Taschkar

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Taschkar ist der Titel des jeweiligen Staatsoberhauptes der zu den Cappins gehörenden Takerer. Als Herrscher des Takerischen Reiches besitzt der Taschkar uneingeschränkte, diktatorische Befehlsgewalt.

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Heft: PR 474
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Allgemeines

Die Residenz des Taschkars ist der Purpurpalast auf der Insel Valosar auf der Regierungswelt Takera.

Sobald der alte Taschkar stirbt, öffnen sich auf allen takerischen Planeten Gruelfins Geheimtresore, die den Namen seines Nachfolgers enthalten, damit dieser unverzüglich das Amt übernehmen kann. Als erste Amtshandlung muss der Taschkar eine Liste seiner Nachfolger vorlegen, die er auch später noch jederzeit ändern kann. Der erste Name auf dieser Liste wird der Erbe des amtierenden Taschkars. Aufgrund dieses Prozederes gehen Amtsübergaben äußerst schnell vonstatten, oft innerhalb von nur ein oder zwei Stunden.

Der frühere Eigenname des Taschkars erlischt mit seiner Amtsübernahme, er wird danach nur noch »Taschkar« genannt. Nach dem Tod wird der Name gelegentlich wieder genannt.

Bekannte Taschkars

  • Bironasch, der 28. Taschkar, Angehöriger des Bironasch-Clans
  • Mimasbesch, der die Idee eines falschen Ganjos hatte (PR 487)
  •  »der Taschkar«, dessen Name nie bekannt wurde (amtierte bis 10. März 3438)
  • Ginkorasch, Nachfolger »des Taschkars«

Geschichte

...

Um 150.000 v. Chr. entdeckte ein namentlich nicht bekannter Taschkar die Urmutter. Zur Schaffung einer Geheimwaffe programmierte er die Final-Blockschaltung, um einen Teil ihrer Sammler unter seinen Befehl zwingen zu können.

...

Der Name des Taschkars, der bis zum 10. März 3438 regierte, ist nicht bekannt geworden, da er stets nur »Der Taschkar« genannt wurde.

Erscheinungsbild

Trotz seines Alters von ungefähr 180 Jahren erschien er wie ein 35-Jähriger. Er hatte ein markantes Gesicht, eine scharfrückige Nase und dunkle Augen.

Charakterisierung

Der Taschkar war stets darum bemüht, überheblich und gelassen zu wirken, wie es sich für den Beherrscher einer Galaxie geziemte. Die Bedürfnisse und Wünsche seiner Untertanen pflegte er zu ignorieren, wenn sie nicht zufällig mit seinen Interessen vereinbar waren.

Er lebte niemals länger als drei Wochen mit einer Frau zusammen, da er beobachtet hatte, dass Männer, die sich langfristig an Frauen banden, schwunglos wirkten und unter dem Einfluss ihrer Frau standen. Zwar zeugte er Kinder, etwa den Sohn Ikthuus, diesen zog er allerdings nie als Nachfolger in Betracht. Stattdessen konnte sich der Chef seines Geheimdienstes durch treue Ergebenheit an die Spitze der Nachfolgerliste vorarbeiten.

Der Taschkar umgab sich mit einer treu ergebenen Leibwache, die aus exotischen Lebewesen aus ganz Gruelfin bestand. Die häufig aus takerischen Zuchtversuchen hervorgegangenen Monstren würden jederzeit ihr Leben für den Taschkar opfern. Seine engsten Mitarbeiter in der Leibwache behandelte der Taschkar sehr großzügig: Sie durften Privatgemächer betreten und wurden bei einem geringfügigen Versagen nicht sofort exekutiert.

Zuweilen nahm der Taschkar auch an Einsätzen und Kommandooperationen seiner Streitkräfte teil. Dabei achtete er allerdings darauf, dass das Gelände bereits durch seine Truppen gesichert wurde.

Politik

Der Taschkar führte im Prinzip die politische Linie seiner Vorgänger fort. Er zeichnete für zahlreiche Gräueltaten verantwortlich, die die Takerer begingen, wie zum Beispiel die Vernichtung von USy-1, die Exkutierung hunderttausender Ganjasen auf TCR und die Vernichtung Molakeschs. (PR 457)

Er war zwar unter den Takerern verhasst, doch die schlimmsten Verbrechen seiner Regierung wurden offiziell von der Marsav ausgeführt. Dies war für für den Taschkar insofern bequem, als dass er immer vortäuschen konnte, von nichts gewusst zu haben. (PR 471)

Im Jahre 3438 unterbrach er das Ocscha-Fest, als ihm Meldung gemacht wurde, dass im Feynschest-System seltsame Impulse angemessen wurden. Da die MARCO POLO dafür verantwortlich war, leitete der Taschkar eine Flotte von 10.000 Einheiten in das System, um das Schiff endlich zu zerstören. Die MARCO POLO konnte ihm zwar entkommen, jedoch konnte der Taschkar Perry Rhodan, Atlan, Ovaron, Gucky, Merkosh, Takvorian, den Paladin und Ras Tschubai gefangennehmen. Danach ließ er sie im VALOSAR verhören, wobei Rhodan ihn geschickt über die Lage der Terraner und der Milchstraße desinformieren konnte. (PR 471, PR 472)

Die Gefangenen entkamen jedoch dank einer Rettungsschaltung für Ovaron in das Innere des VALOSARS. Der Taschkar verlor die Kontrolle über einen Teil seiner Anlagen, die aus umprogrammierten Vasallen bestanden, und begab sich in eine nur ihm bekannte Schaltstation. Dort versuchte er, die Kontrolle zurückzugewinnen. Eine von Ovaron angewandte X-Logik verhinderte sein Vorhaben, während Rhodans Team durch unabsichtlich herbeigeführte Erdbeben die Schutzschirme der Schaltstation unbrauchbar machte. In einem Duell konnte Rhodan den Taschkar am 10. März töten. Bis zuletzt weigerte der Takerer sich, sich zu ergeben. (PR 473, PR 474)

Amtsübernahme durch Ginkorasch

Nach dem Tod des Taschkars übernahm Ginkorasch, der zuvorige Chef der Marsav, das Amt. Seine erste Amtshandlung war - nach der Benennung seiner Nachfolger - eine umfangreiche Säuberungsaktion, die er von langer Hand vorbereitet hatte. Danach zog er sich in die Geheimstationen des alten Taschkars zurück und ließ sich von den dortigen Positroniken über seine neuen Machtmittel unterrichten. Dabei fiel ihm auf, dass sein Vorgänger alle Informationen über einen von ihm eroberten Sammler aus den Datenbanken gelöscht hatte.

Darum widmete sich der neue Taschkar dieser Fluchtstation besonders und fand heraus, dass mehrere Kontrollanlagen des VALOSARS nur noch vom Sammler aus gesteuert werden konnten, sowie dass die Leibwache seines Vorgängers sich auf dem Sammler befand. Um sich diese Machtmittel zu sichern, reiste der Taschkar per Transmitter auf den Sammler, wo er nach mehreren Erfolgen, etwa bei der Neuprogrammierung der Leibwache auf seine Individualimpulse, den folgenschweren Fehler beging, einige Schaltungen zu betätigen, die der alte Taschkar wohlweislich in Ruhe gelassen hatte. Der Sammler begann nun, seine lange unterbrochene Reparatur zu beenden, und der Taschkar rettete sich per Transmitter auf die Valosar-Insel. Mit aller Härte begann er nun, eine Untergrundorganisation der Wesakenos auszuheben und politische Feinde zu verfolgen. (PR 475, PR 476)

Mitte Mai 3438 retteten Takerer den Sextolotsen Guvalasch nahe der Terrosch-Rotwolke aus Raumnot. Der gestürzte Anführer der Pedolotsen plante sich an den Ganjasen rächen und bot dem Taschkar darum an, Morschaztas aus dem Hyperraum zu stürzen. Der Taschkar ließ sich die Geschichte Guvalaschs von seinen Positroniken bestätigen und ging dann auf das Angebot ein. Nachdem Guvalasch Morschaztas mithilfe des Komudakgürtels in den Normalraum zurückversetzte, stellt der Taschkar eine Angriffsflotte aus 100.000 Schiffen auf und flog einen Angriffskurs. Auf dem Weg wurde die Flotte von der MARCO POLO angegriffen, bei den Angriffen wurde auch das Flaggschiff des Taschkars schwer beschädigt und Guvalasch getötet. Der Taschkar übernahm die Flottenführung auf einem anderen Raumschiff. (PR 488, PR 489)

Die takerische Flotte wurde am 22. Mai vor Morschaztas von der ganjasischen Flotte geschlagen, die 180.000 Raumschiffe umfasste und wesentlich besser organisiert war. Nach dieser ersten Schlacht des Ganjasisch-Takerischen Krieges verloren die Takerer immer weiter an Boden, da sich nicht nur die Ganjasen, sondern auch die Wesakenos, Moritatoren und zahlreiche andere unterdrückte Völker gegen sie stellten. (PR 490, PR 491)

Am 1. Juni 3438 wurde die Regierungswelt des Taschkars, Takera, durch eine terranische Arkonbombe zerstört. Der Taschkar zog sich mit seinen Getreuen auf seine Residenzwelt Arptof zurück. Um die Vernichtung seiner Feinde voranzutreiben, setzte er seine letzten Trümpfe ein. Dank der Blockschaltung hatte er die Kontrolle über 146.000 bis 155.000 Sammler erhalten. Diese Flotte schickte er unter dem Befehl seines Vetters Vascalo in die Milchstraße, um Terra zu vernichten. Vascalo hatte dort einen schweren Stand gegen die Flotten der Galaktiker. (PR 492, PR 493)

Um die endgültige Niederlage in Gruelfin abzuwenden, schickte der Taschkar ferner ein Angebot an die kampfstarken Barbaren der Außenregion Gruelfins, die Juclas, damit diese die Flotten der Ganjasen vernichteten. Der Ganjasisch-Takerische Krieg zermürbte die takerische Seite unterdessen immer mehr, sogar die einstigen Regierungsmitglieder, die der Taschkar nach der Vernichtung Takeras nicht mehr brauchte, protestierten mit Eingaben gegen verschiedene Maßnahmen, die der Taschkar für nötig hielt. Doch der Taschkar wagte nicht, sie offen oder auch heimlich zu beseitigen, sondern konzentrierte sich auf den Krieg. Die Juclas, die ihre Kampfstärke in einer Schlacht vor Morschaztas bewiesen hatten, bereiteten dem Taschkar und seinem Berater Aybschot besondere Sorgen, da sie mit ihm über eine Erhöhung ihrer Prämien verhandeln wollten. Der Jucla-Anführer Pentschypon-Kala 896. landete schließlich mit 2000 Schiffen auf Arptof. Es ließ sich zur Überraschung des Taschkars sehr schnell Handelseinigkeit herstellen, da der Jucla die Verhandlungen nur vorgetäuscht hatte, um den Taschkar tödlich zu vergiften. Nach dem Tod des Taschkars übernahmen die Clans die Regierung in Gruelfin. Das Takerische Reich hörte auf zu existieren. (PR 496)

Quellen

PR 471, PR 472, PR 473, PR 474, PR 475, PR 476, PR 488, PR 489, PR 490