Haluter

Aus Perrypedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Haluter entstammen der so genannten Bestien-Völkerfamilie und sind ein Volk von eingeschlechtlichen Wissenschaftlern und Forschern. Ihr Heimatplanet ist Halut.

Erscheinungsbild

PR2561.jpg
Heft: PR 2561
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR0446Illu 2.gif
Heft: PR 446 – Innenillustration 2
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Die Haluter sind 3,5 Meter hohe und zwei Tonnen schwere Giganten, angepasst an eine Schwerkraft von 3,6 Gravos, mit einer Schulterbreite von 2,5 Metern. Der schwarzhäutige Körper ist gedrungen und extrem kräftig gebaut. Sie besitzen zwei säulenartige Beine und zwei Armpaare, von denen das untere an der Brust ansetzt und Laufarme genannt wird. Mit diesen Armen und den Beinen können sie sich auf alle Viere niederlassen und Geschwindigkeiten von über 120 Kilometern pro Stunde erreichen. Das obere Armpaar, das an der gleichen Stelle wie beim Menschen sitzt, wird als Handlungsarme bezeichnet. Hände und Füße haben je sechs Finger respektive Zehen.

Der 50 cm hohe und ein Meter breite, drehbare, halbkugelförmige Kopf sitzt ohne erkennbaren Halsansatz auf dem Rumpf. Das Gesicht wird von einem breiten, schmallippigen Mund mit Kegelzähnen und den drei rötlich glühenden, 20 Zentimeter durchmessenden und auf bis zu 40 cm langen Augenstielen ausfahrbaren, infrarotempfindlichen Augen mit Lamellenlidern dominiert. Seitlich am Kopf sitzen zwei winzige Ohr-Löcher, die, wie die flachen Nasenöffnungen auch, durch Hautfalten verschlossen werden können.

Siehe auch: Galerie Haluter

Physiologie

Informationsverarbeitung

Haluter besitzen zwei durch eine horizontale Knochenplatte getrennte Gehirne:

  • Das obere wird als Ordinärhirn bezeichnet und kümmert sich um die Körperfunktionen und Gefühle und entspricht damit in etwa einem terranischen Gehirn.
  • Das untere, das Planhirn, ist dagegen ein organischer Computer mit der Leistungsfähigkeit einer Positronik. Es erlaubt den Halutern, schnell und präzise absolut logische Schlussfolgerungen zu ziehen und komplexe Berechnungen auszuführen. Die für Haluter kleinste wahrnehmbare Zeiteinheit sind zehn Nanosekunden (womit sie eine 5.000.000-mal präzisere Zeitwahrnehmung haben als ein Terraner). (PR 606)

Normalerweise arbeiten beide Gehirne synchron, aber es ist dem Haluter auch möglich, beide Gehirne zu entkoppeln. Daraus resultiert, dass Haluter praktisch nicht geistig beeinflussbar sind, da auch bei manipuliertem Ordinärhirn das Planhirn die Körperkontrolle übernehmen und kalt-logisch das Problem lösen kann. Ferner sind Haluter durch das Planhirn in der Lage, ihre Körperbewegungen nach Millisekunden zu steuern.

Drangwäsche

Hauptartikel: Drangwäsche.

Als Drangwäsche (halutisch: Vurhartu) wird ein Zustand bezeichnet, in dem Haluter für begrenzte Zeit eine Charakterwandlung durchleben. Ansonsten generell friedliebend sehnen sie sich im Zustand der Drangwäsche nach Abenteuern und müssen sich körperlich austoben. Dieser Zustand wird als ein biologisches Erbe der Bestien-Vorfahren angesehen. (PR 2518 E, Kap. 5)

Metabolismus / Strukturumwandlung

PR2780.jpg
Heft: PR 2780
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bei Gefahr können Haluter dank ihres speziellen Metabolismus ihre Körperstruktur auf molekular-atomarer Basis willentlich umwandeln (Strukturumwandlung). Ihr Körper wird damit härter als Terkonit, so dass es schon eines schweren Schiffsgeschützes bedarf, um einem Haluter in diesem Zustand gefährlich werden zu können. In dieser Verfassung, der so genannten sekundären Zellstruktur, können sie sich jedoch nur langsam bis gar nicht fortbewegen. Dank ihres Metabolismus können sie fünf Stunden ohne Schutzanzug im Vakuum überstehen.

Ihr Verdauungssystem, auch gerne als Konvertermagen bezeichnet, kann aus praktisch jeder beliebigen zugeführten Materie die für den Körper notwendigen Stoffe extrahieren und umwandeln. Auf ähnliche Weise werden Gifte neutralisiert. Aufgrund ihrer Fähigkeit Materie jeder Art verwerten zu können, kennen die Haluter kein Gefühl des Ekels vor verwesender Materie. (PR 213)

Analog zum Konvertermagen sind die Lungen der Haluter in der Lage, jedes Gasgemisch in ein atembares umzuwandeln. (PR 764, S.19)

Sie besitzen zwei Herzen, von denen das eine links und das andere rechts sitzt. Normalerweise schlägt »nur« ein Herz. Das andere kann bei hohen Belastungen durch Willenskraft zugeschaltet werden. Ebenso kann durch willentliche Beeinflussung von einem Herz auf das andere Herz umgeschaltet werden, wobei das erste Herz stillgelegt werden kann. (PR 200)

Anmerkung: Entgegen anderer Spekulationen stammt der Spruch: »Ich bin schon 2800 Jahre alt, aber ich habe die Kraft der zwei Herzen!« nicht von einem Haluter.

Haluter erreichen ein Spitzentempo von 120 Kilometern pro Stunde, was sie 15 Stunden lang durchhalten können.

Sie sind eingeschlechtlich und benötigen zur Fortpflanzung keinen Sexualpartner. Die Schwangerschaft kann willentlich eingeleitet werden oder durch Todesahnung ausgelöst werden. Da die Haluter ihre Bevölkerungszahl konstant halten wollen, geschieht die willentliche Einleitung einer Schwangerschaft meist nur, wenn ein anderer Haluter stirbt. Wenn ein Haluter »schwanger« wird, wechselt seine Hautfarbe von schwarz zu grün. Die meisten ziehen sich dann zurück und wollen nicht gestört werden. (PR 730)

Anmerkung: Icho Tolots Schwangerschaft wurde durch den Durchflug der SOL durch die Große Schwarze Null ausgelöst und dauerte, wenn vorausgesetzt wird, dass Icho Tolot den Durchgang in Stasis verbrachte, drei Monate. (PR 730)

Haluter werden durchschnittlich 3000 Jahre alt. (PR 764, S. 23, PR 764 – PRC)

Stammbaum

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Skoars
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestien
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pelewons
 
 
Mooghs
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Haluter
 
 
Uleb
 
 
Zweitkonditionierte
 
 
Mikro-Bestien
 
 
Makro-Bestien
 
 
Charnaz Bakr
 


Bekannte Haluter

Gesellschaft

Politische Struktur

Aufgrund der extrem individualistischen Struktur ihres Wesens gibt es keine wie auch immer geartete Regierungsform auf Halut. Am ehesten trifft die Bezeichnung Individual-Autarkie zu. Es gibt keine Währung und die technischen Einrichtungen sind innerhalb vernünftiger Grenzen allen Halutern zugänglich.

Bei wichtigen, alle Haluter betreffenden, Entscheidungen spricht der so genannte Rat der Alten Empfehlungen aus. Dieser Rat setzt sich aus den jeweils ältesten und somit erfahrensten Halutern zusammen. Ihr Vorschlag hat zwar keine bindende Wirkung, jedoch halten sich die übrigen Rassegenossen nahezu immer daran. Die einzige bekannte Ausnahme geschah am 29. Oktober 2436, als Icho Tolot entgegen des Rates des damals ältesten Haluters, Waxo Khana, einem terranischen Einsatzkommando unter Vivier Bontainer auf Halut half, nach Unterlagen über den Psychogen-Regenerator zu suchen.

In der Zeit ihres Exils während der Monos-Ära bestand jedoch eine Art Regierung in Form des Gremiums der Zweitausendjährigen. (PR 1467)

Sitten und Gebräuche

Für Außenstehende ist es manchmal schwierig, die Gebräuche und Sitten der Haluter zu verstehen. Einige Tabus sind so streng, dass man eine tödliche Konfrontation heraufbeschwören kann, wenn man sie bricht. So machte Alaska Saedelaere mal den Fehler, Icho Tolot auf den Zustand seiner Schwangerschaft anzusprechen, obwohl dieser sehr deutlich gemacht hatte, mit niemandem darüber reden zu wollen. Er hatte Glück, am Leben gelassen zu werden, doch Tolot kündigte ihm die Freundschaft wegen seines Verstoßes. (PR 731)

Die Einhaltung der Privatsphäre ist den Halutern sehr wichtig: Zitat: [...] »So bitte ich doch zu bedenken, daß ein Haluter über die Verletzung seiner Privatsphäre sehr ungehalten werden kann.« [...] Parese Kerk zu Gia de Moleon. (PR 1800)

Wertvorstellungen

Zitat: [...] »Wir Haluter schätzen persönlichen Mut, Opferbereitschaft und planvolles Denken. Aber noch mehr lieben wir den Scherz und das Spiel mit den Gewalten der Natur.« [...] (PR 200)

Sprache

Die Sprache der Haluter ist das Halutisch. (PR 213) Ein bekanntes Wort ist »taravat«, was so viel wie »ehrenhaft« oder auch »Hochwürden« bedeutet. (PR 1418)

Höflichkeit und Freundschaft

Es fällt auf, dass die Haluter untereinander, aber auch gegenüber anderen das distanzierte »Sie« dem vertraulichen »Du« vorziehen. Nur im Umgang mit Terranern oder befreundeten Nichthalutern hat sich das »Du« zwischenzeitlich durchgesetzt. Ferner gilt die angehängte Silbe -os oder -tos an den Nachnamen – zum Beispiel Tolotos, Lerzos – als Ausdruck besonderer Wertschätzung. Bei Nichthalutern wird daraus zum Beispiel »Rhodanos« oder »Guckytos«. Bei Wesen mit nur einem Namen, wie Gucky, wird dieser Name als Nachname eingestuft.

Ausschließlich blutsverwandte Haluter hängen untereinander an den Vornamen des Elters oder des Kindes die Silbe -os an. (Lemuria 4)

Mythologie

Die Haluter sind praktisch allen bekannten Lebewesen körperlich und geistig überlegen. Dennoch haben auch sie einige mythologische Legenden entwickelt, in der Dinge vorkommen, die die Haluter noch bei weitem übertreffen. So gibt es verbrämte Erzählungen von einem Ultimaten Stoff, einer Ultimaten Energie und Ultimaten Lebewesen.

Diese Ultimaten Lebewesen sind unverwundbar, von immenser Körperkraft oder großen geistigen Fähigkeiten und können in jeder Umgebung, auch im Vakuum, überleben. (PR 1073)

Raumschiffe

PR2321.jpg
Heft: PR 2321
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Im Unterschied zu den späteren kleinen, meist einsitzigen Raumschiffen, entwickelten die Bestien/Alt-Haluter zur Zeit des lemurisch-halutischen Krieges auch schwerstbewaffnete und zur damaligen Zeit fast unbesiegbare Superschlachtschiffe mit einem Durchmesser von 1700 Metern.

Diese mit Intervallkanonen und Paratronschirmen ausgerüsteten Giganten übertrafen damit selbst die größten lemurischen Schlachtschiffe mit einem Durchmesser von 1600 Metern. (Lemuria 5)

Die klassischen Raumschiffe der Haluter sind kugelförmig, wobei der untere Pol abgeflacht ist.

Sie haben in der Regel einen Durchmesser von etwa 100 Metern. Die Farbe ist tiefschwarz. Haluterschiffe sind hochautomatisiert, so dass ein Haluter als Pilot ausreicht. Die Schiffe haben seit jeher einen hohen technologischen Standard und sind schwer bewaffnet.

Technische Daten: Raumschiff der Haluter (um 2437)
Typ: Kugelraumer
Größe: 120 m Durchmesser
Aufbau: Abflachung am unteren Pol, 4 Teleskoplandestützen
Bordrechner: Positronik
Unterlichtantrieb: 12 Impulstriebwerke
Überlichtantrieb: Lineartriebwerk, Dimetranstriebwerk
Offensivbewaffnung: 6 Intervallkanonen, 6 Thermokanonen, Abwehrraketen
Defensivbewaffnung: Paratronschirm
Besatzung: 1 Haluter
Abbildung
Risszeichnung: »Raumschiff der Haluter« (PR 511) von Rudolf Zengerle

Bekannt geworden ist auch ein diskusförmiges Raumschiff, das von einer Person gesteuert werden konnte. Dieser tiefschwarze Diskusraumer hatte in etwa die Größe eines terranischen Kreuzers und sah aus wie zwei mit den Öffnungen übereinander gestülpte Schalen. Das Triebwerk befand sich in der Mitte der Rumpfunterseite. Die Landung erfolgte auf einem Prallschirm, der von zerbrechlich wirkenden Teleskoplandestützen ergänzt wurde. (PR 200)

Nach dem Hyperschock werden die 100-Meter-Schiffe als Kernzellen für Modulraumer umgebaut.

Es werden unterschiedliche Blockschalen angeflanscht, die das Schiffsvolumen um circa 22 Millionen Kubikmeter und den Durchmesser auf 350 Meter vergrößern. Die schalenförmigen Außensegmente enthalten zusätzliche Aggregatblöcke und können sehr schnell ausgetauscht werden.

Technische Daten: Raumschiff der Haluter (um 1344 NGZ)
Typ: Schwarzer Kugelraumer
Größe: 350 m Durchmesser
Aufbau: 100 m Kernzelle
Unterlichtantrieb: 24 Protonenstrahl-Impulstriebwerke, 24 Gravotron-Feldtriebwerke, Antigravtriebwerk
Beschleunigung: 100 km/s2
Überlichtantrieb: 10 Linearkonverter
Reichweite: je Konverter 25.000 Lichtjahre (Etappenreichweite max. 500 Licht­jahre)
Offensivbewaffnung: 20 Transformkanonen mit Kaliber bis 100 Megatonnen, 2 Paratronwerfer, 10 Impulsstrahler, 20 MVH-Überlicht-Geschütze, 10 MVH-Sublicht-Geschütze, Raumtorpedos/Marschflugkörper, Raum-Boden-Flugkörper, Störsonden, Raumminen etc.
Defensivbewaffnung: Prallschirme, HÜ-Schirm, Paratronschirm
Energieversorgung: 2 Nug-Schwarzschild-Reaktoren mit je drei Reaktoren plus fünf Reserve-Reaktoren, 24 NUGAS-Schwarzschild-Reaktoren der 24 Protonenstrahl-Impulstriebwerke, 50 Haupt-Fusionsreaktoren, Hunderte kleiner Autark-Fusi­onsreaktoren
Besatzung: 1 Haluter
Abbildung
Risszeichnung: »Extraterrestrische Raumschiffe – Raumschiff der Haluter« (PR 2367) von Tobias Marecek

Bekannte Raumschiffe

Geschichte

Lemurisch-halutischer Krieg

Laut den Forschungen Icho Tolots in den althalutischen Archiven (PR 395, Lemuria 5) sandten die Uleb, als sie 50.300 v. Chr. Zeitexperimente der Lemurer orteten, 300.000.000 Bestien aus der Großen Magellanschen Wolke in die Milchstraße, um die Zeitverbrecher zu bestrafen.

Diese ließen sich auf Halut nieder und griffen 50.080 v. Chr. Lemur an. In dem fast hundertjährigen Lemurisch-halutischen Krieg zerstörten sie das Große Tamanium und rotteten die Lemurer fast aus.

Eine davon abweichende Überlieferung (PR 372):

Etwa 500.000 der so genannten Ur-Haluter wehrten sich vor etwa 60.000 Jahren gegen die Konditionierung durch die Symboflex-Partner und flüchteten aus den Magellanschen Wolken in die Milchstraße und gründeten auf Halut eine neue, von der Ersten Schwingungsmacht (scheinbar) unerkannte Zivilisation.
10.000 Jahre später jedoch brachen die Bestiengene - gesteuert von der Ersten Schwingungsmacht - durch und die Haluter überzogen die Milchstraße mit einem fürchterlichen Krieg, der letztlich in der Vernichtung des lemurischen Imperiums endete.

Während des Krieges gelang es Lemurern der geheimen Forschungswelt Scimor die geheime Position Haluts zu ermitteln und dort Psychogen-Regeneratoren zu installieren. Dadurch wurden aus den kriegerischen Alt-Halutern die friedfertigen Haluter der Neuzeit.

Nach der Befriedung

Sie zogen sich als friedliche Philosophen und Wissenschaftler nach Halut zurück und beschränkten ihre Zahl auf 100.000. Die Koordinaten von Halut blieben geheim.

Nur zu Drangwäschen oder Forschungszwecken verließen sie ihre Welt. Kristallprinz Atlan da Gonozal wurde um 8000 v. Chr. während der Methankriege mit einem halutischen Drangwäschekommando konfrontiert.

Anmerkung: Bereits im Jahr 1976 v. Chr. strandete der geistig gestörte Haluter Ternal Malat auf der Erde und es kam zum Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung. (PR-TB 173)

Icho Tolot, Andromeda und die Zeitpolizei

PR0200.jpg
Heft: PR 200
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zum ersten Kontakt zwischen Terranern und Halutern kam es im Jahr 2400 durch den Haluter Icho Tolot. Kurze Zeit später drangen die Terraner gemeinsam mit Icho Tolot über die lemurischen Sonnentransmitter nach Andromeda vor. Durch den Zeittransmitter Vario der Meister der Insel wurde die CREST III zusammen mit Icho Tolot mehr als 50.000 Jahre in die Vergangenheit, in die Zeit des lemurisch-halutischen Krieges, versetzt.

Im Jahre 2436 unterstützten die Haluter Terra entscheidend in der Auseinandersetzung mit der Zeitpolizei. Icho Tolot und Fancan Teik halfen der CREST IV beim Angriff auf OLD MAN. Durch die Wechselwirkung zwischen dem Paratronschirm ihres Schiffes und den Paratronfeldern der Dolans auf dem Robotgiganten, wurden sie gemeinsam mit der CREST IV nach M 87 geschleudert.

Das Drangwäschekommando Pinar Alto, Hisso Rillos und Upper Kisca drang kurze Zeit später in ein Paratron-Arsenal der Zweitkonditionierten vor und zerstörten die »Produktionsstätte« der Symboflex-Partner. Upper Kisca fand dabei den Tod. Später folgten die Überlebenden Pinar Alto, Hisso Rillos mit dem übergelaufenen Zweitkonditionierten Tro Khon und der knapp 3000 m großen BOX-13111 der Posbis der CREST IV nach M 87.

Eine halutische Flotte schlug 2437 in letzter Minute den Großangriff der Dolans auf das Solsystem vernichtend zurück.

Laren-Herrschaft

Zwischen 3460 und 3584, während der Besatzung durch die Laren, verließen die Haluter die Milchstraße und zogen sich auf den Planeten Terzrock zurück. Dorthin wurden schon immer Neugeborene archaischen Typus, manche vier Meter große »Riesen«, deportiert.

Im Jahre 3580 nahmen die Haluter an der Geheimkonferenz zur Gründung der GAVÖK teil. Sie waren bereit, einen wesentlichen Anteil im Kampf gegen die Laren zu übernehmen; dazu wurde die Bevölkerungsgrenze von 100.000 Individuen überschritten sowie umfangreiche Maßnahmen für einen Krieg getroffen. Sie hatten Halut verlassen und waren in die Kleine Magellansche Wolke gezogen, um dort unbeobachtet vom Konzil auf unbesiedelten Planeten Kolonien zu gründen. Die Haluter verlangten im Gegenzug die Einigung der zerstrittenen Milchstraßenvölker. Trotz ihres Engagements waren sie kein Mitglied der GAVÖK, da sie sich als völlig unabhängig betrachteten und sich durchaus auch alleine in der Lage sahen, sich gegen die Laren zu wehren. (PR 725) Ihre Skepsis wurde zunächst bestätigt, da ein Jahr lang fast nichts passierte, während die Völker der GAVÖK sich nur gegenseitig misstrauisch umkreisten. Als die Haluter von Perry Rhodans Ankunft in der Milchstraße erfuhren, nahmen sie sofort Kontakt zu ihm auf, machten ihm aber klar, dass sie ihre Position nicht ändern würden, solange die GAVÖK sich nicht einigte. Rhodan versprach, alles zu tun, um dies möglich zu machen. (PR 760)

...

Durch die Kannibalkristalle wurde die Aggressivität der Haluter auf Terzrock gesteigert, bis es Erger Darg zusammen mit Ronald Tekener und Jennifer Thyron gelang, mit den Brindors die Kristalle zu neutralisieren. (PR 826, PR 835)

Nach der Larenherrschaft

Kurz nach der Larenherrschaft unterstützten die Haluter die GAVÖK, ohne selbst Mitglied zu sein. Nach der Krise mit den Kannibalkristallen (PR 835) stellten sie zum Dank ein nicht unbeträchtliches Kontingent von 111 Kampfschiffen für die Flotte der GAVÖK zur Verfügung. (PR 924)

...ToDo: 446 NGZ Austritt aus dem Galaktikum, Rebellion (PR 1321)...

Nach dem DORIFER-Schock

Als Mitglieder des Galaktikums nahmen die Haluter nach dem DORIFER-Schock am Hundertjährigen Krieg teil. Im Jahr 485 NGZ kam es zu einem Angriff der Blitzer auf Halut, den die Haluter abwehren konnten. Da sie aufgrund aufgefangener Funksendungen eine Wiederholung des Angriffs erwarteten, verließen sie Halut erneut (491 NGZ). Im Folgejahr 492 NGZ wurde Halut tatsächlich von einem Angriff der Blitzer verwüstet.

Die Haluter verbargen sich in abgelegenen Gebieten der Milchstraße. Als sie 494 NGZ feststellten, dass eine Barriere um die Galaxis errichtet wird, verließen sie die Milchstraße. Im Januar 495 NGZ sammelten sie sich beim Punkt Baranosch, einem Ort, der 113.000 Lichtjahre von der Milchstraße entfernt in Richtung Andromeda im intergalaktischen Leerraum liegt.

Bis zum Jahr 549 NGZ verteilten sich die Haluter auf mehr als einhundert von Intelligenzen niedriger Entwicklungsstufen bewohnten Planeten. Schließlich siedelten sich alle jedoch auf dem von Talspat Far in der Zwerggalaxie IC 1613 entdeckten Planeten Halutokoor (Sehnsucht nach Halut) an.

Während sich auf Halutokoor einerseits Agonie und Desinteresse ausbreiteten, kam es immer häufiger zu Drangwäscheperioden einzelner Haluter. Im Jahr 750 NGZ befanden sich mehr als vierzigtausend Haluter in der Drangwäsche. Diese lebten sie meist in den Maffei-Galaxien aus.

Als Dipro Phara 906 NGZ das Zentralplasma auf Dongan im Halpora-System im Halo von Andromeda entdeckte, siedelten die Haluter auf Dongans Nachbarplaneten Halpat um. Nach einigen Missverständnissen arbeiten seit 999 NGZ die Haluter gemeinsam mit dem Zentralplasma daran, die superhochfrequente Strahlung des Kontrollfunknetzes der Cantaro nachzubilden.

Nach der Monos-Herrschaft

Nach Monos' Sturz 1147 NGZ, unter maßgeblicher Beteiligung der Haluter und der mit ihnen verbündeten Posbis, kehrten sowohl Haluter als auch Posbis von Halpat im Halpora-System im Halo von Andromeda in die Milchstraße beziehungsweise zur Hundertsonnenwelt zurück. Halut wurde dabei durch Halutforming rekultiviert.

Wieder zurück in der Milchstraße sprach sich eine überwältigende Mehrheit der Haluter für einen erneuten Beitritt zum Galaktikum aus. Icho Tolot erhielt das Angebot, sein Volk als Galaktischer Rat im Galaktikum zu vertreten. Dieser zog es aber vor, das Amt an Lingam Tennar abzugeben. (PR 1500, S. 32)

1240 NGZ stürmte ein TLD-Einsatzteam Icho Tolots Wohnung auf Halut, um mehr über die Camelot-Gruppe zu erfahren. Die Haluter brachen daraufhin alle Kontakte mit Terra ab. Erst 48 Jahre später – 1288 NGZ – halfen die Haluter wieder der LFT gegen die Tolkander Invasion.

Etwa drei Jahre später erwarb das Volk der Haluter den größten arkonidischen Flottentender, die SHE'HUAN, und brach 1291 NGZ mit diesem Schiff und 800 halutischen Schiffen nach Chearth auf, um den Gharrern gegen die Guan a Var beizustehen.

Nach der Rückkehr der meisten Haluter in die Milchstraße flogen 5000 Haluter mit der SHE'HUAN, beladen mit Hilfsgütern, ins Thorrtimer-System in DaGlausch und blieben dort, um Alashan zu beschützen.

SEELENQUELL

Während der Bedrohung durch SEELENQUELL halfen die Haluter 1304 NGZ beim Eintritt des Krisenfalls Karthago mit 50.000 Kampfschiffen unter Leitung von Mon Vanta bei der Verteidigung des Solsystems gegen den Großangriff der Arkoniden.

Die Befreiung von Ertrus von der arkonidischen Besatzung erfolgte Ende Mai 1304 NGZ durch 35.000 halutische Kampfschiffe. 209 Haluter starben bei der Befreiung von Ertrus, unter ihnen ihr Kommandeur, Mon Vanta.

Nach dem Hyperschock

In der Folgezeit zogen sich die Haluter weitgehend von der galaktischen Bühne zurück. Diese Zurückhaltung wurde nach dem Hyperschock vom September 1331 NGZ noch verstärkt. Die Haluter nahmen deshalb auch nicht an der Aufbaukonferenz der Völker vom 4. Februar 1344 NGZ teil.

In der Nähe von Halut wurde das Kolonnen-Fort TRAICOON 0106 aufgebaut. Da die Haluter befürchteten, sie selbst sollten als Ressource in die Terminale Kolonne TRAITOR eingegliedert werden, verließen sie am 11. Oktober 1344 NGZ auf Drängen von Icho Tolot ihre Heimatwelt fluchtartig und begaben sich unter höchster Geheimhaltung in den Sternhaufen Omega Centauri, wo sie am Unternehmen KombiTrans mitarbeiteten. (PR 2321, PR 2364) Einige Haluterschiffe beteiligten sich an der Expedition nach Hangay. Teilnehmer waren unter anderem Icho Tolot und Domo Sokrat. Nach dem Verlust des Kharag-Sonnendodekaeders an TRAITOR brachen einige Flottenteile der Haluter nach Andromeda und Pinwheel auf.

Ein Beobachter der Haluter nahm im Juni 1346 NGZ an einer Geheimkonferenz der Galaktiker in Aarus-Jima teil, in deren Verlauf das Neue Galaktikum gegründet wurde.

In Andromeda wurde ein Halutisch-terranischer Stützpunkt eingerichtet. Die Friedensfahrer nahmen im Juli 1346 NGZ mit dem dortigen Sprecher Rabun Elveyn Kontakt auf. Die Haluter beteiligten sich an Einsätzen, durch die die Kabinettisierung der Planeten Tefrod und Kepekin II verhindert werden konnte. (PR 2427)

Anfang 1349 NGZ befanden sich insgesamt 51.302 Haluter auf ihrem Heimatplaneten. In den folgenden Jahrzehnten wurden knapp 50.000 Haluter geboren, die im Jahre 1463 NGZ weniger als 115 Jahre alt waren. Sie hatten meist eine andere Vorstellung als ihre Eltern, waren Traditionsbrecher, tatendurstig, dynamisch und gingen »ihren eigenen Weg«.

Die 2898 in Andromeda überlebenden Haluter zeugten nicht einmal hundert Nachkommen. Alle Andromeda-Haluter gaben sich »halutischer« als die ohnehin schon sehr höflichen, zurückhaltenden Milchstraßen(Alt-)Haluter.

Nach Abzug der Terminalen Kolonne TRAITOR lebten noch 51.302 Haluter auf Halut. Bis 1360 NGZ wurden in rascher Folge so viele Haluter geboren, dass die »klassische« Zahl von 100.000 wieder erreicht wurde. Diese Jung-Haluter, die um 1469 NGZ auch noch knapp die Hälfte der Population ausmachten, traten anders als bisher gewohnt durchaus nicht nur als Individualisten auf. Besonders stark fiel ihr Engagement im Neuen Galaktikum auf. (PR 2632, Kommentar)

...

Die Haluter in der »Falschen Welt«

In einer potentiellen Zukunft des Jahres 2577 NGZ waren die Haluter bis auf 95 Individuen von einer Seuche ausgelöscht worden. Auch Icho Tolot war dieser trotz seines Zellaktivators erlegen. Die Überlebenden wurden ohne ihr Wissen in einer Messingwelt im Inneren der Großbiopositronik APASHEMION gefangen gehalten, um deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Obwohl ihnen beim Verlassen der Messingwelt der Tod drohte, entsprachen die Haluter Atlans Bitte, ihm in der realen Welt dabei zu helfen, in das Atopenschiff 236-COLPCOR einzudringen. Bei dem Einsatz starben auch diese letzten 95 Haluter entweder bei den Kämpfen mit den Truppen von Matan Vedris Molahud oder an den Folgen eines ihnen im APASHEMION eingeflößten Giftes. (PR 2814, PR 2815)

Quellen