Flotte

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Begriff der Perry Rhodan-Heftserie. Für den Begriff der Perry Rhodan Neo-Serie, siehe: Flotte (PR Neo).
Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit Wachflotten im Allgemeinen. Für weitere Bedeutungen, siehe: Wachflotte.

Mit Flotte oder Raumflotte wird ein umfassender Verband aus mehreren Raumschiffen bezeichnet. Ein Verbundraumer ist dagegen keine Flotte.

Zivile Flotten

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Heft: PR 117
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Alle Schiffe eines Unternehmens, eines Konsortiums, eines Planeten oder einer Macht werden ebenfalls als Flotte bezeichnet. Dieser Begriff kann also sehr variabel eingesetzt werden. Auch die Gesamtheit der Raumtaxis eines Kleinunternehmens würde als Flotte bezeichnet, ebenso ein einzelner Terasammler.

Die Raumschiffe einer zivilen Flotte sind beispielsweise Transporter, Handelsraumer, Frachtraumer, Prospektoren oder Zubringer, und was immer man sich vorstellen kann. Der Leiter einer Flotte ist zumeist der Reeder.

Zu den bekanntesten Flotten in der Milchstraße gehören die Handelsraumer der Mehandor oder Springer. Obwohl nicht einer zentralen militärischen Macht zugehörig, sind ihre Schiffe jedoch wohl bewaffnet; ihre Struktur ist zumindest paramilitärisch.

Beispiele

  • Handelsflotte: Summe aller hauptsächlich zum Handel konstruierter Raumschiffe eines Reeders.

Militärische Flotten

Sowohl ein Großverband von Raumschiffen unter einem definierten Kommando als auch die Gesamtheit aller militärischen Schiffe einer Macht werden als Flotte bezeichnet. Das Führungsschiff einer Flotte ist das Flaggschiff.

Eine Raumflotte besteht gemeinhin aus mehreren unterschiedlichen Flottenverbänden. Je nach Aufgabe kann ein derartiger Verband größer sein als so manche Flotte.

Eine Großflotte kann aus mehreren Einzelflotten zusammengesetzt sein. Diese einzelnen Flotten wiederum bestehen ebenfalls aus einzelnen Verbänden. Kleine Verbände nennt man auch Geschwader.

Die Führungsschiffe der Geschwader werden nicht als Flaggschiffe bezeichnet, jedoch die einzelnen Führungsschiffe der Einzelflotten.

Der 82. Gemischte Stabilisierungsverband (82. GSV) der Solare Flotte ist um das Jahr 2435 einer der berümtesten Flottenverbände. Der Verband steht unter dem Kommando von General Ems Kastori. Die Nummer legt nahe, dass es noch mindestens 81 weitere GSV gibt – oder gegeben hat. Ein Verband hat immer ein Flaggschiff. Beim 82. GSV war es die VESPASIAN.

Gemischte Verbände oder Flotten bestehen aus Raumschiffen sehr unterschiedlicher Größen und Ausstattungen. Beim 82. GSV reisen beispielsweise eine Anzahl Leichter Kreuzer (mit 100 m Durchmesser), Schlachtkreuzer, Superschlachtschiffe und Ultraschlachtschiffe (2500 m Durchmesser) miteinander.

Beispiele

Einzelne Verbände können sehr unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Dementsprechend sind ihre Raumschiffe ausgerüstet und die Flotte/n zusammengesetzt:

  • Abwehrflotte: Schwerer, gegen einen speziellen Feind zusammengestellter Raumschiffsverband. – Die 196. Abwehrflotte des Solaren Imperiums hatte 3434 noch zehn Lazarettschiffe dabei; ob regulär, ist nicht bekannt.
  • Blockadeflotte: Schalenförmig gestaffelte, oft inhomogene Gruppe aus unterschiedlichsten Verbänden, um ein Ziel (beispielsweise ein Sternenfenster) vom An-, Ab- oder Durchflug anderer Raumschiffe abzuschneiden.
  • Entsatzflotte: Eigentlich ein Raumschiffsverband, der eine eingekesselte oder startunfähige Flotte unterstützen und retten soll. Auch lapidarer Ausdruck für eine Flotte, die eine andere aus der beliebigen brenzligen Situation ziehen oder unterstützen soll.
  • Exekutionsflotte: Rein auf Zerstörung eines Ziels ausgerichteter Verband.
  • Experimentalflotte: Um ein Experimentalschiff gruppierter Verband. Während das Experimentalschiff meist ein Technologieträger ist, ein geheimer Prototyp oder ein Waffenträger mit extrem hohem Wissenschaftler- oder Ingenieuranteil, begleiten die anderen Schiffe dieses als Schutzverband.
  • Explorerflotte: Raumschiffe sind mittelmäßig bis schwach geschützt, schwach bewaffnet, mit großer Reichweite und haben überdurchschnittlich gut ausgerüstete Forschungslabors. Sie entdecken neu zu kolonisierende Planeten und Ressourcen. Wissenschaftler-Anteil hoch.
  • Heimatflotte: Stark geschützter, stark bewaffneter, stark motivierter Verband mit teils sehr großen Einheiten, oft nur mittlerer Reichweite, meist mit planetengebundener Besatzung. Kann Garde-Aufgaben wahrnehmen.
  • Hilfsflotte: Aus zivilen oder halbzivilen Schiffen zusammengestellter Verband, der im Hinterland militärische Unterstützungsaktionen ausführt. Obwohl meist langsam, verwundbar, sehr schwach geschützt und kaum bewaffnet, tragen alle Schiffe militärische Kennzeichen und Transponder. Bislang im Perryversum allerdings nur selten dokumentiert. (PR-TB 234)
  • Interventionsflotte: Sofort kampfbereiter, schneller, stark geschützter, stark bewaffneter Verband mit großer Reichweite.
  • Kampfflotte: Gut geschützte, sehr stark bewaffnete Kampfeinheiten mit oft großer Reichweite. Oft inhomogene Besatzung, kaum Wissenschaftler. Benötigt aufgrund mangelnder Ressourcen oft eine Nachschubflotte. – Es gibt auch Schwere Kampfflotten: Die 24. Schwere Kampfflotte des Solaren Imperiums beispielsweise bestand aus 4500 Ultraschlachtschiffen und zahlreichen weiteren kleineren Einheiten.
  • Kriegsflotte: Gesamtheit aller militärischen Raumschiffe einer Macht, eines Planeten o. Ä.
  • Nachschubflotte: Aus mittelmäßig geschützten, sehr schwach bewaffneten Transporteinheiten und einem kleinen Begleitgeschwader bestehender Verband.
  • Offensivflotte: Eine bei der USO gebräuchliche Bezeichnung. Die 14. Schwere Offensiv-Flotte umfasste circa 800 Raumschiffe.
  • Robotflotte: Besteht aus selbstständig agierenden Raumschiffen ohne eigene Besatzung. Werden zu Langzeit- oder Risiko-Einsätzen benötigt.
  • Spezialflotte: Entsprechend des Einsatzes sehr speziell zusammengestellter Verband, oft technisch umgerüstet
  • Schlachtflotte: Schwerer oder schwerster Kampfverband, bei dem die kleinste Einheit mindestens ein Schlachtkreuzer ist.
  • Sonderflotte: Ähnlich Spezialflotte.
  • Tenderflotte: Gesamtheit oder Teil der Flottentender einer Macht. Gemeinhin werden die Tender jedoch einzeln oder in Gruppen anderen Flottenverbänden zugeordnet.
  • Thronflotte: Zum schnellen und schlagkräftigen Einsatz zusammengestellte Flotte eines höchst feudalaristokratischen Herrschers; besteht meist aus motivierten, modernen, bestbezahlten Eliteverbänden und untersteht keinem anderen Planungsstab. Kann auch andere Privilegien genießen; kann Garde- oder (militär)-polizeiliche Funktionen übernehmen. Wird oft als Trumpfkarte oder letzte Reserve verwendet. Die Thronflotte ist um ein besonderes Flaggschiff gruppiert, bei den Arkoniden beispielsweise ein fliegender Palast.
  • Wachflotte: Gut geschützte, mittelmäßig bewaffnete Kampfeinheiten mit geringer Reichweite, hochgezüchteten Ortungsanlagen; Besatzung oft planetengebunden.
  • ...

Diese Unterteilungen sind zunächst rein theoretisch. De facto kann aufgrund des tatsächlich vorhandenen Materials und entstehenden Verlusten die Zusammenstellung einer Flotte oder eines Schiffsverband im Laufe der Zeit stark variieren.

So gut wie alle raumfahrenden Völker besitzen eigene Raumflotten. Die zahlenmäßig größten Flotten der Milchstraße zu Beginn des 14. Jahrhunderts NGZ besitzen die Arkoniden, die Blues und die LFT mit der Liga-Flotte. Sehr beachtenswerte Flotten haben zudem die Posbis und die Haluter. Die Posbis und die LFT (mit LFT-BOXEN) verfügen über das größte militärische Schiffsvolumen.

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Heft: PR 1985
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Kommando

Einzelnen Verbänden steht, je nach Größe und Aufgabe, zumeist ein General oder Admiral vor oder ein Kommandant ähnlicher Ausbildung, Autorität oder Titelbezeichnung. Großflotten werden meist durch einen Marschall geführt. (In der LFT tritt meist ein unbetitelter Zellaktivatorträger an deren Stelle.)

Unterverbänden, gerne auch als Flottillen bezeichnet, steht oft ein Kommodore vor oder ein Befehlshaber ähnlicher Ausbildung und Autorität.

Der höchste Kommandant einer Flotte wählt sich meist, aber nicht zwingend, das größte, kampfstärkste, modernste oder repräsentativste Schiff als Flaggschiff aus. Hier befindet sich auch sein Kommandostab. Sobald der Kommandostab offiziell auf ein anderes Schiff umzieht, wird jenes zum Flaggschiff.

Die Gesamtheit der Flotte wird von einem Oberkommando befehligt. Ein historischer Ausdruck hierfür ist Admiralität. Hier sind die höchsten militärischen Amtsträger vereinigt. In nichtautoritären Verwaltungen werden diese wiederum von einem nichtmilitärischen Amtsträger befehligt, beispielsweise einem Minister, der nicht zugleich Regierungschef ist.

Beiboote

Bei großen Raumschiffen, beispielsweise Trägerschiffen, wird die Gesamtheit der großen Beiboote ebenfalls gerne als »Flotte« bezeichnet. Dieser Begriff ist zwar bildhaft, jedoch inoffiziell und nichtmilitärisch. Der korrekte und mengenunabhängige Begriff ist Flottille.

Die kleinste Einheit mehrerer kleinerer Beiboote ist eine Staffel. Die nächst größere Ordnung ist ein Geschwader.

Staffeln, Geschwader und Flottillen haben keine Flagg-, sondern nur Führungsschiffe.

Geschichte

Die Bau der ersten terranischen Flotte begann 1972. Perry Rhodan bat die Weltregierungen um Geld für dieses Unterfangen und wollte mit seiner Firma GCC ebenfalls einen großen Betrag beisteuern. So kamen schließlich 70 Milliarden Dollar zusammen, so dass man anfangen konnte, Werke und Produktionsstätten für die Massenfertigung zu bauen. 18 Milliarden stammten von den USA. (PR 7)

Quellen