Antigrav

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Begriffsklärung Dieser Artikel beschreibt die Technologie der Perry Rhodan-Heftserie. Für die gleichnamige Technologie der Perry Rhodan Neo-Serie siehe: Antigrav (PR Neo).


Ein Antigrav ist ein Gerät, das in der Lage ist in einem begrenzten Bereich die Schwerkraft zu verstärken, abzuschwächen, aufzuheben oder die Richtung zu ändern.

Inhaltsverzeichnis

Antigravaggregat der DIANA-Klasse

Es wird eine Gravitationsauftriebswirkung beim betroffenen Objekt erzeugt, durch einen Effekt, der vermutlich auf der Hypergravitation beruht. Je nach Leistung ergibt sich demnach ein Effekt, der von Gewichtsreduktion über das Schweben des Objekts bis zur Abstoßfunktion (als Antrieb) reicht.

Ein Antigrav wirkt nur auf die Projektormasse. Eine Reduzierung der Gesamtmasse des Fahrzeuges beziehungsweise der dadurch hervorgerufenen Trägheit (träge Masse) findet NICHT statt – dies wird durch den Einsatz von Andruckabsorbern erreicht.

Funktionsweise

Im engeren technischen Sinn verbirgt sich dahinter jedoch die Kombination mehrere Modi von Anwendungen des Grundprinzips der gravoelektrischen Feldtheorie/Gravoelektrik (so genannte Nicht-Newtonsche Gravitation), die auch als Manipulation des Gravitonen-Austausches beschrieben werden kann. Sie stellt einen Einstiegszweig zur Hyperphysik dar, weshalb die Grundstufe auch meist sehr früh, noch vor der eigentlichen Entdeckung der Hyperkristalle und ihren Anwendungen, entwickelt wurde.

Der Antigrav setzt sich aus einer Generatoreinheit und einer externen Projektormatrix zusammen. Umgangssprachlich wird daher oft der Begriff Antigravprojektor verwendet.

In der Generatoreinheit befindet sich ein Transformator zur Umwandlung von konventionellem Strom in elektromagnetische (EM)-Felder sehr hoher Frequenz und Ladungsdichte für den Einsatz im Generator-Kern.

Hier werden diese Felder in einem mehrstufigen Flusskondensor eingespeist. Die Zusammenwirkung von starken EM-Feldern mit einer stehenden, kohärenten Materiewelle (rotierendes, elektrisch supraleitendes Material im Aggregatzustand eines Bose-Einstein-Kondensates), erzeugt die Vorstufe einer hyperphysikalischen Wirkung, die im Projektor umgesetzt wird. Diese Vorstufe wird auch gravoelektrischer Strukturstrom genannt.

Durch gezielte Dotierung des Dielektrikums mit Hyperkristallen kann diese Erzeugung wirkungsvoll verstärkt werden.

Der Strukturstrom wird nach erwünschter Phasentaktung im Phasenwandler oder Polung im Inverter über geeignete Feldröhrenleiter zum Projektor geleitet. Dieser Prozess zeichnet sich durch eine relative Robustheit aus, da der Einfluss der Hyperimpedanz gering ist.

In den externen Projektoren erzeugt der gravoelektrische Strukturstrom durch Induktion mit Hyperkristall schließlich ein gravomechanisches Feld, dessen Wirkung und Richtung von der vorherigen Taktung und Polung abhängig ist. Ein solches gravomechanisches Feld kann sich im Einsteinraum nur durch Anlagerung der entsprechenden Hyperteilchen (siehe auch Impulskonverter der Impulstriebwerke) an einem Normalraum-»Anker« im Zentrum des Feldes, der so genannten »Wirkmasse«, manifestieren. Je höher die Materialdichte des Ankers, desto größer der Wirkungsgrad des Feldes. Die Größe der Kraftwirkung wird durch die induzierte Feldstärke bestimmt.

Dieses Feld beeinflusst den Austauschprozess von Gravitonen zwischen Projektor und Umgebung. Er wird entweder durch interferierende Gravitationswellen gezielt gestört (Gravo-Dämpfer Modus) oder verstärkt (Gravo-Verstärker Modus). Im Repulsor-Modus wird die Richtung der resultierenden Beschleunigung durch das künstliche gravomechanisches Feld gedreht. Sie wirkt nun dem Zentrum eines äußeren Gravitationsfeldes (künstlichen und natürlichen) entgegen. Es beschleunigt diese Wirkmasse entlang des Wirkungsvektors. Dadurch wird ein reaktionsfreies Antriebsprinzip (»Gravo-Auftrieb«) erzielt, wodurch dieser Antrieb in die Kategorie der Feldantriebe gesetzt werden kann.

Die durchschnittliche Pulsdauer des gravomechanischen Feldes liegt bei = 10−25 s.

Die Projektoren sind in der Regel an statischen Tragpunkten des Fahrzeuges angebracht und dort mechanisch mit diesem verbunden. Aufgrund der hohen dynamischen Belastungen sind diese Verbindungen meist aus sehr hochwertigen Materialien, die zum Beispiel mit Kristallfeldintensivierung versehen sind. Auch Anlenkpunkte der adaptiven Statik befinden sich in der Regel in der Nähe. Die mechanische Verbindung der Projektoren zur Schiffszelle überträgt die Auftriebs-Wirkung der Feldblase auf das Schiff selbst.

Der Formgebung der Wirkmasse im Projektor erzeugt die Form des gravomechanischen Feldes. Eine Kombination der Polungen über Inverter sorgt für eine gerichtete Abstrahlung und damit für die Steuerbarkeit des Antriebes.

Anmerkung: Mit der direkten Verwendung von Hyperenergie durch Zapfung und Konservierung entfiel der verlustreiche Umwandlungsprozess konventioneller Energie in Hyperformen. Bedingt durch die gestiegene Hyperimpedanz müssen die Generatoren nun aber wieder wie in der Prä-Hypertrop-Ära aufgebaut sein.

Der Wirkungsgrad oder Kennwert für das Leistungsvermögen des Antigravs ist die Kennzahl aus Leistungsaufwand pro Objektmasse und erzeugter Beschleunigung [W/kg/GRAVO].

Einsatzgebiete

PR0086.jpg
Heft: PR 86
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Bis auf wenige Ausnahmen (Prototypen und Sonderkonstruktionen) wurde der Antigravitationsantrieb nie als primärer Raumantrieb für terranische Raumfahrzeuge eingesetzt, da die Leistungsaufnahme insbesondere eines Repulsors überproportional ansteigt und auch zu technischen Schwierigkeiten (Katalyse- und Dielektrikumsmaterial, Leiterabschirmung etc.) führte.

Sicherheitsmaßnahmen

Insbesondere der Ausfall der Energieversorgung eines Antigravschachtes kann schwerwiegende Folgen haben. Personen die sich im unteren Bereich aufgehalten haben, könnten selbst bei relativ glimpflich verlaufender Landung von nachfolgenden herabstürzenden Personen erschlagen werden. Sehr fatal wäre es für Personen die sich unterhalb eines Haluters befunden hätten. Dessen Absturz hätte zudem auch schwerwiegende Folgen für das gesamte Schiff, zum Beispiel Hüllendurchbrüche.

Um diesen Gefahren vorzubeugen, finden in Antigravschächten Sicherheitsnetze und/oder Prallfelder Anwendung, um herabstürzende Personen aufzufangen. (PR 2398) Die genaue Anwendung ist unbekannt, vermutlich verfügen die Prallfeldgeneratoren über eine autarke Stromversorgung und aktivieren sich automatisch.

Bekannte Verletzungen

Am 19. August 2402 zog sich Perry Rhodan in einem kurzzeitig ausfallenden Antigravschacht der BAGALO durch einen acht Meter tiefen Sturz auf die Basis des Schachtes einen Schädelbasisbruch zu. (PR 237)

Geschichte

Mithilfe von Antigrav-Projektoren wurde der COMP aus dem MODUL geborgen und an Bord der SOL gebracht. (PR 790)

Weblink

Diamagnetische Levitation

Quellen

..., PR 22, ..., PR 790,..., PR 2311, PR 2398

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