Zeitläufer

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Bei dem Zeitläufer handelte es sich um ein vollautomatisches Abwehrsystem, das Ganjasen ungefähr 200.000 v. Chr. im Solsystem installierten, um Zeitreisen der Takerer zu verhindern, die dort im Rahmen des Projekts Unternehmen Tranat-System auf Lotron genetische Experimente an Frühmenschen unternahmen.

Der Zeitläufer bestand aus mehreren Komponenten. Zum Zeitläufer gehörte eine Station auf einer Insel im Asphaltsee im Inneren des Kontinents Lemu. In der Station befand sich eine einhundertzwanzig Meter hohe Goldene Spindel, die sich im Zeitstrom bewegen konnte. Daneben gab es eine weitere eingeschnürte Spindel auf dem Mond – 30 m lang, 15 m Maximaldurchmesser und 8 m Minimaldurchmesser.

Der Zeitläufer wurde 51.988 v. Chr. durch die terranische Nullzeitdeformatorexpedition zerstört. (PR 428)

Mit dem Dakkar-Tastresonator, der anhand von Konstruktionsplänen von im Sonnensatelliten gefangenen Angehörigen des takerischen Zukunftskommandos 3433 gebaut wurde, gelang es, die temporale Rücksturzpolung des Zeitläufers bei den weiteren Nullzeitdeformatorexpeditionen zu überwinden. (PR 430, PR 438)

Funktion

Der Zeitläufer war ein vollautomatisches, autarkes Gebilde mit eigenen Ortungs- und Verteidigungsanlagen auf n-dimensionaler Basis. Der Zeitläufer bewegte sich durch die Zeit und überwachte die verschiedenen Zeitebenen.

Sobald der Sextadimspürer den Materialisierungsversuch eines Zeittransmitters registrierte – erkennbar durch Veränderungen der Sextadimhalbspur – gab die Goldene Spindel einen Sextadim-Störstrahl ab und löste damit die temporale Rücksturzpolung aus. Diese verhinderte das Eindringen in den überwachten Zeitabschnitt bei einer gleichzeitigen Beschädigung oder sogar Vernichtung des eingesetzten Zeittransmitters. (PR 424)

Geschichte

196.584 v. Chr.

Die vierte terranischen Nullzeitdeformatorexpedition führte auf Titan in das Jahr 196.584 v. Chr. Dort entdeckten die Terraner in Ovarons Geheimstützpunkt Roi Danton und Merkosh, den Gläsernen.

Beide waren bei ihren Zeitreisen vom Zeitläufer eingefangen und von der Station im Asphaltsee auf Lemu zum Geheimstützpunkt auf Titan abgestrahlt worden. Das Kommandogehirn stufte Roi Danton als Präbio ein. (PR 447)

Roi Danton war 2437 durch die Hilfe eines Gurrads mit einer Zeitmaschine der Uleb aus dem Enemy-System entkommen, vom Zeitläufer eingefangen worden, und kam erst in der Station im Asphaltsee mit einer Amnesie wieder zu Bewusstsein. Die Erlebnisse in der Sphäre der Ungeborenen wurden gelöscht.

Anmerkung: Da aus dem Jahr 2437 überzeugende Berichte von Roi Dantons Tod vorlagen (Zitat: [...] »sein HÜ-Schirm erlosch und die Intervallstrahler dreier Bestien trafen seinen ungeschützten Körper.« [...] (PR 399)), wurde vereinzelt vermutet, dass der Roi Danton auf Titan möglicherweise aus einem Paralleluniversum stammte.

Merkosh stammte vom Planeten Opronos der Sonne Aheiku in der unbekannten Galaxie Maasbar. Auch seine Herkunftzeit war unbekannt. Er konnte durch seine Parabegabung der Traummeditation durch die Zeit reisen. Bei seiner 4. Zeitreise wurde er durch den Zeitläufer eingefangen. Dabei verlor der Oproner die Gabe der Traummeditation.

196.567 v. Chr.

Dank des anhand takerischer Pläne gebauten Dakkar-Tastresonators gelang es der zweiten terranischen Nullzeitdeformatorexpedition trotz Zeitläufer in die Zielzeit 196.567 v. Chr. zu reisen. Ovaron, der in dieser Zeit als Geheimagent in der Rolle des Chefs der Golamo unter den Takerern auf Lemuria operierte, wurde durch die Station im Asphaltsee von der Ankunft einer Zeitmaschine informiert und versuchte, den Nullzeitdeformator zu zerstören. (PR 437)

51.988 v. Chr.

Die erste terranische Nullzeitdeformatorexpedition aus dem Jahre 3433 in die Zeit der Cappins strandete durch die temporale Rücksturzpolung im Jahr 51.988 v. Chr. (PR 424)

Die Terraner entdeckten die Spindel auf dem Mond. Eine Rückkehr in die Gegenwart scheiterte an dem Ausfall aller fünfdimensional arbeitenden Geräte. (PR 426)

Es gelang den Terranern mit Hilfe der Lemurer dieser Zeit, zur Station auf der Asphaltinsel vorzustoßen und die Station und damit wohl auch den Zeitläufer zu zerstören. (PR 428)

49.991 v. Chr.

49.991 v. Chr. ließ Regnal-Orton, der Faktor VII der Meister der Insel, auf der späteren arkonidischen Kolonialwelt Traversan eine Zeitstation errichten, um 1,2 Millionen Jahre in die Vergangenheit vorzustoßen. Ziel war es, Waffen und Technologien aus der Zeit des Angriffs der Horden von Garbesch und der Bändigung des Suprahets zu erbeuten, um diese gegen die Haluter einzusetzen.

Der Vorstoß wurde im Jahr 196.580 v. Chr. +/- 10 Jahre gestoppt und die Zeitstation wurde in Richtung Relativgegenwart zurückgeschleudert. Sie erreichte nur einen Vergangenheitszeitpunkt von etwa 52.000 v. Chr. Dies deutet darauf hin, dass auch die Zeitstation auf Traversan durch den Zeitläufer gestoppt wurde.

Die Zeitstation wurde 49.989 v. Chr. nach mehreren Modifikationen und nach 36 vergeblichen Versuchen stillgelegt. (Traversan 1, Traversan 12)

42.125 v. Chr.

Selaron Merota und Ermigoa Merota suchten 42.125 v. Chr. die Zeitstation auf Traversan auf, um in die Vergangenheit zu reisen. Durch die Schaltung Sternentau kam es zu einem 37. Versuch, in die Zeit 1.200.000 v. Chr. vorzustoßen. Selaron Merota und Ermigoa Merota ließen die Zeitstation im Stand-by-Betrieb und verließen Traversan. (Traversan 1, Traversan 12)

2437

Roi Danton entkam 2437 durch die Hilfe eines Gurrads mit einer Zeitmaschine der Uleb aus dem Enemy-System, wurde vom Zeitläufer eingefangen, und kam erst 196.584 v. Chr. in der Station im Asphaltsee mit einer Amnesie wieder zu Bewusstsein. (PR 428)

Dabei blieb unklar, wie der Zeitläufer die Zeitmaschine im etwa 200.000 Lichtjahre entfernten Enemy-System stoppen und Roi Danton gefangen nehmen konnte.

Quellen