Cembergall-Flyrt

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Cembergall-Flyrt war Objektiver am Markt von Xudon. Er entstammte dem alten Geschlecht der Fumarolier von Trimor.

Erscheinungsbild

Er war ein junger, und selbst für einen Noot untersetzter und ziemlich breiter, kräftiger Kerl.

Charakterisierung

Cembergall-Flyrt gehörte zu den ganz wenigen Marktaufsehern, die völlig unbestechlich waren. Flyrt drückte zwar gelegentlich ein Auge zu, wenn ein Händler ein etwas zu gutes Geschäft machte, meldete aber alle Verstöße gegen die Gesetze bei der Marktsumme. Er verweigerte die Annahme aller Geschenke, ob in bar, Sach- oder Dienstleistungen. Allerdings war er klug genug um zu erkennen, dass er allein das korrupte System nicht nachhaltig ändern konnte. So beschränkte er sich darauf, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Im Jahre 2650 besaß er ein kleines Büro am Markt, sowie eine kleine Wohnung in einer armen Gegend des Danjitter-Tals. Hier lebte er mit seiner Ehefrau, die er – gemäß den Traditionen seines Volkes – vor den Augen der Öffentlichkeit fern hielt.

Geschichte

Der Objektive

Im Laufe seiner noch kurzen Karriere als Objektiver am Markt von Xudon machte er sich ob seiner Redlichkeit und Unbestechlichkeit rasch Feinde unter den Reihen der Mächtigen. So versuchten einige (vermutlich Mitglieder der Marktsumme), ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Eines Tages rannte in einer engen Gasse ein wild gewordenes Zugtier auf ihn los; Flyrt konnte nur durch einen Hechtsprung in die Auslage eines Geschäfts mit dem Leben davonkommen. Vom Attentäter fehlte jede Spur.

Der tüchtige Knart beauftragte ihn mit der Suche nach einer Schwarzen Loh, die den Gerüchten zufolge irgendwo am Markt versteckt sein sollte. Bei seinen Nachforschungen kehrte er in die Bar des Camagurs Schoff ein, um einen Lebap ohne Truc zu sich zu nehmen, als ein weiteres Attentat auf ihn verübt wurde. Diesmal mit einem camagurischen Sägerad. Doch auch diesen Angriff überstand er unbeschadet. Noch am selben Tag versuchte jemand, ihn aus einem offenen Fenster zu erschießen, was er dank seiner Reaktionsschnelligkeit ebenfalls verhindern konnte.

Am nächsten Morgen suchte ihn der Tamater Irroth auf, der in seinem Delikatessengeschäft eine bewusstlose Krejodin gefunden hatte. Die durstige Gryta, die letzte Überlebende des Massakers am Clan der Durstigen. Flyrt brachte sie in sein Büro und bat danach den kleinlichen Dnarc, nach Ablauf seiner Ordinationszeiten nach seinem unfreiwilligen Gast zu schauen. Dann brachte ihn ein anderer Objektiver unter einem Vorwand in ein abgeschiedenes Gebäude, wo er tatsächlich eine eben erst entzündete Schwarze Loh vor sich sah. Ehe er etwas dagegen unternehmen konnte, wurde er paralysiert und erwachte erst, als der Raum schon rauchgeschwängert war. So verfiel auch Cembergall-Flyrt der hypnotischen Wirkung des Rauchs und geriet in unkontrollierbare Raserei.

Nachdem er sich ausgetobt hatte und erschöpft zusammengebrochen war, fand ihn sein Kollege Conmat-Port, und brachte ihn zur Marktsumme, wo er in ein Gefängnis gesteckt wurde. (Atlan 401) Seine Vorgesetzten präsentierten ihn nämlich der Besatzung des kürzlich erschienenen Organschiffs HORIET als Drahtzieher der Ereignisse. Doch Atlan durchschaute das Spiel und ließ Flyrt auf die HORIET bringen, wo er sich lange mit ihm unterhielt. Der Noot erzählte alles, was er über die Verhältnisse am Markt zu sagen hatte, und wurde danach von Atlan als Sonderbeauftragter des Neffen Chirmor Flog eingesetzt. Fortan sollte er über die Geschehnisse am Markt regelmäßig Bericht erstatten, und alle Verstöße gegen herrschende Gesetze melden. Für den Fall, dass diese Meldungen ausblieben (z. B. wegen eines überraschenden Todesfalls des Objektiven), würde es sofort eine Strafexpedition geben. Die Marktsumme musste diese Entscheidung zähneknirschend akzeptieren.

Der hungrige Zarf, Sprecher der Marktsumme, versuchte sich mit Cembergall-Flyrt zu arrangieren, scheiterte aber an dessen Aufrichtigkeit. Danach sah Flyrt nach Gryta, die er schließlich genesen vom kleinlichen Dnarc abholen konnte. Zeitgleich erhielt er einen Funkspruch von Conmat-Port, dass aufgebrachte Angehörige der Clans der Breiten und Glühenden neun Mitglieder der Marktsumme lynchen wollten, und eilte mit Gryta zum Ort der Entscheidung. Erst die eindringlichen Appelle der beiden konnten die aufgebrachten Krejoden beruhigen und zum Abzug bewegen. Da er mit dieser Aktion auch das Leben der Mitglieder der Marktsumme gerettet hatte, schuldeten sie ihm Dank. Cembergall-Flyrt lehnte alle Belohnungen ab, die die sofortige Renovierung seines teilweise zerstörten Büros überstiegen. Stattdessen verdeutlichte er, dass sich das System aus Korruption und Bestechung allmählich auflösen müsste, was die Marktsumme kleinlaut akzeptierte.

Aber auch der Unbestechliche musste sich ein wenig anpassen und seine Prinzipien etwas lockern. Nicht immer waren Geschenke als Bestechung gedacht, sondern als Zeichen der Kooperationsbereitschaft. Am Tag nach den Ereignissen um die lynchwütigen Krejoden akzeptierte er erstmals eine Einladung zu einem Esorh, ohne dabei das Gefühl zu haben, etwas Unrechtes zu tun.

Danach machte er sich gemeinsam mit seinem neuen Vertrauten Conmat-Port daran, die notwendigen Voraussetzungen für eine nachhaltige Veränderung der Marktverhältnisse zu schaffen. (Atlan 402)

Abenteuer auf Trimor

Monate später meldete sich Atlan über ein spezielles Funkgerät, welches Flyrt von ihm beim Abschied bekommen hatte. Sein Freund benötigte dringend Hilfe, und als er sich zum vereinbarten Treffpunkt begab, wo er in das Organschiff DARIEN eingeschleust wurde, wusste er auch warum. Atlan war zur Galionsfigur geworden! Die Verbindung zwischen einem Lebewesen und einer Galionsfiguranlage war an sich unumkehrbar, aber der König von Atlantis gab seine Hoffnung nicht auf. So flogen sie ins Trinderpon-System, wo sie auf der längst aufgegebenen Heimatwelt der Noots, Trimor, Hilfe suchten.

Trimor war eine dem Untergang geweihte Welt mit heftigem Vulkanismus, der offiziell vor sehr langer Zeit von allen Bewohnern geräumt worden war. Tatsächlich gab es aber noch immer tausende Noots, die in diversen Bunkeranlagen einen täglichen Kampf ums Überleben fristeten. Flyrt nahm Kontakt zu einem Noot auf, der zur Bunkeranlage Tote Caldera gehörte. Dieser Noot sollte in einigen Stunden mit 20 anderen Noots am vereinbarten Treffpunkt erscheinen. Aber deren Anführer Gridersold-Herp machte ihnen einen Stricht durch die Rechnung; anstatt sich als Mannschaft an Bord zu begeben, enterten sie die DARIEN und ließen Cembergall-Flyrt als Geisel auf Trimor zurück.

Der um seine Ausrüstung beraubte Flyrt wurde in die Tote Caldera gebracht, wo er als Arbeitssklave herhalten sollte. Bei einem Kampf um seine Ausrüstungsgegenstände brach der Boden unter ihm und seinem Widersacher weg, und darunter kam eine längst vergessene Lufterneuerungsanlage zum Vorschein. Mit seinem technischen Wissen gelang es ihm, sie in Betrieb zu nehmen, und gab der Bunkergenossenschaft damit etwas, was es sonst nirgends auf Trimor gab: geruchlose Luft ohne Schadstoffe! Dadurch wurde er zu ihrem neuen Anführer.

Nach mehreren Wochen setzte sich Atlan wieder mit ihm in Verbindung; der Arkonide hatte sich inzwischen der Piraten entledigen können und suchte noch immer nach Gefährten, die ihm aus der Galionsfiguranlage herauslösten. In einer geheimen Aktion ging Flyrt mit zehn weiteren Noots heimlich an Bord, und sie verließen Trimor. Im Orbit um den Vulkanplaneten kreisten vier Wracks anderer Organschiffe, und hier fanden die ersten Tests statt, wie man eine Galionsfigur von ihrer Anlage befreien konnte.

Es erwies sich schwierig, das bei einem lebenden Lotsen in die Tat umzusetzen. Bis auf kleinere Verbindungen konnten sie nichts kappen. Zu allem Überfluss löste sich nach und nach die Organmasse der DARIEN auf, sodass Atlan Kurs nach Xudon einschlug. Aber die Welt war zu weit entfernt, sie schafften es nicht mehr rechtzeitig. Auf D'sarc III musste die DARIEN schließlich notlanden, und Atlan setzten einen Notruf ab.

Stunden später zog ein großer Schwarm gefiederter Flugschlangen auf, die die Noots attackierten. Den wütenden Biestern gelang es sogar, die Raumanzüge seiner Gefährten zu zerfetzen. Nur an seinem schwer gepanzerten Raumanzug bissen sie sich die Zähne aus. Als der Angriff vorüber war, waren alle seine Gefährten sowie der Noder Gink Nik Meus tot. Er begrub sie nahe dem Wrack.

Als er Atlan erreichte (der noch immer an die Galionsfiguranlage angeschlossen war), hielt er ihn ebenfalls für tot. Tatsächlich war er zwar dem Tode nahe, überlebte aber dank seines Zellaktivators. In Trauer um seinen verstorbenen Freund zog er sich in die Wälder des Planeten zurück, und zeigte sich auch nicht, als drei Tage später Scuddamoren landeten, die Atlan aus dem Wrack schnitten und mit sich fort brachten.

Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.

Quellen

Atlan 401, Atlan 402, Atlan 431, Atlan 432