Zerfallszünder

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Ein Zerfallszünder, auch Kernzerfallszünder, ist eine technische Einrichtung zur Zündung von Bomben.

Übersicht

Diese Art von Zünder basiert auf dem Übergang von einem bestimmten Material in ein anderes, etwa dem Zerfall eines radioaktiven Isotops in eine stabile Variante. Da dieser Übergang halbwegs konstant abläuft, kann er als simple Methode für die Zeitnahme von Zündvorrichtungen genutzt werden. Dabei wird der emittierte Strahlenpegel oder der elektrische Widerstand des Materials erfasst. Verändert sich der ermittelte Wert mit der Zeit über einen festgelegten Index hinaus, so zündet der Mechanismus den Sprengsatz.

Die für einen Zünder verwendeten Materialien sind vielfältig. Bedingung für ihre Verwendung sind allerdings eine genaue Kenntnis ihrer Halbwertszeit, ein festgelegter Weg des Zerfalls und eine recht lange Stabilität des Materials, die sich über Tage, Wochen oder auch Jahrtausende erstrecken sollte. Je nach Endprodukt, Länge und Intensität des Zerfalls lassen sich verschiedene Materialien für unterschiedliche Zünder nutzen. Das Natriumisotop 24 zerfällt unter der Emission von Gammastrahlung mit einer Halbwertszeit von 15 Stunden zu Magnesium 24. Es eignet sich aufgrund seines raschen Zerfalls und der unterschiedlichen Materialeigenschaften von Edukt und Produkt für minutengenaue Widerstandszünder. Bei Bomben, die erst Jahrhunderte oder Jahrtausende später zünden sollen, wird das recht langlebige Uran eingesetzt, allerdings ist diese Art der Zündvorrichtung nicht so genau.

Geschichte

Zerfallszünder sind im Verlauf der Geschichte von verschiedenen Völkern entwickelt worden. Da es sich um ein narrensicheres Prinzip handelt, findet es verbreitet Anwendung.

So wird 2102 die Faehrl-Kuppel auf Kusma durch eine Bombe gesprengt, welche auf Basis eines Natriumzünders eine halbe Stunde nach Aktivierung zündet. Unbeabsichtigterweise werden die Agenten von Abteilung III vorgewarnt, da Meech Hannigan die starke Gammastrahlung des Zünders aufspüren kann. So können sie kurz vor der Explosion flüchten.

2106 soll der unter die Kontrolle der Akonen gefallene Robotregent mit einer Bombe gesprengt werden. Unter Anwendung des gestohlenen Epotrons gelangt ein Kommando in das Jahr 3918 v. Chr. und legt eine Bombe. Ein Zünder auf Uranbasis soll sicherstellen, dass die Bombe 6023 Jahre später explodiert. Dies soll zum Ausfall des Regenten ohne die Bildung eines Zeitparadoxons führen. Allerdings zündet die Bombe nicht, da sie von Epetran da Ragnaari entdeckt und durch die Irrsinnsschaltung ersetzt wurde.

Quellen

PR 122, PR 125