Pers-Oggaren

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit dem Titel Seher. Für weitere Bedeutungen, siehe: Seher.

Die Pers-Oggaren sind das ehemalige Hauptvolk der Galaxie Pers-Mohandot. Ihre Hauptwelt ist Vasterstat.

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Atlan 559
© Heinrich Bauer Verlag KG
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Atlan 559 - Innenillustration 1
© Heinrich Bauer Verlag KG

Erscheinungsbild

Die Pflanzenabkömmlinge sind grob mit wandelnden Bäumen zu vergleichen. Sie werden im Schnitt zwei Meter groß. Hinzu kommen noch Wurzelbeine mit einer Länge von bis zu 60 cm. Die Wurzeln dienen der Fortbewegung, außerdem können die Pers-Oggaren über sie Nährstoffe aus dem Boden oder aus Bottichen mit Nährlösung aufnehmen. Sie können längere Zeit ohne Nahrungsaufnahme überdauern. (Atlan 559)

Ihr knorriger, von borkiger Haut bedeckter Hauptkörper ist zylinderförmig, nach oben hin verjüngt er sich nur unwesentlich. An seiner breitesten Stelle, dort wo die Wurzeln in den Rumpf übergehen, durchmisst er durchschnittlich 80 cm. Dieser Punkt wird auch »Ruhekissen« genannt, da sich die Pers-Oggaren hierauf setzen können. (Atlan 559)

An der oberen Kante ihres Rumpfes, der noch etwa 70 cm durchmisst, sitzen zwei Augen auf kurzen Stielen, mit denen sie in jede Richtung blicken und eingerollt werden können. (Atlan 559) Hinzu kommen Hörorgane und eine Sprechknospe. Sie besitzen eine unterschiedliche Anzahl von Armen anstelle einer »Baumkrone«. 26 gelten als außergewöhnlich, 20–22 entsprechen dem Durchschnitt. Mit der Armhaltung drücken die Pers-Oggaren Stimmungen aus und unterstützen ihre Rede mit Gesten. An den Enden der Arme befinden sich dreifingrige Hände. Die Pers-Oggaren können außerdem Gegenstände in Hautfalten tragen.

Männliche und weibliche Pers-Oggaren bilden unterschiedliche Knospen aus, die unter der Borkenhaut sitzen. In der Fortpflanzungsphase entstehen Blüten, die die Keimzellen abgeben. (Atlan 559)

Die Pers-Oggaren benötigen keinen Schlaf. Das Gehirn ist im Inneren des grauen Körpers in Milliarden von Zellen verteilt. (Atlan 559)

Charakterisierung

Mitglieder des friedliebenden, technisch und ethisch hochentwickeltes Volkes können mehrere hundert Jahre alt werden. Einzelne Pers-Oggaren besitzen präkognitive Fähigkeiten, sie können zukünftige Ereignisse genau vorhersagen.

Bekannte Pers-Oggaren

Gesellschaft

Sie besitzen keine Familiengruppen im terranischen Sinn. Wenn die Zeit der Reife gekommen ist (etwa im Alter von 50–55 Jahren), gehen die männlichen und weiblichen Pers-Oggaren in riesige Bestäubungshallen, wo sie ihre Keime freisetzen. Welche Keime sich in der lauen Atmosphäre treffen und vereinigen, kann dadurch niemand sagen. Die Sämlinge lassen sich im Erdreich nieder, wo sie in den ersten Monaten ernährt werden. Wenn sich dann die Wurzeln aus dem Boden lösen, nehmen die Familien einen oder mehrere der Nachkömmlinge auf, wo sie dann als deren Kinder heranwachsen. (Atlan 559)

Eine hohe Nachkommensrate ist nur auf Vasterstat möglich – im Schnitt 1,2 %. Auf Kolonialwelten sind – wenn überhaupt – nur deutlich geringere Erfolgsquoten der Zeugung möglich. Daher bleibt Vasterstat das geistige und weltliche Zentrum der Pers-Oggaren, da nur hier der Personalbedarf ihres Reiches gedeckt werden kann. (Atlan 559)

Die Pers-Oggaren sind demokratisch in einer offenen Gesellschaft organisiert. An der Spitze des Staates steht ein Präsident beziehungsweise eine Präsidentin. Eine besondere Bedeutung besitzen die Seher, denen Blicke in die Zukunft möglich sind und die Einfluss auf die Beschlüsse der politischen Führung nehmen können. Der Tag der Seher ist ein besonderer Festtag, an dem die Seher ihre Erkenntnisse verkünden. Dieser Feier- und Festtag wiederholt sich alle 100 Tage. An der Spitze der Gruppe der Seher, die circa 200 auf Vasterstat umfasst, steht der Erste Seher. (Atlan 559)

Sprache

Ihre Sprache wird als Pers-Oggarisch bezeichnet. (Atlan 579)

Technik

Die von den Pers-Oggaren verwendeten hochentwickelten Positroniken werden als Mnemodukte bezeichnet. Roboter werden von ihnen als Mnemofaxe bezeichnet. (Atlan 559)

Raumschiffe

Die Pers-Oggaren verfügen über verschiedene Raumschiffstypen. Bekannt sind neben dem HORT (dem modernsten Schiff dieses Volkes zur Zeit seines Untergangs) nur kleine kugelförmige interstellare Verbindungsschiffe. (Atlan 559)

Bekannte Raumschiffe

Geschichte

Ursprünglich entwickelten sich die Pers-Oggaren auf Vasterstat im Auxon-System. Ihnen gelang früh der Sprung ins Weltall, wo sie schnell ihre Nachbarwelten besiedeln konnten. Der weitere Weg in die Weiten von Pers-Mohandot war nur noch Formsache, wo sie bald über zahlreiche Stützpunkte und Kolonialwelten verfügten. Zum Zeitpunkt ihres Untergangs hatten sie sich über mehr als 1000 Kolonialwelten ausgebreitet. (Atlan 559)

Wo die Pers-Oggaren bei ihrer Expansion auf andere intelligente Völker stießen, suchten sie Verständigung. Wo dies nicht gelang, zogen sie sich diskret wieder zurück. Mit einer hochstehenden Moral und mit Güte und Geschick bestimmte dieses Volk über sein Reich. Dass die meisten Völker von tierischen Vorfahren abstammten, war für die Pers-Oggaren kein Problem. Sie betrachteten das weder als Vor- noch als Nachteil. (Atlan 559)

Auch in die nächste Nachbargalaxie, All-Mohandot, drangen die Pers-Oggaren vor. Dort trafen sie auf die Völker der Pluuh und Ysteronen, deren technische Evolution sie vorantrieben. Allerdings zogen sie sich schon bald wieder in ihre eigene Galaxie zurück, deren Lebensraum ihnen genügte. (Atlan 559)

Als die negative Superintelligenz Hidden-X daran ging, ihren Machtbereich auf Pers-Mohandot auszudehnen, stand ihr dieses Volk im Weg. Sie erkannte, dass sie nicht in der Lage war, dieses in ihrem Sinne zu beeinflussen, da es zu mächtig war, um unterjocht zu werden. Also beschloss sie die Vernichtung der Pers-Oggaren. Durch die ersten Manipulationen der Superintelligenz entstand ein Loch in der Zeit – eine Art Blinder Fleck in den von den Sehern bisher vorhergesagten zukünftigen Ereignissen. Ülstrapp, ein Agent von Hidden-X und diverse andere Helfer der Superintelligenz mischten sich unter die Pers-Oggaren, sorgten so lange für ein Zögern der Pers-Oggaren, bis es zu spät war. Personen wie Fastrap, die rechtzeitig erkannten, was genau vorging, konnten den Untergang des Volkes nicht mehr abwenden. (Atlan 559)

Ein unbekanntes Hilfsvolk der Superintelligenz fiel mit einer Vielzahl von kastenförmigen Raumschiffen in die Galaxie ein und begann mit der Zerstörung der Kolonialwelten der Pers-Oggaren. Auch Vasterstat wurde verwüstet, ebenso die restlichen Planeten des Auxon-Systems. Trotz entschiedener Gegenwehr konnten die Pers-Oggaren den galaxieweiten Untergang ihres Volkes nicht verhindern. Hidden-X kannte keine Gnade. (Atlan 559)

Allein dem diskreditierten Ersten Seher Fastrap, der das Verhängnis als einziger hatte kommen sehen, gelang es, die Weichen für eine Zukunft der Pers-Oggaren zu stellen. In einer Geheimstation unter dem mächtigsten Gebirge Vasterstats, den Bergen der Ewigkeit, konservierte er unzählige Keime Wystereins und Auxonias, aus denen einst ein neues Volk sprießen sollte. Noch während des Angriffs auf Vasterstat wurden die Bewusstseine von 800 Millionen Pers-Oggaren von ihren Körpern getrennt. Fastraps Helfer setzten hierzu einen Dislozierungsprojektor ein. Die Bewusstseine ballten sich zusammen und verschwanden mit unbekanntem Ziel. Fastraps Schüler Wysterein wurde in Tiefschlaf versetzt. Als Oggar sollte er dereinst gegen Hidden-X kämpfen und das Wiedererstehen der Pers-Oggaren einleiten. (Atlan 559)

Die folgenden Jahrhunderte oder Jahrtausende – die Quellenlage ist diesbezüglich unsicher – existierte Fastrap als reines Bewusstsein weiter. Er zog durch die Galaxien, beobachtete und wartete. Als dann die Solaner unter Atlan Hidden-X die ersten spürbaren Niederlagen beibrachten, war Oggars Zeit gekommen. Fastrap weckte seinen Schüler. Dieser machte sich auf, Atlan zu helfen und Hilfe einzufordern, um eine Renaissance der Pers-Oggaren einzuleiten. (Atlan 559)

Erst 3804 konnte Oggar mit der Verwirklichung seiner Pläne beginnen und kehrte nach Pers-Mohandot zurück. Er holte circa 100 Pers-Oggaren einer kleinen Siedlergruppe, die auf einem Kolonialplaneten überlebt hatte, mit der FASTRAP nach Vasterstat. Dort waren Fastraps subplanetarische Anlagen noch teilweise intakt und konnten von Oggar aktiviert werden. (Atlan 592) Während die anderen Pers-Oggaren unter Asterens Leitung mit dem Wiederaufbau der Station begannen und erste Setzlinge des eigenen Nachwuchses »einpflanzten«, setzte Oggar sich auf die Spur der Zyaner, die im Auftrag von Hidden-X in Pers-Mohandot aktiv geworden waren. Diese griffen Vasterstat zwar an, wurden aber von der SOL abgelenkt und richteten nur leichte Schäden an. (Atlan 594)

Ab 3807 widmete Oggar sich nur noch dem Wiederaufbau, der gute Fortschritte machte. (Atlan 594)

Quellen

Atlan 559, Atlan 592, Atlan 594