Präfigurierte Soldatin

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Die Präfigurierten Soldatinnen, abgekürzt Präfidatinnen, sind die Elitetruppe des Roten Imperiums, einer von Kopernikanern gegründeten Kolonie im Roten Universum. Sie sind die mächtigsten Kämpferinnen dieses Staats.

Übersicht

Nur weibliche Kinder, die noch nicht in die Pubertät eingetreten sind, können den Rang einer Präfidatin erreichen, da nur sie die besonderen Voraussetzungen mitbringen, die es ihnen unter anderem ermöglichen, eine körperlich/geistige Verschmelzung mit ihrer Quantronischen Armierung einzugehen, den Kontakt mit dem Transpathein zu überleben und eine mentale Einheit mit ihrem Fluidom-Schlachtschiff zu bilden. Die Neigung, gut auf das Transpathein anzusprechen, ist erblich. Das entsprechende Gen kann nicht künstlich erzeugt werden, denn es denaturiert, wenn es extrahiert wird.

Kindersoldatinnen werden im Roten Imperium einerseits eingesetzt, weil nur Kinder das im Kampfanzug gespeicherte Transpathein ertragen, andererseits aber auch deshalb, weil man nur bei Kindern jene typische Kombination aus »natürlicher Grausamkeit« und unbändiger Fantasie findet, die zur Freisetzung der besonderen Kräfte der Präfidatinnen benötigt wird. Sie bezahlen ihre Überlegenheit mit emotionaler Instabilität und Unberechenbarkeit. Im Roten Imperium wurde festgestellt, dass nur Mädchen die erforderliche Fantasie, Wut, Grausamkeit und Leidensbereitschaft haben.

Ohne diese Eigenschaften ist ein Kind für das Korps der Präfidatinnen wertlos. Spätestens beim Eintritt in die Pubertät gehen sie verloren. Die Geschlechtsreife kann zwar durch medikamentöse Blocker hinausgezögert werden, aber im Alter von 14 oder 15 Jahren ist der Endpunkt erreicht. Die Präfidatin wird dann von der Anstrengung übermannt, die Armierung und das Transpathein zu kontrollieren. Sie stirbt durch die totale Ausreizung der geistigen Reserven. Der Körper wird dann vom Transpathein zerfressen.

Die Präfidatinnen werden von den Präfidat-Komponisten erschaffen. Sie werden erzogen, um dem Roten Imperium zu dienen, dessen Feinde zu vernichten, die Stabilität des Reiches zu gewährleisten und das Volk zu schützen. Sie kennen keine Gewissensbisse, Zweifel, Ängste oder Unsicherheiten. Dies wird teilweise durch eine medikamentöse Blockierung erreicht, ist aber in erster Linie auf eine erbarmungslose Konditionierung zurückzuführen. Die Präfidatinnen erhalten ihre Befehle von einer Zentrale, die direkt dem Generalgouverneur unterstellt ist.

Die Existenz einzelner männlicher Präfigurierter Soldaten ist zwar ebenfalls bekannt, hierbei handelte es sich aber um Ausnahmen.

Ausrüstung

Die flugfähige quantronische Armierung einer Präfidatin weist über die üblichen Leistungsdaten derartiger Kampfanzüge hinaus einige Besonderheiten auf. Die Präfidatin kann ihren gesamten Körper per Gedankenbefehl zu verschiedenen Energiewaffen bzw. mechanischen Waffen umformen.

Der eckige, transparente und an ein Aquarium erinnernde Helm ist mit Transpathein geflutet. Man bezeichnet diese bernsteinfarbene, para-aktive Flüssigkeit auch als »Denkmaterie«. Die Präfidatin atmet das Transpathein ein. Durch diese Substanz erlangt sie telepathische und/oder empathische Fähigkeiten, auch die sonstigen Fähigkeiten werden gesteigert. Fischähnliche Symbionten, die im Transpathein schwimmen, stabilisieren dieses Substanz und sind für das körperliche Wohl der Präfidatin zuständig. Nahrung und Ausscheidungen werden über Katheter zu- bzw. abgeführt.

Lini-O

Jede Präfidatin wird stets von einem Lini-O begleitet. Diese Roboter oder Androiden haben die Form einer armlangen Hampelpuppe mit langer Nase. Sie sind jedoch keinesfalls Spielzeuge, sondern dienen einerseits als Lehrer, andererseits aber auch als Überwachungsinstrumente. Der Lini-O übermittelt die Befehle der Zentrale, überwacht den Zustand der Präfidatin und sorgt dafür, dass sie nicht zu sehr dem natürlichen Spieltrieb nachgibt.

Bekannte Lini-Os

Einsatz

Durch ihre besonderen Eigenschaften, eine in der frühesten Jugend beginnende gnadenlose Ausbildung, das Transpathein und die quantronische Armierung sind die Präfidatinnen jedem anderen Kämpfer weit überlegen. Sie stehen in der Hierarchie über den Regulartruppen des Imperiums und haben weit reichende Rechte und Freiheiten. Zu ihrer Ausbildung gehört auch eine Schulung in Erwachsenenpsychologie. Sie setzen ihre Kindlichkeit bewusst ein, damit man sie für harmlos hält. Sie selbst bezeichnen Erwachsene verächtlich als Kolkotte.

Sie können selbst Strahlschüssen mühelos ausweichen und Gruppen von »normalen« Soldaten innerhalb kürzester Zeit ausschalten - selbst wenn diese ebenfalls mit quantronischen Kampfanzügen ausgerüstet sind.

Außerdem werden die von ihnen kommandierten Fluidom-Schlachtschiffe erst infolge des Zusammenwirkens mit der Präfidatin zu den schlagkräftigsten Einheiten des Roten Imperiums. Die mentale Steuerung ist mit der terranischen SERT-Technologie vergleichbar.

Die Präfidatinnen gelten als unbesiegbar und werden überall gefürchtet, selbst bei den eigenen Leuten.

Bekannte Präfidatinnen und Präfidaten

Geschichte

Nach der offiziellen - weitgehend gefälschten - Version der Geschichte des Roten Imperiums wurden die Präfidatinnen angeblich während des Krieges der Kopernikaner gegen die Trauppec »entwickelt«. Erst durch sie konnte eine Wende in diesem Krieg herbeigeführt werden, sie eroberten mit ihren Fluidom-Schlachtschiffen schließlich auch das Siamed-System. Da es in den Randbereichen des Roten Imperiums immer wieder zu Kämpfen gegen rivalisierende Mächte kam, wurden immer wieder neue Präfidatinnen ausgebildet.

Tatsächlich kam es erst im Jahre 939 Innenzeit eher zufällig zu einer Entdeckung, die schließlich zur Entstehung der Präfidatinnen führte. In diesem Jahr war Siri Patollo bei einem Experiment ihres Vaters Jaakko Patollo mit den Quantronischen Armierungen anwesend. Zufällig berührte sie die Armierung und verschmolz sofort damit. Im Gegensatz zu allen vorherigen Versuchspersonen überlebte sie diesen Vorgang. Sie konnte die Armierung sogar vom ersten Augenblick an kontrollieren. Ihr Vater erkannte daraufhin, dass nur Kinder, die noch nicht in die Pubertät eingetreten waren, gefahrlos mit den Quantronischen Armierungen verbunden werden konnten.

Siri Patollo wurde somit zur ersten Präfidatin und führte die Wende im Krieg gegen die Druuf herbei, den Bavo Velines im Vorjahr angezettelt hatte. Sie wurde mit Kampfsimulationsprogrammen geschult, gewann innerhalb kurzer Zeit allein mehrere Schlachten und wurde zum Mythos. Bis 942 Innenzeit wurde sie auch psychisch zu einer Präfidatin: Sie stumpfte ab, betrachtete Gewalt als Spiel und verlor alles Kindliche. Sie trug das Transpathein zunächst in einem Rückentornister, der die Substanz über winzige Röhrchen, die am Hinterkopf angebracht waren, an Siris Zentralnervensystem abgab. Dies wurde von Jaakko Patollo zu dem für spätere Ausrüstungen typischen Helm weiterentwickelt. Patollo begann schon nach kurzer Zeit damit, weitere Mädchen zu rekrutieren, um aus ihnen Präfidatinnen zu machen. Dabei wurde die Erblichkeit des Präfidatinnen-Gens festgestellt. In der folgenden Zeit erwiesen sich vor allem Nachkommen der Familien Patollo, Perkunos, Sarady, Anjum, O'Brian und Riemenschneider als besonders geeignet zur Umwandlung in Präfigurierte Soldaten und Soldatinnen.

Als Perry Rhodan und Wiesel Anfang November 1344 NGZ ins Rote Universum versetzt wurden, unternahmen die Anjumisten den Versuch, den Residenten zu entführen. Aus diesem Grund wurde die Präfidatin Farashuu Perkunos alarmiert. Sie tötete alle Anjumisten bis auf zwei und befreite Rhodan. Dieser fügte sich selbst eine potenziell tödliche Wunde zu, um die Präfidatin so lange zu beschäftigen, bis die letzten beiden Anjumisten fliehen konnten. Ohne Wiesels Eingreifen wäre Rhodan verblutet, denn die Präfidatin war zwar eine überlegene Kämpferin, hatte von der Behandlung Verwundeter jedoch keine Ahnung. Sie brachte Rhodan danach mit ihrem Raumschiff nach Leyden City und führte ihn in der Stadt herum.

Farashuu Perkunos sowie ihre Freundinnen Desre und Aunike vernichteten später den Anjumisten-Stützpunkt Silap Inua, zu dem Rhodan und Wiesel geflohen waren. Es gelang Farashuu jedoch nicht, Rhodan gefangen zu nehmen. Dies glückte erst bei einer Raumschlacht, die auf Seiten der Anjumisten von Rhodan geleitet wurde. Die drei Präfidatinnen hielten sich zunächst versteckt und griffen erst im richtigen Moment ein. Sie enterten Rhodans Schiff, die WIR IM MITTAG ALLER. Dabei wurde Aunike zwar getötet, Rhodan wurde jedoch gefangen genommen.

Farashuu Perkunos erinnerte sich danach an ihre Vergangenheit; sie war von den Anjumisten ins Rote Imperium eingeschleust worden, um zu gegebener Zeit gezielt gegen Johari Ifama vorzugehen. Dieser Moment kam, als die Anjumisten zum Großangriff auf das Siamed-System ansetzten, während Perry Rhodan Bavo Velines auf Utgard tötete. Farashuu Perkunos löste das Patollo-Lot ihres Fluidoms in unmittelbarer Nähe von Ifamas Flaggschiff aus und vernichtete dabei gleichzeitig Ifamas in einer Filiationskammer ruhendes Original.

Quellen

Das Rote Imperium 1, Das Rote Imperium 2, Das Rote Imperium 3