakterisierung

Nach Abschluss der Verwandlung glich auch der Charakter des Schwarzen Bacctou dem des echten Perry Rhodan. Er war auch durch sein Verhalten nicht von der echten Person zu unterscheiden.

Geschichte

Der Schwarze Bacctou wurde aus einem Rohling eines teilkristallinen Materials geformt, das die Atopin Saeqaer von einer unbekannten Welt geborgen hatte. Die komplette Ansammlung dieses Materials war eine Lebensform, die sich selbst als das Bacctourat, eine alte »simulative« Kultur bezeichnete. Über seine Erschaffung besaß der Schwarze Bacctou nur ungenaue Kenntnis. Er erinnerte sich an einen großen Raum, in dem sich andere Wesen um ihn kümmerten. Diese legten ihn auf ein Gestell und machten sich an ihm zu schaffen. Während der Behandlung schlief er ein oder wurde betäubt. Als er wieder erwachte wurde er auf dem Gestell aus dem Gebäude gebracht, in dem die Behandlung stattgefunden hatte. Es handelte sich um einen hohen Zylinder von schwarzer glänzender Farbe, Stätte Zwo genannt. (PR 2756)

Der Schwarze Bacctou erhielt von Saeqaer den Auftrag, Perry Rhodan vom Planeten Kaidhan abzuholen und in den Globus Zwei der CHEMMA DHURGA zu bringen. Im Anschluss sollte er weiterhin bei Rhodan bleiben, während dieser bei den geretteten Schiffbrüchigen lebte. Im Laufe der Wochen, die Rhodan und der Schwarze Bacctou im Globus Zwei verbrachten, glichen sich sowohl das Aussehen als auch Verhalten und Sprache des Schwarzen Bacctou dem Rhodans an. Bei einem Gespräch erzählte er Perry Rhodan die Erinnerungen über seine Erschaffung, und dieser beschloss diesen Ort zu suchen. Rhodan gelang es, die Stätte Zwo mit dem großen Gebäude zu finden, allerdings ließ er den Schwarzen Bacctou dabei bei den Valvdigern zurück. Rhodan schaffte es später noch ein zweites mal, sich der Bewachung des Schwarzen Bacctou zu entziehen, als er vergeblich versuchte, den Sprecher der Valvdiger davon zu überzeugen, mit ihm aus den Wracks der Raumschiffe im Globus Zwei ein raumtüchtiges Fahrzeug herzustellen. Eines Nachts vollendete der Schwarze Bacctou die Metamorphose unter großen Schmerzen und verwandelte sich in ein exaktes Ebenbild Perry Rhodans. Dieser brachte den fiebernden Bacctou in ein Flugzeug und versuchte bei Saeqaer seine Freilassung mit der Drohung zu erzwingen, sich und seinen Doppelgänger mit einem absichtlichen Absturz zu töten. Saeqaer durchkreuzte Rhodans Plan mit einem Fiktivtransmitter. Rhodan wurde im Globus Eins festgesetzt und betäubt, während der Bacctou seinen Platz einnahm. (PR 2756)

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Heft: PR 2786
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Über einen Transmitter betrat der Schwarze Bacctou am 5. Februar 1517 NGZ die Raumstation LUCVAIT der Lucbarni. Zur gleichen Zeit erreichte auch die RAS TSCHUBAI – auf der Suche nach Perry Rhodan – LUCVAIT, um dort drei verletzte Lucbarni abzuliefern. Sie trafen dort zu ihrer Überraschung auf Gaumarol da Bostich und den Schwarzen Bacctou, der sich inzwischen selbst für Perry Rhodan hielt. Er behauptete, mit Hilfe der Siwives und eines fiktivtransmitterähnlichen Geräts aus der CHEMMA DHURGA nach LUCVAIT geflohen zu sein. Die Schiffsführung der RAS TSCHUBAI erhielt vom Schwarzen Bacctou Informationen über die Organisation des Atopischen Tribunals. Der Schwarze Bacctou vertrat die Meinung, dass das Tribunal nur an seinem eigentlichen Ursprung, den Jenzeitigen Landen angreifbar sei. Dazu plante er, Atlan zu suchen und in Larhatoon ein Richterschiff zu kapern. Reginald Bull hatte andere Pläne und bestand auf seiner Position als Expeditionsführer. Es kam zu kleineren Reibereien zwischen dem angeblichen Rhodan und Bull, bevor dieser sich geschlagen gab. Allerdings säten die Äußerungen des Schwarzen Bacctou erste Zweifel in Bull an der Identität Rhodans. Weiter genährt wurden diese durch andere Verhaltensweisen des Schwarzen Bacctou während eines Einsatzes auf Volterhagen, so dass auch Gucky und Icho Tolot misstrauisch wurden. Farye Sepheroa, die Enkelin Rhodans, bemerkte zudem ein Unbehagen ihres vorgeblichen Großvaters ihr gegenüber. Insgesamt waren die Verdachtsmomente so erheblich, dass die vier nicht mehr daran zweifelten, es mit einem Doppelgänger Perry Rhodans zu tun zu haben. (PR 2765)

Gucky erforschte die Gedankenwelt des Schwarzen Bacctou, um dessen Identität zu klären. Er bestätigte zunächst dessen Echtheit. Erst als der falsche Rhodan gegangen war, schränkte Gucky sein Attest etwas ein: Rhodan war zwar von der eigenen Echtheit überzeugt, aber er war ein Doppelgänger. Manche Erinnerungen des Mannes wirkten so, als hätte er sie erlernt, außerdem schlummerte tief in seinem Bewusstsein ein fremder Kern, eine Art Rohling. Der falsche Rhodan wurde im Glauben gelassen, dass man ihm jetzt endlich vertraute und Bull bezog ihn in die vorgebliche weitere Planung mit ein. Die CHEMMA DHURGA sollte erobert werden. Zu diesem Zweck sollte sich Rhodan bei Saeqaer melden und behaupten, er wolle sich ausliefern und sei bereit, die nächsten 500 Jahre in Larhatoon im Exil zu bleiben. Sobald die CHEMMA DHURGA einen Transmitter aktivierte, um den Schwarzen Bacctou zu holen, sollten Raumlandeeinheiten zum Richterschiff hinübergeschickt werden und dieses erobern. (PR 2766)

Das Schiff der Richterin befand sich immer noch im Haos-System in der Nähe des Planeten Kaidhan. Die RAS TSCHUBAI traf dort am 26. Februar 1517 NGZ ein und Saeqaer zeigte sich kooperationsbereit. Sobald der falsche Rhodan sein Angebot unterbreitete, schlug Bull zu. TARA-IX-INSIDE-Roboter nahmen den Schwarzen Bacctou fest, gleichzeitig wurde der Aagenfelt-Blitz ausgelöst. Die Waffe brachte den Schutzschirm der CHEMMA DHURGA zum Zusammenbruch. Sofort flog die durch einen Paros-Schattenschirm getarnte Space-Jet OLF STAGGE mit Gucky, Icho Tolot, Avan Tacrol, Sichu Dorksteiger und einem TARA-X-T an Bord auf das Richterschiff zu. Ihnen voraus raste der unbemannte Schwere Kreuzer RT-SK 20 in die Außenhülle des Globus Zwei, wobei er vernichtet wurde. Die OLF STAGGE drang durch das Leck in die CHEMMA DHURGA ein. Ihr Auftrag war es, den echten Perry Rhodan zu befreien. (PR 2766)

Dem Einsatzteam auf der CHEMMA DHURGA gelang es mit der Hilfe des Pend, einem mächtigen multiversalen Wesen, den echten Perry Rhodan aus der Gewalt der Richterin zu befreien und auf die RAS TSCHUBAI zu bringen. (PR 2767)

Der Schwarze Bacctou war weiterhin davon überzeugt, der echte Perry Rhodan zu sein. Er forderte eine Untersuchung seines Zellaktivators und dem des echten Rhodan. Das Ergebnis schuf keine Klarheit. Beide Geräte waren absolut identisch, und der Schwarze Bacctou verblieb weiterhin unter Hausarrest in seiner Kabine. (PR 2768)

Ende März, Rhodans Doppelgänger stand immer noch unter Beobachtung durch TARA-IX-INSIDE-Roboter, war aber nicht mehr in seiner Kabine isoliert, bekam Gucky bei einer Sondierung des Schwarzen Bacctou große Schwierigkeiten, den tief im Unterbewusstsein verborgenen Wesens-Rohling zu erkennen. Kurzzeitig hielt er sogar den echten Perry Rhodan für den Doppelgänger. Bei der weiteren Sondierung konnte Gucky einige Erinnerungsfetzen des Schwarzen Bacctou erkennen, die ihm verrieten, dass an Bord der CHEMMA DHURGA ein Relikt der ersten Larenzivilisation existierte. Gleichzeitig stellte er fest, dass sich der Schwarze Bacctou weiter veränderte. Er befürchtete, dass er bald nicht einmal mehr durch ihn vom echten Rhodan zu unterscheiden sein würde. (PR 2783)

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Explodierter TARA-IX-INSIDE verletzt
den falschen Rhodan

Heft: PR 2786 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Im Mai entschloss sich die Schiffsführung der RAS TSCHUBAI, in die Milchstraße zurückzukehren. Eine Gruppe larischer Rebellen entschied sich dafür, die Terraner zu begleiten. Während eines Spaziergangs im Erholungsbereich der RAS TSCHUBAI versuchte der Schwarze Bacctou, eine Meinungsverschiedenheit zwischen Laren und Besatzungsmitgliedern zu schlichten. Er geriet dabei zwischen die Fronten. Ein TARA-IX-INSIDE trennte die beiden Gruppen und brachte den falschen Rhodan mit einem Traktorfeld aus dem Gefahrenbereich. Unvermittelt explodierte der Ortungskopf des Roboters, und der Schwarze Bacctou wurde erheblich verletzt. Während ein Einsatzteam unter der Führung des echten Perry Rhodan in eine Station der Sternenportal-Brücke eindrang, um dieses zu sabotieren, erholte sich der Schwarze Bacctou mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit. Das Team in der Station BYONECC wurde gefangen genommen und geriet in Lebensgefahr. Rhodans Doppelgänger machte inzwischen einen Entwicklungsschub durch und entwickelte übermenschliche Kräfte. Er floh aus der Medostation, wurde nach kurzer Zeit aber wieder festgenommen. In einem Gespräch gelang es ihm, Jawna Togoya dazu zu überreden, es ihm zu erlauben, mit einigen Kampfrobotern eine Rettungsaktion zu starten. Er wechselte mit dem Kran auf die Station und befreite das Team um Rhodan aus der Gewalt der Onryonen. Im Laufe der Aktion wurde der Schwarze Bacctou schwer verletzt, konnte aber auf die RAS TSCHUBAI zurückkehren. Zurück auf dem Schiff musste Rhodan hilflos zusehen, wie sich sein Doppelgänger zurückverwandelte. Kurz bevor das Wesen wieder zur schwarzen Schachfigur wurde, forderte es Rhodan auf, die Stätte zu suchen, in der es hergestellt worden war. Das Bacctourat hatte mit Saeqaer zusammengearbeitet, um einen besseren, idealen Rhodan zu erschaffen. Dieser hätte den Terranern während der fünfhundertjährigen Gefangenschaft des Originals als Leitbild dienen und es ihnen ermöglichen sollen, sich vom echten Rhodan zu emanzipieren. Als der Schwarze Bacctou starb, nahm Gucky nicht das Erlöschen seines Geistes wahr, sondern dieser wurde zu schierem Licht. Der Schwarze Bacctou erhielt auf Rhodans Veranlassung eine Weltraumbestattung. (PR 2786)

Quellen

PR 2756, PR 2765, PR 2766, PR 2767, PR 2768, PR 2783, PR 2786