Der Dreiäugige

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 381)
A381 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Der Dreiäugige
Untertitel: Ein Monstrum wird geboren
Autor: Horst Hoffmann
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng (1 x)
Erstmals erschienen: 1979
Hauptpersonen: Razamon, Balduur, Heftor, Nurcrahn, Pona, Tirsoth, Gurankor
Handlungszeitraum: 2642 bis 2649
Handlungsort: Lichtung der Eripäer, Zaardenfoort, Prudnier
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die Familie Nurcrahn

Im Jahre 2642 steht ein freudiges Ereignis bevor: Irsocca, die Tochter des Lichtfürsten Nurcrahn, erwartet ihr zweites Kind. Aber das Kind wird mit einem dritten Auge auf der Stirn geboren, was etwa bei jeder fünftausendsten Geburt passiert. Die Eripäer fürchten sich vor nichts so sehr wie vor Dunkelheit und den Dreiäugigen. Wird ein dreiäugiger Eripäer geboren oder entdeckt, muss er umgehend den Behörden übergeben werden, die das Kind hinrichten. Nurcrahn bringt dies nicht übers Herz und berichtet den vor seinem Muuke wartenden Nachbarn, dass sein Enkel normal geboren worden ist, aber bei der Geburt starb. Seine Enkelin Pona gibt ihrem Bruder den Namen Tirsoth, und das Baby wird in einen bestimmten Raum in ihrem lebenden Haus gebracht, in dem es ohne Kontakt zu anderen Lebewesen als den engsten Familienangehörigen aufwächst. Nur wenige Tage nach der Geburt stirbt Nurcrahns jüngere Tochter Jacca, als ob ein Fluch auf der Familie läge.

In den folgenden beiden Jahren kommt es immer wieder zu ungeklärten Todesfällen auf Zaardenfoort. Eripäer werden erstickt in ihren Muukern aufgefunden, ohne erkennbare Zeichen von Gewalteinwirkung. Das hinterlässt bei den an sich friedlichen Eripäern seine Spuren – sie werden von Aufwieglern missbraucht und sehen die einzig Verantwortlichen in den Dreiäugigen, von denen vermutlich irgendwo noch welche leben. Auch alle dunkelhäutigen Nicht-Eripäer werden zunehmends angefeindet, und manchmal rotten sich nachts ein paar Eripäer zusammen und verprügeln oder töten diese Fremdwesen sogar. Der Ubilaner Talato-Cors ist einer von diesen Opfern, das am Strand halbtot geschlagen und liegen gelassen wird. Pona entdeckt den Dunkelhäutigen und bringt ihn zu ihrem Muuker, wo er gesund gepflegt werden soll. Ponas Vater Farthor ist dagegen, aber so eine Entscheidung kann nur Nurcrahn treffen, und der weilt momentan auf Aarl, also willigt er vorerst ein. Nachts schleicht er sich jedoch in Talato-Cors' Zimmer, um ihn zu erwürgen. Damit hätten die aufgewiegelten Eripäer ihr Opfer und würden vielleicht nicht mehr so intensiv nach Dreiäugigen suchen. Doch er wird vom unangekündigt zurückgekehrten Lichtfürsten überrascht und aus der Familie verstoßen. Farthor bezieht ein leerstehendes Muuke und wird wenige Tage später dort erstickt aufgefunden.

In den nächsten Jahren wächst Tirsoth zu einem kleinen Jungen heran, der nur seine Mutter, seine Schwester und seinen Großvater kennt. Pona liebt ihren Bruder über alles, und der Dreiäugige lernt von ihr schnell. In einem günstigen Moment gelingt es Talato-Cors, sich in den geheimen Raum zu schleichen. Eigentlich hasst er die Eripäer, die ihn zwar bei sich aufgenommen haben, aber nicht als gleichwertig behandeln. Manchmal kommt er sich fast schon wie ein Sklave vor, und er gedenkt, das Geheimnis der Familie Nurcrahn zu seinem Vorteil auszunutzen. Doch als er in die arglosen Augen Tirsoths blickt, vergisst er seine Pläne und behält das Geheimnis für sich, da dieses Wesen noch viel einsamer und gefangener ist als er selbst.

2648 ereilt Nurcrahn der nächste Schicksalsschlag. Pona hat ihre Ausbildung beinahe abgeschlossen und soll ein paar Tage auf einer Raumstation verbringen. Während dieser Zeit gelingt den Krolocs ein Vorstoß in die Lichtung der Eripäer, und sie können Pona gefangen nehmen. Nurcrahn sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, er wartet die Nacht ab und geht an den Strand, um zu Sterben. Talato-Cors findet ihn dort und kann ihm wieder Mut machen. Gemeinsam kehren sie zum Muuker zurück, bei dem ein Suchtrupp auf sie wartet. Ihr Anführer Woolsar, der engste Berater und Freund Nurcrahns, schießt auf den Ubilaner und verletzt in schwer. Irsocca hatte Woolsar berichtet, dass sie einen Ubilanen bei sich versteckt hielten, und Woolsar erkannte Talato-Cors. Er führt nämlich ein Doppelleben; er ist auch der Anführer der Streiter des Lichts, jener radikalen Bewegung, die an den zahlreichen Morden an Nicht-Eripäern verantwortlich zeichnet. Als vor vier Jahren Talato-Cors vermeintlich getötet wurde, gehörte Woolsar zu den Tätern.

Doch Talato-Cors erholte sich auch von dieser Verletzung und berichtet eines Tages Nurcrahn vom damaligen Vorfall. Der Lichtfürst will das nicht glauben, denn Woolsar ist sein engster Vertrauter. Als Nurcrahn wieder nach Aarl muss, lässt Woolsar den Ubilanen von seinen Männern entführen und foltert ihn zu Tode. Dabei erfährt er von der Existenz Tirsoths, und dieses Wissen setzt er umgehend zu seinem Vorteil um. Er taucht auf einer Regierungssitzung auf Aarl auf und beschuldigt Nurcrahn öffentlich, einen Dreiäugigen zu beherbergen. Der alte Lichtfürst wird vom »Eripäer« Gurankor abgesetzt, eingesperrt und angeklagt.

Balduur und Razamon

Balduur und Razamon treiben noch immer im Korsallophur-Stau und erreichen endlich die Lichtung. Hier werden sie von einem Raumschiff der Eripäer aufgelesen und gefangen genommen. Man hält sie für Spione der Krolocs, denn einige Spaccahs sind ihnen gefolgt. Sie werden in die Raumstation Prudnier gebracht, in der sie Kommandant Heftor verhört. Der Eripäer ist stur und lässt die beiden einsperren, hat aber nicht mit ihrer Erfahrung gerechnet. Es gelingt ihnen zu fliehen und ein paar ebenfalls gefangene Krolocs zu befreien und sie zu überzeugen, dass sie für einen Ausbruch zusammen arbeiten müssen.

Während die Krolocs einen Ablenkungsangriff machen und Razamon durchblicken lässt, er wolle in eine Nebenfunkstation eindringen, zerstört er eher aus Versehen sowohl die Normal- als auch die Notbeleuchtung der Station. Eripäer fühlen sich nur im Licht wohl, im Dunkeln bekommen sie panikartige Zustände, werden manchmal sogar unfähig zu weiteren Handlungen und sterben im Extremfall. Damit steht den beiden Pthorern rascher als gedacht der Weg zur Zentrale frei, in der es ihnen gelingt, mit Gurankor Kontakt aufzunehmen und ein kurzes Gespräch zu führen. Doch inzwischen kann die Beleuchtung repariert werden und Heftor lässt sie erneut gefangen nehmen. Nicht nur, dass er ihnen nicht glaubt, mit dem Eripäer persönlich gesprochen zu haben, er will sie nun foltern lassen, um die nötigen Beweise für ihre bösen Absichten zu erhalten. Immerhin haben durch den Lichtausfall 80 Eripäer ihr Leben verloren. Razamon wirft ihm vor, dass die Eripäer noch verbohrter wären als ihre dreiäugigen Vorfahren, die Eshtoner, und versetzt dem Kommandanten damit einen wahren Schock. Heftor nimmt Kontakt mit Gurankor auf und berichtet diese ungeheuerliche Geschichte. Nun erzählt Razamon, dass sie Pona aus der Gefangenschaft der Krolocs gerettet hätten. Der Eripäer verhängt eine Nachrichtensperre über Prudnier und schickt einen Kreuzer, mit dem die beiden Gefangenen nach Aarl gebracht werden sollen, denn Pona steht wie Nurcrahn und Irsocca unter Anklage.

Innenillustration