Vario-500

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Beim Vario-500 handelte es sich um einen Spezialroboter siganesischer Herkunft.

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Vario-500 getragen von Roctin-Par
Heft: PR 675
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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PR-Japan 407
© Hayakawa Publishing, Inc.

Aufgrund seiner Konstruktion war er in der Lage, in so genannte Pseudo-Variable Kokonmasken (Abk.: PVK-Masken) zu schlüpfen und somit verschiedene humanoide Lebewesen zu verkörpern. Im Zuge des Fünfhundertjahresplanes Perry Rhodans wurde der Vario-Roboter seit dem 32. Jahrhundert alter Zeitrechnung in verschiedenen Masken aktiv. Dabei schuf er sich eine immer größer werdende Operationsbasis auf Olymp.

Am bekanntesten wurde er in der Rolle von Anson Argyris, dem Freifahrerkaiser des Planeten Olymp. Der Vario-500 selbst identifizierte sich mit dieser Maske, sah sich selbst unabhängig von der von ihm getragenen Maske als Kaiser von Olymp, Anson Argyris. (PR 675)

Erscheinungsbild und technische Ausstattung

Der Vario hatte die Form eines ellipsoiden Eis mit einer Höhe von 50 cm, sowie einem Durchmesser und einer mittleren Breite von 20 cm. Die Hülle und belastungsgefährdete Teile bestanden aus Atronital-Compositum (PR 950), sein Gewicht betrug ohne Maske 52 kg. Er verfügte über vier Teleskopglieder (zwei »Arme« und »Beine«) und einen ausfahrbaren Ortungskopf von zehn Zentimetern Durchmesser. Dieser Ortungskopf enthielt technische Entsprechungen der menschlichen Sinne, aber auch Mess- und Ortergeräte, wie man sie an Bord kleinerer Raumschiffe findet.

Der Roboter verfügte über ein biopositronisches Gehirn, das bedeutet über eine positronische und eine biologische Zellplasma-Komponente, welche über einen Bioponblock verbunden waren. Aufgrund dieser Konstruktion war der Vario ein denkendes, fühlendes, kreatives Lebewesen. Die Positronik war in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen, falls die Plasma-Komponente ausfallen sollte. Allerdings war die Positronik aufgrund der Roboternatur des Vario-500 leicht zu manipulieren. Die Sonderprogrammierung ALBATROS deaktivierte den Roboter bei einer ethischen Problemstellung, die er ohne das Plasmagehirn nicht lösen konnte. (PR 403, PR 502)

Das Gehirn hatte aufgrund von siganesischer Mikrominiaturisierung und Zellmassenkomprimierung des Bioblocks nur die Größe einer Faust. Ungefähr dieselbe Größe hatte auch das ebenfalls von Siganesen entworfene Hochkatalyseplasma-Fusionskraftwerk, welches für die gesamte Energieversorgung des Varios zuständig war.

In den beiden Armen waren Hochenergiewaffen untergebracht, im linken ein Intervall-Desintegrator, rechts ein Thermo-Intervallnadler.

Fortbewegung und manuelle Manipulationen wurden entweder durch einen Hydraulikkreis oder durch einen auf Hochenergie-Basis funktionierenden Feldsteuerkreis bewerkstelligt. Die maximal zu entwickelnde Kraft war hierbei ähnlich der eines Haluters, die erreichbare Höchstgeschwindigkeit betrug 100 km/h.

Schlüpfte der Vario-500 in eine seiner 48 PVK-Masken (im Laufe seiner Existenz waren mindestens 870 verschiedene Masken angefertigt worden), so fuhr er seinen Ortungskopf und seine Tentakelglieder aus, welche in ihre Entsprechungen in der Maske eingeführt wurden, wodurch sich deren Pseudobio-Funktionen aktivierten. Der Basiskörper des Roboters enthielt Aggregate zur Kreislaufregulierung der PVK-Maske. Der notwendige Sauerstoff wurde normalerweise aus der Umgebung entnommen, konnte aber in beschränktem Maße auch vom Vario-500 selbst erzeugt werden. Der Roboter verfügte über einen Stimmenmodulator, mit dessen Hilfe er beliebig viele Stimmen nachahmen konnte, passend zur gerade gewählten Maske.

Im Verlaufe seiner Existenz wurde das positronische Gehirn des Varios auf Syntronik umgerüstet.

Bekannte PVK-Masken

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PVK-Masken
Heft: PR 403 – Innenillustration 3
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

sowie weitere zwecks verdeckter Einsätze.

Eine besondere Maske bildete der Knitter. Im Gegensatz zu anderen Masken wurde diese komprimiert auf Abruf im Inneren des Vario-Roboters untergebracht. (PR 961)

Sechs spezielle Kokon-Masken standen ihm in der Gruft der Erkenntnis zur Verfügung. Er konnte sie jedoch nur dort tragen und nicht aus der Gruft entfernen. (PR 953)

Anmerkung: Auch im Zusammenhang mit den Vario-1000-Robotern kamen PVK-Masken zum Einsatz. Diese sind hier aufgelistet.

Geschichte

35. Jahrhundert

Der Vario-500 wurde im Rahmen des terranischen Fünfhundertjahresplanes geschaffen, um als Wächter der lebensnotwendigen Containertransmitter-Verbindung von Olymp in das - sich nach dem Fall Laurin in der Zukunft befindende - Solsystem zu fungieren.

Im November 3431 verkündete der Vario-500 in der Maske des Anson Argyris, dass er von Perry Rhodan als politischer und wirtschaftlicher Erbe der solaren Menschheit eingesetzt wurde, und erklärte die Transmitterstraße nach Olymp für eröffnet. In der Maske des Fürsten Jargo Capothan ging er gegen feindliche Agenten des Imperiums Dabrifa vor. (PR 403)

...

Während der Schwarmkrise drangen Homo superior in die Biostation des Vario-500 vor und zerstörten alle Kokonmasken des Vario-500. Darunter war auch die Maske des Anson Argyris, die sie dem Roboter von seiner Hülle strahlten. Danach brachte der Homo superior-Anführer Rocus Ypteron den wegen eines Ausfalls aller Plasmakomponenten rein positronisch gesteuerten Roboter kurzerhand durch eine logische Zwickmühle zur Selbstabschaltung. Erst eine Neuprogrammierung durch Roi Danton aktivierte den Vario-500 wieder. Der Vario legte daraufhin die Maske des Grauen Ritters an, um in dieser Gestalt auf Olymp für Ordnung zu sorgen. (PR 502)

...

In den Jahren der Besetzung der Milchstraße durch das Konzil der Sieben kämpfte der Vario-500 in verschiedenen Masken gegen die Besatzer von Olymp. (PR 737)

36. Jahrhundert

Auch bei der Besetzung Olymps durch die Orbiter im Jahr 3587 ging der Vario-500 mittels seiner verschiedenen Masken in den Untergrund und war daher zunächst weder für Freund noch Feind aufzuspüren. (PR 950) Er suchte schließlich Hilfe in der Gruft der Erkenntnis und gewann das Super-Hologramm Robert Louis Stevenson als Verbündeten. (PR 953)

Auf Ferrol konnten sie gemeinsam eine Verschwörung gegen den Thort und ein Attentat gegen die Orbiter verhindern. (PR 953) Auf dem Flug Richtung Galaktisches Zentrum geriet der Vario in eine tödliche Falle, doch Stevenson opferte sich für ihn auf Vario's End. (PR 954)

Von den echten Flibustiern erfuhr er vom Standort der ANLAGE (PR 951) und gemeinsam machte man sich auf, um diese zu infiltrieren. Mithilfe des Knitters kundschaftete der Vario die Anlagen auf Martappon aus, doch die Faltmaske war defekt und er musste sie nach kurzer Zeit wieder ablegen. Seltsamerweise entwickelte sie ein Eigenleben und wurde von Olkyra in der Produktionsanlage versteckt, woraufhin tausende von Knitter hergestellt wurden. Diese wurden von den Flibustier-Typen bekämpft, was dem Vario und Olkyra den Raum gab, sich zunächst unerkannt durch die Anlagen zu bewegen und Informationen zu sammeln. (PR 961) Er stieß nach unermüdlicher Suche schließlich auf den Großen Langweiler, der ihn zum Duell herausforderte. Der Vario geriet in eine Falle und wäre getötet worden, wenn nicht der Knitter-Orbiter Charlie eingegriffen und ihm das Leben gerettet hätte. (PR 962)

Wenig später traf er mit Harden Coonor zusammen, den er schnell als Hochstapler erkannte und geriet mit ihm zusammen in Gefangenschaft. (PR 971)

Es gelang ihm auf Durzuul, eine Verschwörung gegen die Arbeitsführerin Lyrta Rufur aufzudecken und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dabei kam Harden Coonor jedoch ums Leben. (PR 972)

Danach wurde er gefangen gehalten. Da er seinen guten Willen demonstrieren wollte, versuchte er auch nicht, auszubrechen. Am 11. September wurde Durzuul von einem Weltraumbeben getroffen und sein Gefängnis durch die Arkon-Stahl-Seuche sowie den Betonchor zerstört. Obwohl er hätte fliehen können, rettete er stattdessen seinen Wächter Akenjin und ließ sich wieder einsperren. Seinen Worten, dass es sich bei den Zerstörungen nicht um einen Angriff der Garbeschianer mit einer Geheimwaffe handelte, glaubte man zunächst nicht. (PR 975)

Dies änderte sich jedoch, als der angebliche Kodebewahrer Keijder auftauchte, hinter dem niemand anderer als Amtranik selbst steckte. Da jedoch zunächst Unklarheit über seine Identität bestand, wurde ihm der Vario als Helfer zugeteilt. Amtranik versuchte sofort, den unliebsamen Roboter zu vernichten, scheiterte jedoch an dessen Wachsamkeit. (PR 985)

1. Jahrhundert NGZ

In den Jahren 1 bis 15 NGZ trieb er, zusammen mit Jen Salik, den Umbau der Keilraumschiffe der Orbiter für die Kosmische Hanse voran. (PR 1007)

...

5. Jahrhundert NGZ

Gegen Mitte 430 NGZ begleitete der Vario-500 in der Maske von Stalker eine Hanse-Karawane in die Mächtigkeitsballung Estartu. In der Galaxie Vilamesch wurde der Konvoi durch den Tross Tyg Ians abgefangen. Der Sotho schlug den Roboter in einem Zweikampf. Alle Schiffe der Karawane wurden auf einem Planeten der veränderlichen Sonne Lyra unter Quarantäne gesetzt. (PR 1295)

In den folgenden Jahren kämpften die 100.000 Crewmitglieder der Hanse-Schiffe gegen die lebensfeindliche Umwelt, die Ressourcenknappheit und die Angriffe des Quarantäneschirms. Erst am 31. Januar 447 NGZ erlosch der Quarantäneschirm. (PR 1355)

Im Jahre 490 NGZ war der Vario-500 als Sicherheitschef für die Friedenskonferenz zwischen Galaktikum und Cantaro auf Olymp in der Gestalt von Orloff Proskin tätig. (PR 1422)

...

Monos-Herrschaft

Während der Monos-Herrschaft kämpfte der Vario-500 gegen die unmenschliche Tyrannei.

...

In der Körpermaske Perry Rhodans trat er am 30. Mai 1147 NGZ während des Sondereinsatz Chaos Pedrass Foch gegenüber, um diesen in eine Falle zu locken. Der Vario-500 war bereit sich zu opfern, wenn dadurch Perry Rhodans Leben gerettet und Monos getötet wurde.

Im Gegensatz zu den Mitgliedern der Tarkan-Expedition hatte er 650 Jahre des milliardenfachen Leids und Sterbens in der abgeriegelten Milchstraße miterleben müssen und war bereit, für eine Beendigung der Tyrannei sein Leben zu geben. Vorbereitungen dazu hatte er schon lange vorher getroffen und insgeheim die Perry-Rhodan-Körpermaske entwickeln lassen sowie vorausberechnet, dass es zum Showdown zwischen Monos und Rhodan kommen würde.

Den Plan sprach er mit Atlan ab, der weitere Vorbereitungen traf. Der Sondereinsatz gelang, und der Vario-500 »starb« auf dem Planeten Palkaru zusammen mit Foch in der durch den Dabrifa-Viren-Pulser erzeugten Explosion. (PR 1498)

Weitere Vario-Modelle

3113 kam mit dem Vario-0C ein Vorläufer/experimenteller Prototyp zum Einsatz. (Höllenwelt 2)

Im Jahre 3585 stand Julian Tifflor als persönlicher Berater ein Vario-211 namens Henry zur Seite. (PR 849)

1346 NGZ wurden drei Vario-1000 den über die Teletrans-Weiche ins Stardust-System umgesiedelten Menschen untergeschoben. (PR 2439, PR 2568)

Anmerkung: Bei den in Ara-Toxin 1 erwähnten Vario-600, die als Ausbilder einer Assassinen-Akademie fungieren, scheint es sich nicht um ein Nachfolgemodell des Vario-500 zu handeln. Es wäre bei den bekannten Vario-Serien 500 und 1000 bzw. dem Testmodell 0c nicht möglich, durch einen Faustschlag ins Gesicht den Robotkern erkennbar freizulegen. (Ara-Toxin 1, S. 143, 148, 177)

Darstellung

Risszeichnung: Terranischer Spezialroboter „Vario-500“ (PR 831) von Bernard Stoessel

Quellen