Das Reich der Güte

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2170)
PR2170.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Das Reich Tradom
Titel: Das Reich der Güte
Untertitel: Acht Galaxien in Harmonie – doch die Zeitbombe tickt
Autor: Leo Lukas
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Michael Wittmann (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 25. März 2003
Hauptpersonen: Anguela Kulalin, Tirotu Rixte, Meloce Xip, Ijotha Hyndalin, Rintacha Sahin
Handlungszeitraum: 160.000 v. Chr.
Handlungsort: Tradom
Journal:

Nr. 62: Endoparasiten – von Unsterblichen, Formwandlern und Generationswechslern

Kommentar: Die Schleier heben sich
Glossar: Caldera / Calduum / Chaquitte / Dhasaren / Emotio-Händler / Fliegende Mission / Tonkihn / Valenter; Vergangenheit
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Anguela berichtet weiter aus seinem Leben:

Anguela lebt sich allmählich auf Caldera ein. Die Oberfläche dieses Planeten ist weitgehend unbebaut, ausgedehnte Parkanlagen prägen das Bild. Die komplette Infrastruktur, alle Industriekomplexe usw. befinden sich unter der Planetenoberfläche. Die Wohnanlagen sind in schwebenden Plattformen unterschiedlicher Größe untergebracht, die ihre Position ständig verändern. Auf der Oberfläche befinden sich nur einzelne Bauwerke wie die Calditischen Paläste mit der Residenz des Verkünders. Auf Caldera leben nicht nur Guyaam, sondern auch Wesen aus verschiedenen anderen Völkern der Thatrixdruum. Wie überall im Reich des Glücks, herrschen auch auf Caldera Frieden und Wohlstand.

Anguela macht seine ersten Bekanntschaften. So begegnet er mehrfach einem alten Mann, mit dem er sich angeregt unterhält. Von Tirotu Rixte, einem Mitarbeiter des Verkünders, wird er in einen von vielen exklusiven Clubs eingeführt. Dort erlaubt man sich die ansonsten verpönte Freiheit, die Angugoles, mit denen erwachsene Guyaam sich von Kopf bis Fuß verhüllen, ganz oder teilweise abzulegen. Anguela begegnet dort der jungen Meloce Xip, die ihn nicht nur in den Freuden der Liebe unterrichtet, sondern ihm auch das Staubreiten nahebringt. Staubreiter surfen mit kleinen Gleitern im Parastaub der Calditischen Sphäre und verdienen ihr Geld mit Boten- und Transportdiensten, die sie wesentlich schneller erledigen können als die größeren und relativ schwerfälligen Staubsegler. Mit ihren Boards können die Staubreiter sogar kurze Transitionen durchführen.

Das Staubreiten wird zu Anguelas neuer Leidenschaft, für die er sogar den Abschluss der Ausbildung zum Vaianischen Ingenieur sausen lässt. Auch er verdingt sich als Staubreiter-Eilbote und zieht mit Meloce zusammen. Zufällig sieht er eine von ihr aufgezeichnete Holosendung, in der der VAIA-Verkünder abgebildet ist. Derartige Aufzeichnungen sind absolute Mangelware, und Anguela begreift auch sofort, warum: Der Verkünder ist identisch mit dem alten Clochard, dem er schon mehrmals begegnet ist. In der Art eines Harun al Raschid mischt der Verkünder sich gern unters Volk, um aus erster Hand und ungefiltert zu erfahren, wie die Stimmung der Bevölkerung ist. Anguela stellt Ijotha Hyndalin zur Rede. Der Verkünder muss zugeben, dass fast alles, was Anguela bisher erlebt hat, von langer Hand eingefädelt worden ist. Dass Anguelas Mutter nach Caldera versetzt wurde, war nur ein Vorwand, denn Ijotha Hyndalin wollte den hochbegabten Anguela, auf den er schon sehr früh aufmerksam geworden ist, sozusagen aus der Nähe beobachten. Nach einigem Zögern nimmt Anguela ein Angebot des Verkünders an und wird zu einem Mitarbeiter in den Calditischen Palästen. Er beendet dann auch seine unterbrochene Ausbildung.

Anguela absolviert einige Einsätze, die ihn an verschiedene Schauplätze der Thatrixdruum führen. Dabei erfährt er drei wichtige Dinge:

1. Unter der harmonischen Oberfläche des Reichs des Glücks gibt es durchaus schwerwiegende Konflikte, zum Beispiel mit den Valentern. Dieses Volk hat seinerzeit, als während VAIAS Abwesenheit im PULS eine Zeit der Kriege angebrochen war, wichtige Streitkräfte der Thatrixdruum gestellt. Die Valenter können sich jetzt nur schlecht an die Friedenszeiten gewöhnen. Es gibt auch eine ganze Reihe kleinerer, eher harmloser Gruppierungen, die mit der Thatrix-Zivilisation unzufrieden sind. Eine davon nennt sich Inquisition der Vernunft.

2. VAIA ist aus dem Volk der Qevayaan hervorgegangen, die Guyaam sind eine Seitenlinie dieses Volkes. Die ganze wichtige Technik (AGLAZARE, Fensterstationen usw., sogar die Tymcal-Sphären, die Planeten wie Caldera umhüllen) wurde von den Qevayaan entwickelt. Andere großartige Qevayaan-Projekte sind dagegen verloren gegangen, zum Beispiel die Technowelt Vaianam, ein Konglomerat aus Abertausenden scheibenförmigen Kunstwelten, die als Kugelschale um eine Sonne herum gruppiert gewesen sein sollen. VAIAS Körper gleicht einem planetengroßen Objekt, das aus einer dichten, aber gasförmigen Substanz besteht, die eine starke mentale Ausstrahlung besitzt. Ihr Geist dagegen befindet sich außerhalb des PULSES, verteilt über die Lebewesen der Thatrixdruum.

3. Ein berühmter Vaianischer Ingenieur mit Namen Rintacha Sahin konstruiert verschiedene epochale Einrichtungen, zum Beispiel künstliche Welten für die Eltanen, die sich nur in völliger Abgeschiedenheit so wohl fühlen, dass sie sich fortpflanzen. Außerdem arbeitet er im Cocin-System an einer Zeitmaschine, mit deren Hilfe er alle Gefahren, die der Thatrixdruum drohen könnten, ausschalten will, bevor sie entstehen. Dazu schürft er auf dem Planeten Cocindoe nach einem besonderen, fünfdimensional strahlenden Material. Im Auftrag des Verkünders verbietet Anguela ihm allerdings, an diesem Projekt weiterzuarbeiten.

Als die Stellvertreterin des Verkünders einem Attentat zum Opfer fällt, rückt Anguela an ihre Stelle auf. In dieser Position erhält er von Ijotha Hyndalin weitere Hintergrundinformationen und wird über die Brücke in die Unendlichkeit in den PULS von Tradom geführt. Der Pilzdom steht im Frieson-System. Ijotha Hyndalin besitzt ein Passantum und ein besonderes Raumschiff, die 108 Meter lange, schneeweiße SETA WAE, die sogar einem AGLAZAR überlegen sein soll und über deren Herkunft nichts bekannt ist. Ijotha Hyndalin ist ein Thoregon-Bote.

Anguela erfährt noch mehr: Die Kosmokraten haben erkannt, dass es infolge der von ihnen geförderten rasanten Ausbreitung des intelligenten Lebens auch zur vermehrten Entstehung von Superintelligenzen kommt. Damit sind die Kosmokraten nicht einverstanden und haben deshalb eine Möglichkeit entwickelt, die Lebensdauer der eigentlich unsterblichen Superintelligenzen zu begrenzen. Dem wollte VAIA durch die Gründung eines Thoregons und den Rückzug in den PULS entgehen, was ihr auch geglückt zu sein scheint.

Eines Tages stirbt Ijotha Hyndalin, Anguela wird sein Nachfolger und neuer Thoregon-Bote.

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