Zete-Mona

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit der Entität Mona. Für weitere Bedeutungen, siehe: Mona (Begriffsklärung).

Zete-Mona war ein parasitärer Organismus aus einem fremden Universum, der gut 10.000 Jahre lang die gesamte Bevölkerung des Planeten Umtar versklavt hielt. (PR-TB 46)

Die Legende

Das von Zete-Mona installierte theokratische Regime verbreitete das so genannte Glaubensbekenntnis. Demzufolge kam die Entität (Zitat) »[...] aus dunkler Ewigkeit [...]« (PR-TB 46 II, S. 24) nach Umtar. Bei seiner Ankunft, so die mündliche Überlieferung, teilte Zete-Mona den Kontinent, die Bevölkerung und sich selbst: Im Nordland versammelte er die Bösen und gab ihnen Mona als Beschützerin, unterstützt von drei dämonischen Ungeheuern. Das Südland dagegen war für die Guten, und ihr fleischgewordener Gott war Zete; aus den Reihen seiner Anhänger erschuf er die Jäger nach seinem Antlitz und ernannte die Prediger, um sein Wort zu verbreiten. (PR-TB 46)

Zete

Zete, der Südlandgott, wurde auch als Gott des Lebens bezeichnet. Seine Residenz lag im südlichen Teil von Zetes Oase, wo er in einem kleinen domähnlichen Gebäude seine Audienzen abhielt. Dabei trat er in – nicht näher beschriebener – menschlicher Gestalt auf. Der Prediger Pharon bescheinigte ihm ein bemerkenswertes Charisma. (PR-TB 46)

Im Unterschied zu den Predigern wurden die Jäger direkt von Zete-Mona kontrolliert. Sie waren von den mikroskopisch kleinen Ablegern Zete-Monas infiziert, ihre Körper verwandelten sich durch den Parasiten nach und nach in eine amorphe Masse. Da er rücksichtslos mit ihnen umging, hatten sie allerdings nur eine begrenzte Lebensdauer. (PR-TB 46)

Mona

Mona war auch als Nordlandgöttin oder Beschützerin des Nordlandes bekannt. Sie wurde unterstützt von drei Ungeheuern – den Telepathischen Zwillingshunden, dem Zeitparadoxen Tiger und der Sechsdimensionalen Schlange. (PR-TB 46)

Paragaben

Zete-Mona beherrschte die Telepathie, die sechste Dimension und die Manipulation der Zeit. Diese Fähigkeiten manifestierten sich in den drei Ablegern, den Zwillingshunden, der Schlange und dem Tiger. (PR-TB 46)

Geschichte

In einem fremden Kosmos entstand einst ein Organismus in der Ursuppe, der sich nach und nach ausdehnte und sich alle lebenden Wesen, später sogar jegliche Materie einverleibte. Der von unstillbarer Fressgier getriebene Organismus verbreitete sich über den ganzen Kosmos – es war der Kosmos. Dieses Kollektivwesen hieß Zete-Mona, der Kosmos daher Zete-Mona-Universum. Etwa im 8. Jahrtausend v. Chr. wurde dieses Universum von den Auswirkungen der Kollision zweier anderer Universen erschüttert. (PR-TB 46)

Anmerkung: Die Quellen sprechen von einer Überlappung »vor 10.000 Jahren«. Möglicherweise ist die Kollision des Standarduniversums mit dem Roten Universum der Druuf ab 8002 v. Chr. gemeint. Belege dafür gibt es nicht, zumal sich aus der ungefähren Angabe eine zeitliche Differenz von fast 400 Jahren ergibt.

Die Erschütterungen rissen ein winziges Fragment von Zete-Mona, das nur aus ein paar Millionen Zellen bestand, in das Standarduniversum herüber. Mangels Wärme und Nahrung kristallisierte dieses Fragment, um seinen Energieverbrauch zu senken, und driftete scheintot durch den Weltraum, bis es zufällig in die Nähe des Planeten Umtar gelangte. Die arkonidische Kolonie strotzte vor Leben – Nahrung für den geschwächten Organismus! Seine Instinkte erwachten, es befiel erst ein rinderähnliches Tier und fraß es auf, dann das nächste, und während es wuchs und wuchs, verschlang es die ganze Herde. Als die Kolonisten die von dem Bakterium drohende Gefahr erkannten, war es bereits zu spät. Wie in seinem Heimatuniversum verleibte es sich Tiere, Pflanzen und Menschen ein und erreichte binnen weniger Tage eine enorme Größe. Der Kristallmantel entstand, der den ganzen Planeten wie ein Kokon einhüllte. Dann, angesichts des beinahe leer gefressenen Planeten und der Furcht, zu verhungern, erwachte die Intelligenz in dem Wesen: Zete-Mona – eigentlich ein Ableger – war geboren. (PR-TB 46)

Nun legte Zete-Mona den Grundstein für den göttlichen Zyklus. In einer Schonzeit von Hunderten oder Tausenden von Jahren durfte sich das pflanzliche, tierische und menschliche Leben ungestört auf Umtar vermehren und ausbreiten. Der erstarrte Zustand als Kristallmantel half Zete-Mona, seine Triebe zu bändigen. Wenige Bestandteile seiner selbst blieben in ihrer ursprünglichen Form auf dem Planeten, um die Kontrolle über die Menschen auszuüben und deren Widerstand im Keim auszumerzen. Am Ende der Schonzeit gab Zete-Mona seiner unersättlichen Fressgier nach und vertilgte nahezu das gesamte Leben auf Umtar. Danach begann jeweils ein neuer Zyklus. Nachdem dieser Zyklus mehrfach abgelaufen war, hatte Zete-Mona seine Vorgehensweise verfeinert. Mithilfe eines theokratischen Regimes, dessen drei Säulen das Glaubensbekenntnis, die Prediger und die Jäger waren, unterjochte es die Bevölkerung, unterdrückte jeden wissenschaftlichen Fortschritt und begrenzte die Technik somit auf ein Niveau vergleichbar dem terranischen Mittelalter. Seine Ableger wie beispielsweise die Jäger und die drei Ungeheuer der Nordlandgöttin Mona sorgten für die Einhaltung der strengen Gesetze, Widersacher wurden erbarmungslos ausgemerzt. (PR-TB 46)

Im Januar 2393 näherte sich dieser religiös verbrämte Zyklus gerade wieder einmal seinem Ende, als der Planet von der Ex-EZI 1 entdeckt wurde. Durch die telepathischen Zwillingshunde, die die Besatzungsmitglieder aushorchten, erlangte Zete-Mona Kenntnis über das Solare Imperium. Bis dahin hatte es keine Vorstellung gehabt, dass es außer Umtar auch andere Welten gab, und fasste sogleich den Plan, seinen Machtbereich auszudehnen. Aufgrund des Hilferufs der Ex-EZI 1 traf Perry Rhodan mit der ANTIQUE ein und landete mit einer Space-Jet. Zusammen mit dem Ezialisten Professor Flensh Tringel nahm er den Kampf gegen Zete-Mona auf. Zunächst erledigte Rhodan die drei mit parapsychischen Fähigkeiten ausgestatteten Ungeheuer, die telepathischen Zwillingshunde, die sechsdimensionale Schlange und den zeitparadoxen Tiger. Durch eine großangelegte Aktion der Terraner wurde Zete-Mona anschließend mithilfe von massenhaft hergestellten Bakteriophagen vernichtet. (PR-TB 46)

Quelle

PR-TB 46