Kavernen (Medusa)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit den Kavernen des Planeten Medusa. Für weitere Bedeutungen, siehe: Kavernen.

Die Kavernen Medusas befinden sich auf dem Planeten Medusa. Sie stellen ein riesiges subplanetares Habitat für Terraner, Kerouten, Laren und andere Wesen dar.

Übersicht

Einige Kilometer unter der Planetenoberfläche existieren riesige natürliche Kavernenwelten mit einem darin befindlichen Kavernenozean. Die Kavernenwelten unter Tage sind einzigartig. Sie sind ungewöhnlich groß, liegen tief unter der Oberfläche und bieten die einzige reale Möglichkeit auf Medusa für ein normales Leben sauerstoffatmender und auf Normaltemperaturen basierender Lebewesen. Die Kavernen stellten die Fluchtburg der von Kerout vertriebenen Kerouten dar, mitsamt ihrem neuen Haupt-Ort Neu Kerout (PR 2805)

Maßgeblich verantwortlich für die Anpassung der Kavernen an die Bedürfnisse der Kerouten war die larische Geoarchitektin Brea-Sil. Daher trug die von ihr erschaffene Welt bei vielen Bewohnern und Mitarbeitern auch den Namen Brea-Sils Land. (PR 2817, S. 39)

Zugänge

Die Kavernen besitzen eine ganze Reihe an Zugängen, unter anderem direkt am Südpol. Wenige hundert Kilometer vom Südpol entfernt und fast direkt neben dem größten Schacht in das Kavernensystem befand sich ein als Raumhafen bzw. Landefeld genutztes Gebiet. (PR 2817, S. 27) Dieser Schacht, mit einem Prallfeld gegen die Außenwelt abgeschottet, ist kilometerweit durch das Licht sichtbar, das aus ihm herausströmt und in Form eines Lichtdoms die Atmosphäre und die fliegenden Eiskristalle nahe dem Zugang erleuchtet. Dieser Schacht kann durch kleine und das Prallfeld passierende Beiboote genutzt werden. (PR 2817, S. 28) Auf dem Weg durch den Schacht, der meist aus natürlich gewachsenem Gestein besteht, sind immer wieder graublaue metallische Verstärkungsringe in den Schachtwänden sichtbar, die technische Installationen und Lampen enthalten, die den Schacht hell erleuchten. (PR 2817, S. 31)

Bis zur Versetzung Medusas in den interstellaren Leerraum konnte die Sauerstoffatmosphäre Medusas ungehindert in die Kavernen gelangen. Nach der Versetzung des Planeten und dem dann zwangsläufigen Ausfrieren der Atmosphäre an der Oberfläche hielten allein Prallfelder über den Eingängen den Druck der warmen Sauerstoffatmosphäre in den Kavernen.

Geografie und Klima

PR2817.jpg
   → Golddämmer (überall)
   → Wolken & Wolkendunst (Mitte)
   → Kavernenozean (Mitte unten)
   → Stummrufer in der Luft (links)
   → Steinland mit Strand (unten)
   → Kunstsonne (links oben)
   → Kraftfeldschiene (oben)
   → Anuupi (rechts oben)

Heft: PR 2817
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
PR2827.jpg
   → Ehernes Gewölbe (hinten)
   → Kavernenozean (Mitte)
   → Künstliche Insel (Zentrum)
   → Steinland mit Strand (unten)

Heft: PR 2827
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Größe

Die subplanetaren Hohlräume des Planeten Medusa entstanden auf natürliche Weise. Es handelt sich um ein gewaltiges System aus miteinander verbundenen Kavernen in etwa 5 km Tiefe, wobei die größte, die Primärkaverne, im Zentrum liegt. Von der Primärkaverne gehen strahlenartig Ausleger in die Fläche, die sich wiederholt in Sekundärkavernen aufweiten. Das Kavernensystem nimmt insgesamt 7,5 Mio km2 ein, was dem Dreifachen der Fläche des Mittelmeeres auf Terra entspricht. (PR 2817, S. 41)

Ehernes Gewölbe

Die Primärkaverne durchmisst viele hundert Kilometer, manche der Sekundärkavernen sind ebenfalls sehr groß. Diese enorme Ausdehnung ist nur möglich, da in den Höhlenwänden die atomaren Bindungskräfte des Gesteins durch natürliche Kristallfeldintensivierung mit fein verteilten Hyperkristallen derart verstärkt wurden, dass die Kaverne nicht in sich zusammenbrechen kann. Hinzu kommen Verstärkungen durch in den Gesteinsschichten eingelagerte und an vielen Stellen an den Gewölbeoberflächen austretende Metalladern. Daraus resultieren extrem verfestigte und mechanisch stabile Gewölbe, Ehernes Gewölbe genannt. (PR 2817, S. 40)

Kavernenozean

Die Primärkaverne enthält einen großen und 3000 Meter tiefen Kavernenozean, der auch in sehr vielen Sekundärkavernen präsent ist und diese dann teils oder ganz ausfüllt. Der Ozean füllt die Primärkaverne nicht aus, sondern lässt nach oben hin eine lichte Höhe von meist vielen hundert Metern, gefüllt mit einer atembaren Sauerstoffatmosphäre; die Temperaturen liegen auf einem für Menschen akzeptablen Niveau. Die Wärme stammt aus den Kavernenwänden und insbesondere aus Thermalquellen am Grund des Kavernenozeans. Das warme Wasser verdunstet und bildet Wolken, Wind, Wellen und Wetter aus, wobei sich die Wolken mit Wetterleuchten entladen oder abregnen können. (PR 2817, S. 40)

In der Mitte des Kavernenozeans befindet sich eine schwimmende künstliche Insel mit den Ausmaßen einer Stadt. Kaiähnliche Ausleger wachsen sternförmig weit in den Ozean. Grün bewachsene, zur Mitte hin ansteigende Terrassen und Türmchen, die zur Mitte hin immer höher werden, dominieren das Bild. Die Türmchen bestehen teils aus weißem Material, teils verglast. (PR 2817, S. 40)

Lichterzeugung

Die Lichtverhältnisse innerhalb aller Kavernen, die nicht vollständig durch den Kavernenozean gefüllt sind, sind fast ausschließlich durch eine goldfarbene, teils mild-honigfarbene Dämmerung bestimmt, die von faserartig über die Gewölbedecke verteiltem Lichtmoos und von Anuupi-Schwärmen erzeugt wird. An einer lokal begrenzten Stelle der Primärkaverne erzeugt zudem eine Kunstsonne, die am wenige hundert Meter hohen Firmament an einer Kraftfeldschiene aufgehängt ist, den direkt darunter lebenden Wesen die Illusion von Tag und Nacht. Dazu wird sie in zwölf Stunden einmal von Ost nach West gezogen (Westtag), gefolgt von zwölf Stunden Golddämmer (Nacht). Anschließend bewegt sich die Kunstsonne in zwölf Stunden von West nach Ost (Osttag), gefolgt wiederum von zwölf Stunden Golddämmer (Nacht). (PR 2817, S. 42)

Steinland

An den Rändern des Kavernenozeans der Primärkaverne befindet sich ein weitläufiger und breiter Landstreifen mit einem steinigen Strand. Dieses Steinland ist meist etwa 5 km breit, teils zu Halbinseln und Inseln ausfasernd – und ist üblicherweise flach, leicht hügelig und nur sanft bis zu den hinten liegenden schroff wirkenden Gewölbewänden ansteigend.

Im Gegensatz zum Namen, der anderes suggeriert, wechseln sich Gesteinsflächen ab mit grün bewachsenen Flächen, Gras- und Waldflächen. Zum Teil sind dies mammutbaumähnliche Bäume von keroutischem Ursprung. Die Grünflächen entstammen primär einem Terraforming / Keroutforming und einer Kultivierung, hauptsächlich mit genetisch leicht modifizierten Pflanzen und Bäumen des Planeten Kerout, die den hier lebenden Kerouten eine heimatliche Landschaft vorgaukeln sollen. Hinzu kommen keroutische Siedlungen. (PR 2817, S. 40)

Brea-Sils Land

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Neu Kerout

In einem der Küstenabschnitte des Steinlands, in der Nähe der hier aufgehängten Kunstsonne, befindet sich die Hauptsiedlung Neu Kerout. Sie hat das typische Aussehen einer keroutischen Siedlung: flache, einstöckige Holzgebäude, mit Brücken verbunden und von abstützenden Stämmen umgeben, teils mit kunstvoll gedrechselten und verzierten Pfählen, die an die Totempfähle eines ganz anderen Zeitabschnitts des Planeten Kerout erinnern. Dazwischen befinden sich immer wieder verglaste Hohlkuben in den Wänden. (PR 2817, S. 39)

PR2839.jpg
Kammer des Unnahbaren
Heft: PR 2839
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

In der Mitte Neu Kerouts befindet sich ein strahlend weißer und hell erleuchteter Säulenturm, der bis zur Gewölbedecke in einigen hundert Metern Höhe reicht. Der Turm zeigt sich mit viel Glas, umlaufenden Galerien und dazu auskragenden Plattformen und Balkonen, die auch als Gleiterlandeplatz dienen können. In der Nähe befindet sich ein fragil aussehendes Gebäude mit Rundbögen und ausgefeilter Beleuchtung, eine Erweckungshalle analog einer ähnlichen Halle auf dem Planeten Zeedun, komplett mit einer Parapsychotronik. (PR 2817, S. 38)

Kammer des Unnahbaren

In dieser vier Kilometer durchmessenden Kaverne befindet sich die von Hypereis umschlossene RAS TSCHUBAI. (PR 2839, S. 28)

Bewohner

PR2818Illu.jpg
  → Steinland (unten)
  → Gewölbewand (rechts)
  → Gewächse von Kerout
  → Lichtmoos & Anuupi (re. oben)

Heft: PR 2818 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Flora und Fauna

Die Primärkaverne ist groß genug, um Pflanzen und Tiere ebenso zu beherbergen wie intelligente Lebewesen. Durch ein Keroutforming befinden sich im Steinland viele Flächen, die grüne Pflanzen, Gras und Bäume enthalten, meist leicht genoptimiert, um eine Anpassung an die Lebensbedingungen zu schaffen. Hinzu kommen die Anuupi.

Dazu kommen aber auch die Urbewohner der Kavernen, die bereits vor der Ankunft der Kerouten anwesend waren und sich hier entwickeln konnten. Von den metallischen Adern und Gesteinseinsprengseln ernährt sich das chemoautotrophe Lichtmoos, das dabei den Golddämmer und den Sauerstoff in den Kavernen erzeugt. (PR 2817, S. 41)

Der Kavernenozean ist geradezu mit Lebewesen durchsetzt. Die Thermalquellen an seinem Grund und der Sauerstoff des Leuchtmooses bilden hier den Anfang einer Nahrungskette, die von Einzellern, planktonähnlichen Lebewesen, Krebs- und Garnelenartigen domininiert wird. Des Weiteren gibt es schneckenartige Schwarmtreidler, krebsartige Kraller und ähnliches, sowie schlangenartige, leuchtende Tiefseewesen. (PR 2817, S. 41)

Im Steinland und in der Luft der Kavernen tummeln sich mehrere Tierarten, die sich aus den Lebensformen des Kavernenozeans entwickelt haben.

Stummrufer

Stummrufer sind halbintelligente, fledermausähnliche Lebewesen. Sie leben in künstlich ausgehöhlten Gewölben – Hauskammern genannt – in den Kavernenwänden. Es gibt verschiedene Stummrufer-Stämme. Der Stamm Khold ist möglicherweise der erste Stamm. (PR 2817, S. 41)

Kerouten

Das Steinland und die dortigen Siedlungen sind der Lebensbereich der Kerouten, die von ihrer Heimatwelt Kerout evakuiert wurden. Sie führen dort das Leben, das sie von früher gewohnt sind. Unter anderem nutzen sie Holzkarren mit Pedalen, um geerntete Früchte und Pflanzen in ihre Siedlungen zu transportieren.

Geschichte

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Quellen

PR 2805, PR 2817, PR 2827, PR 2839