Wlatschiden

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Die Wlatschiden stammen vom Planeten Gunjar in der Galaxie Chearth. Sie sprechen die Umgangssprache von Chearth, das Sinjuil.

Anmerkung: Ihr Name ist eine Hommage an Ernst Vlcek. (Das tschechische Wort »Vlcek« heißt auf Deutsch »Wölfchen«.)
PR1990.jpg
Heft: PR 1990
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Wlatschiden sind durchschnittlich zwischen 1,90 m und 2,20 groß. Der Schädel hat eine weit ausladende, stumpfe, nach vorn gezogene Schnauze mit feinen Tasthaaren und zwei spitze Ohren. Die Eckzähne sind spitz. Das Gesicht wirkt ähnlich wie das terranischer Wölfe. Die flaumartige Behaarung kann unterschiedliche Brauntöne besitzen und auch gescheckt sein. Die Wlatschiden haben zwei meist dunkle Augen. Die Krallen der Finger können ausgefahren werden.

Die Wlatschiden sind bekannt für ihren Gestenreichtum und ihren Hang zur Theatralik. Die Vielfalt der Gesten, manchmal sparsam, manchmal übertrieben, geht stets eine perfekte Symbiose mit der Sprache ein, um einen Zuhörer maximal zu erreichen.

Charakterisierung

Die Wlatschiden sind nicht gerade das friedlichste Volk. Es steckt ein großes Kämpferpotenzial in diesen Wesen. Die Wlatschiden zeichnet ein unbändiger Lebenswille aus, gepaart mit instinktiver Vorsicht. Sie sind emotionsgeladene Wesen mit einem wilden Kampfesmut. Ganz rudimentär haben die Wolfartigen ein gewisses Rudeldenken behalten. In wichtigen Situationen treten egoistische Dinge zugunsten der Gemeinschaft in den Hintergrund.

Zweigvölker

Von den Wlatschiden haben sich einige Völker Chearths abgespalten, das wichtigste Volk ist das der Vlatschis. Daneben sind noch die Wylatschos und Ernstel namentlich bekannt, es gibt aber noch weitere Zweigvölker.

Bekannte Wlatschiden

Wichtige Welten und Systeme

  • Eleprysi-System, das System wurde im Kampf gegen die Algiotischen Wanderer vernichtet.
  • Enderrhome,hier befinden sich die Historienspeicher, die alles Wichtige und Wissenswerte über die Wlatschiden enthalten, unter anderem alle wesentlichen Daten über ihre Ursprungswelt Gunjar.
  • Gaparo-System, der dritte Planet Argopane ist eine wichtige Rüstungswelt der Wlatschiden, hier werden vor allem großkalibrige Waffen hergestellt.
  • Sharjam-System,der Planet Gunjar ist die Ursprungswelt der Wlatschiden. Allerdings wird die Welt nur noch von Vlatschis bevölkert.
  • Orasuu-System, der vierte Planet Jorkasho ist eine wichtige Rüstungswelt, auf der Großraumschiffe gebaut werden.
  • Raggan-System, ursprünglich die Wahlheimat der Gharrer, die auf dem vierten Planeten Akthon siedelten. Die Wlatschiden siedelten sich nach dem Friedensschluss auf Ingars, dem sechsten Planeten, an. Während sich die Gharrer im Laufe der Zeit immer mehr aus dem System zurückzogen, wurde Ingars zur Zentralwelt der Wlatschiden.
  • Rodekir-System, Chattago ist die sechste Welt der Sonne. Einst die Wiege der wlatschidischen Raumfahrt, wurde sie später hochgeheime Rüstungswelt, bis die Algiotischen Wanderer die Welt verwüsten.
  • Vhaust-System, Lynkor, der vierte Planet der Sonne Vhaust, wurde von den Algiotischen Wanderern erobert, und 400.000 Wlatschiden wurden geistig versklavt.

Gesellschaft

Hernstal

Hernstal ist der legendäre Weltenschöpfer der Wlatschiden. Dieser Riese war beim Urknall von der anderen Seite der Amplitude des Nichts auf diese hinübergewechselt und hatte mit seinem Löffel, der so groß war, dass nur er ihn heben konnte, die Ursuppe der neu entstehenden Materie verteilt und Universen geschaffen, Galaxien und Sternenballungen, in denen seine Geschöpfe, die er frei nach seiner Phantasie gestaltet hatte, nun Großes taten.

Hernstals Tor

Nisaaru sprach zu den Wlatschiden durch die Kristalle von Gunjar, und so wurde dieser Ort zu einer Stätte der Verehrung und die nahe gelegene Stadt wurde zur Heiligen Stadt. Nach dem Exodus der Wlatschiden und der Besiedlung durch Vlatschi-Kolonisten, bewahrten diese die Überlieferung und pflegten sie, obwohl sich Nisaaru in den vielen Jahrtausenden und über Hunderte von Generationen hinweg kein einziges Mal mehr über die Kristalle mit ihnen in Verbindung setzte.

In dieser ganzen Zeit betrat kein Wlatschide die Oberfläche Gunjars. Einmal im Jahr machte sich ein Vlatschi-Bote auf den Weg und überbrachte abwechselnd einem der Wlatschiden-Planeten eine junge, noch knospende Wolfsblume.

Dann tauchten Fremde auf und errichteten den Sonnentresor, parallel wurde die Kristallwüste mitten in der Nacht in ein bläuliches Licht getaucht und sandte seinen Schein bis weit hinter den Horizont. Die Vlatschis evakuierten die Heilige Stadt. Auf der Verbindungslinie zwischen der Heiligen Stadt und dem Zentrum der Kristallwüste entstand ein Ellipsoid von knapp sechzig Metern Höhe und einem Bodendurchmesser von hundertvierzig Metern. Die Kristallkonstruktion war von makellosem Glanz, der erst nach Jahren vollständig verloren ging. Unten im Zentrum bröckelte nach und nach ein Teil des Materials heraus, so dass auf der Höhe des Erdbodens eine mehrere Meter große Höhlung entstand. Ihre Bogenform entsprach exakt dem elliptischen Verlauf der Außenseite. Von den Vlatschis gerufen, kamen die wichtigsten Vertreter des Wlatschiden-Reiches und erlebten das Erlöschen des bläulichen Lichtes über der Kristallwüste.

Nach längeren Beratungen benannten sie das Ellipsoid nach dem Weltenschöpfer ihrer Mythologie, Hernstals Tor. Im Lauf von Jahrhunderten und Jahrtausenden stellten die Vlatschis fest, dass die Größe des Tores schwankte. Es schrumpfte zu einem Zeitpunkt, der vermutlich mit dem Verschwinden Nisaarus identisch war.

Technik

Das Technikniveau der Wlatschiden ist um das Jahr 1290 NGZ um einiges unter dem der Galaktiker angesiedelt. Die Wlatschiden besitzen keine Syntrons, sondern benutzen positronische Rechnersysteme, die Hypertroniken genannt werden. Sie benutzen konventionelle Strahlenwaffen. Die Schutzschirme basieren auf der Halbraumtechnik, ähnlich der von HÜ-Schirmen. Die Hyphas-Triebwerke erzielen einen Überlichtfaktor von 40 Millionen.

Raumschiffe

Die Raumschiffe der Wlatschiden werden als Rachenschiffe bezeichnet. Die Standardgrößen liegen zwischen zweihundert und achthundert Metern Länge, bei jeweils halber Breite. Über schätzungsweise zwei Drittel ihrer Länge verjüngen sie sich zum Bug hin auf allen vier Seiten, der Bug selbst ist abgerundet. Ein 800-Meter-Schiff misst am Bug nur noch 150 Meter in der Breite. Beim Raumschiffbau gehen die Wlatschiden von hinten nach vorne vor, zunächst erbauen sie das Heck incl. Triebwerke, um diese Teile abtransportieren zu können, falls die Arbeit unterbrochen werden muss.

Geschichte

Die Urheimat der Wlatschiden ist der Planet Gunjar, hier entwickelten sich die Wlatschiden zur dominierenden Art.

Die Entwicklung blieb nicht auf den eigenen Planeten beschränkt. Nachdem sie die Atomkraft entwickelt und erste interplanetare Raumflüge gestartet hatten, gelangten die Wlatschiden durch Zufall an ein Beiboot eines Raumers der insektoiden Heiv. Es gelang den Wlatschiden, den Raumer, der eine Reichweite von fünfhundert Lichtjahren hatte, wieder flugfähig zu machen und die Positronik auszulesen.

Mit diesen Daten und dem erbeuteten Schiff starteten sie einen Raubzug, wie Chearth ihn noch nicht erlebt hatte. In den Wirren eines Krieges zwischen zwei Fremdvölkern gelang es den Wlatschiden, jeder der beiden Parteien mehrere wesentlich größere Raumschiffe mit höherer Reichweite zu stehlen und unerkannt zu fliehen.

So begann der Aufstieg der Wlatschiden. Nachdem sie eine Streitmacht von fast fünfzig Raumern zusammengestohlen hatten, begannen sie mit der Produktion einer eigenen Flotte. Anfangs noch strikte Nachbauten, vereinten diese Schiffe später die Vorzüge der erbeuteten Modelle, und die ersten Rachenschiffe entstanden.

In unnachahmlicher Art breiteten sich die Wlatschiden in ihrer Galaxie aus. Schnell hatten sie sich einen Ruf als Raubritter und Piraten erworben. Immer wieder fielen sie über fremde Völker und Raumschiffe her und stahlen die Technik. Während der Sturmzeit der Wlatschiden umfasste ihr Imperium bis zu zweitausend Sonnensysteme.

Hätte diese Entwicklung ein paar tausend Jahre angehalten, dann hätten die Wlatschiden irgendwann wohl die anderen Völker beherrscht. Nach etwa einhundert Jahren stellten sich ihnen deshalb die Gharrer entgegen und befriedeten neben den Wlatschiden auch deren kriegerische Brudervölker, die Vlatschis, Wylatschos, Erenstel und andere.

Die Gharrer handelten dabei auf Eingebung der Superintelligenz Nisaaru. Die Wlatschiden-Völker gaben ihren anfänglichen Widerstand schnell auf, denn zu diesem Zeitpunkt wussten sie bereits, dass sie ihre Entwicklung zu intelligenten Wesen der Kristallwüste ihres Heimatplaneten und damit ebenfalls Nisaaru verdankten.

Die Wlatschiden lebten daraufhin friedlich neben den anderen Völkern. Ihre Flotte wurde zum Großteil zur Handelsflotte umgerüstet. Um 1290 NGZ besaßen die Wlatschiden etwa 20.000 Raumschiffe, davon 2000 Kampfeinheiten.

Als es zum Einfall der Algiotischen Wanderer kam, waren die Wlatschiden zusammen mit den Gharrern das stärkste Volk, doch sie waren angesichts der schieren Anzahl der Raumschiffe der Wanderer trotzdem im Nachteil. Nur das Eingreifen der Galaktiker ließ das Pendel des Sieges zugunsten der Chearthvölker ausschlagen.

Quellen