Sigurd

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Sigurd war der vierte und damit jüngste Sohn Odins. Er lebte in seinem Lichtheim an der Straße der Mächtigen zwischen Donkmoon und Aghmonth auf dem Weltenfragment Pthor. Er hatte einen Sohn namens Bördo.

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Atlan 324 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Atlan 325 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Atlan 340
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Mythologischer Hintergrund: Sigurd ist der Hauptheld der nach ihm benannten nordischen Sage und entspricht zum Teil dem deutschen Siegfried.

Erscheinungsbild

Er war ein großer schlanker Mann von circa 190 cm Größe, hatte einen muskulösen und athletischen Körper. Sein rotblondes Haar trug er meist halblang. Seine großen blauen Augen und sein jugendlicher Gesichtsausdruck – er wirkte wie ein etwa 25jähriger Pthorer – betonten seinen positiv eingestellten Charakter. Wie alle Odinskinder war er beim Auftauchen Pthors auf Terra vermutlich etwa 50 Millionen Jahre alt und relativ unsterblich.

Sigurd war nur selten in einer Rüstung zu sehen. Meist kleidete er sich in einfache zweckdienliche Leinengewänder. Im Kampf trug er einen weit ausladenden Flügelhelm. Seine bevorzugte Waffe war die Garpa, eine Kombination zwischen Schwert und Hellebarde.

Charakterisierung

Er war von fröhlicher, positiver Natur und strahlte eine Art freundliche Aufgeschlossenheit aus. Es heißt, dass er einst der Lieblingssohn Odins war. Er lebte nicht ganz so abgeschieden wie seine Geschwister; immer wieder zog es ihn zu den anderen Stämmen und Völkern auf Pthor.

Manchmal hatte er einen Hang zu derben Scherzen, der bei seinen Brüdern nicht immer auf Gegenliebe stieß.

Aufgabe auf Pthor

Seine eigentliche Aufgabe war es, die Straße der Mächtigen im Bereich zwischen Donkmoon und Aghmonth zu bewachen. Doch das war vermutlich nur ein »Schreibtisch-Job«, damit er nicht auf aufrührerische Gedanken kam. Denn zwischen den Odinssöhnen und den Herren der FESTUNG herrschte seit Jahrmillionen eine Art »bewaffneter Friede«.

Geschichte

Über seine Kindheit und frühen Jahre ist nichts bekannt, auch nicht, welche Rolle er während der Zeit einnahm, in der Pthor blühende Kulturen auf anderen Planeten zerstörte. Jedenfalls galt der jüngste Spross Odins als dessen Lieblingssohn.

Um das Jahr 2640 kam sein Sohn Bördo zur Welt, den er mit der Valjarin Garmakylia zeugte. Offenbar dachte er, dass er nicht der richtige sei, um ein Kind groß zu ziehen, denn diese Aufgabe überließ er (nach dem mutmaßlichen Tod seiner Partnerin) dem Großvater des Jungen. Nämlich Kruden, dem einzigen Valjaren, der je das Goldene Vlies gesehen hatte und lebend die Dunkle Region verlassen konnte. Warum Bördo der Meinung war, das Goldene Vlies sei sein Erbe, ist unbekannt. Es befand sich nämlich davor niemals im Besitz von Sigurd.

Ragnarök

Im Jahre 2648 bemerkte Sigurd immer mehr Zeichen dafür, dass entscheidende Dinge auf Pthor bevorstanden. Darum schickte er Hugin und Munin aus, die seinen Brüdern die Botschaft überbrachten, dass Ragnarök unmittelbar bevor stünde und die Odinssöhne zusammenkommen sollten. Während er auf Heimdall, Honir und Balduur wartete, begann die Straße der Mächtigen zu vibrieren. Als er nach dem Rechten sah, entdeckte er eine wunderhübsche Frau, die auf ihn zukam. Es war Fongerreilson, die aus der FESTUNG geflohen war; er verliebte sich augenblicklich in sie und nahm sie bei sich im Lichthaus auf. Doch schon kurz darauf machte ihn Ratatöskr darauf aufmerksam, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Er entdeckte sie schließlich im Badezimmer, als sie mit einem aus ihrem Oberschenkel entnommenen Funkgerät mit unbekannten Auftraggebern sprechen wollte – Fongerreilson war also eine Androidin. Geblendet vor Zorn und Enttäuschung verstieß er sie aus seinem Haus. Doch bereits wenige Stunden später kam sie zurück – in Begleitung seiner Brüder Heimdall und Balduur (der vermeintliche Bruder Honir gab sich beim Wiedersehen sofort als seine bisher unbekannte Schwester Thalia zu erkennen). Er verzieh ihr, da sie ihn nur aufgrund einer Konditionierung ausspioniert hatte, und feierte mit ihr und seinen Geschwistern das Wiedersehen.

Am nächsten Tag beschworen sie unter Verwendung des Leuchters des Odin ihren verstorbenen Vater herbei, der ihnen prophezeite, dass ein Machtwechsel auf Pthor unmittelbar bevor stünde. Doch nicht die Odinssöhne würden danach über das Weltenfragment herrschen. Nach der Beschwörung waren Sigurd und seine Brüder so geschwächt, dass sie lange Zeit ihre Betten nicht verlassen konnten. Thalia, die der Zeremonie nicht beiwohnen konnte, da Odin sie immer noch ablehnte, sowie Fongerreilson kümmerten sich um sie. Doch während dieser Zeit griff Gruck, das vermeintlich zahme Monster aus den Horden der Nacht, das Lichthaus an. Dabei kam Fongerreilson ums Leben. Als Sigurd wieder bei Kräften war, steigerte sich seine Ablehnung gegenüber den Herren der FESTUNG zu loderndem Hass. Gemeinsam mit seinen Geschwistern zog er gegen die FESTUNG.

...

Herrschaft über Pthor

ToDo: A 332 bis A 355

Odins Rückkehr

ToDo: A 356 bis A 372

Pthor unter fremder Herrschaft

Als Pthor am Rande der Schwarzen Galaxis, nämlich im Marantroner-Revier, zum Stillstand kam, wollte Atlan nicht darauf warten, dass das Weltenfragment von dunklen Mächten erobert wurde. Daher bekundete er auf einer Versammlung, mit der GRIET einen Vorstoß zu unternehmen, um den bevorstehenden Gefahren besser trotzen zu können. Aber kaum jemand war bereit, ihn zu begleiten. Sigurd konnte sich mit dieser Idee auch nicht besonders anfreunden, Balduur lehnte sie deutlich ab und Heimdall bezichtigte den König von Atlantis sogar der Feigheit und des Verrats. Daher brach Atlan nur in Begleitung Thalias sowie einiger Dellos auf. (Atlan 400)

Die nächsten Wochen verbrachten er und seine Brüder damit, sich Strategien für die bevorstehende Begegnung mit Eindringlingen zu überlegen. Aus heiterem Himmel erschien eine Fremde unter ihnen, die sich Leenia nannte und forderte, mit der GOL'DHOR über den Wölbmantel hinaus gebracht zu werden. Die Odinssöhne lehnten kategorisch ab, weshalb die Körperlose Heimdall entführte und damit seine Brüder erpresste. Also begleitete sie Sigurd mit dem Dello Jarsen über den Wölbmantel hinaus, wo Leenia spurlos verschwand. (Atlan 414)

Die Odinssöhne überzeugten die Repräsentanten der verschiedenen Völker Pthors, wie den Orxeyaner Gynar Tronk, zu behaupten, Atlan hätte gegen ihre Interessen gehandelt, und wäre nicht nur für die gegenwärtige Situation verantwortlich, sondern letztendlich von ihnen vertrieben worden. Nur so glaubten sie, später eine Überlebenschance zu haben. Ihre Nerven lagen blank, es kam immer wieder zu ernsthaften Streitereien unter ihnen. Um sich auf andere Gedanken zu bringen, trieb Sigurd einen bösen Streich mit dem Tiermagier Parlzassel, den er in der Nähe von Zbahn mit einer Attrappe eines Riesenkäfers köderte. Dieser explodierte, und versprühte ein Juckreiz auslösendes Gas über den Hünen. Dafür erhielt Sigurd als Belohnung eine saftige Abreibung, die ihn deutlich ramponierte. (Atlan 416)

Bei einem ihrer regelmäßigen Erkundungsflüge zu sieben vorbestimmten Koordinaten außerhalb des Wölbmantels entdeckten sie schließlich eines Tages ein herannahendes Raumschiff. Zurück in der FESTUNG gaben sie sofort die Anweisung, dass die Besucher untertänig empfangen werden mussten. Dann landete auch schon das Raumschiff; es war das Kundschafterschiff des Mathoners Algonkin-Yatta. Er und seine Begleiterin Anlytha wurden entsprechend willkommen geheißen und zu großen Feierlichkeiten in der FESTUNG eingeladen. (Atlan 416)

Gleich nach diesem Fest landeten zwei Organschiffe vor der FESTUNG, denen Wesen entstiegen, die nur wie schwarze Schatten aussahen: Scuddamoren. Die etwas verwirrten Odinssöhne wurden zur Rede gestellt und konnten ihren Kopf nur mit Mühe aus der Schlinge ziehen. Dem sturzbetrunkenen Balduur wurde sogar gedroht, als Galionsfigur zu enden, wenn nicht alles zu ihrer Zufriedenheit erledigt würde. Mit großem Aufwand gelang es schließlich, Algonkin-Yatta, Anlytha sowie deren Freunde Kolphyr und Kennon gefangen zu nehmen. Die drei Brüder waren mit den neuen Herren überhaupt nicht einverstanden, mussten aber gehorchen. Balduur entschloss sich zu einer Art passiven Widerstand, indem er Fenrir ausschickte, um nach Koy dem Trommler zu suchen. Die beiden konnten tatsächlich die Gefangenen befreien und dem Kundschafter sowie seiner Gefährtin die Flucht von Pthor ermöglichen. (Atlan 417)

In der Folgezeit wurden die drei Odinssöhne meistens unter Hausarrest gestellt. Sie mussten mit ansehen, wie die alte Ordnung Schritt für Schritt wiederhergestellt wurde. Als es einer Gruppe von Piraten vom Regenfluss gelang, das Organschiff WAPSIET in ihre Gewalt zu bringen, verlangten sie, nur mit den Odinssöhnen zu verhandeln. Daher ließ Kommandant Atzbäll sie in die Ebene Kalmlech bringen. Doch Zambor Hirto und seine Männer waren schlauer als alle gedacht hatten; sie nahmen die Brüder als Geiseln und flüchteten mit einem Zugor. Balduur, Heimdall und Sigurd wurden irgendwo in der Öde abgesetzt, während die Gefangenen untertauchten. Sie wurden später von Scuddamoren gefunden und wieder in die FESTUNG zurückgebracht. (Atlan 424)

Als Monate später die Scuddamoren von Pthor vertrieben wurden und den Trugen Platz machen mussten, spielten die Odinssöhne keine nennenswerte Rolle. Nur einmal wurde Sigurd vom Gersa-Predogg Zwalltorg abgeholt und an Bord der MARSAPIEN gebracht, um drei Fremden gegenübergestellt zu werden. Er erkannte als ersten Razamon, dann Atlan und Kennon. Durch eine unbedachte Äußerung gab er zu, sie zu kennen, was das Todesurteil der drei bedeuten musste, aber es war schon zu spät. Daher machte er das Beste aus der Situation und gab ihnen und vor allem Atlan die Schuld an allen Veränderungen, die auf Pthor entstanden waren. Damit rettete er möglicherweise seines und das Leben seiner Brüder. (Atlan 439)

Quellen