Orbanaschol III.

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Unter dem Namen Orbanaschol III. bestieg Veloz da Gonozal nach der Ermordung seines Vorgängers und Halbbruders Gonozal VII. als 208. Imperator den Kristallthron des Großen Imperiums der Arkoniden. Er regierte von 8040 v. Chr. bis 8020 v. Chr. (10.483 bis 10.500 da Ark).

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Atlan 297
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinung

Orbanaschol III. war etwa einen Kopf kleiner als der durchschnittliche Arkonide. Dabei war er von gedrungener Statur und für einen Arkoniden ungewöhnlich dick, geradezu fett. Seine als listig bezeichneten Augen verschwanden fast unter dicken Tränensäcken. Er litt unter starkem Haarausfall, gegen Ende seiner Regierungszeit war das silbrige Haar beinahe verschwunden.

Seine Stimme klang dünn und schnappte bei Erregung über.

Charakterisierung

Orbanaschol III. war von einem cholerischen Gemüt. Er war hinterhältig, völlig skrupellos und extrem misstrauisch. Vor seiner Inthronisation war er von Neid und Missgunst auf seinen Halbbruder zerfressen.

Seine liebste Pose war es, in prunkvollen Gewändern auf dem Kristallthron zu sitzen, den Kopf leicht nach vorne gestreckt, mit dem Rücken die Lehne berührend. Diese Beschützer- und Erobererpose sollte leger wirken, aber auch eine Lauerstellung verdeutlichen. Der Blick war in die Ferne gerichtet und erkannte doch alles in unmittelbarer Umgebung des Imperators. Die linke Hand, von kostbaren Ringen geschmückt, lag auf der Armstütze. Die Rechte hielt das Zepter des Großen Imperiums. (Atlan 169)

Wenn es die Lage erforderte, konnte der Imperator sehr freundlich sein und schlug auch einen gewinnenden Umgangston an. (Atlan 213)

Durch zahlreiche Neurosen und Komplexe, sowie einen im Lauf der Jahre zunehmenden Verfolgungswahn, war sein Verhalten völlig unberechenbar. Kurz vor seinem Ende steigerte sich dieses noch zu einer völlig außer Kontrolle geratenen Paranoia.

Er lehnte es ab, sich einer kosmetischen Schönheitsoperation zu unterziehen. Vermutlich betrachtete er diesen Verzicht als eine Art Selbstbestrafung.

Wenn Orbanaschol Sorgen und Probleme quälten, verfiel er in eine wahre Fressorgie und stopfte Unmengen in sich hinein. (Atlan 281)

Jeder Besucher, der Zugang zu Orbanaschol erhielt, wurde von Kameras erfasst. Die Aufnahmen wurden kontrolliert und dahingehend überprüft, ob Handbewegungen und Mienenspiel mit den gesprochenen Worten übereinstimmten. Bei wichtigen Besuchern übernahm Orbanaschol selbst die Auswertung der Aufzeichnungen. Diese Überprüfungen und die Tatsache, dass der Imperator versuchte, seine Gesprächspartner in verräterische Situationen zu bringen, hatten schon viele Besucher entlarvt und zu Konsequenzen geführt. (Atlan 282)

Machtquellen

Orbanaschol III. konnte seine Macht über die vielen Jahre dank zahlreicher Unterstützer und Helfer sichern. Zum Teil taten sie dies aus Pflichtgefühl (gerade in der Raumflotte), zum Teil weil sie sich durch die zunehmende Korruption bereichern konnten. Natürlich brachte er auch seine Mitverschwörer in Positionen unter, in denen sie ihm nützlich waren: der Blinde Sofgart übernahm beispielsweise die Führung der Kralasenen, und Amarkavor Heng stieg bis zum Rang eines Mascanten und Kommandeur des Flottenstützpunktes Trantagossa auf.

Zu seiner stärksten Stützen gehörten die POGIM und die Kralasenen. Auch die SENTENZA, deren Verbot durch Gonozal VII. er rückgängig machte, erwies sich zusammen mit ihrem politischen Arm Ark'Alor als fähige Helfer.

Noch in den letzten Phasen seiner Regentschaft gehörte ihm die Gefolgschaft von fünfzig Prozent der arkonidischen Raumstreitkräfte, die sich durch ihren Eid und ihre Pflicht gebunden fühlten, vor allem mitten im Methankrieg. Dabei wies Lebo Axton zurecht darauf hin, dass unter diesen Umständen fünfzig Prozent ausgesprochen wenig sind.

Gegner

Vielfältig waren auch die Gegner des Imperators:

Geschichte

Frühe Jahre

Veloz wurde als Sohn des Imperators Gonozal VI. mit dessen dritter Frau Ashlea da Orbanaschol geboren. Schon seit frühester Jugend bevorzugte er den Namen Orbanaschol.

Offiziell war Orbanaschol Flottenkommandeur und Träger des Sonnenordens, hatte aber von Kriegsführung keine Ahnung.

Mordkomplott

Im Jahre 8040 v. Chr. (am 17. Prago des Tarman 10483 da Ark) bediente sich Orbanaschol Männer wie Sofgart, Offantur, Psollien und Amarkavor Heng, um die Umsturzpläne, die sich gegen seinen Bruder Gonozal VII. richteten, vorzubereiten. Auch innerhalb der POGIM hatte er einige Anhänger gewonnen.

Der Mordanschlag gegen Fartuloon stellte den Auftakt zur Machtergreifung über das Große Imperium dar. Doch das Attentat scheiterte und Tertavion fand dabei den Tod. Die Verschwörer flogen mit Imperator Gonozal VII. nach Erskomier, wo der Herrscher einen lange geplanten Jagdausflug mit Gästen unternahm. Bei den Teufelsfelsen wurde von Sofgart ein kleiner Felssturz ausgelöst, der dem Imperator die linke Schulter zertrümmerte. Offantur, der Erste Diener Orbanaschols, schleuderte einen kleineren Felsen auf Gonozal VII., der dem Imperator den Schädel zertrümmerte. Amarkavor Heng landete mit einem Beiboot der PERKANOR nahe der Unglücksstätte und verkündete, dass der Imperator einem Unfall zum Opfer gefallen war. Sodann erklärte er Orbanaschol zum neuen Imperator über das Große Imperium.

Der erste Befehl Orbanaschols an seine Mitverschwörer war, dafür zu sorgen, dass Fartuloon schnellstens aus dem Weg geräumt werden sollte. Auch einige einflussreiche Persönlichkeiten sollten beseitigt und durch Vertrauensleute ersetzt werden, um die Macht des neuen Herrschers zu festigen.

An den Hebeln der Macht

Es gelang Orbanaschol, sich als Regenten des noch unmündigen Kristallprinzen Mascaren einsetzen zu lassen.

War zuerst gedacht, dass er lediglich bis zur Volljährigkeit Mascarens regieren sollte, ergriff er schon bald die totale Macht und ließ sich zum Imperator erklären. Als Thronnamen wählte er in bewusster Abgrenzung zu seinem eigentlichen Khasurn den Namen Orbanaschol III.

Der Kristallprinz wurde von Fartuloon, dem Bauchaufschneider Gonozals VII., in Sicherheit gebracht, bevor er von den Häschern des neuen Imperators ebenfalls ermordet werden konnte. Während der alte Vertraute Gonozals VII. dessen Sohn unter dem Namen „Atlan“ im Verborgenen aufzog, hielt ihn der Usurpator für tot.

In den nächsten Jahren errichtete Orbanaschol III. eine Diktatur und brachte das gesamte Imperium unter seine Kontrolle. Seine Geheimdienste und der skrupellose Einsatz der Flotte, deren kriegswichtige Ressourcen häufig zu egoistischen Zwecken eingesetzt wurden, setzen den Willen des Imperators rücksichtslos durch. Dabei ging es ihm und seiner Clique vor allem um die Befriedigung ihrer eigenen Interessen.

Jagd auf den Kristallprinzen

Der Methankrieg verlief während seiner Regierungszeit sehr wechselhaft. Siege und Niederlagen wechselten sich ab. Zum Glück für das Imperium mischte sich der strategisch nicht wirklich begabte Herrscher nur wenig in das Kriegsgeschehen ein.

Nachdem er erkannte, dass der eigentliche Erbe des Thrones noch lebte, ließ er Atlan zum Rebellen erklären und im gesamten Imperium zur Fahndung ausschreiben. Aber durch die Aktivitäten Atlans, vor allem jedoch durch den vor seinen Augen agierenden Lebo Axton, wurde der Imperator immer mehr in die Ecke gedrängt und seiner Unterstützung beraubt.

Als im Jahre 10.499 da Ark der Imperator den Magnortöter Klinsanthor zu Hilfe rief, um Atlans habhaft zu werden, war Orbanaschol nicht wohl in seiner Haut. Er fürchtete sich vor den Konsequenzen, die dieser Auftrag nach sich ziehen könnte. Als Klinsanthor als Belohnung die König-Regho-Flotte forderte, lehnte Orbanaschol entrüstet ab. Seit dieser Zeit hielt sich der Imperator nur noch auf Arkon I auf. Er musste die Sicherheit des Kristallpalastes allerdings aufgeben, als er beispielsweise von Vauthlen Jorriskaugen nach Ophistur eingeladen wurde, um an den Geburtstagsfeierlichkeiten des Industriellen teilzunehmen. (Atlan 239)

Wahlschlappe

Als sich 10.499 da Ark die Inthronisation Orbanaschols zum siebzehnten Mal jährte, fanden wenige Tage zuvor im Großen Imperium Wahlen statt, in denen sich der Imperator auf demokratische Weise bestätigen ließ, wie hoch er in der Gunst seines Volkes stand. Selbstverständlich wurde das Ergebnis so manipuliert, dass die Politik Orbanaschols von einer überwältigenden Mehrheit vorbehaltlos anerkannt und befürwortet wurde. (Atlan 247)

Orbanaschol hatte an diesem Tag 10.000 Gäste in den Kristallpalast eingeladen, um mit ihm das erwartete und selbstverständlich manipulierte Ergebnis zu feiern. Als das Abstimmungsergebnis über die überall aufgestellten Bildschirme flimmerte, zeigte das Bild einen Anteil von 97,3% zugunsten des Imperators. Allerdings erschien gleich darauf der Zusatz »Mörder des rechtmäßigen Imperators Gonozal VII. (Das Ergebnis wurde auf Befehl Orbanaschols III. manipuliert)« sichtbar. Noch bevor die Bildschirme erloschen und eine Störung anzeigten, sprang Orbanaschol auf, zog seinen Energiestrahler und erschoss den für die Manipulation der Abstimmung zuständigen Skaranore Schankkou. Dann flüchtete er aus dem Festsaal. (Atlan 248)

Vier Tage später war ihm noch immer nicht klar, warum ihn Schankkou so hintergangen hatte. Der Imperator hatte mehr als zehn Kilogramm Gewicht verloren. Lebo Axton teilte Orbanaschol mit, dass Schankkou das Geheimnis wohl ins Grab mitgenommen hatte. Der Imperator hatte eine schwere Schlappe erlitten. (Atlan 248)

Die Doppelgänger

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Atlan 299
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Der Diktator reagierte hysterisch auf Terroranschläge, die der Duplo des Kristallprinzen Atlan im Jahre 10.499 da Ark auf Arkon I verübte. Es kam zur Zerstörung des Raukomorn-Kraftwerks und des Grelna-Zentrums, was die Verteidigungsfähigkeit Arkons empfindlich herabsetzte. Orbanaschol drohte den Flottenkommandeuren mit sofortiger Abberufung und Köpferollen, sollte es einem feindlichen Raumschiff gelingen, ins Arkon-System einzufliegen.

Lebo Axton befürchtete einen groß angelegten Angriff auf das Imperium. Atlans Doppelgänger war nur die Vorhut, die den Weg bereiten sollte. Um den Duplo aufzuhalten und zu eliminieren, verlangte Axton, die laufende Säuberungsaktion einstweilen einzustellen, um alle Kräfte für die Suche nach Atlan zur Verfügung zu haben.

Orbanaschol, der einen Anschlag auf sein Leben fürchtete, glaubte zunächst in Axton einen Verräter und Atlan-Freund vor sich zu haben. Mit stichhaltigen Argumenten konnte Axton die Zweifel zerstreuen. Der Imperator ließ die Säuberungsaktion einstellen und sprach Axton ein Lob aus, der es als Einziger gewagt hatte, ihm die Wahrheit zu sagen.

Als es Axton gelang, den Aufenthaltsort von Atlan II und Kirko Attrak in einem 3-D-Sender, der in einem Trichterbau untergebracht war, ausfindig zu machen, informierte der Verwachsene den Imperator und bat um Entsendung eines Spezialkommandos. Doch Orbanaschol reagierte anders als erwartet. Er schickte ein Kugelraumschiff, das das Gebäude regelrecht zusammenschoss. Axton war entsetzt über die Brutalität des Imperators, der Tausende von Arkoniden opferte, um einen einzigen Mann zu vernichten. (Atlan 262)

Jagd

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen flog der Imperator mit seinem Gefolge nach Mekra-Titula. In einem Tal auf dem Kontinent Arkrat-Tikul war Atlans Duplo von Ophray Mirkatt entdeckt worden. Orbanaschol blies zur Jagd auf den Doppelgänger. Geschosse aus dem Mikro-Raketenwerfer des Imperators trafen den Doppelgänger und töteten ihn. Lebo Axton konnte weitere Schüsse verhindern, um den Leichnam untersuchen zu können. Bei der Siegesfeier durfte Mirkatt neben dem Imperator Platz nehmen und einen Wunsch äußern, der ihm erfüllt werden würde.

Die Jagd wurde fortgesetzt. Als Ziel wurden Hendrenker ausgewählt. Ophray Mirkatt führte den Imperator in eine enge Schlucht. Genauso wie Lebo Axton kam ihm das Gelände ideal für eine Falle vor. Mehrere Hendrenker hielten sich dort auf. Einer der Eingeborenen konnte in den Rücken Orbanaschols gelangen und schleuderte den Arkoniden in ein Spinnennetz. Bevor eine faustgroße gelbe Spinne zubeißen konnte, wurde das Tier von Gentleman Kelly paralysiert. Auch Orbanaschol wurde von den lähmenden Strahlen erfasst. Ein Gleiter brachte ihn zurück zur Luxusyacht. Die Ärzte konnten die Paralyse bald beseitigen, doch Orbanaschol erlangte das Bewusstsein nicht wieder. Die Berührung mit dem Spinnennetz hatte eine Substanz in seinen Körper eingebracht, die dem Imperator den Tod bringen würde. Eine sofortige Reise nach Arkon könnte Orbanaschol nicht mehr retten. Ophray Mirkatt ließ den Arkoniden auf seine Farm bringen.

Der Toxikologe konnte die Behandlung erfolgreich abschließen. Orbanaschol erwachte und machte sich mit seinem Freundeskreis zur Erholung in eine malerisch gelegene Bucht auf. Lebo Axton war sicher, dass im Haus des Arztes eine Atomschablone des Imperators angefertigt worden war. Für Lebo Axton stellte sich die Frage, wann der Austausch vollzogen werden würde. (Atlan 269)

Der doppelte Imperator

Um seinen angeschlagenen Ruf in der Öffentlichkeit wiederherzustellen, war Orbanaschol bereit, Poolpok Treibarkoron zu opfern. Das führende Mitglied der SENTENZA sollte verhaftet und hingerichtet werden. Doch Lebo Axton kam dem Imperator zuvor. Um an den Sonnenträger Waramayl Grishkan heranzukommen, inszenierte der Verwachsene den Mord an dem Verbrecher. Orbanaschol waren die Beweggründe Grishkans unverständlich, da dieser über Orbanaschols Plan informiert gewesen war. Der Imperator verurteilte Grishkan zum Tode. Die Vollstreckung erfolgte durch einen Hinrichtungsroboter.

Beim Besuch einer Ausstellung war Orbanaschol für einige Sekunden allein in einem Raum. In dieser Zeit geschah der Austausch mit dem Duplo. Der echte Orbanaschol wurde in ein Versteck im Südpolgebiet des Planeten gebracht.

Der Duplo des Imperators ernannte Tremlon Pirrabo zum Kommandeur der Flotte im Gebiet der ovalen Sonnen. Mit dieser Entscheidung wollte Orbanaschol den neuen Oberkommandierenden und damit auch seine Familie auszeichnen. Trotz Widerspruchs des Verteidigungsministers, der Pirrabo für diese Aufgabe für überfordert hielt, beharrte der Imperator auf seiner Entscheidung und bescherte damit der arkonidischen Flotte eine empfindliche Niederlage. Der bei der Sitzung ebenfalls anwesende Axton wurde vom Doppelgänger angefeindet und des Verrats bezichtigt. Als der Verteidigungsminister für Axton Partei ergriff, schwenkte Orbanaschol um und ließ verlauten, nur einen Scherz gemacht zu haben.

Der echte Orbanaschol hielt sich in der Station auf, wo er von Kar Obon bewacht wurde. Lebo Axton, Avrael Arrkonta, Ermed Trelgron, Peget Berantog, Senkt Honkrys und Gentleman Kelly fanden seine Spur und flogen mit einem Gleiter in das Gebiet am Südpol. Nach einem Kampf mit Obon wurde Orbanaschol befreit und in den Kristallpalast geschmuggelt. Der Duplo hielt eine Besprechung ab, als der echte Imperator in den Raum stürzte. Axton konnte ihn davor bewahren, seinen Doppelgänger zu erschießen. Das hätte es sehr schwer gemacht, die Anwesenden davon zu überzeugen, dass der aus dem Raum geflohene Orbanaschol ein Doppelgänger und er der tatsächliche Imperator war. Es kam zu einer kurzen Verfolgungsjagd, die am Torbogen eines aktivierten Transmitters endete. Der Duplo sprang in das Transportfeld, das hinter ihm erlosch. Wutentbrannt bezichtigte Orbanaschol Axton des Verrats und würgte ihn, bis dieser das Bewusstsein verlor. Als der Verwachsene wieder zu sich kam, entschuldigte sich der Imperator. Er hatte in der Zwischenzeit erfahren, dass der Transmitter auf keine Gegenstation justiert war und der Duplo so den Tod gefunden hatte. Orbanaschol zählte Axton ab nun zu seinem Freundeskreis und schenkte ihm einen ganzen Planeten, der unter der alleinigen Kontrolle des Terraners stehen sollte. (Atlan 270)

Die KAYMUURTES

Der Imperator wartete im Jahre 10.500 da Ark ungeduldig auf den Sieger der Amnestie-KAYMUURTES. Er wollte diesen benutzen, um seinen ramponierten Ruf wenigstens einigermaßen wiederherzustellen. Doch die Kaperung der LASEER verzögerte die Ankunft Mana-Konyrs auf Arkon. Es gelang dem »Töter mit der Fingerspitze«, aus der Gefangenschaft der Maahks zu entkommen und seinen Flug nach Arkon mit der MIRADOOR fortzusetzen. Orbanaschol war erleichtert, als er diese Nachricht erhielt und beauftragte Lebo Axton, sich sofort nach der Ankunft Mana-Konyrs, um diesen zu kümmern. (Atlan 280)

Umsturzversuch

Orbanaschol wurde von Kethor Frantomor auf die drohende Gefahr eines Umsturzes hingewiesen. Eine Gruppierung von Persönlichkeiten aus den höchsten Kreisen der arkonidischen Gesellschaft wollten den Imperator beseitigen, um einen diesen Personen benehmen neuen Herrscher einzusetzen. Erst Axtons Bestätigung dieser Aussagen ließ Orbanaschol nachdenklich werden.

Der Imperator verschanzte sich daraufhin im Kristallpalast. Bei einem Empfang für Mana-Konyr musste er jedoch die Sicherheit des Palastes verlassen. Orbanaschol amüsierte sich auf dem Empfang. Vaygoke Prokasta und Mana-Konyr hielten sich ständig in seiner Nähe auf. Prokasta ermunterte Mana-Konyr, den Imperator spaßhalber hochzuheben. Lebo Axton konnte das verhindern und veranlasste Mana-Konyr, seine Kraft an Prokasta zu demonstrieren. Verzweifelt wehrte sich der Industrielle gegen die zupackenden Hände des KAYMUURTES-Siegers. Aus einer in den Bäumen versteckten Waffe wurde ein Giftpfeil abgeschossen, der sich in den Nacken Vaygoke Prokastas grub.

Als Orbanaschol deutlich wurde, dass ihm Axton das Leben gerettet hatte, lächelte er dem Verwachsenen zu und nickte anerkennend. Orbanaschol wurde von Sicherheitsbeamten umringt und zum Ausgang geleitet. Lebo Axton und Gentleman Kelly folgten dem Imperator. (Atlan 281)

Nach dem Attentat verwandelte Orbanaschol seine Privaträume im Kristallpalast in eine von Wachen und Kampfrobotern abgesicherte Festung. Der Imperator selbst war von Angst und Enttäuschung über die von ihm forcierten Persönlichkeiten des Imperiums, die ihm jetzt in den Rücken fielen, gezeichnet. Die einzige Person, der er noch vertraute, war Lebo Axton.

Orbanaschol ließ Lebo Axton völlig freie Hand beim Aufspüren und der Verfolgung seiner Feinde. Sollten dabei Unschuldige zu Schaden kommen, hatte Axton keine Konsequenzen zu befürchten.

Bei einer Besprechung zwischen dem Imperator, Kethor Frantomor und Lebo Axton wurde deutlich, dass Frantomor nur mehr formell Axtons Vorgesetzter war. Ein schwerwiegender Fehler der Männer Frantomors hatte dazu geführt. Dass vollständige Karteiunterlagen über die Macht der Sonnen vernichtet wurden. So war es Orbanaschol nicht mehr möglich, eine groß angelegte Säuberungsaktion durchzuführen und seine ehemaligen Freunde erschießen zu lassen.

Lebo Axton forderte die sofortige Freilassung Mana-Konyrs, um den in der Öffentlichkeit entstandenen Eindruck von Schwäche des Imperators zu korrigieren. Zudem sollte sich Orbanaschol umgehend mit dem KAYMUURTES-Sieger auf einem Empfang zeigen, um dessen Popularität für sich ausnutzen zu können.

Der Imperator hielt gut gelaunt eine flammende Rede an das arkonidische Volk, sprach von Fehlern, die seinen Beratern und Ministern passiert waren und stellte soziale Verbesserungen sowie einen wirtschaftlichen Aufschwung in Aussicht. Damit gelang es ihm, das Bild eines guten Herrschers zu vermitteln, was ihm der Großteil seines Volkes abnahm. Während der Rede musste Orbanaschol mehrmals gähnen. Schließlich schlief er vor laufenden Kameras ein, die das Bild des leise schnarchenden Imperators bis in den letzten Winkel des Imperiums übertrugen. Erst zwei Stunden später erwachte Orbanaschol. Er tobte derart, dass er von Ärzten mit Medikamenten ruhig gestellt werden musste.

Orbanaschol war nun gefährlicher als je zuvor. Axton wurde beauftragt, die Macht der Sonnen mit allen Mitteln zu vernichten. Bei der Befragung Ertrapp Quartantats, der unter Medikamenteneinfluss stand, wurde deutlich, dass Orbanaschol in naher Zukunft verhaftet und von einem Hinrichtungsroboter getötet werden sollte. Als Nachfolger war Affraom Schekrey vorgesehen.

Axton verlangte von Orbanaschol, sich bei einer von der Macht der Sonnen geforderten Versammlung verhaften zu lassen, damit die Mitglieder dieser Organisation endlich ins Rampenlicht vortraten und so dem Zugriff Axtons ausgesetzt waren. Widerwillig stimmte der Imperator zu.

Im Versammlungsraum VC-12 wurde Orbanaschol erwartet. Mana-Konyr erklärte den Imperator für abgesetzt und verhaftet. Unter lautem Getöse brachen 100 Kampfroboter durch die dünnen Wände und richteten ihre Strahlwaffen auf die Mitglieder der Macht der Sonnen. Orbanaschol triumphierte, obwohl er in diesem Moment seiner Macht beraubt worden war. Doch dies war dem Imperator nicht bewusst. Quartantat und seine Genossen wurden verhaftet. Ihnen drohte die Exekution. Dank Axton war Orbanaschols Sturz abgewendet worden. (Atlan 282)

Verhandlung

Die Popularität des Herrschers war auf einem neuerlichen Tiefpunkt angelangt. Das machte ihn unberechenbar und gefährlich. Als Orbanaschol vom Auffinden zahlreicher Deserteure auf Serrogat informiert wurde, ordnete er die unverzügliche Aburteilung auf der Gerichtswelt Celkar an. Die Verhandlung sollte mit dem Todesurteil enden. Prozess und Exekution sollten in das gesamte Reich übertragen werden, um klar zu machen, dass der Imperator noch immer an den Hebeln der Macht saß.

Die Verhandlung wurde auf Befehl des Imperators direkt in den Kristallpalast übertragen. So musste Orbanaschol mit ansehen, dass sich Atlan und Fartuloon unter den Gefangenen befanden und mit der Bekanntgabe ihrer wahren Identitäten einen Tumult auslösten. Auch die Flucht der meistgesuchten Personen im Großen Imperium musste er zornbebend zur Kenntnis nehmen. (Atlan 293)

Kampf um die Macht

Der Imperator wurde während der letzten Phase seiner Regierungszeit geistig immer labiler. Sein Minderwertigkeitskomplex und das durch den Brudermord entstandene Schuldbewusstsein verstärkten den Effekt nur noch mehr. Der ausbrechende Widerstand gegen sein diktatorisches Regime verursachten eine krankhaft zu nennende Aggressivität und Misstrauen, Verfolgungswahn und ein brutales und skrupelloses Vorgehen gegen vermutete und tatsächliche Gegner. (Atlan 296)

Unter diesen Gesichtspunkten war auch die von ihm befohlene Aktion gegen Aycua zu sehen. (Atlan 296)

Die Angst vor Atlan, Fartloon, die die beiden Männer unterstützenden Kräfte und der bisher schweigenden Mehrheit der Arkoniden, die irgendwann nicht mehr schweigen und ihn vom Thron hinwegfegen würde, ließ ihn den Kristallpalast in eine Festung verwandeln. Überall in den Korridoren waren Elitesoldaten und Kampfroboter zu finden. Orbanaschol verhängte sogar ein Landeverbot für Arkon I und Arkon II. (Atlan 297)

Um der 4000 Schiffe starken Flotte der Verräter, die seinen Sturz planten, entgegentreten zu können, zog Orbanaschol etwa 5000 Einheiten rund um Arkon zusammen. Diese Ballung von etwa 10.000 Raumschiffen fehlte selbstverständlich an der Front, und verschaffte den Maahks einen dementsprechenden Vorteil. (Atlan 297)

Zwei Parlamentäre, Kornelius und Getray von Helonk, überbrachten ein Ultimatum der Meuterer. Orbanaschol wurde aufgefordert, binnen fünf Tagen zurückzutreten. Als Gegenleistung wurde ihm Straffreiheit und der Rückzug ins Privatleben zugesichert. Der Imperator beschimpfte die Parlamentäre, schlug deren Angebot brüsk aus und beauftragte Wessalock mit der Hinrichtung der Verräter. (Atlan 297)

Orbanaschol ließ die ihm gesetzte Frist verstreichen. Die Systemflotte und alle Verteidigungsanlagen wurden in die höchste Alarmstufe versetzt. (Atlan 297)

In seiner Hysterie machte Orbanaschol Frantomor für zahlreiche Pannen und Rückschläge verantwortlich. Ein angebliches Geständnis, wonach der Geheimdienstchef für die Blamage bei der letzten Wahl, die er zu Orbanaschols Nachteil beeinflusst hatte, verantwortlich war, kostete ihn das Leben. Orbanaschol erschoss Frantomor. Sofort danach ernannte er Lebo Axton, seinen gefährlichsten Gegner, zum Leiter des Geheimdienstes. (Atlan 298)

Axton erhielt von Orbanaschol Mord- und Vernichtungsbefehle, die seine Gegner hinwegfegen sollten. Der Geheimdienstchef rettete zahlreiche Leben, indem er die Bedrohten von der Organisation Gonozal  VII. in den Untergrund bringen ließ. (Atlan 298)

Axton hatte Ermittlungen gegen Eihrett Khantron, einen Freund des Imperators, aufgenommen. Orbanaschol konnte von dem Verwachsenen beschwichtigt werden, vorschnell gegen Khantron loszuschlagen. Orbanaschol erteilte Axton die Erlaubnis, seine Nachforschungen direkt auf Arkon II fortzusetzen. (Atlan 298)

Axton stellte fest, dass nicht nur in Eihrett Khantron und Spronthrok, sondern vor allem in Moira Erclac dem Imperator mächtige Gegner erwachsen waren. (Atlan 298)

Organ Vlerghont überbrachte die Nachricht, dass Sonnenträger Spronthrok mit der VERGILNAUT das Militärgefängnis auf Arkon II angeflogen hatte, um einen Gefangenen zu befreien. Es sollte sich um Atlan gehandelt haben. Orbanaschol setzte das Kommando TROMCON in Marsch. Die Soldaten konnten Atlan und Fartuloon festnehmen. Die beiden Männer wurden direkt zu Orbanaschol gebracht, der Atlan vor den Augen der Öffentlichkeit hinrichten wollte. (Atlan 298)

Ende einer Herrschaft

Nach dem Tode seiner beiden großen Widersacher stützte er seine Macht auf die Elitetruppen des Imperators unter Cormon Thol, den Kriegsminister Organ Vlerghont und den Polizeipräsidenten Vagont Ternnan sowie etwa die Hälfte der arkonidischen Flotte.

Lebo Axton überbrachte Orbanaschol die Nachricht von der Verhaftung Atlans. Der Imperator wollte den Kristallprinzen sofort in den Kristallpalast überstellen lassen, um ihn vor laufenden Kameras von 3-D-Vision eigenhändig zu erschießen. Doch Axton konnte ihn davon überzeugen, dass ein Aufdecken des Verrats Atlans am Imperium, eine Gerichtsverhandlung mit Todesurteil und die Hinrichtung durch Roboter zu einem propagandaträchtigen Spektakel zum Vorteil Orbanaschols ausgeschlachtet werden konnten.

Organ Vlerghont überbrachte die Nachricht vom Anflug einer kampfstarken Flotte unter den Sonnenträgern Konva, Merquont, Treppol und Bekenowo. Orbanaschol wollte den unmittelbaren Gegenschlag mit loyalen Kampfverbänden befehlen. Doch abermals konnte Axton den Imperator überzeugen, dass eine Raumschlacht zwischen arkonidischen Verbänden nur zum Vorteil für die Maahks führen würde. Lebo Axton entwickelte blitzschnell den Plan, die TURCOS mit Arkonbomben vollzustopfen und zur Rebellenflotte zurückzuschicken. Dort angekommen, sollten die Bomben per Funkzündung zur Explosion gebracht werden, was die Vernichtung des größten Teils der Flotte nach sich ziehen würde. Von den dem Imperator treuen Verbänden würde kein einziges Raumschiff zerstört werden. Orbanaschol war von dieser Idee begeistert.

Aus Angst vor Einbrechern und potenziellen Mördern ließ Orbanaschol in seine Amts- und Privaträume verschiedene elektronische Fallensysteme einbauen. Lebo Axton bestand vehement darauf, diese Geräte erst einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen, andernfalls er seinen Rücktritt einreichen wollte. Von so viel Geradlinigkeit beeindruckt, erteilte Orbanaschol dem Geheimdienstchef alle Vollmachten.

Atlan und Fartuloon wurden in engen transparenten Kabinen in den Kristallpalast gebracht. Orbanaschol betrat den von zwei Kampfrobotern gesicherten Raum, gefolgt von zehn hohen Hofbeamten und Lebo Axton. Als Atlan Orbanaschol als Meuchelmörder bezeichnete, riss der Imperator seinen Energiestrahler hoch. Lebo Axton wagte es, die Hand Orbanaschols nach unten zu drücken. Durch die Begründung Axtons, dass ein Mann vom Format des Herrschers sich nicht provozieren ließe, wurde Orbanaschol ruhig. Der Imperator und sein Gefolge verließen den Raum, bis auf Lebo Axton.

Der nächste Schachzug Axtons brachte Orbanaschol in Rage. Überall im Arkon-System war auf allen Frequenzen das Bild des Kristallprinzen, untermalt von der hypnotisch wirkenden Musik Upocs, zu sehen. Vagont Ternnan beschuldigte Axton des Einbruchs in die Akademie der Künste. Orbanaschol verlangte nach Lebo Axton.

Der Imperator verlangte die sofortige Einstellung der Videobotschaft, doch Axton erklärte sich als machtlos. Der Wahnsinn begann nach Orbanaschol zu greifen. Er befahl dem Verwachsenen, Atlan zu ihm zu bringen.

Inzwischen begann auf Arkon I das Chaos um sich zu greifen. Weite Teile des Planeten waren ohne Energie, ein Generalstreik wurde ausgerufen. Die Hochenergieschutzschirme um den Kristallpalast brachen zusammen. Als Axton mit Atlan zu Orbanaschol zurückkehrte, hatte dieser soeben den Kristallmeister erschossen. Nun richtete der Imperator seine Waffe auf Atlan. Lebo Axton verschwand plötzlich spurlos, kehrte aber nach wenigen Sekunden direkt vor Orbanaschol zurück. Der Imperator schleuderte den Verwachsenen zur Seite und schoss auf Atlan. Axton aktivierte eine Energieglocke, die sich um den Kristallprinzen legte und die Energien ableitete. Verblüfft ließ Orbanaschol die Waffe sinken. Axton forderte ihn auf, zurückzutreten. Orbanaschol feuerte auf Axton, verfehlte ihn jedoch. Gentleman Kelly und der Verwachsene warfen sich auf den Arkoniden und entwaffneten ihn. Orbanaschol floh aus dem Raum.

In einem großen Konferenzraum traf er auf Axton, Tarts und Atlan, die ihm gefolgt waren. Orbanaschol versuchte einen Bildprojektor als Waffe zu verwenden. Atlan ging auf den ehemaligen Imperator zu. Orbanaschol begann mit seltsamen Bewegungen auf eine Tür zuzulaufen. In der Hand hielt er einen kleinen Schaltkasten, dessen Knöpfe er ziellos drückte. Als er die Tür erreichte, zuckte ein Energiestrahl auf ihn zu und durchbohrte Orbanaschol. Nur ein Häufchen Asche blieb vom einst mächtigsten Mann des Imperiums übrig. Orbanaschol war von einer seiner eigenen Fallen getötet worden. (Atlan 299)

36. Jahrhundert

Anfang November 3587 wurde Atlan bei einer Konditionierung von Laire unbemerkt durch ANTI-ES manipuliert. Dies führte zu einer Störung seines Extrasinns in Form einer Schizophrenie. Vorübergehend hielt er seinen Freund Perry Rhodan für Orbanaschol III. und musste von ihm getrennt werden, weil er ihn angreifen wollte. (PR 982)

Quellen