Zentrumskrieg

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Als Zentrumskrieg wird der große finale Krieg zwischen Arkoniden und Akonen bezeichnet, der, wenige Jahre nach dem Großen Befreiungskrieg, zur endgültigen Ablösung des arkonidischen Reiches von den akonischen Stammvätern führte. (PR 107) Die Akonen nennen diese letzte Auseinandersetzung zwischen ihnen und ihren Kolonisten den Kolonialkrieg.

Ursachen

Die Ursachen des Krieges liegen auf der Hand. Einerseits wollten die Arkoniden, die Freien, die endgültige Loslösung von der akonischen Tradition und die Ausschaltung eines mächtigen Konkurrenten um die Vorherrschaft in der Öden Insel. Andererseits wollten die Akonen die Abtrünnigen zurück in ihr Reich integrieren und gleichzeitig auch einen Rivalen um ihre Bestimmung als Führungsmacht der Galaxis ausschalten. (PR 107)

Beginn

Als Beginn des Krieges setzen neuere geschichtliche Erkenntnisse das Jahr 18.327 v. Chr. fest, knappe 29 terranische Jahre nach dem Ende des Großen Befreiungskrieges. (PR 107, Atlan-Extra 1, S. 52) Vorausgegangen war auf beiden Seiten eine massive Aufrüstung. Der erste Imperator des neu gegründeten Arkonidischen Imperiums, Gwalon I., erklärte sein Reich sieben Jahre nach seinem Amtsantritt für unabhängig und führte dabei einen Präventivschlag ohne Warnung auf die im Sternhaufen M 13 liegenden Außenforts und Nachschubbasen der Akonen. Dieser Überraschungsangriff gelang, was zur Folge hatte, dass die Akonen sich zurückzogen, den Imperator aber nicht anerkannten und dies der Beginn des elfjährigen Zentrumskriegs war. (PR 107)

Anmerkung: In PR 107 wird für den Militärputsch unter Gwalon I., der Zitat: [...] »interne Widerstände rücksichtslos beseitigte« [...], ein Zeitraum von ca.180 Jahren nach der Landung des ersten Kolonistenschiffes (18.509 v. Chr.) angegeben. Das entspräche ca. dem Jahr 18.329 v. Chr. Atlan-Extra 1, S. 52 gibt als Jahr der Inthronisierung Gwalons korrekterweise das Jahr 18.334 v. Chr. an. Das passt dann auch zu dem in PR 107 angesetzten Jahr für den Beginn des Zentrumskrieges, Zitat: [...] »182 Jahre nach dem Beginn der Besiedlung des Kugelsternhaufens M 13« [...], was dem Jahr 18.327 v. Chr. entspricht.

Verlauf und Ende

Während des elfjährigen Krieges schien es zunächst so, als behielten die Akonen die Überhand. Ein vierjähriges Rückzugsgefecht der Kolonisten aufgrund der Stammväteroffensive wurde maßgeblich durch den Einsatz der 12. Schlachtkreuzerflotte unter Admiral Talur beendet. Das Blatt wendete sich dabei erst im letzten Kriegsjahr 18.316 v. Chr. mit der Zerstörung der akonischen Nachschubbasis Tarkta, des vierten Planeten des Zentrumssystems Opogon. Ausschlaggebend war der erstmalige Einsatz der neuentwickelten Gravitationsbombe. Damit waren die Arkoniden in der Lage, ganze Systeme aus dem vierdimensionalen Raumzeitgefüge heraus zu reißen. Folglich endete dieser Krieg mit einem totalen Sieg der Arkoniden. (PR 107)

Der Zentrumskrieg galt den Akonen als eine der heftigsten Auseinandersetzungen ihrer Geschichte. Beide Seiten veranstalteten einen gnadenlosen Kampf ohne jegliche Rücksicht auf den Gegner. (PR 107)

Folgen

Arkoniden

In der Folge des Krieges erlebte das Große Imperium eine intensive Phase der Expansion. Wobei sich unter der Führung der Militärs - Arkons Monarchie wurde immerhin durch einen Militärputsch begründet (PR 107) - die Tradition der kompromisslosen Härte bei der Durchsetzung der imperialen Ziele herausbildete. In den Folgejahren setzte - gefördert durch Gwalons I. Nachfolgern - die Geschichtsklitterung Arkons und die Leugnung der akonischen Abstammung ein. Auch wurde erst hier die Zeitrechnung da Ark eingeführt, um sich noch mehr von den akonischen Kolonialherren abzugrenzen. (Atlan-Extra 1, S. 52)

Akonen

Auf Seiten der Akonen führte ihre totale Niederlage zu einem kompletten Rückzug von der galaktischen Bühne. Sie gaben ihr - durch Transmitter verbundenes - Reich weitgehend auf und zogen sich in ihr von dem Blauen Schutzschirm geschütztes Heimatsystem zurück. Auch gerieten zahlreiche Pläne und Experimente in Vergessenheit bzw. wurden nicht mehr aktiv verfolgt. So das Projekt Loghan (die Schaffung einer willfährigen Sklavenrasse) (Atlan 240) oder auch das Projekt Akon-Akon (Atlan 229ff.), das kurz nach dem Großen Befreiungskrieg startete und nach den geschaffenen Fakten des Zentrumskrieges keine Bedeutung mehr hatte.

Quellen