Wiesel

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person im 14. Jahrhundert NGZ. Für die Person im 36. Jahrhundert, siehe: Wiesel (36. Jahrhundert).

Wiesel war ein Terraner, der sich als Buchmacher betätigte. Sein wahrer Name ist nicht bekannt, er verriet ihn niemandem.

Erscheinungsbild

Der kleine, drahtige Mann hatte einen kantigen Kopf. Das Haar wies an den Schläfen Silbersträhnen auf. Wiesels dunkle Augen waren ständig in Bewegung.

Charakterisierung

Wiesels Lebensmotto lautete: »Immer in Bewegung bleiben, immer die Augen offen halten, immer wachsam sein«. Er war Inhaber des offiziell zugelassenen Wettbüros Wiesel Enterprises und bot Wetten auf alle möglichen Veranstaltungen im Solsystem an. Er liebte das Risiko und suchte die Gefahr. Deshalb ging er nicht nur seiner legalen Tätigkeit nach, sondern schloss auch nicht ganz so legale Geschäfte ab. Er betrog bei Wetten, manipulierte die zentrale Wettpositronik und so weiter.

Sein wichtistes Hilfsmittel war eine frisierte Wettpositronik, über die er mit allen anderen Buchmachern des Systems vernetzt war. Auf diese Weise konnte er sich jederzeit alle möglichen Informationen beschaffen. Er verwendete eine Vielzahl anderer High-Tech-Spielzeuge für seine krummen Geschäfte.

Geschichte

Wiesels Heimatstadt war München. Dort arbeitete er mindestens seit 1324 NGZ als Buchmacher, vor allem auf dem Viktualienmarkt. In dieser Zeit erkundete er unter anderem die unterirdischen Versorgungskorridore und präparierte dort verschiedene Fluchtwege für den Fall der Fälle.

Bis zu einem unbekannten Zeitpunkt hatte Wiesel eine Frau und eine Tochter namens Alina. Alina starb im Alter von fünf Jahren, als sie von einer Schaukel stürzte und in einer Sprosse hängenblieb. Dabei wurde ihr Hals überdehnt, so dass sie erstickte. Wiesel, der den Sturz beobachtete, kümmerte sich nicht weiter darum, da Alina nicht schrie. Er führte stattdessen ein Gespräch über ein lukratives Geschäft weiter. Nach dem Tod Alinas wurde Wiesel von seiner Frau verlassen. Die Erinnerung an dieses Ereignis quälte ihn noch viele Jahre später.

Seit 1334 NGZ zahlte er keine Mitgliedsgebühr für die Buchmachergilde mehr, so dass er dem Gildenmeister Ernest von Kraft unangenehm auffiel. Außerdem fing Wiesel ein Verhältnis mit der Ehefrau des Gildenmeisters an. Im Jahre 1344 NGZ hatte er eigentlich genug Geld beisammen, um sich zur Ruhe zu setzen, aber sein Lebensstil ließ das nicht zu.

Als Perry Rhodan am 5. November 1344 NGZ den Viktualienmarkt besuchte, erkannte Wiesel als einer der wenigen Anwesenden, dass es sich tatsächlich um den Residenten handelte, und nicht um einen maskierten Wichtigtuer. Wiesel witterte ein gutes Geschäft und folgte Rhodan. Dabei kamen ihm der Gildemeister und zwei Bodyguards in die Quere. Wiesel nutzte die von ihm präparierten Fluchtwege durch die Versorgungstunnels und hängte seine Verfolger ab. Er drang bis ins Isar-Museum vor, wo Rhodan sich mit einem geheimnisvollen Fenster unterhielt, das eine Passage ins Rote Universum anbot. Wiesel becircte eine Wissenschaftlerin und bluffte einige LFT-Wachsoldaten, um näher an Rhodan herankommen zu können. Dann jedoch erschien Ernest von Kraft, der ihn erkannte. Wiesel wurde in die Enge getrieben und sah nur noch einen Ausweg: Er stieß Startac Schroeder beiseite und folgte Rhodan anstelle des Teleporters durch das Fenster.

Die beiden fanden sich in einer bizarren Landschaft wieder, die keine Ähnlichkeit mit dem Universum der Druuf hatte. Rhodan war nicht begeistert darüber, einen unerwünschten Begleiter zu haben. Wiesel gab sich außerdem zugeköpft und grantig. Er provozierte Rhodan bewusst, so dass dieser ihn schließlich angriff. Wiesel ließ sich besiegen, um Rhodans Fähigkeiten zu testen, musste aber insgeheim anerkennen, es mit einem gleichwertigen Gegner zu tun zu haben. Nach und nach rauften die beiden sich buchstäblich zusammen, denn sie waren aufeinander angewiesen. Wiesel half Rhodan, die fiktiven Welten der Transgenese zu durchqueren, und stand dem Residenten beim Kampf gegen die Schreckgespenster aus dessen Erinnerung bei. Schließlich wurden sie von den Chrononten Hojat Boyd und Arpinder Curebanas auf der Temporalen Landzunge begrüßt. Wiesel wurde allerdings als vermeintlich unwichtiger Begleiter Rhodans ignoriert. Wie dieser erlitt er im Chronontischen Büro einen Zeitrausch.

Beim Angriff der Anjumisten auf das Chronontische Büro versetzte Rhodan sich mit einem Vibratormesser selbst eine tödliche Wunde, um Farashuu Perkunos dazu zu zwingen, den Kampf abzubrechen. Wiesel rettete Rhodan das Leben; Farashuu war hierzu nicht in der Lage. Später behauptete Wiesel zwar, das nur getan zu haben, um nach Rhodans Tod nicht als unwichtiger Ballast entsorgt zu werden, tatsächlich hatte er aber bereits freundschaftliche Gefühle für Rhodan entwickelt. Er wurde zusammen mit ihm in Farashuus Raumschiff ENGEL DER EINTRACHT gebracht. Dort vergnügte er sich einige Tage lang mit einem Wonneengel.

Am Morgen nach der Ankunft in Leyden City wurden Rhodan und Wiesel von der Präfidatin durch die Stadt geführt. Wiesel war nicht erfreut, als er erfuhr, dass es im Roten Imperium kein Geld gab, das er den Menschen aus der Tasche ziehen könnte. Während Perry Rhodan in den Regierungssitz Ovum Alpha gebracht wurde, sah sich Wiesel in der Stadt um. Farashuu gewährte ihm hierfür Zugriff auf ihr hoch dotiertes DNA-Konto. Dies nutzte er weidlich aus, um einige neue High-Tech-Werkzeuge sowie einen nicht registrierten Gleiter zu beschaffen. Er stellte fest, dass es im Roten Imperium auch Schattenseiten gab. Außerdem bemerkte er, dass Erzbischöfin Suleima Laurentia III. nach Rhodan suchen ließ. Er suchte sie in ihrer Kathedrale auf. Um mehr über die Verhältnisse im Roten Imperium zu erfahren, versetzte er sie in Angst und riss ihr den Schleier herunter. Sie behauptete, Bavo Velines beabsichtige die Eroberung der Milchstraße, und erklärte Wiesel, wo die Knochenstadt zu finden war. Dann verlangte die Erzbischöfin, Wiesel solle sie in Pums Namen schwängern. Der Terraner lehnte dies dankend ab und verließ die Kathedrale.

Als Wiesel und Rhodan später in der gemeinsamen Unterkunft ihre Erfahrungen austauschten, beschlossen sie, sich die geheimnisvolle Knochenstadt einmal anzusehen. Wiesel setzte ein Beatriz ein, um für Abhörsicherheit zu sorgen, und verwendete diverse andere Gimmicks, um den Aufbruch zu verschleiern. Dennoch blieb der Alleingang der beiden Terraner nicht unbeobachtet: Farashuu folgte ihnen und meldete Velines den Vorfall. Dieser setzte sogar die Flotte in Marsch, um Rhodan festzusetzen – und nur Rhodan; Wiesels Tod wurde als Kollateralschaden in Kauf genommen. Als die Terraner die Knochenstadt zu Gesicht bekamen, war Wiesel zutiefst entsetzt. Durch den Schock veränderte sich sein Charakter allmählich. Nachdem die Terraner Tomoko Amaya Yo und Judas Schreyver wiederbegegnet waren, wurden sie vom Anjumistenschiff PAUKE ZUR MITTERNACHT aufgenommen, das sie zum Stützpunkt Silap Inua bringen sollte.

Das Schiff wurde jedoch von der ENGEL DER EINTRACHT zur Umkehr gezwungen. Das Fluidom beeinflusste die Hauptquantronik der PAUKE und legte den Antrieb lahm. Finan Perkunos, Perry Rhodan, Wiesel und zwölf Anjumisten setzten sich mit einem Beiboot ab. Die PAUKE wurde danach von Kampfschiffen der Regulartruppen vernichtet. Wiesel begleitete Rhodan nach Depura Dengko und später zu einer Intropole auf Druufon.

Sein Wunsch, auf Depura Dengko zu bleiben, dort das Vergessen zu suchen und nicht mit Rhodan ins Standarduniversum zurückzukehren, ging nicht in Erfüllung. Als die Intropole von Farashuu Perkunos angegriffen wurde, flohen Rhodan, Finan Perkunos und Wiesel zum Transmitter. Wiesel stieß Rhodan durch das Abstrahlfeld, als dieser zögerte. Außerdem überzeugte er Finan Perkunas davon, dass es besser sei, wenn nicht der Anjumistenführer zurückbliebe, um den Transmitter umzuprogrammieren, da er für den weiteren Kampf gebraucht werde. Nachdem Finan Perkunos den Transmitter durchschritten hatte, zerstrahlte Wiesel das Zentralaggregat. Dann erschien Farashuu und packte ihn. Da Wiesel befürchtete, solange gefoltert zu werden, bis er Rhodans Fluchtziel verraten würde, löste er den Handstrahler aus, den er versteckt gehalten und auf sein Herz gerichtet hatte. Sein letzter Gedanke galt seiner Tochter.

Quellen

Das Rote Imperium 1, Das Rote Imperium 2