Verbundraumer

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Verbundraumer oder Verbundraumschiffe sind ein typisches Merkmal der terranischen Raumschiffstechnik und bislang nur selten von anderen Raumfahrt betreibenden Zivilisationen bekannt.

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Heft: PR 1961
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Es sind echte und eigenständige Raumschiffe, die aus mehreren ursprünglich autarken Raumschiffen zusammengesetzt sind – plus möglichen Zusatzkonstruktionen.

Technik

Genau genommen sind Verbundraumer technische Hilfskonstruktionen. Sie werden eingesetzt, wenn es keine speziellen Raumschiffe gibt, die für die jeweilig anvisierten Zwecke verwendet werden können. Verbundraumer sind zumeist erheblich kostengünstiger als komplette Raumschiffs-Neukonstruktionen. Die Raumschiffe, die zu einem Verbundraumer zusammengesetzt werden, dienten ursprünglich ganz anderen Plänen.

Keine Verbundraumschiffe sind:

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Heft: PR 2256
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Serienmäßige Verbundraumer

Die einzigen seriell gefertigten terranischen Verbundraumer sind einige Klassen der Flottentender. Viele Klassen der Flottentender bestehen aus einem Service-Bereich plus einem Kommando- und Wohnbereich, der ein Kugelraumer ist. Sobald dieser Raumer abgelöst und als eigenständiges Raumschiff funktionieren kann, ist der Tender ein Verbundraumer, beispielsweise die TERMIT-Klasse.

Sonderanfertigungen

Jedes andere terranische Verbundraumschiff ist bislang eine Sonderanfertigung, ein Prototyp oder Experimentalraumer. Wie fast alle Werkzeuge, die anders als für den ursprünglichen Zweck eingesetzt werden, haben sie konstruktive Nachteile wie eine geringere mechanische Beanspruchung oder ungünstigere Triebwerkskonfigurationen. Diese werden durch zusätzlichen apparativen oder energetischen Aufwand gering bzw. ungefährlich gehalten. Die Vorteile überwogen bisher.

Verbundraumschiffe

Zu den Verbundraumschiffen zählen:

Die bislang bekannten einzigartigen Hantelraumer wie

Beide setzen sich aus jeweils zwei identischen Kugelraumern zusammen, die durch ein Mittelteil verbunden sind.
  • Zwar ein Verbundraumer, aber als Modulraumer bekannt war die
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Heft: PR 2281
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
GILGAMESCH, ein aus 13 Einzelraumschiffen zusammengesetzter Pentagon-Dodekaeder.
  • Ebenso sind Verbundraumer die mit LFT-BOXEN zusammengesetzten Verbände. Die LFT-BOXEN der QUASAR-Klasse sind geglättete, auf die terranischen Verhältnisse zugeschnittene jeweils 3000 Meter messende würfelige BOXEN aus den Werften der Posbis, die mittels Interkonnekt-Feldern verbunden sind. Deren Kombinationsmöglichkeiten sind geradezu unendlich groß, da insgesamt sechs Seiten plus acht Ecken als Ankerpunkte zur Verfügung stehen.
  • Der spektakulärste Verbundraumer überhaupt ist zweifellos PRAETORIA, die aufgrund ihrer extremen Manövrierbarkeit trotz ihrer Größe technisch gesehen keine Raumstation ist. Sie besteht aus 116 LFT-BOXEN, die um eine Kernzelle aus einem speziell erweiterten Ultraschlachtschiff der UNIVERSUM-Klasse erweitert werden kann. Die Raumschiffe können zu beliebigen, jedoch nur zu einer begrenzten Anzahl sinnvoller Kombinationen zusammengesetzt werden.
  • Eine kleinere, weniger agile Variante sind die MOTRANS-Plattformen. Diese Mobilen Transmitter-Plattformen bestehen aus jeweils 17 LFT-BOXEN. Sie dienen als Empfangs- und Transmitterstationen des Projekts BACKDOOR.
  • Eine offensichtliche Notlösung sind die DOPPELBOXEN. Diese bestehen aus einer herkömmlichen LFT-BOX plus einer, die halb ausgeschlachtet als Frachtraum herhalten muss. Letztere dient zum Aufbau eines Stützpunkts und kann abgeworfen werden. Obwohl in einer Kleinserie gebaut, sind auch sie Einzelanfertigungen.

Nichtterranische Verbundraumer

Quellen