Urmutter (Roboter)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Roboter. Für weitere Bedeutungen, siehe: Urmutter.

Die Urmutter war ein von Ganjo Ovaron vor 200.000 Jahren in Auftrag gegebener und in seiner Grundprogrammierung von ihm selbst entwickelter Riesenroboter.

Aufbau

Sie bestand aus über 500.000 kilometergroßen Sammlern, die zusammen den Planeten Sikohat in Gruelfin bildeten. Der Planet wurde von der Sekte der Ganjoprester als religiöses Zentrum, das ARRIVANUM, betrachtet. Die Programmierzentrale befand sich im Innern des Planeten, in einer 300 m hohen und 500 m durchmessenden runden Halle. Der Zugang zur Urmutter erfolgte über den Ovarasch, einen gewaltigen Obelisken im Zentrum von Pedoar, der Hauptstadt des Planeten. Der Ovarasch war zugleich die Keimzelle der Urmutter.

Neben den Sammlern und Vasallen gab es auch einige exotische Bestandteile der Urmutter, etwa die Kontrollinstanz von Terton dem Dunklen oder die robotisch-organische Programmierschnittstelle Florymonth, die auch als Botschafter der Urmutter fungierte.

Geschichte

Anmerkung: Die Geschichte der Urmutter wurde nie vollständig und im Zusammenhang enthüllt. Die bruchstückhaften und teilweise widersprüchlichen Informationen müssen darum interpretiert werden, sowohl in ihrer Reihenfolge als auch hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts. Insbesondere die Quelle von Informationen ist dabei zu berücksichtigen, da die Angaben sowohl aus den Wissensspeichern der Urmutter, aus Berichten von Zeitzeugen und aus Überlieferungen stammen. Der folgende Absatz zeigt einige wesentliche Angaben in einer angenommenen Abfolge, aber ohne Wertung.

Entstehung der Urmutter

Die Urmutter wurde von Ovaron selbst programmiert und sollte die Ganjasen in ihrem Kampf gegen die Takerer in Ovarons Heimatgalaxie Gruelfin unterstützen. Der aus der Milchstraße zurückgekehrte Admiral Moshaken berichtete den Ganjasen davon, dass Ovaron erst in 200.000 Jahren wiederkommen konnte, und bereitete alles für die Wiederkehr des Ganjos vor. Er bestärkte mit zahlreichen Wissenschaftler-Teams die Grundprogrammierung der Urmutter und führte zahlreiche Veränderungen an der ursprünglich sehr kleinen Struktur des Robotgehirns aus. (PR 483)

Die Urmutter initiierte nach Ovarons Verschwinden ein Projekt, das die gesamte Kleingalaxie Morschaztas, in die sich die Ganjasen nach dem Sieg der Takerer zurückgezogen hatten, in den Hyperraum einlagerte. Auch Admiral Farro, ursprünglich ein strikter Gegner dieses Rückzugs von der galaktischen Bühne, setzte sich für diesen Schritt ein, nachdem er von der Urmutter überzeugt werden konnte. Auch er nahm weitreichende Änderungen an der Urmutter vor und versetzte sie in die Lage, sich selbst auszubauen. Ferner regte er die Urmutter an, Komudakgeräte zu bauen. (PR 483)

Die Urmutter machte von diesen Möglichkeiten Gebrauch, wie es ihr einprogrammiert worden war. Sie erschuf zahlreiche Sammler, die auf anderen Welten Metalle schürften, neue Sammler bauten, und setzte sich im Laufe der Zeit aus all diesen Sammlern zusammen. Während die ersten Sammler noch primitiv waren, wurden die Nachfolgemodelle immer ausgereifter. Aus den baulich inaktiven Sammler setzte sich schließlich ein stählerner Planet zusammen, der als Paradieswelt getarnt wurde. Irgendwann kolonisierten Ganjasen den Planeten. Die Urmutter beeinflusste diese Kolonisten und initiierte einen Ganjo-Kult, welcher schließlich zur Religion der Ganjoprester wurde. (PR 499)

Nach dem Ausbau Sikohats zum ARRIVANUM erschuf sie weitere Sammler und schickte viele davon auf Erkundungsmissionen nach Gruelfin. Dabei verlor sie Kontakt zu einigen Sammlern, was von den Takerern teilweise ausgenutzt wurde. 30.000 Sammler gingen verloren, aus 340.000 Sammlern wurde der Planet Sikohat gebildet. (PR 483)

Das Regierungssystem der Ganjasen in Morschaztas wurde von der Urmutter kontrolliert, die 50.000 fähige Ganjasen auswählte, unter diesen Lose ziehen ließ und die Losgewinner zu Ganjatoren ernannte. (PR 484)

Etwa um das Jahr 147.000 v. Chr. gelang es einem Taschkar, nach Morschaztas vorzudringen und dort die Final-Blockschaltung zu installieren, um über eine Geheimwaffe zu verfügen.

Anmerkung: Weshalb dieser Taschkar darauf verzichtete, bei dieser Gelegenheit die Ganjasen in ihrem Versteck anzugreifen und zu vernichten, bleibt ungeklärt. Zudem waren all seinen Nachfolgern die Informationen über das ganjasische Versteck theoretisch zugänglich: Der Taschkar Ginkorasch fütterte 3438 seine Positronik mit Daten über Morschaztas, nur um herauszufinden, dass diese Informationen nichts Neues für den Rechner waren. Es ist somit anzunehmen, dass die Daten gut verschlüsselt und geschützt waren.

Die Wiederkehr des Ganjos

Die Expedition der MARCO POLO hörte auf dem Planeten Lohkrath erstmals etwas von der Urmutter. Schnell konnten die Teilnehmer darauf schließen, dass es sich dabei um die Gesamtheit der Vasallen und Sammler handeln musste. (PR 474)

Der erste direkte Kontakt von Terranern mit der Urmutter fand bald darauf in der Terrosch-Rotwolke statt, als ein Team der Terraner von ihr gebeten wurde, auf der Transmitterstation nach dem Rechten zu sehen. Die Terraner fanden heraus, dass drei Pedolotsen gefährliche Sabotagepläne durchführen wollten, und konnten dies verhindern. (PR 482)

In der Auseinandersetzung zwischen den Ganjoprestern und Pedolotsen auf der einen Seite und den Terranern, Ganjatoren, Farrogs und Ovaron selbst auf der anderen Seite verhielt sich die Urmutter lange Zeit neutral und vermittelnd, um keine voreilige Fehlentscheidung zu treffen. Erst mit der Ankunft des Ganjos auf Sikohat und der Identifizierung durch Terton den Dunklen stellte sich die Urmutter voll auf die Seite des rechtmäßigen Ganjos und machte ihm, 200.000 Jahre nach dessen Verschwinden, alle ihre Machtmittel zugänglich. (PR 487)

Diese Entwicklung brachte den bisherigen Machthaber in Morschaztas dazu, nach Gruelfin zu fliehen. Der verräterische Sextolotse Guvalasch begab sich in die Terrosch-Rotwolke und ergriff dort mithilfe des letzten verbliebenen Komudakgürtels die Gewalt über alle dort verbliebenen Sammler. Anschließend versuchte er sogar, der Urmutter über das Komudakgerät die Selbstvernichtung zu befehlen. Gucky unterband diese Bemühungen. (PR 488, PR 489)

Die Urmutter bot Ovaron Zugriff auf ihre gewaltigen Wissensspeicher und gab ihm und den Terranern Informationen, die letzliche zur Zerstörung Takeras im Zuge der Aktion Wespennest und zur Vernichtung Mohrcymys führten. (PR 489, PR 494)

Kurz nach Guvalaschs Tod aktivierte Vascalo der Krumme im Auftrag des Taschkars die Final-Blockschaltung. Damit gewannen die Takerer Kontrolle über jene Sammler, die seit Guvalaschs Ermordung untätig nahe der Terrosch-Rotwolke standen. Vascalo griff im Auftrag Ginkoraschs mit dieser Streitmacht das Solare Imperium an. In der mehr als zwei Monate währenden Schlacht wurden über 20.000 Sammler vernichtet. (PR 492, PR 499)

Dieser Missbrauch aktivierte ein Selbstzerstörungsprogramm in der Fundamentalprogrammierung der Urmutter. Der Planet Sikohat löste sich in 340.000 Sammler auf, die mit ihren Dimesextatriebwerken in die Milchstraße in das Solsystem flogen. Dort vereinigen sich alle 470.000 Sammler in nur 200.000 km Entfernung zu einer Stahlwelt mit 49.000 Kilometern Durchmesser. Das Gravitationsfeld der Stahlwelt war so groß, dass Pluto am 26. Juli 3438 davon zerrissen wurde. Seine Überreste bildeten einen neuen Asteroidengürtel am Rande des Solsystems.

Die aus allen Sammlern vereinigte Urmutter verglühte von innen heraus. Durch einen unbekannten Effekt wurde dabei der Hyperraum aufgerissen, und es kam zu schwersten Strukturerschütterungen. Die 1.400.000 takerischen Pedotransferer waren in den bisher von ihnen kontrollierten Sammlern gefangen und fanden in der restlos verglühenden Urmutter den Tod. (PR 499)

Quellen

PR 474, PR 482, PR 483, PR 484, PR 486, PR 487, PR 488, PR 489, PR 492, PR 494, PR 499