Basiskämpfer

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit der Basis der Basiskämpfer. Für weitere Bedeutungen, siehe: Basis (Begriffsklärung).

Die Basiskämpfer waren eine aus einfachen Solanern, Extras, Halbbuhrlos und Monstern bestehende Widerstandsorganisation in der SOL.

Ziele

Oberstes Ziel war die Wiederherstellung von Ordnung, Humanität und Sicherheit auf der SOL. Allerdings wollten die Basiskämpfer die an Bord herrschenden Verhältnisse »von der Basis her« verändern. Sie überließen es Atlan, an der Spitze der Hierarchie anzusetzen und gegen die SOLAG vorzugehen.

Außerdem gewährten die Basiskämpfern allen Verfolgten, Armen und Wehrlosen Zuflucht.

Organisation

Die Basiskämpfer waren nur lose organisiert. Eine echte Befehlshierarchie gab es nicht, Beschlüsse wurden gemeinsam gefasst. Die Gruppe bestand aus einem harten Kern aus 40 Personen, bei denen es sich um die eigentlichen Widerständler handelte. Alle anderen Basiskämpfer waren mehr oder weniger Mitläufer, oder es waren lediglich Verfolgte, die bei den Basiskämpfern Unterschlupf gefunden hatten. Die anfänglich aus nur circa 50 Personen bestehende Gruppe wuchs innerhalb von circa vier Wochen auf weit über 100 an und umfasste bei ihrer Auflösung mehr als 200 Mitglieder.

Kundschafter wurden ausgeschickt, die längst in Vergessenheit geratene Belüftungsschächte, Rohrsysteme von stillgelegten Umwälzanlagen und Ähnliches entdeckten und für ihre Zwecke nutzbar machten. (Atlan 521)

Bis Juni 3791 wurden drei Verstecke in den »Verbotenen Zonen« der SOL eingerichtet. Hier wurden jene Solaner untergebracht, die Schutz suchten. Mit dieser Maßnahme wurde eine Überlastung der Basis vermieden. (Atlan 521)

Jene Basiskämpfer, die sich außerhalb der Basis aufhielten und in der Nähe sich ein Interkom-Anschluss befand, wurden als »Relais« bezeichnet. Dort warteten sie auf Nachrichten der Kundschafter. Wichtige Informationen wurden von dem »Relais« mündlich in die Basis weitergeleitet. Weniger wichtige Nachrichten wurden per Interkom durchgegeben, wobei diese so verfasst waren, dass die SOLAG mit den abgehörten Nachrichten nicht allzu viel anfangen konnte. Ausgeschickte Trupps von Vystiden stießen ins Leere und fanden vor dem betreffenden Interkom-Anschluss kein »Relais« mehr vor. (Atlan 521)

Giftwall/Basis

Die Operationsbasis der Widerstandsgruppe war eine 100 m × 80 m große Halle im SOL-Mittelteil, die auf halbem Weg zwischen der Zentrale und dem Zugang zur SZ-2 nahe der Außenhülle lag. Es handelte sich um einen Bereich, der früher als Lagerraum und Hydroponik-Anlage genutzt worden war. Vier große Tore stellten die Eingänge dar, wurden aber von den Bewohnern fest verrammelt. Zahlreiche kleinere Eingänge ermöglichten den Personenverkehr. Eine weitere, etwas kleinere Halle und einige Nebenräume wurden von den Solanern genutzt. Die Mehrzahl der ursprünglich insgesamt etwa 50 Bewohner lebten in provisorisch errichteten Unterkünften in der großen Halle. (Atlan 510)

Die Halle war von einer 200 bis 300 Meter tiefen verseuchten Zone umgeben, die als »natürlicher« Schutz diente. Hier war vor unbekannten Zeiten ein Experiment außer Kontrolle geraten. Vermutlich hatte es sich um eine exotische (möglicherweise pflanzliche) Lebensform gehandelt, die jegliches organische Material auflöste und nur durch massiven Einsatz hochwirksamer Gifte bekämpft werden konnte. So war ein Giftwall entstanden, der nicht wieder beseitigt werden konnte. Nun wuchsen in den Hallen hüfthohe Pflanzen mit langen Stielen, auf denen dünne, tellerförmige Blätter zu finden waren. Die halb transparenten Gewächse schimmerten wie Kristalle. Die Wurzeln waren weißliche, kristalline Stränge, die sich über den Boden schlängelten. (Atlan 510) Aufgrund ihres Aussehens wurden die Kristallgebilde Tellerstiele genannt. (Atlan 536)

Dieser Wall diente der Basis als Schutz, denn nur die Basiskämpfer kannten einen sicheren Weg durch die von blauen, extrem toxischen Kristallen verseuchte Zone. Sie sicherten ihre Verstecke – auch in der SZ-2 – durch dorthin transportierte Kristalle. (Atlan 536)

Am 1. Oktober 3791 begannen sich die Tellerstiele zu verändern. Es wurde gemutmaßt, dass von der Haematin Lellyn Mase durchgeführte Experimente mit den Kristallgewächsen dafür verantwortlich waren. Die Zahl der Tellerstiele vervielfältigte sich. Außerdem wurden die Gewächse spröde und brachen bei Berührung. Sie verwandelten sich in eine zähflüssige Masse aus winzigen Kristallen, die sich in den Korridoren ausbreitete. Vor allem die Basiskämpfer sahen sich mit großen Problemen konfrontiert. Sie waren gezwungen, die Basis zu evakuieren. (Atlan 536)

Erst als Dopestiere und Hennek erkannten, dass die Schlacke äußerst empfindlich auf Sauerstoffmangel reagierte, war ein Mittel gegen die Kristallmasse gefunden. Die Schlacke färbte sich dunkelbraun und sonderte einen ekelerregenden Geruch ab. Atlan ließ von SENECA einen Vakuumtunnel von der Außenhülle der SOL bis zur Basis schalten. Die Kristallmasse starb ab. Ebenso wurde an Bord der SZ-2 verfahren. Die Gefahr durch die Kristallmassen war gebannt. (Atlan 536)

Bekannte Basiskämpfer

Geschichte

Als Sternfeuer und Federspiel im April 3791 aus ihrem Schlaf erweckt wurden, erkannten sie sofort, dass auf dem Generationenraumschiff geradezu chaotische, unmenschliche Verhältnisse herrschten. Sie flohen, um sich irgendwo im Schiff zu verstecken. Dabei lernten sie die Monsterjagden kennen. (Atlan 510)

Hirvy gab ihnen die ersten Grundinformationen über das Leben in diesem Bereich der SOL. Jeder der Bewohner hatte einst seinen Weg in diese Zone gefunden. Viele von ihnen waren Rebellen gegen die SOLAG oder wurden gejagt. Solange die Lebensgrundlage der Basis-Bewohner nicht gefährdet wurde, konnte jeder Bewohner frei seinen Tätigkeiten nachgehen. Ein Gesetz der Bewohner der Basis besagte, dass niemand die Halle verlassen durfte, um das Versteck nicht zu verraten und Jäger aufmerksam zu machen. Keine Geräte durften von den Raubzügen mitgebracht werden, die den Verbrauch an kostbarer Energie erhöhen konnten, wodurch eventuell ein Alarm ausgelöst wurde. Alle lebensnotwendigen Dinge, wie Kleidung, Schuhe, Werkzeuge, Medikamente usw. stahlen sie anderen Solanern. Ein genauer Dienstplan regelte die Arbeiten in den hydroponischen Anlagen. (Atlan 510)

Da für die Wartung der Hydroponiktanks und die Ernte der Früchte nur etwa vier Stunden Arbeit pro Woche anfielen, blieb den Bewohnern der Basis viel Freizeit. So war es nicht verwunderlich, dass sie sich gewissermaßen auf die Arbeit stürzten. Nur in der Küche, einem Nebenraum der großen Halle, wo 15 Bewohner Dienst taten und die Pflanzen zu Speisen verarbeiteten, trafen sich die Basis-Bewohner, um miteinander zu schwatzen. (Atlan 510)

Sternfeuer und Federspiel wurden zu Dopestiere gebracht. Die beiden Solaner waren mit der passiven Einstellung der Basis-Bewohner nicht einverstanden. Dopestiere brachte sie mit Dan Jota und Ivor Chan zusammen. Der Plan Sternfeuers und Federspiels, die Basis zu einem Stützpunkt des Kampfes für die Freiheit der Solaner zu machen, wurde akzeptiert. Gemeinsam wollten sie versuchen, die an Bord herrschenden Verhältnisse zu ändern. (Atlan 510)

So entstand die Widerstandsbewegung der Basiskämpfer. Ihren Namen erhielt sie erst circa einen Monat später durch Hirvy, der sich bei der Namensgebung von romantischen Gefühlen leiten ließ. Sternfeuer und Federspiel, die zwar nie zu Anführern der Basiskämpfer gewählt worden waren, aber offensichtlich bestimmende Funktion hatten, ließen ihm seinen Spaß. Der Name bürgerte sich danach rasch ein. (Atlan 516)

Weil die Organisation rasant wuchs (sie hatte unter anderem Zulauf aus den Reihen der Terra-Idealisten), insbesondere nach dem Angriff des Quaders und angesichts der drohenden Demontage der SOL bei Mausefalle VII, mussten Ausweichquartiere gesucht werden. Die Flüchtlinge hatten Informationen über »Verbotene Zonen« mitgebracht. (Atlan 516)

Kundschaftertrupps fanden neue Unterkünfte für all jene, die nicht zum »harten Kern« gehörten. Nun war es auch wieder möglich, Kundschafter auszusenden, um mit potenziellen Widerstandskämpfern Kontakt aufzunehmen. (Atlan 516)

Als Sternfeuer und einige Basiskämpfer eine Monsterjagd Wajsto Kolschs vereitelten, zogen sie sich den Hass des Magniden zu. (Atlan 516)

Sie nahmen vorübergehend Bjo Breiskoll bei sich auf, der eine Strahlenschusswunde erlitten hatte. (Atlan 521)

Die Gruppe blieb auch bestehen, nachdem die SOL das Mausefalle-System verlassen hatte, um allen Solanern eine Zuflucht zu bieten, die sich in dieser neuen Phase der Reise des Generationenraumschiffes orientierungslos fühlten. Die Basiskämpfer gewannen immer mehr an Macht und sorgten in den Bereichen der SOL, die sie erreichen konnten, für Ordnung und verhinderten die schlimmsten Übergriffe durch Haematen und Vystiden. Dabei nutzten sie die Juka-Do-Kampfkunst, die sie fast alle beherrschten. Als Chart Deccon im September 3791 die Jagd auf die letzten Extras und Monster auf der SOL freigab, retteten die Basiskämpfer viele dieser Wesen. Es gelang dem High Sideryt nicht, das Versteck der Basiskämpfer aufzuspüren und die für ihn lästigen Rebellen zu beseitigen. (Atlan 534)

Anfang Oktober 3791 gerieten die Basiskämpfer in arge Bedrängnis. Der Giftwall, der der Basis als Schutz diente, löste sich (vermutlich durch Experimente einer Haematin) zu einer Kristallmasse auf, die sich in den Korridoren der SOL ausbreitete und auch vor der Basis nicht Halt machte. Den Basiskämpfern blieb nichts anderes übrig, als ihr Hauptquartier zu evakuieren. Nur einige Wenige blieben unter Führung von Federspiel zurück. Dem Mutanten blieb nur, die Zentrale der SOL um Hilfe zu bitten. (Atlan 536)

Gleichzeitig bat der High Sideryt in der Klause Atlan um Hilfe, um die von den Tellerstielen ausgehende Gefahr zu bannen. Chart Deccon bot Straffreiheit für die Rebellen an, wenn sie den Kampf einstellten. Er erhoffte sich von den Basiskämpfern Erkenntnisse über die Tellerstiele. In die Unterhaltung platzte die Meldung, dass sich Federspiel aus der Basis gemeldet und um Hilfe gebeten hatte. Gallatan Herts bemerkte, dass sich das Problem nun von allein gelöst hatte. Deccon schloss sich der Meinung des Magniden an und wollte nichts zur Rettung der Basiskämpfer unternehmen. Der High Sideryt wollte das Gebiet um die Basis abriegeln lassen. Wutentbrannt brach Atlan die Verhandlungen ab. (Atlan 536)

Der Arkonide bat SENECA, einen Tunnel von der Außenhülle der SOL bis zur Basis zu schalten. Seine Freunde waren aber nicht sicher, ob die Positronik der Bitte entsprechen würde. Es blieb ihnen nur abzuwarten. SENECA erzeugte tatsächlich einen Vakuumtunnel, wodurch die Kristallmassen abstarben. Ein Rettungstrupp, bestehend aus Atlan, Sternfeuer und Dopestiere, erreichte die nun luftleere Basis. Die Geretteten wurden eiligst durch den Vakuumtunnel in die SZ-2 gebracht. Seltsamerweise wurden sie von der SOLAG nicht behelligt. In einem Ausweichquartier warteten mehr als 200 Solaner, Extras, Halbbuhrlos und Bordmutanten auf die Gruppe. Obwohl Chart Deccon die Position dieses neuen Verstecks genau kennen musste, hatte der High Sideryt aber seine Vystiden und Kampfroboter anscheinend nicht in Marsch gesetzt, was Atlan außerordentlich beunruhigte. Die fünf Orte in der SZ-2, in denen es Kristallmassen gab, waren lediglich evakuiert und abgesperrt worden. (Atlan 536)

SENECA erhielt von Deccon den Befehl, die Abkopplung der SZ-2 durchzuführen. Den Wunsch der Rebellen nach einer Wiederankopplung würde er zu gegebener Zeit erfüllen – allerdings zu seinen Bedingungen. (Atlan 536)

Die Rebellen erreichten eine Nebenzentrale, wo sie die Bildschirme aktivierten und erkennen mussten, wie sich die SZ-1 und der SOL-Mittelteil langsam entfernten. Chart Deccons Plan war aufgegangen. Atlan, der für den Auftrag der Kosmokraten die gesamte SOL brauchte, war gegen ein gewaltsames Vorgehen gegen die Hauptzentrale der SZ-2. Er hatte schon eine Idee, wie er Deccon zwingen konnte, die Abkopplung rückgängig zu machen. Sternfeuer war nur schwer zu besänftigen. Atlan sprach über die Rundrufanlage zur Besatzung der SZ-2. Er kündigte ein angeblich mit der Schiffsführung vereinbartes Manöver an. Doch zunächst wollte er zu allen Basiskämpfern sprechen. Joscan Hellmut, Breckcrown Hayes, Ivor Chan und Cpt'Carch erhielten den Auftrag, Vakuumtunnel zu den Kristallmassen zu schalten. Atlan informierte nun alle Basiskämpfer über seine Mission, die er im Auftrag der Kosmokraten erfüllen sollte. Die SOL sollte in Varnhagher-Ghynnst eine bestimmte Ladung an Bord nehmen, die den Solanern eine sinnvolle Aufgabe geben würde. Außerdem sollten Friedenszellen zwischen zwei kosmischen Mächten geschaffen werden. Der Kern einer solchen Zelle war auf Chail begründet worden. Durch die Befriedung Bumerangs könnte eine zweite entstehen. Dazu brauchte er die Unterstützung von Sternfeuer und ihren Rebellen. Da aber die Mission eine Gefahr für die SOL darstellen würde, wollten die Basiskämpfer abstimmen. Hellmut meldete die Vernichtung der Kristallmassen. Sternfeuer erklärte die Bereitschaft der Basiskämpfer, Atlan zu unterstützen. (Atlan 536)

Atlan forderte Chart Deccon auf, die Wiederankopplung der SZ-2 einzuleiten. Er versprach, dass die Rebellen den Widerstand aufgeben und sich in die Bordgemeinschaft der SOL eingliedern wollten. Deccon erteilte SENECA den Befehl, die SZ-2 anzukoppeln. Die Basiskämpfer feierten mit viel Alkohol die Rückkehr in das normale Bordleben. Der High Sideryt zeigte sich beeindruckt von Atlans Bereitschaft zur gewaltfreien Lösung des Konflikts. (Atlan 536)

Die Basiskämpfer existierten jetzt zwar nominell nicht mehr, wollten Atlan aber weiter zur Seite stehen. (Atlan 510) bis (Atlan 588)

Mit dem Ende der SOLAG integrierten sich die Basiskämpfer in die neue Bevölkerungsstruktur der SOL und akzeptierten Breckcrown Hayes als High Sideryt. Die letzten Reste der toxischen Kristalle wurden entfernt. Ab und zu trafen sich einige von ihnen noch in der ehemaligen Basis, die irgendwann zu einer Bar umgebaut wurde, um in Erinnerungen zu schwelgen. Ivor Chan programmierte den dortigen robotischen Barkeeper. Als Sternfeuer, die von Mitgliedern des Arsenals entführt worden war, am 7. März 3808 in die SOL zurückkehrte, wurde sie in der Bar von ihren alten Kameraden Ivor Chan, Dan Jota, Malcish und Hirvy begrüßt. (Atlan 641, S. 62, 63)

Quellen

Atlan 510, Atlan 516, Atlan 521, Atlan 532, Atlan 534, Atlan 536, Atlan 588, Atlan 641