Die Flotte der Glücksbringer

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 105)
A105 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Die Flotte der Glücksbringer (Band 4/6)
Titel: Die Flotte der Glücksbringer
Untertitel: Kampf auf der Spinnenwelt – ein Kind Sigas enträtselt das Geheimnis der Robotflotte
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1973
Hauptpersonen: Flannagan Schätzo, Stanzo Peysen, Afruth Schwartz, Vernon Lyall, Saggelor Oggian
Handlungszeitraum: Anfang Juni 2842
Handlungsort: Spinnenwelt
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Da die unbekannten Gebilde bei der Annäherung von High-Tech explodieren und zu klein für Erwachsene sind, sollen die Kinder vorgeschickt werden, denen man per Hypnoschulung in unverantwortlicher Weise technisches Wissen und Gehorsam gegenüber Stanzo Peysen aufge­pfropft hat. Flannagan Schätzo gelingt es, die geistige Fessel Saggelor Oggians durch intensive Gespräche zu lockern.

Als Oggian vor einem der Gebilde steht, verspürt er durch die abgeschwächte Beeinflussung starke Verzweiflung, worauf das Gebilde ihn einlässt. Er erfährt, dass es sich bei den 6000 Gebilden um sogenannte »Glücksbringer« handelt, die von einer Rasse gebaut worden sind, die kein Leid vertragen. Darum ist ihr Forschungsschiff von der Flotte der Glücksbringer begleitet worden, bis es auf der Koorbsta-Welt abgestürzt ist. Saggelor Oggian erlangt durch den Kontakt mit dem Glücksbringer die geistige Reife eines Erwachsenen.

Unter dem Vorwand, Oggian zurückzuholen, befreit Schätzo den Glücksbringer aus dem Gespinst, wofür er von Peysen verletzt im Dschungel zurückgelassen wird. Der Siganese befreit weitere Glücksbringer, die sich nun auch gegenseitig aus dem Gespinst brennen. Mit den Glücksbringern werden die Korvette unbrauchbar gemacht und die Kinder befreit. Während die Glücksbringer mit Schätzo und den Kindern nach Siga fliegen, bleiben die Verbrecher hilflos zurück.

Handlung

Stanzo Peysen und seine Gruppe haben die winzigen Schiffe, die auf dem Planeten der Spinnen gestrandet sind, erreicht. Dazu zählt auch der ehemalige siganesische USO-Spezialist Flannagan Schätzo. Er ist ebenso entführt worden (wohl wegen seiner Erfahrungen) wie 32 wachstumsgestörte Kinder von Siga. Inzwischen ist Schätzo auch bekannt, dass Peysen das Wissen um die Flotte dem legendären Siganesen Mentollien verdankt.

Von der Flotte geht eine Strahlung aus, die nur der Abwehr dienen kann. Des Weiteren gibt es unübersehbare Zeichen, dass so manches der Schiffe explodiert ist. Dicht bei diesen Explosionsorten liegen Skelette von Siganesen. Trotz allem bestimmt Peysen, der die einzige Frau seiner Gruppe, Afruth Schwartz, zu seiner Stellvertreterin erhoben hat, dass die Kinder von der Korvette hierher gebracht werden.

Der Marsch der zweiten Gruppe wird ebenfalls vier Tage dauern. In dieser Zeit lässt Peysen die beiden Siganesen Schätzo und Vernon Lyall eine Annäherung an die winzigen Schiffe durchführen. Sie stellen dabei fest, dass die Abwehrstrahlung, die auf Terraner intensiver wirkt als auf Siganesen, nahe der Schiffe fast nicht mehr zu spüren ist. Eindringen hingegen können sie nicht.

Die zweite Gruppe hat auf ihrem Marsch ebenfalls Verluste gehabt. Ein Terraner ist umgekommen und zwei der Kinder. Aber vielleicht ist das ein besseres Los, überlegt Schätzo. Der ehemalige USO-Agent hat inzwischen nämlich erfahren, dass die Kinder hypnomechanisch manipuliert wurden, um sich im Inneren eines Raumschiffes zurechtzufinden. Als Nebeneffekt trat dabei eine Abhängigkeit zu Peysen ein, des Weiteren sind die Kinder für ihr Leben gezeichnet.

Schätzo trifft auch Saggelor Oggian wieder. Der Junge erkennt ihn wieder, und dadurch löst sich zumindest für ihn das Abhängigkeitsverhältnis zu Peysen. Schätzo fühlt sich für Oggian besonders verantwortlich, denn er ist mitverantwortlich für den Tod seines Vaters.

Einen Tag später setzt Peysen zunächst sechs Kinder ein, die je ein Schiff aufsuchen sollen. Dazu gehört auch Oggian, und als der Junge sich seiner Einheit genähert hat und berührt, lichtet sich in seinem Geist ein Vorhang. Er wird sich bewusst, dass Peysen für den Tod seines Vaters verantwortlich ist und er ihm nicht mehr gehorchen will. Eine tiefe Traurigkeit befällt Oggian – und sie wird von dem Schiff aufgesogen. Sein Verhalten bleibt Peysen nicht unbemerkt, denn der Terraner steht in Funkkontakt mit ihm. Er ruft die fünf anderen Kinder zurück, aber Oggian betritt sein Schiff.

Voller Wut will Peysen zunächst das Schiff, in dem Oggian verschwunden ist, abschießen. Doch dann schickt er Schätzo vor, der das Schiff mit Steinen bewerfen soll, so dass es sich selbst zerstört. Der ehemalige USO-Spezialist lässt das mit den Steinen und hofft auf ein kleines Wunder. Dieses geschieht tatsächlich, denn das Schiff öffnet sich und Oggian winkt Schätzo zu.

Zuvor erhielt der Junge einen mentalen Kontakt zu dem Schiff, das seine Geschichte erzählte:

Es bezeichnet sich als einen Glücksbringer und wurde vor langer Zeit erbaut und auf den Weg gebracht. Die Erbauer konnten kein Leid ertragen und schufen die Glücksbringer. Gemeinsam mit einem Laborschiff startete die Flotte der Glücksbringer, was schon Jahrhunderte her sein muss, um das Leid anderer Völker zu lindern. Doch dann erkrankten die Erbauer und starben nacheinander. Das Laborschiff stürzte auf dieser Welt ab und versank im Sumpf. Die Glücksbringer ihrerseits verfingen sich in den Netzen der hiesigen Spinnen.

Mit dem Jungen an Bord, der auf Schätzo jetzt erwachsen und gereift wirkt, besitzt der Glücksbringer wieder ein Ziel. Schätzo kann es ohne Gefahr aus dem Netz der Koorbstas befreien. In der Folge befreit der Glücksbringer weitere Einheiten, die sogleich darangehen, andere Schiffchen zu befreien. Der Glücksbringer mit Oggian an Bord birgt als Nächstes die anderen Kinder, und dann machen sie die Korvette ihrer Entführer fluguntauglich. Zuletzt wird noch Schätzo geborgen, und dann starten über 6000 Glücksbringer vom Planeten der Spinnen. Ihr Ziel ist Siga – und zurückbleiben Peysen und seine Gefährten, die ein ungewisses Schicksal erwartet.