Tschai Kulu

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Tschai Kulu war der Kommandant der dritten Beiboot-Flottille der CREST IV im Rang eines Majors.

Sein Flaggschiff war die Korvette KC-21, die er auf den Namen »FORKED TONGUE« getauft hatte.

Erscheinungsbild

Tschai Kulu war ein 1,90 m großer Afro-Terraner mit kohlschwarzer Haut. Sein Gesicht war von wulstigen Stammesnarben gezeichnet, die bei Erregung blau anliefen.

Charakterisierung

Kulu war ein schweigsamer Mann. Seine Männer waren jedoch daran gewöhnt, auf knappste Anweisungen und Befehle zu reagieren. Sein Spitzname lautete: »Der große Schweiger«.

Er war befreundet mit dem Eskimo Hole Hohle, Major und Kommandant der ersten Beiboot-Flottille der CREST IV.

Geschichte

Tschai Kulu wurde im Jahre 2407 auf Terra geboren.

2435

August 2435 - Milchstraße »Alarm im Sektor Morgenrot« – Tschai Kulu war Beteiligter an den Ereignissen im Sektor Morgenrot, in deren Verlauf OLD MAN auftauchte. (PR 300)

November 2435 - Große Magellansche Wolke »Chaos über Modula« – Tschai Kulu setzte eine Einsatzgruppe, bestehend aus Perry Rhodan, Roi Danton, Melbar Kasom, Oro Masut und einem hundertköpfigen Sonderkommando auf dem Planeten Modula II ab. (PR 314)

Auf Modula II befanden sich vier gigantische Kristallballungen aus Hypnokristallen, die die heimatliche Milchstraße angreifen sollten. Der Planet wurde von einer Rebellenflotte der Gurrads angegriffen. Im Verlauf der Aktion gerieten Kulu und die Besatzung der KC-21 unter den Einfluss der Kristalle. Kulu verlor die Einsatzgruppe unter Rhodan.

2436

Februar 2436 - M 87 »Kontakte mit Unbekannt« – Die CREST IV befand sich in der Galaxie M 87. Dort stieß sie auf die vergessene Flotte der Skoars. Tschai Kulu beförderte ein Einsatzkommando zu den Raumschiffswracks und die Terraner erhielten Informationen über den Skoarto. (PR 337)

Februar 2436 - M 87 »Die stählerne Zitadelle« – Die CREST IV folgte den Spuren des Skoarto zum Planeten Truktan im Truk-System, der Welt der Blauen. (PR 338)

Tschai Kulu flog mit einer Space-Jet eine Einsatzgruppe unter Perry Rhodan nach Truktan, um Kontakt mit dem Skoarto aufzunehmen.

Februar 2436 - M 87 »Die Kammer der tausend Schrecken« – Im Verlauf der Ereignisse auf Truktan traf Kulu auf Jefferson, eine Art sechsbeinigen Schneegorilla. Beim Füttern des Tieres verschwand Jefferson mit Tschai Kulu in eine andere Existenzebene. (PR 339)

Februar 2436 - M 87 »Kreuzwege im Kosmos« – Kulu und Jefferson landeten auf dem stählernen Kraftwerksplaneten Flare im Zentrum von M 87. Kulu stellte fest, dass auf dem Kraftwerksplaneten der blaue Jet und das Zentrumsleuchten von M 87 produziert wurden. (PR 340)

Er traf auf das Alph, ein Geisteswesen, das mit einem Teil seines Bewusstseins auf Flare eine Wächterfunktion ausübte.

Das Alph beförderte Kulu und Jefferson auf den Planeten Firestone und erklärte Kulu, dass er auf Lebenszeit hierher verbannt sei, da er einen Kraftwerksplaneten entdeckt hatte.

Kulu und Jefferson trafen auf den Verbannten Tarfoler Ramdor. Ramdor berichtete Kulu von den »Konstrukteuren des Zentrums«, der beherrschenden Macht von M 87.

Über einen Transmitter verließen Kulu und Jefferson den Planeten Firestone. An der Empfangsstation begegnete Kulu einem Duplikat Ramdors und erfuhr, dass er und Jefferson nicht über den Transmitter befördert, sondern ebenfalls dupliziert wurden.

Kulu stellte fest, dass sich die Empfangsstation des Transmitters an Bord der MINHAU befand, einem verlassenen terranischen Raumschiff, das im Jahre 2321 nach M 87 entführt wurde.

Ramdors Duplikat gab Kulu (bzw. dessen Duplikat) weitere wichtige Informationen über die Geschichte vom M 87 und den Terror der Bestien.

Mit Hilfe Ramdors fand Tschai Kulu die Position von Flare, die MINHAU nahm Kurs auf den Kraftwerksplaneten. Tschai Kulu schickte Kampfroboter ins Innere des Kraftwerksplaneten, die vorübergehend die Energieversorgung stilllegten. Hierdurch gelang es Kulu, das Alph zu erpressen. Mit seiner Hilfe gelangte er zusammen mit Ramdor und Jefferson wieder auf den Planeten Truktan.

An Bord der CREST entwickelte Kulu die Theorie, dass es auf Truktan und an anderen Orten der Galaxie M 87 Kreuzungspunkte verschiedener Existenzebenen gab. Der Schneegorilla Jefferson hatte durch seine besondere Begabung einen solchen Kreuzungspunkt entdeckt. Kulu verschwieg jedoch, dass er und die anderen Duplikate waren.

März 2436– M 87 »Verfolgungsjagd im Halbraum« – Der Stützpunktingenieur Agen Thrumb war von den Terranern gefangen genommen worden. Als er mit dem Duplikat von Tschai Kulu konfrontiert wurde, teilte er den Terranern mit, dass Kulu ein »Verdammter« sei. (PR 345)

Kulu berichtete Perry Rhodan von der Duplizierung auf Firestone, behauptete jedoch, aus Rücksicht auf die Sicherheit der CREST IV hierüber geschwiegen zu haben. Tschai Kulu, Ramdor und Jefferson wurden unter Arrest gestellt.

Während des Verhörs von Agen Thrumb verfiel dieser in eine todesgleiche Starre, sein Körper verfärbte sich schwarz. Auch die Duplikate von Tschai Kulu, Ramdor und Jefferson starben auf die gleiche Weise. Nachdem die Terraner die vier Toten dem Weltraum übergeben hatten, wurden diese auf unerklärliche Weise plötzlich beschleunigt und im Linearflug in Richtung des Zentrums von M 87 transportiert.

Mittels Halbraumspürer folgte die CREST den Toten zu einer Festung der Stützpunktingenieure, auf der Agen Thrumb wiederbelebt werden sollte.

Die vier Toten wurden von Dumfries an Bord der Festung genommen und dort regeneriert. Bei Agen Thrumb gelang dies vollständig. Bei den Duplikaten von Kulu, Ramdor und Jefferson jedoch geriet der Regenerationsprozess außer Kontrolle und sie begannen, unkontrolliert zu wachsen.

Zur Rettung der Festung strahlte Agen Thrumb die halbstofflichen Duplikate wieder nach Firestone, wo diese ihren Originalkörpern begegneten, die ebenfalls von den Veränderungen betroffen waren.

Jefferson und Ramdor sowie deren Duplikate kamen im Verlauf der Ereignisse um. Tschai Kulu und sein Duplikat, die mittlerweile an die vierhundert Kilometer groß waren, drohten dem Alph damit, durch unendliches Wachstum die gesamte Galaxie M 87 zu zerstören.

Das Alph vereinigte die beiden Kulus zu normaler Größe, wobei der gesamte Planet Firestone zerstört wurde. Zudem übergab das Alph die mit einem Dimetrans-Triebwerk ausgerüstete MINHAU an die Terraner.

März 2436– M 87 »Warnung aus dem Jenseits« – Tschai Kulu wurde Pilot der MINHAU, als Atlan einen Testflug mit dem Dimetrans-Triebwerk unternehmen wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Bewohner von M 87 den Terranern wieder eine Falle gestellt hatten. Die MINHAU trug eine Waffe an Bord, den Niveauwandler. Nach Erreichen der heimatlichen Milchstraße hätte der Niveauwandler diese zerstört. (PR 346)

Die vorhergehenden Ereignisse, die zum Auffinden der MINHAU führten, waren Teil eines hinterhältigen Plans.

Juni 2436– M 87 »Die Korvette der Todeskandidaten« – Perry Rhodan schickte die Korvette KC-21 mit Major Tschai Kulu und dem Galaktopsychologen Don Masters zu Verhandlungen mit dem Stützpunktingenieur Kibosh Baiwoff. Den Männern war klar, dass sie den Einsatz wahrscheinlich nicht überleben würden. Zu oft schon hatten die Herrscher von M 87 die Terraner hintergangen. (PR 359)

So auch dieses Mal. Im Verlauf der Aktion ließ Baiwoff an der Außenhülle der KC-21 eine Vorrichtung montieren, die die gesamte Besatzung der CREST mit tödlichen Bakterien infizieren sollte. Kulu und Masters durchschauten den Plan zwar, konnten jedoch die Infizierung der Besatzung der KC-21 nicht verhindern.

An Bord der CREST versuchte man, den Todgeweihten mittels ferngesteuerter Sonden zu helfen. Alle Medikamente versagten jedoch.

Bereits von der schrecklichen Krankheit entstellt, steuerte Tschai Kulu die KC-21 scheinbar in eine Sonne.

Nach einer daraufhin folgenden zwanzigmonatigen Odyssee in M 87, in deren Verlauf die Seuche geheilt wurde, kehrten Tschai Kulu und Don Masters als einzige Überlebende der KC-21 als blinde Passagiere an Bord eines Schiffes der Dumfries in die Milchstraße zurück. (PR-TB 306)

Anmerkung: Major Tschai Kulu wurde mit Band 300 von K. H. Scheer in die Perry Rhodan-Serie eingeführt. Erstes Auftreten in PR 300, letzte Erwähnung in PR 367, bzw. PR-TB 306

Quellen