Varganen

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Als Varganen bezeichnen sich die Teilnehmer der Expedition, die vor etwa 800.000 terranischen Jahren aus dem Mikrokosmos in die Milchstraße im Standarduniversum vorstieß.

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Die Lordrichter 5
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Der durchschnittliche Vargane ist ein hochgewachsener muskulöser Humanoide, mit rotbrauner oder auch bronzefarbener Haut. Die Hautfarbe kann dabei auch in einen leichten Goldton umschlagen. Sie besitzen in der Regel blonde Haare und bernsteinfarbene Augen.

Charakterisierung

Sie neigen zur Arroganz und umgeben sich gerne mit Geheimnissen. Gleichzeitig besitzen sie jedoch ein starkes Charisma und eine erotisierende Ausstrahlung. Auch aus diesem Grund werden sie von Angehörigen primitiverer Völker oft als Götter verehrt (wie die »Goldene Göttin« Ischtar).

Bei einigen Varganen entwickelte sich ein ausgeprägter Größenwahn.

Herkunft

Die Varganen entstammen dem Volk der Tropoythers, das in der einzigen Galaxie ihres Mikrokosmos beheimatet war. Ihre Hauptwelt war der erdähnliche Planet Tropoyth. Sie selbst galten schon als degenerierte Nachkommen einer einstmals hochstehenden Zivilisation. Die Vermutung mag erlaubt sein, dass diese ehemalige Stammzivilisation den Mikrokosmos um ihre Galaxie bildete.

Chapat, der gemeinsame Sohn von Ischtar und Atlan, zeigt, dass die Varganen mit dem Homo sapiens eng verwandt sind. Vielleicht stammen ihre Vorfahren, möglicherweise über die Shuwashen als Zwischenstufe, von den Motana ab.

Als Varganen bezeichneten sich anschließend die etwa 200.000 Teilnehmer der Expedition, die den Mikrokosmos verließ und in der Milchstraße ein großes Reich aufbaute. Nach 675.000 Arkonjahren (Blauband 27, S. 76) kehrten sie in den Mikrokosmos zurück.

Die dort verbliebenen Tropoythers starben durch die Folgen des Einsatzes des Umsetzers, der den Übergang der Expedition ermöglichte.

Fähigkeiten

In ihren geistigen und körperlichen Fähigkeiten unterscheiden sich die Varganen von ihrem Stammvolk. Dies ist auf den Wechsel vom Mikro- in den Makrokosmos mit Hilfe des von Vargo entwickelten Umsetzers zurückzuführen. So alterten die Expeditionsteilnehmer nicht mehr, sie hatten die relative Unsterblichkeit erlangt. Der Preis war jedoch die totale Unfruchtbarkeit.

Allerdings scheinen sie zumindest gelegentlich bei Kreuzungen mit verwandten Völkern fruchtbar zu sein. So scheinen sie auf Parkasthon zusammen mit varganischen Androiden fruchtbare Nachkommen gezeugt zu haben. Ischtar und Atlan hatten einen gemeinsamen Sohn Chapat. Auch in Dwingeloo soll es Nachkommen der Varganen geben.

Sie besitzen schwache Psi-Fähigkeiten und einen sehr widerstandsfähigen Körper. Kythara konnte es durchaus mit einem Überschweren wie Aktet Pfest aufnehmen. (Lordrichter 1) Sie können nackt selbst extremen Temperaturen trotzen. Angeblich ist es ihnen sogar möglich, für kurze Zeit im Vakuum des Leerraums zu überleben.

Die Varganen in der Eisigen Sphäre entwickelten die Fähigkeit der Bewusstseinsteleportation, konnten ihren Geist vom Körper trennen und speziell konditionierte Körper übernehmen. Als Gastkörper eigneten sich jedoch nur entsprechend vorbereitete Körper toter Varganen oder Tropoythers.

Bekannte Varganen

Raumschiffe

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Atlan-Blauband 24
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Doppelpyramidenraumer

Das typische varganische Raumschiff ist ein so genannter Doppelpyramidenraumer, auch als Oktaederschiff bezeichnet. Sie bestehen aus zwei pyramidenförmigen Körpern, die an den Grundflächen miteinander verbunden sind. Dazwischen verläuft in der Regel ein breiter Ringwulst.

Folgende Doppelpyramidenraumer-Typen sind bekannt:

Angabe Abmessungen Höhe Spitze zu Spitze × Kantenlänge

  • 1200 Meter Standardmodell: Wohnräume und Zentrale sind im Zentrum eingerichtet. Dieses Raumschiff führt vier Beiboote mit sich
  • 848 Meter × 600 Meter, z. B. die AMENSOON
  • 180 Meter × 60 Meter (Atlan 206)
  • 44 Meter × 31 Meter Beiboote

Siehe auch die Galerie Doppelpyramidenraumer der Varganen

Noteinrichtungen

Eine Vorrichtung für Notfälle an Bord varganischer Raumschiffe war ein biologischer Belag der Wände und Decken. Mikroben ernährten sich mittels Enzymen vom Material, auf dem sie lebten. Dabei schieden sie Stoffe aus, die für Licht und Wärme sorgten. Mehr als ein schwaches Dämmerlicht und eine äußerst geringe Wärmeabstrahlung war nicht möglich, aber es reichte, um sich orientieren zu können und nicht erfrieren zu müssen, sollte der Fall eintreten, dass die Energieerzeugung total ausfiel. (Lordrichter 1)

Inneneinrichtung

Die varganischen Doppelpyramidenschiffe wurden von zahlreichen Korridoren und Gängen durchzogen. Einer dieser Korridore führte an der Außenwand entlang rund um das Schiff herum. In ihm gab es energetische Transportbänder zur schnelleren Beförderung von Personen und Gütern. Diese Transportbänder bestanden jedoch nicht aus auf Rollen laufenden Kunststoffbändern, sondern aus fließender stabilisierter Energie. (Lordrichter 1)

Das Schiffsinnere wurde von Magnetröhren durchzogen, die auch in hohlen Wänden führten. In diesen Röhren bewegten sich zweisitzige kugelförmige Transportkapseln, die zwei Personen Platz boten und mit einem kleinen Programmierpult gesteuert wurden. Die Kapsel war völlig undurchsichtig. Es gab auch keine Bildschirme zur Außenbeobachtung. (Atlan 192)

Obwohl das Schiff von der Hauptzentrale aus nur von einem einzigen Varganen gesteuert werden konnte, waren trotzdem einige wichtige Kontrollstände eingebaut worden, beispielsweise für die Klimaanlage, der Feuerleitstand usw. Diese Nebenzentralen wurden aber normalerweise nie benutzt, ausgenommen das Schiff musste überholt und die Funktionen danach überprüft werden, oder die Bordpositronik und die Hauptzentrale waren nicht mehr funktionstüchtig.

Die Kabine des Kommandanten befand sich in unmittelbarer Nähe der Hauptzentrale. Die Unterkunft war die einzige an Bord des Schiffes, die über einen Notausgang verfügte, der zum darunterliegenden Deck führte.

Da die Varganen eine Abneigung gegen Roboter entwickelt hatten, wurden in den starken Innenwandungen des Doppelpyramidenschiffs eigene Gänge für diese Maschinen angelegt. So kam es nur noch selten zum Aufeinandertreffen von Varganen und Robotern. (Atlan 182)

Varganischer Großraumer

Dieser Schiffstypus ist 1840 Meter lang und 1300 Meter breit. Er kann wie das Standardmodell von einem einzigen Varganen gesteuert werden. In der Gantatryn-Expeditionsflotte waren fünf dieser Schiffe vertreten, eins davon die GANTA war das Flaggschiff der Expedition.

Es verfügt über einen Anti-Ortungsfeld der leistungsfähiger ist als das an Bord des Standardmodells. (Dunkelstern 7)

Ein varganisches Raumschiff ist mit hochwertiger Technik ausgestattet, die in vielen Bereichen selbst der modernen Technik vor der Hyperimpedanz überlegen ist. Dank einer konsequenten Automatisierung kann ein einzelner Vargane einen Raumer allein steuern.

Technologie

Bio-Aktivator

Das Gerät diente dazu, die geistige und körperliche Entwicklung des Probanden zu fördern. Dabei konnte die natürliche Evolution um das Hundertfache beschleunigt werden.

Allerdings war diese Technik nicht ganz ausgereift. Die Bio-Aktivatoren waren also nicht zuverlässig. So konnte es passieren, dass zwar die physische Entwicklung beschleunigt, das geistige Niveau jedoch nicht angehoben wurde.

Im Jahre 10.498 da Ark verwendete der Vargane Wamloyt einen Bio-Aktivator, um den entführten Chapat mit diesem Gerät zu behandeln. Der Aktivator wurde zerstört, doch Wamloyt ließ sogleich ein neues Gerät bauen. Er wollte den Säugling in spätestens zwei Jahren zu seinem Nachfolger und Sohn machen. (Atlan 217)

Gravo-Zyklon-Projektoren

Gravo-Zyklon-Projektoren sind die mächtigsten Waffen an Bord eines Standardraumschiffes. Sie erzeugen überlichtschnell einen zyklonähnlichen, gravomechanischen Feldwirbel von immenser Stärke. Im Extremfall kann man mit den Gravo-Zyk-Waffen einen erdgroßen Planeten pulverisieren. Die Waffe erzeugt violette Spiralen im sichtbaren Spektrum. Da es sich um eine Flächenwaffe großen Ausmaßes handelt, ist es gefährlich, damit auf Ziele in unmittelbarer Nähe zu feuern.

Kalte Energie

Kalte Energie ist eine hochmoderne Abwehreinrichtung. Sie wurde im Jahre 10.498 da Ark von Küllsannimont auf Ysath'Thor eingesetzt, um das auf dem Meeresgrund liegende Doppelpyramidenschiff der Goldenen Göttin an der Flucht zu hindern. Das Meereswasser wurde mit Kalter Energie aufgeladen, die jede normale Energie neutralisiert. Auf atomarer Basis arbeitende Maschinen versagen völlig. Nur chemische Prozesse finden weiterhin statt. (Atlan 208)

Kardenmogher

Der Kardenmogher ist ein multifunktional einsetzbares Allzweckgerät.

Keruhm

Das Keruhm ist ein Transportmittel und gleichzeitig eine Schutzeinrichtung. (Atlan 192)

Kyri-Triebwerk

Der Antrieb der Varganen ist ein Kombinationsgerät. Es hat eine Dakkar-Komponente die Flüge mit mehr als 100 millionenfacher Lichtgeschwindigkeit erlauben, es kann aber für Linearflüge mit 22 Millionenfacher Geschwindigkeit und Transitionen benutzt werden. Die Technik der Varganen ist soweit entwickelt, dass der Transitionsschock kaum zu spüren ist.

Tropfenbeiboote

Die Doppelpyramidenraumer verfügen über zahlreiche circa 15 Meter lange und circa drei Meter hohe tropfenförmige, planetengebundene Beiboote, zum Beispiel die HEGELUNT-1.

Die Außenhülle der Boote ist vollkommen verspiegelt, so dass ein Blick ins Innere unmöglich ist. Nicht einmal das Einstiegsluk ist erkennbar. Die Boote sind neben ihrer interplanetaren Flugtauglichkeit auch für das Manövrieren in Atmosphären ausgelegt, was die kleinen seitlich angebrachten Stabilisatoren und das spitz zulaufende Heck verraten.

Durch ein rundes, hochklappendes Schleusenluk und eine kleine herabklappbare Trittleiter wird das Beiboot betreten. In der oval geformten Passagierzelle sind zwei Kontursessel vor einem Kommandopult installiert. Der Bug des Fahrzeugs wird beim Betrieb völlig transparent. (Atlan 150)

Varganen Stabstrahler

Der Stabstrahler der Varganen ist ein Multi-Kombinationsgerät. Er kann sowohl als todbringende Waffe als auch als Werkzeug eingesetzt werden. So wird der Barbar Ra von Ischtar mit einem Stabstrahler auf den Rücken des Himmelsstiers gezogen. (Atlan 150)

Siehe Datenblatt »VARGANEN STABSTRAHLER« .

Varganischer Transmitter

Der Ent- und Rematerialisierungsbereich wird von einer Metallplatte gebildet, die auf vier achteckigen und hüfthohen Säulen aufliegt. Der Bereich wird von einem Energiering umschlossen. Es gibt kleine Transmitter für den Personen- und schiffsinternen Transport, aber auch große Frachttransmitter mit tausenden von Lichtjahren Reichweite. (Lordrichter 1)

Vragon-Schirmfeld

Dieses soll dem Paratronschirm ähnlich sein. Das Vragon-Schirmfeld dient zum Transport von Energie von einer Kraftstation zu Verbrauchern. (Atlan 208)

Geschichte

Vor etwa 800.000 Jahren entwickelte der tropoythische Wissenschaftler Vargo einen Umsetzers, der den Übergang vom Mikro- in den Makrokosmos ermöglichte. Obwohl die Konstruktion derartiger Geräte eigentlich seit Jahrtausenden auf Tropoyth verboten war, hatte der Wissenschaftliche Erste Rat Mamrohn dieses Projekt durchgesetzt. Er fühlte sich, beziehungsweise sein Volk, von eventuell auftretenden Geschehnissen im Makrokosmos bedroht und wollte dort "nach dem Rechten sehen".

Zitat: [...] »Sehen Sie nicht die Bedrohung für uns, die sich allein aus der Tatsache ergibt, daß wir der Mikrokosmos sind? Im Makrokosmos weiß man nichts von unserer Existenz, vielleicht ist man gerade dabei, völlig gedankenlos jenen Teil unseres Universums zu zerstören, den wir bewohnen. Was gehört schon dazu? Doch nicht mehr, als daß jemand auf einen Erdklumpen tritt!« [...] (Atlan 200, S. 15)
Anmerkung: Zeitlich fallen diese Überlegungen mit der Invasion aus einem anderen Kontinuum zusammen, den zwölf Hüter des Lichts von Hathorjan abgewehrt haben.

Die Tropoythers stellten ein Expeditionskorps aus 2000 Doppelpyramidenschiffen zusammen. Jedes Schiff besaß 100 Besatzungsmitglieder. Die Expedition stand unter der formalen Leitung des Wissenschaftlers Vargo, aber tatsächlich unter der des Hohen Rates Mamrohn. Nach dem erfolgreichen Übergang ins Standarduniversum im Jahre 806.366 v. Chr. (Obsidian 12) übernahm dieser auch offiziell die Führung. Mamrohn gab den Expeditionsteilnehmern selbst den Namen Varganen.

Anmerkung: Nach Auskünften der Varganin Ischtar geschah dies vor etwa 675.000 arkonidischen Jahren, wobei diese im Jahr 10.498 da Ark gegeben wurden.

In den folgenden Jahren machten sich die körperlichen und geistigen Veränderungen des Übergangs bemerkbar. Infolge des bei einigen Varganen entstandenen Größenwahns errichteten sie in der Milchstraße ein gewaltiges Sternenreich. Sie scheuten auch nicht davor zurück, ganze Sonnensysteme zu manipulieren. Dabei wurden sie auch zunehmend in Kämpfe mit einheimischen Zivilisationen und anderen Gefahren verwickelt.

Die Erkenntnis der Unsterblichkeit und der Unfruchtbarkeit führte in den folgenden Jahren bei vielen Varganen zu Lethargie und Depression, da sie als zahlenmäßig kleines Volk ohne Hoffnung auf Nachwuchs keine echte Perspektive für sich sahen. Viele von ihnen nahmen die Droge Kyrachtyl, die ihnen den sanften Tod, die Trennung des Bewusstseins vom Körper, ermöglichte. Dies nannten die Varganen auch die Freisetzung des Kyriliane.

Etwa 6000 Jahre nach ihrer Ankunft in der Milchstraße starteten sie das Projekt Kyrlan. Fünf Stationen im Leerraum sollten Psi-Energie sammeln. Kalarthras war der Leiter dieses Projektes. Auch Kythara arbeitete zeitweise an dem Projekt mit. Später wurden die Psispeicher zum Teil zu Psi-Quellen.

Bei der Mehrzahl der Varganen wuchs der Wunsch nach einer Rückkehr in ihre Heimat. Und so kam es eines Tages zu einem Aufstand unter der Führung des Wissenschaftlers Kreton. Mamrohn verlor seine Macht. In der Folge kehrte die Mehrzahl der Varganen in den Mikrokosmos zurück. Nur wenige tausend Varganen, zum Teil unter der Führung Ischtars, blieben zurück. Diese wurden von den Heimkehrern im Folgenden als Rebellen bezeichnet.

Die in der Milchstraße verbliebenen Varganen unternahmen mehrere intergalaktische Expeditionen. Bisher wurden zwei Expeditionen bekannt. Die erste intergalaktische Expedition erfolgte unter Leitung von Wothanasor mit 30 Raumschiffen mit unbekanntem Ziel. Eine intergalaktische Expedition von 74 Rebellen mit 30 Schiffen unter Leitung von Kalarthras errichtete um 750.000 vor Chr. ein varganisches Reich in der Galaxie Dwingeloo. (Dunkelstern 3 - Im Zeichen des Bösen)

Aus ausgestreuten Lebenskapseln entstanden neuvarganische Völker in Dwingeloo, mit denen sich die unsterblichen Varganen erfolgreich fortpflanzen konnten. Diese Völker waren von den Varganen genetisch zur Gewaltlosigkeit konditioniert worden. (Dunkelstern 4 - Kontakt auf Alarna)

Es kam vermutlich auch zu ausgedehnten intergalaktischen Reisen einzelner Varganen. So verließ Kalarthras Dwingeloo etwa 350.000 vor Chr., um andere Galaxien zu besuchen, und kehrte erst um 50.000 vor Chr. wieder nach Dwingeloo zurück.

Das varganische Reich in der Milchstraße, als dessen letzte Königin Ischtar allgemeinhin bezeichnet wurde, verfiel in den folgenden Jahrzehntausenden. Die letzten Varganen zogen sich zumeist auf die Versunkenen Welten zurück oder folgten wie Ischtar privaten Missionen.

Die in den Mikrokosmos zurückgekehrten Varganen mussten mittlerweile erkennen, dass sie die Region, in der sie materialisiert sind, nicht mehr verlassen konnten. Sie waren in dem Bereich, den sie Eisige Sphäre nannten und in ihren Raumschiffen, Yarden, gefangen. Erst Jahrtausende später konnten sie zumindest als Bewusstseine mittels der Bewusstseinsteleportation diese Sphäre hinter sich lassen, als sie die konservierten Körper verstorbener Tropoythers übernahmen. Hierbei mussten sie erkennen, dass ihr Stammvolk durch ungeklärte Umstände ausgestorben war. Später gelang es ihnen mit Hilfe der Erinnyen, zwölf Androiden, die Eisige Sphäre für eine begrenzte Zeit auch körperlich zu verlassen. Allerdings mussten sie in regelmäßigen Abständen in die Sphäre und nach Yarden zurückehren, sonst starben sie.

Unter der Bezeichnung Leerraumkontrolleure errichteten die heimgekehrten Varganen ein neues Reich innerhalb des Mikrokosmos. Das erste von ihnen unterworfene Volk waren die menschenähnlichen Tejonther.

Um 350.000 Jahre vor Chr. erzielte in Dwingeloo der dortige varganische Chefwissenschaftler Haitogallakin Teilerfolge bei dem Versuch, in den Mikrokosmos vorzustoßen. Um 348.000 v. Chr. versuchten die Varganen in Dwingeloo durch die Manipulation des Riesensterns Thasin'cran durch die Anaksa-Station in den Mikrokosmos durchzubrechen. Stattdessen drang Schwarze Substanz aus dem anderen Universum ein und führte zur Verwandlung von Thasin'cran in den Dunkelstern und zur Auslösung zehntausender von Supernovae-Explosionen. (Dunkelstern 9 - Im Bann des Dunkelsterns)

Als eine der in der Milchstraße zurückgebliebenen Rebellengruppen mit Experimenten begann, die zu der Entwicklung eines eigenen Umsetzers zur Heimkehr führen sollten, begann eine neue Phase varganischer Entwicklung. Das Beispiel der Tropoythers vor Augen, befürchteten die Mikrokosmos-Varganen ihren eigenen Tod, falls diese Versuche Erfolg haben sollten. Aus diesem Grund wurde der verurteilte Mörder Magantilliken in die Milchstraße entsandt, um alle dort lebenden Varganen zur Strecke zu bringen. Sein Lohn für den Erfolg war seine Rehabilitation.

Etwa 43.500 v. Chr. (ca. 30.000 Arkonjahre vor 10.498 da Ark) wurde Magantilliken erstmals aktiv. Eines seiner ersten Opfer war der ehemalige varganische Führer Mamrohn. In den folgenden Jahrtausenden fielen ihm zahlreiche Varganen zum Opfer.

Im Jahre 10498 da Ark traf der junge Atlan zum ersten Mal mit der Varganin Ischtar zusammen. Verblüffenderweise, und wahrscheinlich mit Hilfe zahlreicher biogenetischer Hilfsmittel, hatten beide einen Sohn miteinander: Chapat. Im Folgenden traf Atlan mit seinen Gefährten auf weitere Varganen, kämpfte mit Magantilliken und stieß auch in den Mikrokosmos vor. Bei diesen Ereignissen wurden die Eisige Sphäre und Yarden zerstört. Zahlreiche Varganen des Mikrokosmos fanden dabei den Tod, andere konnten sich per Bewusstseinsteleportation in konservierte Tropoythers-Körper im Mikrokosmos oder sogar in den Makrokosmos retten.

Anfang 10499 da Ark verließ Ischtar mit Chapat Atlan und begab sich auf ihre weitere Suche nach den verschollenen Varganen. Späteren Berichten aus dem Jahr 2843 terranischer Zeitrechnung zufolge geriet sie dabei in eine Falle, aus der sie sich nur mit Hilfe des Arkoniden zu befreien vermochte. Aber augenscheinlich verzichtete Atlan sowohl zu dieser Zeit, als auch in den späteren Jahrhunderten darauf, dieser durch den gemeinsamen Sohn überbrachten Bitte zu folgen.

Ab und an stößt Atlan in den folgenden Jahrtausenden auf Hinterlassenschaften dieses Volkes. So begegnete er beispielsweise um 1970 auf einer Welt des Dreißig-Planeten-Walls degenerierten Nachfahren varganischer Androiden.

Die Artefakte dieses Volkes wurden in der Milchstraße hoch gehandelt. So ist zum Beispiel ein varganisches Schwert bekannt, das im Jahre 3580 von Harun Griffith verwendet wurde. (PR 707, S. 7)

Die erste erneute Begegnung mit einer leibhaftigen Varganin, Kythara, erfolgte erst 1225 NGZ. Wieder war es Atlan, der mit ihr zusammentraf. Er begegnete ihr in der Obsidian-Kluft, wo sie sich fast 20.000 Jahre lang vor Magantilliken verbarg.

Varganische Hinterlassenschaften

Welt der Varganen
© Stefan Koch

In der gesamten Milchstraße lassen sich verborgene Hinterlassenschaften der Varganen finden. In Folge ihrer Arroganz und ihres Größenwahns scheuten sie nicht davor zurück, Planeten und ganze Sonnensysteme zu manipulieren. Es war auch keine Seltenheit, dass ganze Stützpunkt- und Wohnwelten als Residenz eines einzigen Varganen geschaffen wurden. Diese alten varganischen Planeten werden auch als Versunkene Welten bezeichnet.

Weitere Hinterlassenschaften der Varganen sind:

Verschollene Varganen

Während ihres Vorstoßes in die Milchstraße stießen die Varganen auch auf die Hinterlassenschaften einer anderen hochstehenden Zivilisation. Diese schienen varganischen Ursprungs zu sein. Spätere Völker sprachen sie ebenfalls den Varganen zu. Ein Beispiel dafür ist der Dreißig-Planeten-Wall. In diesem System wurden immerhin dreißig Planeten auf eine gemeinsame Umlaufbahn gebracht.

Da diese Hinterlassenschaften tatsächlich aber nicht von den Varganen stammten, sie sich in ihrem Dünkel aber auch kein gleichwertiges Volk vorstellen konnten, nannten sie die Erbauer dieser Werke Verschollene Varganen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand handelt es sich um Hinterlassenschaften der Oldtimer.

Einige Varganen wie Ischtar haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Spuren der Verschollenen zu folgen und deren Geheimnisse – eventuell auch sie selbst – aufzuspüren.

Offene Fragen

Neben der Frage, in welchen Ecken des Universums sich überhaupt noch Varganen rumtreiben (immerhin sollen ja die meisten der varganischen Rebellen in all den Jahrtausenden Magantilliken zum Opfer gefallen sein...), sind vor allem bezüglich des ursprünglichen Lebensraumes der Tropoythers und der Ursache der varganischen Expedition noch einige Fragen offen.

Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Varganen nicht im Mikrokosmos entwickelt haben. Eher ist sogar zu vermuten, dass dieser künstlich angelegt wurde, und die Ur-Tropoythers dort eine ganze Galaxis einlagerten (oder aber ein seltenes natürliches Phänomen ausnutzten). Die technischen Grundlagen waren ihnen grundsätzlich bekannt.

Quellen