Zukahartos

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Die Zukahartos sind ein Steppenvolk auf dem Weltenfragment Dorkh. Ihr Lebensraum ist der Jagdteppich.

Erscheinungsbild

Die stämmig gewachsenen Humanoiden sind etwa 180 cm groß, haben einen haarlosen Schädel mit sehr schmalen Augen, dafür aber stark ausgeprägten Wangenknochen.

Sie sind sehr geschickte Reiter und können ihr Reittier im vollen Galopp wechseln.

Charakterisierung

Dieses Volk lebt zum Teil in Felsenstädten, zum Teil als Nomaden, und ist dementsprechend viel unterwegs. Sie lieben es, auf ihren Tarpanen über die Savannen und Steppen des Jagdteppichs zu reiten und sind entsprechend kriegerisch veranlagt. Einmal im Jahr, nach den Wettkämpfen zur Bestimmung eines neuen Yastors, zieht ein Tross von vielen Tausendschaften los, um andere Städte zu überfallen und Beute zu machen.

Bekannte Zukahartos

Gesellschaft

Sie sind in Sippen gegliedert und agieren autark. Die Tatsache, dass nur sehr selten ein weiblicher Nachkomme geboren wird, gibt den zukahartischen Frauen einen besonderen Stellenwert. Von der Geburt an bis zum Tode verbringen Frauen ihr Leben in einem Gebäude, das Tempel der Zusammenkunft genannt wird. Nur vom jeweiligen Stammesführer ausgesuchten Männern ist es gestattet, diese Tempel zu betreten und sich mit den Frauen zu paaren. Kommt ein männliches Kind zur Welt, bleibt es so lange im Tempel, bis es alt genug ist, um erste Arbeiten zu übernehmen. Ab dann leben sie außerhalb der Felsenstädte, entweder in den Zelten oder anderen Felsbehausungen, bis aus ihnen Krieger geworden sind.

An der Spitze des Volkes steht der Yastor, der die Zukahartos absolutistisch regiert. Das macht er in der Regel aber nur dann, wenn es um existenzielle Dinge geht sowie einmal im Jahr nach der Amtseinführung. Denn der Yastor wird jedes Jahr neu bestimmt, und zwar durch Ausscheidungskämpfe, die im Großen Lager ausgetragen werden. Steht der Sieger fest, lässt er üblicherweise ein Heer aus vielen tausend Kriegern aufbrechen, um die Städte und Siedlungen der umliegenden Gebiete zu plündern. Diese Raubzüge werden »die Jagd« genannt. Dem Yastor direkt unterstellt sind die Tausendschaftsführer, die je etwa 1000 Krieger befehligen. Außerdem verfügt er über eine Leibgarde ausgewählter Krieger, die Unzerreißbare Kette, und eine Art Geheimdienst, die Galagos.

Gibt es keine Kriege oder Raubzüge, leben die Zukahartos innerhalb ihrer Sippen und verlassen den Jagdteppich nur sehr selten. Intern werden sie vom Sippenanführer regiert. Es gibt weit mehr als ein Dutzend verschiedener Sippen. Nur jenen, denen es wenigstens einmal im Laufe der Geschichte gelungen ist, einen Yastor zu stellen, ist es erlaubt, ein eigenes Wappen zu führen. Die Sippen benennen sich nach der Felsenstadt, in der sie leben. Folgende Sippen sind namentlich bekannt:

Religion

Seit vielen Jahrhunderten glauben die Zukahartos an ihr Orakel, den Extortirnser. Es wird in einem Holzgebäude aufbewahrt, welches Tempel der Verkündung und der Unberührbarkeit genannt wird, und auch zum Großen Lager transportiert wird. Nur dem amtierenden Yastor sowie den Thaigoons ist es gestattet, mit dem Orakel Kontakt aufzunehmen. Pro Sippe gibt es einen Thaigoon, der durch seine Priesterweihe seinen alten Namen ablegt und fortan nur noch mit seinem Titel angesprochen wird. Innerhalb der Thaigoons gibt es auch ein Oberhaupt, den Obersten Thaigoon, der bei allen wichtigen Entscheidungen anwesend ist.

Die Frauen der Zukahartos werden zwar in den Tempeln der Zusammenkunft abgeschottet, haben aber einen gewissen Einfluss auf die Stammesanführer sowie herausragende Kämpfer (anderen ist es selten gestattet, diese Tempel aufzusuchen). Dieser Einfluss ist den Männern aber nicht bewusst. Innerhalb der Tempel haben die Hohen Frauen die Herrschaftsgewalt inne und führen ein strenges Regiment.

Anmerkung: Aufgrund der genannten Faktoren (nur circa 40 gebärfähige Frauen bei weit über 1000 wehrhaften Männern, dazu noch zahlreiche Jugendliche und Alte) müssten eigentlich alle Frauen permanent schwanger sein und jeweils Mehrlingsgeburten haben, damit das Volk der Zukahartos nicht binnen weniger Jahrzehnte ausstirbt.

Ernährung

Die Zukahartos ernähren sich vergleichsweise bescheiden, da der Jagdteppich kein üppiges Nahrungsangebot bereit hält. Das Hauptaugenmerk dieses Volkes wird von den Tarpanen eingenommen, die sowohl als Reit- als auch Nutztiere und Nahrungslieferant herhalten müssen. Ihre Milch ist ein wichtiges Nahrungsmittel, und wird auch zu einem starken Schnaps vergoren. Auch Ziegelfleisch, ein zähes Trockenfleisch, wird gern verzehrt. Der ranzig riechende Gämmertee wird zu allen traditionellen Anlässen und auch weniger wichtigen Gelegenheiten getrunken.

Geschichte

Zu einem unbekannten Zeitpunkt erhielt der Legende nach Kam-El-Krim von einer bislang unbekannten Gottheit den Extortirnser geschenkt, der fortan als Götze und Orakel der Zukahartos verehrt wurde. Dieses Ereignis machte Kam-El-Krim zum ersten Yastor seines Volkes. Fortan wurde jedes Jahr durch Zweikämpfe bestimmt, wer für das nächste Jahr die Regierungsgewalt innehaben sollte. Vor jedem Raubzug wurde das Orakel konsultiert und die wahrhaft orakelhaften Auskünfte entsprechend von den Thaigoons interpretiert.

Im Jahre 2650 nahm eine Gruppe Kernix-Zukahartos drei Gefangene: Atlan, Razamon und Kennon. Sie wurden nach Kernix gebracht und sollten in unfairen Wettkämpfen getötet werden, erwiesen sich aber als standhafter als geglaubt. Ihrem unweigerlichen Ende gebot der soeben ernannte neue Yastor Grutar-Nal-Kart Einhalt, und nahm sie sogar in seine Leibgarde auf. Vor dem geplanten Raubzug gegen die Dee-Amie-Doffs gelang es den dreien zu fliehen und über den Dscharkin überzusetzen. Zum ersten Mal in der Geschichte überquerte das Heer der Zukahartos den Strom und stieß in die südliche Steppe vor, stets auf den Spuren der Flüchtenden, die zu allem Überfluss den Extortirnser mit sich führten.

Sie stießen auf die Saddiers, die dem etwa 30.000 Mann starken Heer nichts entgegenzusetzen hatten. Sie mussten sich ergeben und die Zukahartos zur Brücke führen, die den Cañon von Fryg überquerte. Hier hätten sie beinahe die Gejagten gestellt, wäre es denen nicht gelungen, die Brücke zu überqueren und hinter ihnen zu zerstören. Aber Grutar-Nal-Kart ließ ohne Rücksicht auf Verluste eine neue Brücke errichten und verfolgte sie weiter. In den Ruinen der Stadt Tirn konnte er sie endlich stellen und den Extortirnser wieder an sich nehmen. Durch besondere Umstände hatte das Orakel, das nichts weiter war als der Torso eines Roboters, seine Sprechmembran verloren und konnte keine Weisheiten mehr von sich geben. Dies nutzte Grutar dazu, um Orakelsprüche zu erfinden und fortan die Geschicke seines Volkes nach seinen eigenen Vorstellungen umzugestalten.

Quellen

Atlan 446, Atlan 447