Die Söhne Sigas

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 106)
A106 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Die Flotte der Glücksbringer (Band 5/6)
Titel: Die Söhne Sigas
Untertitel: Die Entführten kehren zurück – und verhindern einen Krieg
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1973
Hauptpersonen: Saggelor Oggian, Flannagan Schätzo, Tomman Colcher, Alliama Tarouse, Atlan, Ronald Tekener
Handlungszeitraum: Mitte Juni 2842
Handlungsort: Siga
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Der Konflikt auf Siga verschärft sich weiter. Als Atlan und Ronald Tekener sich mit dem Schiff des Springers Sverlon heimlich auf Siga einschleichen, fühlen sich die Siganesen weiter provoziert. Ein terranischer Major will eigenmächtig mit Panzern in die siganesische Hauptstadt einfahren.

Als die Flotte der Glücksbringer über Siga eintrifft, lässt Saggelor Oggian die Glücksbringer alle Konflikte durch Suggestion beenden. Atlan nutzt dies, um in einem Appell die Rückkehr der Kinder bekanntzugeben und den Konflikt endgültig zu beenden. Damit bricht die Unterstützung für die Tarouse-Partei zusammen. USO-Major Tomman Colcher hält Alliama Tarouse vom Selbstmord ab und geht mit ihr eine Beziehung ein. Saggelor Oggian und Flannagan Schätzo brechen mit den Glücksbringern wieder auf, um auf anderen Planeten Frieden zu stiften.

Handlung

Die Gruppe um den USO-Spezialisten Tomman Colcher verbirgt sich weiterhin in den Wäldern von Siga. Während einer Erkundung, die er allein und in Zivilkleidung unternimmt, gerät Major Colcher in eine brenzlige Situation. Er sieht sich plötzlich fünf Siganesen gegenüber, alle Sympathisanten der Tarouse-Partei, die ihn durchsuchen, da sie ihn ihm eventuell einen terrafreundlichen Artgenossen sehen.

Bei der Durchsuchung gelangen die Tarouse-Anhänger in den Besitz der Armbanduhr Colchers. Noch bevor seine Tarnung auffliegt, kann Colcher in einen nahegelegenen Wald aus Chusagras entkommen. Die Verfolger feuern mit Thermostrahlern auf ihn, verfehlen aber ihr Ziel. Colcher wird von den beiden auftauchenden Swoon Nurwaal und Tsypach aus der Gefahrenzone geschleppt und verschwindet mit ihnen in deren unterirdischem Reich. In der Nähe der planetaren Hauptstadt Sigatown verlässt Colcher das Gebiet der Swoon. Sie zählen zu den Nachkommen jener Mikotechniker, die sich seinerzeit von Perry Rhodan haben entführen lassen. Zunächst siedelten diese Swoon auf dem solaren Mars, zogen später aber nach Siga. Anfangs waren sie die Lehrmeister der Siganesen, inzwischen leben sie eher zurückgezogen auf dem Planeten der terranischen Winzlinge.

Anmerkung: Es ist beinahe unglaublich, mit welchem Dilettantismus die USO ihren Einsatzagenten Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung stellt. Auf der speziell für USO-Spezialisten angefertigten Armbanduhr von Major Colcher war auf der Gehäuseunterseite ein Symbol der USO eingeprägt.
Außerdem schien Major Colcher im Gegensatz zu den Ausführungen nicht gerade einer der fähigsten USO-Spezialisten gewesen zu sein. Durch Selbstüberschätzung und stümperhaftes Vorgehen brachte er bei seinem Einsatz auf Siga sich selbst und seine Kollegen in Gefahr. So gab er sich beispielsweise den beiden Swoon, die ihn vor der Verfolgung durch die Anhänger der Tarouse-Partei retteten, sofort als USO-Spezialist zu erkennen. Vom Anlegen der Armbanduhr mit dem USO-Symbol ganz zu schweigen.
Colcher bestätigte den beiden Swoon auch seinen Aufenthaltsort in der terranischen Enklave nahe der Hauptstadt, obwohl es Mitte Juni 2842 nicht gerade förderlich war, seine terrafreundliche Gesinnung öffentlich kundzutun.

Zu Fuß macht er sich auf den Weg in die Hauptstadt. Unterwegs trifft er auf Pulattle Ingrish, der ihn mit seinem Gleiter in die Stadt mitnimmt. Dort werden sie Zeugen eines Anschlags auf eine Energie-Empfangsstation, der den Terranern in die Schuhe geschoben wird. Colcher vermutet als nächstes wahrscheinliches Ziel für einen Terroranschlag die zentrale Wasserversorgung. Ingrish begleitet den USO-Spezialisten. Im Wasserwerk gelingt es Colcher, fünf Siganesen auszuschalten, die eine terranische Mikrobombe platzieren. Diese Bombe soll jedoch nicht explodieren, sondern als Beweisstück dienen. Kleine Sprengladungen sollen das Werk nur so weit beschädigen, dass keine umfangreichen Reparaturen notwendig sind. Colcher überwältigt die Saboteure und schickt Pulattle Ingrish zu Alliama Tarouse. Die Führerin der Tarouse-Partei kommt zum Wasserwerk. In ihrer Begleitung befindet sich Hoschmar Criaton. Colcher bringt Tarouse zu den Saboteuren, die der Tarouse-Partei angehören. Alliama ist über die Terroranschläge, die von ihren eigenen Leuten ausgeführt werden, nicht informiert. Diese Anschläge sind von Criaton eingefädelt worden, der eine Rüge einstecken muss. Die Politikerin will die anstehenden Wahlen aber mit legalen Mitteln gewinnen, um anschließend die Terraner von Siga zu weisen. Nun muss sie die Öffentlichkeit unterrichten und für Ordnung in den eigenen Reihen sorgen.

Unterdessen erreicht die SVERLON XXVII Gladors Stern und landet auf Siga. Weil das Geld stimmt, arbeitet Patriarch Sverlon immer mal wieder für die USO. Und so setzt er dieses Mal zwei als Springer maskierte USO-Mitarbeiter auf dem Planeten ab. Dabei handelt es sich um Lordadmiral Atlan und seinen Stellvertreter Ronald Tekener.

Durch ein unterirdisches, geheimes Stollensystem gelangen sie vom Raumhafen zum Solaren Konsulat in der terranischen Niederlassung, die von Siganesen abgeriegelt wird. In den Räumlichkeiten des Konsuls treffen sie mit Major Tomman Colcher zusammen und sehen sich eine Trivideo-Sendung an, in der Alliama Tarouse von ihren Plänen zur Machtergreifung im Zuge der am 25. Juni 2842 stattfindenden Wahlen spricht. Sie verurteilt die von Mitgliedern ihrer Partei durchgeführten Sabotageakte aufs Schärfste. Sie will Siga mit friedlichen Mitteln zu einem vom Solaren Imperium unabhängigen Planeten machen. Mitten in ihrer Rede erhält sie die Nachricht, dass Lordadmiral Atlan illegal auf Siga eingereist ist. Sie fordert den Arkoniden öffentlich auf, den Planeten sofort zu verlassen und sich nicht in die Angelegenheiten der Siganesen einzumischen.

Atlan sieht sich gezwungen, Farbe zu bekennen und seine Einreise als Fehler zuzugeben. Er fordert Siganesen und Terraner gleichermaßen auf, in Verhandlungen einzutreten und Gewalttätigkeiten zu unterlassen. Doch sein Aufruf erzielt keinerlei Wirkung. Die Unruhen verstärken sich wieder. Bei einer Auseinandersetzung zwischen einigen Hundert Terranern und Siganesen werden Atlan und Tekener tätlich angegriffen. Erst als die Sicherheitskräfte erscheinen und Betäubungsgas einsetzen, ist der Tumult vorbei.

Ohne dass sie geortet wird, nähert sich die Flotte aus 6000 Glücksbringern Gladors Stern und Siga. In Absprache mit Flannagan Schätzo und den anderen Kindern entschließt sich Saggelor Oggian, zunächst allein auf Siga zu landen. Dort sucht er mit seinem Glücksbringer seine Mutter Karen auf. Die ist überglücklich, begreift andererseits aber schnell, dass Saggelor nicht mehr ihr kleines Kind ist. Der Junge hört von den Unruhen, die auf Siga geschehen sind, und entschließt sich, mit seinem Glücksbringer zur terranischen Niederlassung zu fliegen.

Dort droht die Lage aus den Fugen zu geraten. Major Kenkho Tahura hat das Kommando übernommen, den Konsul abgesetzt, sowie Lordadmiral Atlan und Ronald Tekener unter Hausarrest gestellt. Er droht den Siganesen, bei der nächsten feindseligen Aktion Sigatown zu besetzen. Patriarch Sverlon und seine Männer stoßen zu Atlan vor. Saggelor Oggian landet direkt vor dem Arkoniden. Der Junge verlässt den Glücksbringer und berichtet von den Abenteuern auf der Spinnenwelt. Major Tahura stellt dem Lordadmiral ein Ultimatum, um sich zu ergeben, andernfalls er das Feuer mit Impulskanonen auf das Konsulat eröffnen will.

Noch bevor die gesetzte Frist abläuft, erscheinen die Glücksbringer, herbeigerufen von Saggelor Oggian, am Himmel über der terranischen Niederlassung. Die Ausstrahlung der kleinen Schiffchen ruft bei den Terranern sofort ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit hervor. Die Flotte der Glücksbringer kreist um Siga, damit der gesamte Planet von den Impulsen bestrichen werden kann und Friede zwischen den rivalisierenden Gruppen eintritt.

Die Ruhe ist schnell eingekehrt, aber die Glücksbringer haben keinen Einfluss auf den Verstand der Menschen. So hängt Tarouse weiterhin ihren politischen Zielen an, und einige Personen vermuten in den Glücksbringern eine Geheimwaffe der USO. Wirklich hilfreich ist erst eine von Lordadmiral Atlan – der durch seine Mentalstabilisierung immun gegen die Botschaft der Glücksbringer ist – organisierte Feier, die über Trivideo übertragen wird. Die dreißig von Stanzo Peysen entführten Kinder werden offiziell an ihre Eltern zurückgegeben. Nur Saggelor bleibt gemeinsam mit Schätzo bei den Glücksbringern. Indessen hat Atlan über Hyperfunk veranlasst, das ein Leichter Kreuzer der USO den Planeten der Spinnen anfliegt. Vielleicht haben einige der Verbrecher ja überlebt.

In der Zwischenzeit aktiviert Alliama Tarouse die beiden ehemaligen USO-Spezialisten Om Snittek und Culta Joksch, um die Glücksbringer auszuschalten, die durch ihre Impulse die Pläne der Siganesin stören. Es gelingt den beiden Veteranen, in ein Bodenfort der planetaren Verteidigung einzudringen. Sie wollen die Glücksbringer mit Impulskanonen und Desintegratoren abschießen. Doch bevor es dazu kommt, stellen die Schiffchen auf Befehl Saggelor Oggians ihre Sendungen ein. Snittek und Joksch kommen zur Vernunft und führen ihr Vorhaben nicht aus.

Alliama Tarouse versucht, bei einer Rede vor dem Hauptquartier der Tarouse-Partei die versammelte Menge erneut mit Hetztiraden gegen das Solare Imperium und die USO auf ihre Seite zu ziehen. Doch die Siganesen reagieren unerwartet mit einem Pfeifkonzert. Sie haben erkannt, dass Siga ohne den Schutz Terras der Willkür der anderen Völker der Milchstraße ausgeliefert sein würde. Das Hauptquartier der Partei wird gestürmt, und die Fahnen Sigas und des Solaren Imperiums werden gehisst. Alliama Tarouse wird von der Polizei in Sicherheit gebracht.

Major Tomman Colcher fliegt zum Uworu-See, wo Tarouse ein Landhaus besitzt. Dort findet er die verzweifelte Siganesin vor, die sich das Leben nehmen will. Colcher entwaffnet die Frau. Der USO-Spezialist kann nicht umhin, einzugestehen, dass er die Frau liebt. Er bietet Alliama seine Hilfe bei einem Neubeginn an.

Am 25. Juni wird die alte siganesische Regierung wieder eingesetzt. Die Tarouse-Partei ist in die Bedeutungslosigkeit versunken. Der USO-Kreuzer kehrt von der Spinnenwelt zurück, ohne Stanzo Peysen und seine Kameraden, die tatsächlich den Koorbstas zum Opfer gefallen sind. Atlan und Tekener verlassen Siga. Auch Saggelor Oggian und Flannagan Schätzo verschwinden mit der Flotte der Glücksbringer, um auch anderen Welten Frieden zu bringen. Der Lordadmiral lässt den Glücksbringern zehn siganesische Spezialschiffe, die der USO zur Verfügung gestellt wurden, heimlich folgen. Doch bereits Stunden später ist Oberst Kilelator Pracht gezwungen zu melden, dass er die Spur der Glücksbringer verloren hat.

Ob das Vorhaben Saggelor Oggians und Flannagan Schätzos auf Dauer möglich ist, muss die Zukunft weisen.