Hyperraum

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Als Hyperraum wird der mehrdimensionale Raum bezeichnet, der dem Einsteinuniversum »übergeordnet« ist und in dem überlichtschnelle Kommunikation und Bewegung möglich sind. Die Schiqalaya nennen ihn Transzendenter Raum, die Shug Prud-Stratum. Die Arcoana bezeichnen ihn als Supraraum. (PR 1668)

Die Wissenschaft, die sich mit dem Hyperraum und allen weiteren Hyperphänomenen befasst, nennt man Hyperphysik.

Übersicht

Allgemeines

In der Regel wird der Hyperraum als fünfdimensional beschrieben. (PR 1307)

Es gibt jedoch auch Räume mit sechs oder sieben Dimensionen sowie »dazwischen« liegende Halbräume: den Linearraum (auch Librationszone oder Halbraum genannt) zwischen vierter und fünfter (PR 100), den Dakkarraum zwischen fünfter und sechster (PR 422) und die Septadim-Parallelspur zwischen sechster und siebter Dimension. (PR 769)

Struktur

Bei dem Hyperraum als Ganzes handelt es sich um ein mehrdimensionales rötliches Medium, in dem sich die einzelnen Universen als blasen- und quallenartige Strukturen befinden, deren Oberflächen dann als vierdimensionale Fläche unsere bekannte Raumzeit bilden. Daher wird es in dieser Sichtweise auch gerne Multiversum genannt.

Zitat: »[...] Das rote Wallen verging. Mit ihm die darin schwimmenden Riesenmoleküle, die aber nur wie solche aussahen. Jedermann an Bord wußte aus der Hinreise zur Galaxis Gruelfin, daß die so harmlos erscheinenden Gebilde Stück für Stück ein Universum waren. [...]« (PR 500)

Die Ayindi bezeichnen ihre Seite des Universums als Arresum, die Seite des Standarduniversums als Parresum. (PR 1701)

Im Hyperraum gelten die Naturgesetze der Universen nicht, was praktisch beliebig schnelle Fortbewegung ermöglicht. In der Praxis entfernt man sich jedoch nicht allzu weit von den Universen, da sonst der Rückweg so gut wie unmöglich ist. Somit ist die erreichbare Geschwindigkeit je nach Überlicht-Antrieb immer noch beschränkt, da durch die »Ausstrahlung« der Universen beeinflusst.

Die zeitweise im Hyperraum lebenden Schiqalaya unterscheiden im Hyperraum verschiedene »Sequenzen« (Dimensionen), die sie teilweise erforschten; Die Chronostatuarische Sequenz, die Duratorische Sequenz, die Peripherien der Inklusiven Sequenzen, den Schatten der Chrono-Diametralen Sequenzen sowie die Saumzonen der Ephemeren Sequenzen acht bis zehn. Es gelang ihnen nicht, in diese Sequenzen einzudringen, da diese unpassierbar und unbetretbar war. Die Schiqalaya haben Hinweise darauf, dass etwas im Inneren dieser Sequenzen sie gegen die übrigen verschlossen hat. Die Sekludierten Sequenzen sind wahrscheinlich aus natürlichen Gründen für die Schiqalaya nicht zugänglich. Als Endemische Sequenz wird von ihnen jener Bereich bezeichnet, in dem Lebewesen existieren. (Jupiter ,Kapitel 8)

Psiraum

Der Psiraum ist jener Abschnitt des Hyperraums, in dem das Psionische Netz des Standarduniversums – wie auch während seines Bestehens das Stygische Netz – angesiedelt ist. (PR 1300, PR 1325, Perry Rhodan-Lexikon III, Band 3, Seite 307)

Gelegentlich wird auch der Begriff Pararaum verwendet, wenn es um Paragaben und psionische Phänomene geht. (PR 1326)

Der Hyperraum als Lebensraum

Es gibt Lebewesen, wie die Taphero con Choth, deren Lebensraum der Hyperraum ist (PR 2271) oder die im Hyperraum entstanden, wie Atzikon. (PR-TB 200)

Nachdem der Körper der Sanguroll am Ende ihrer zweiten Lebensphase zu Energie geworden ist, verlassen sie den Normalraum und leben in der dritten Lebensphase im Hyperraum weiter. (PR-TB 41)

Die Blautreiber konnten den Hyperraum anzapfen, um die dort befindliche Hyperenergie zur Ernährung zu nutzen. (PR 935)

Als den Schiqalaya die Vernichtung durch die Zhiridin drohte, zogen sie sich mit eigens dafür modifizierten Transszenarien in den Hyperraum zurück, der so für mehrere Jahrtausende ihr neuer Lebensraum wurde. Laut Aussage Ileschqas trafen sie dort wiederholt auf andere Lebewesen, die sich teilweise dort entwickelt hatten oder ebenfalls von außerhalb eingewandert waren. (PR-Jupiter 8)

Geschichte

Die Beherrschung des Hyperraums ist so alt wie die überlichtschnelle Raumfahrt oder Kommunikation. Während der Archaischen Perioden ging das Wissen in der Milchstraße jedoch stark zurück, so dass zum Beispiel die Arkoniden praktisch alles neu erforschen mussten.

Die Arkoniden gingen von einer fünfdimensionalen Struktur des Hyperraums aus. Damit ließen sich alle ihnen bekannten hyperphysikalischen Effekte (zum Beispiel Transition, Transmittierung, Hyperfunk) erklären. Die Terraner übernahmen die wissenschaftliche Vorgehensweise. Später zeigte sich, dass sich andere Effekte (unter anderem solche aus der Psionik) mit einem sechsdimensionalen Modell erklären lassen.

Streustrahlung im Hyperbereich, aber auch im nichtthermischen, tieffrequenten elektromagnetischen Spektrum ist ein typisches Anzeichen von höherentwickelter Technik und kann von Hyperortern aufgefangen und analysiert werden.

Um der Bedrohung durch das immer mehr Einfluss nehmende Leben an sich Herr zu werden, veränderten die Kosmokraten nach der Vernichtung THOREGONS einige Naturkonstanten, um den »Widerstand« des Hyperraums zu erhöhen. Dieser Effekt ist allgemein unter dem Namen Hyperimpedanz bekannt.

Weblinks

Quellen