Trantipon

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translate from German to English.
Google translator: Přeložte z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertalen van Duits naar Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduire de l'allemand vers le français.
Google translator: Traduzir do alemão para o português.

Trantipon war ein Ara aus dem Zweigvolk der Medo-Nomaden. Er leitete das Projekt Ara-Toxin.

Erscheinungsbild

Über das Aussehen Trantipons gab es in der Öffentlichkeit nur Gerüchte, weil man ihn praktisch nie zu Gesicht bekam und es auch keine Bildaufzeichnungen von ihm gab.

Er war 2,08 m groß und hatte eine Narbe auf der rechten Wange, in die ein längliches Metallstück eingebettet war. Seine Fingernägel waren schwarz lackiert. Dieser Lack bestand aus diversen Chemikalien, mit denen verschiedene Effekte erzielt werden konnten. Trantipon konnteden Lack zum Leuchten bringen und auf diese Weise dreidimensionale Muster in die Luft zeichnen, die auf jeden, der sie betrachtete, einen vorübergehenden hypnotischen Effekt hatten. Rieb Trantipon die Nägel der kleinen Finger in einem bestimmten Code gegeneinander, so lösten und vermischten sich die Substanzen zu einer extrem starken Säure. Außerdem konnte Trantipon seine Hände mit den Chemikalien zu Flammenwerfern machen.

Nach seiner Rekonstruktion durch Plob Arnoyn (siehe unten) war vom ursprünglichen Erscheinungsbild wenig geblieben. Seitdem hatte Trantipon tief in den Höhlen liegende Augen und eine fleckige ungleichmäßig strukturierte Haut, die teilweise wie von einem metallischen Pelz überzogen wirkte. Hierbei handelte es sich um medizinische Nanoroboter, die seinen zerfallenden Körper permanent reparierten und modifizierten. Die Nanoroboter konnten ein dichtes Netz aus Polymeren über das Gesicht und andere freiliegende Hautpartien spannen, um diese zu versiegeln. Sie konnten die Lungenfunktion anhalten, innere Organe zu deren Schutz ummanteln und so weiter.

Charakterisierung

Trantipon war ebenso berühmt wie geheimnisumwittert und scheu. Er war ein hochbegabtes, aber auch sehr ängstliches Kind. Auch als Erwachsener belastete ihn noch die Erinnerung daran, dass sein Vater sich für ihn geschämt und immer behauptet hatte, aus ihm werde nichts werden. Dafür hatte Trantipon seinen Vater gehasst.

Er galt als einer der mächtigsten Aras sowohl auf Aralon als auch auf Neu-Tolimon, außerdem wurde ihm geradezu märchenhafter Reichtum nachgesagt. Er war das unumstrittene Oberhaupt seines Suhyag.

Er hatte den Status eines Mantarheilers und besaß mit der MOMANTAR ein eigenes Raumschiff.

Geschichte

Kindheit

Trantipon wuchs vermutlich im 1. Jahrtausend v. Chr. auf Aralon am Tapao-See auf. Eine seiner wichtigsten »Bezugspersonen« war seine Schwester Pautipoi. Allerdings war das Mädchen tot geboren worden. Die »Pseudoschwester«, mit der Trantipon interagierte, war ein »psychopotronisch« gesteuertes Hologramm. Das Hologramm wurde von einer lernfähigen Positronik gesteuert, die die körperliche und geistige Entwicklung Pautipoi simulierte.

Student

Im Alter von circa 40 Jahren besuchte Trantipon die neu gegründete Top-Eliteakademie Juvin auf Aralon. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine fundierte medizinische Ausbildung und einige Jahre der Bewährung in Praxis und Forschung hinter sich. Zu seinen Jahrgangskollegen gehörten Schopsna, Kreolin und Ostiam Meharro. Trantipon und einige andere Studierende waren so sehr von der charismatischen Persönlichkeit Meharros fasziniert, dass sie sich ihm anschlossen und eine treue Ergebenheit zu ihm entwickelten. Dieser Personenkreis wurde später nach Meharros Initialen als MO-Eskorte bezeichnet. Die Mitglieder der MO-Eskorte, unter denen es auch immer wieder zu wechselnden Beziehungen und diversen Spannungen kam, beflügelten sich gegenseitig. Insbesondere unter Meharros Anleitung erzielten sie Höchstleistungen.

Meharro nutzte seinen Einfluss aus, um sich an Staynnoo und Elkoi Ferada zu vergehen, zwei weiblichen Anhängerinnen, von denen er »Spielschulden« besonderer Art eintrieb. Die anderen Mitglieder der MO-Eskorte erfuhren nie, was er mit den beiden Frauen gemacht hatte. Staynnoo beging jedenfalls Selbstmord, Elkoi Ferada versank in Bedeutungslosigkeit. Besonders Trantipon war dennoch auch weiterhin von dem Wunsch beseelt, Meharro zu dienen, und wurde zu einem seiner engsten Vertrauten. Ob diese Beziehung auch eine homoerotische Komponente hatte, blieb unklar.

Meharro kam zu der Überzeugung, dass der Dozent Kiom Supante unsterblich war, und wollte diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Er überfiel Supante, als dieser mit seinem Raumschiff aufbrechen wollte, und folterte ihn zu Tode. Den Mord vertuschte er später, indem er dafür sorgte, dass das Schiff noch startete, dann aber beim Eintritt in den Hyperraum explodierte. Trantipon, den Meharro nach Supantes Tod herbeirief, war entsetzt. Trotzdem stellte er Supantes Forschungsergebnisse sicher. Es zeigte sich, dass der Dozent sich tatsächlich mit der Entwicklung eines Unsterblichkeitsserums beschäftigt hatte.

Nachdem sie ihre Prüfung in Juvin mit brillanten Ergebnissen bestanden hatten, feierten Meharro und alle Mitglieder der MO-Eskorte weitere medizinische Triumphe. Sie besiegten einige gefährliche Krankheiten, so dass insbesondere Meharro mit der Zeit einen geradezu legendären Ruf bei den Aras gewann. Neue Medikamente und Lizenzen für von ihnen entwickelte Therapien brachten der MO-Eskorte riesige Gewinne ein. Der Name wurde zu einer Art Markenzeichen.

Eines Tages rief Meharro seine Anhänger zusammen und überreichte ihnen Ampullen, die das von ihm fertig gestellte Unsterblichkeitsserum enthielten. Alle Mitglieder der Eskorte injizierten sich das Serum circa 956 v. Chr. und trafen Vorkehrungen für den Fall eines Misserfolgs: Ihre Leichen sollten gegebenenfalls vernichtet werden. Alle Mitglieder der MO-Eskorte überstanden die Prozedur, nur Meharro überlebte den Selbstversuch anscheinend nicht. Trantipon lag danach allerdings zwei Tage lang im Koma. Die polizeilichen Untersuchungen erbrachten das Ergebnis, dass sein Körper bis auf winzige Gewebereste desintegriert worden war. Schopsna äußerte die Vermutung, dass Meharro seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht hatte und noch immer am Leben war. Er fand heraus, dass Meharro nicht nur das Unsterblichkeitsserum entwickelt hatte, sondern auch quasi das Gegenteil davon: Eine ultimate Waffe, die als Ara-Toxin bezeichnet wurde. Die MO-Eskorte eignete sich Meharros Forschungsergebnisse an.

Unsterblicher

Die MO-Eskorte existierte auch nach Meharros Tod weiter. Trantipon und seine Gefährten waren relativ unsterblich und alterten nicht mehr, mussten sich aber regelmäßig zu Schlafphasen zurückziehen, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte andauerten. Dazu nutzten sie die von Kreolin entdeckte Raumstation FOARY. Sie zogen sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück und verwalteten praktisch nur noch ihr Vermögen. Sie bauten sich Tarnexistenzen auf und inszenierten ihren Tod periodisch immer wieder neu, um danach als ihre eigenen Nachkommen auftreten zu können. Die MO-Eskorte wurde in eine Stiftung umgewandelt, die neun noch lebenden Mitglieder waren Vorsitzende dieser Stiftung.

Trantipon war im 14. Jahrhundert NGZ angeblich schon seit vielen Jahrzehnten auf Aralon ansässig.

Ara-Toxin

Mindestens ab 1338 NGZ arbeitete Trantipon auf Remion und Neu-Tolimon mit seinen Assistenten Schopsna und Kreolin, die ebenfalls den Status von Mantarheilern hatten, am Projekt Ara-Toxin. Er war der mit Abstand wichtigste Kunde des dortigen Konsortiums. Die Wissenschaftler hatten einen enorm hohen Verbrauch an »Versuchsobjekten«. Mit anderen Worten: Sie missbrauchten intelligente Lebewesen für verbrecherische Experimente, die fast immer mit dem Tod des Opfers endeten. Er schloss eine Sondervereinbarung mit Miguel y Gasset, dem Oberhaupt der Hacienda Extebosch auf Remion, die es ihm ermöglichte, dort das Ara-Toxin auszubringen.

Das Projekt Ara-Toxin stand im Juni 1340 NGZ kurz vor dem Abschluss, wurde aber durch die Intervention Perry Rhodans und Julian Tifflors gestört, die einen Gefangenenaufstand anzettelten. Trantipon war deshalb gezwungen, vorzeitig mit der MOMANTAR nach Aralon zu fliegen. Dort sprach er kurz nach seiner Ankunft vor einer Vollversammlung der Mantarheiler, um über den Verlauf des Projekts zu berichten. Als er erfuhr, dass Geheimdienstchef Milyon Stutzka über Julian Tifflors Anwesenheit auf Aralon informiert war, befürchtete er, Stutzka könnte Informationen auf die wahren Verhältnisse auf Neu-Tolimon haben. Möglicherweise stiftete Trantipon Stutzka deshalb zur Stürmung der terranischen Botschaft auf Aralon an, um Mitwisser zu beseitigen. Im Fall von Stutzka gelang ihm dies, denn dieser beging wenig später Selbstmord. Tifflor befand sich aber schon nicht mehr in der Botschaft.

Noch vor dem 7. Juni flog Trantipon mit seinen Kollegen wieder ab und begab sich nach Remion. Perry Rhodan erhielt von der araischen Regierung, die sich von Trantipon hintergangen fühlte, den offiziellen Auftrag, ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Trantipon wurde schließlich gefangen genommen, auf der CONNOYT festgehalten und befragt. Er zeigte dabei keine Reue und war von der Nützlichkeit seines Tuns weiter überzeugt. Pron Dockt verhörte ihn, wobei er Wahrheitsdrogen einsetzte. Diese zeigten bei Trantipon aber keinerlei Wirkung. Dennoch gelang es Pron Dockt, die ersten fünf Phasen im Entwicklungsprozess des Ara-Toxins zu erforschen.

Tod und Wiedergeburt

Am 1. Juli floh Trantipon aus seiner Zelle auf der CONNOYT, wobei er sich des mikrominiaturisierten Waffenarsenals seiner Fingernägel bediente. Er kam jedoch nicht weit, Perry Rhodan und Julian Tifflor fingen ihn ab. In die Enge getrieben, mischte Trantipon zwei Komponenten des besonderen Lacks und setzte damit sich selbst sowie Julian Tifflor in Flammen. Während Tifflor »nur« schwere Verbrennungen erlitt, wurde Trantipons Körper fast vollständig zerstört. Mehr als 67% der Haut, Teile des Skeletts und des Bindegewebes verbrannten, innere Organe und Teile des Gehirns wurden irreversibel geschädigt. Die Leiche wurde zum Quarantäneraumer APPEN verlegt und dem auf »grenzwertige Reanimation« spezialisierten Mantarheiler Plob Arnoyn übergeben.

Trantipons Körper wurde unter Einsatz neuester Nanotechnologie rekonstruiert, wobei wenig Wert auf originalgetreue Nachbildung des Körpers gelegt wurde. Die zerstörten inneren Organe wurden schnell nachgezüchtet oder durch Fremdgewebe bzw. synthetische Teile ersetzt. Milliarden nanotechnischer Assistenten lagerten sich am Nervensystem an und rekonstruierten das Zellgewebe. Obwohl Trantipons ÜBSEF-Konstante sich bereits verflüchtigt hatte, gelang es Plob Arnoyn, wenigstens eine annähernde Rekonstruktion seines Geistes zusammenzustückeln. Dabei setzte er den Prototypen eines Sextadim-Frequenz-Stimulators ein. Das Wesen, das nach dieser tiefgreifenden Neu- und Umgestaltung des Toten entstand, war zwar lebensfähig und verfügte aufgrund der permanent in seinem Inneren aktiven Nanobots über erstaunliche Fähigkeiten, hatte aber vor allem psychisch wenig mit dem ursprünglichen Trantipon zu tun. Es verstand sich selbst nicht mehr als der ursprüngliche Trantipon. Plob Arnoyn betrachtete das im Grunde neu erschaffene Wesen als sein Eigentum.

Flucht nach Oyloz

Das Trantipon-Konstrukt vernahm den vom vierten Planeten des Salida-Systems ausgehenden mentalen Ruf der Midyacco. Es kaperte am 3. Juli ein Beiboot der APPEN und floh nach Oyloz. Das Schiff wurde zwar abgeschossen, doch das Trantipon-Konstrukt sprang vorher ab und landete mit einem Fallschirm. Die Nanobots ermöglichten es ihm, in der lebensfeindlichen Atmosphäre des von Vulkanismus geprägten Planeten zu überleben. Zu seiner Notausrüstung gehörte auch eine kleine Positronik, der das von den Toten auferstandene Wesen Trantipons Lebensgeschichte erzählte, soweit es sich noch an sie erinnerte. Auf diese Weise wollte es versuchen, sich selbst zu erforschen und seine Psyche zu re-organisieren.

Danach ließ es sich von der Eisernen Karawane Syolocc aufnehmen. Als Gegenleistung überließ es dem Karawanenführer einen Holoprojektor mit technischen Daten. Das Trantipon-Konstrukt verlangte Orontiu Pleca zu sprechen, da es vermutete, der mentale Lockruf, dem es gefolgt war, stamme von ihm. Es stieß den Siccyi jedoch später von der Karawane. Sein nächstes Ziel war das Schachtmeer Ylucc. Das Trantipon-Konstrukt tauchte in das Schachtmeer hinab, denn dies war die wahre Quelle des mentalen Rufs. Die in seinem Körper immer noch aktiven Nanobots erschufen eine Panzerung und Kiemen.

Ende?

Das Trantipon-Konstrukt erweckte die in besondere Särge eingesperrten Midyacco zu neuem Leben. Die Nanoroboter, mit denen sein verbrannter Körper wiederhergestellt worden war, fädelten sich in die hyperdimensionalen Siegel der Särge ein und öffneten diese. So konnten die in kleinste Fragmente zerstückelten Midyacco neu entstehen. Einer von ihnen spießte Trantipon auf – das Konstrukt überlebte selbst diese schwere Brustverletzung. Die Midyacco tauchten auf und richteten schwere Zerstörungen in Poi an, wobei sie Trantipon mit sich führten. Sie wollten den Raumhafen erreichen, um den Planeten zu verlassen. Julian Tifflor, der Trantipon verfolgte, nahm Kontakt mit den Sharifen auf, die das Schienennetz einsetzten, um die Midyacco erneut zu vernichten. Die Stränge des Schienennetzes spleißten sich in Milliarden ultrafeiner Fäden auf und begannen zu glühen. Diese Fäden zerfetzten die ansonsten fast unzerstörbaren Midyacco in kleinste Fragmente, die wieder im Schachtmeer versenkt wurden.

Das Trantipon-Konstrukt wurde dabei nicht beschädigt. Stattdessen entfernten die Schienen Rückstände der Midyacco aus seinem Körper. Das Gehirn wurde jedoch durch Mikro-Explosionen und winzige Fissuren irreparabel geschädigt und zerfiel rapide. Tifflor überspielte Trantipons Erinnerungsprotokoll aus dessen Notfallpositronik in seinen eigenen Datenspeicher. Wenig später traf Plob Arnoyn ein, um sein »Eigentum« zu begutachten. Das Trantipon-Konstrukt lebte zwar noch, war aber geistig und körperlich so schwer geschädigt, dass es für Plob Arnoyn keinen Wert mehr hatte – er ließ es auf Oyloz zurück. Auch Tifflor hätte den Körper einfach liegengelassen, aber Orontiu Pleca nahm ihn mit in seine Karawane, weil das Gehirn immer noch träumte, also nicht ganz tot war. Wann das »untote« Wesen sein endgültiges Ende fand, ist nicht bekannt.

Quellen

Ara-Toxin 1 bis Ara-Toxin 4