Kybb-Traken

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Die Kybb-Traken stehen in der Hierarchie der Kybernetischen Völker des Sternenozeans von Jamondi unmittelbar über den Kybb-Cranar.

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Heft: PR 2297
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Die aufgedunsenen Körper der Kybb-Traken ähneln denen der Kybb-Cranar, im Unterschied zu diesen erinnern ihre Gesichter aber an eine terranische Hyäne. Sie haben am ganzen Körper braune oder ockerfarbene Stacheln, die auf den ersten Blick nicht von Haaren zu unterscheiden sind. Die einzelnen Individuen erkennen einander an ihrem blau gemusterten Fleckenband um die Augen. Mit ihren feinen Nasen nehmen die Kybb-Traken den Gemütszustand ihres Gegenübers wahr, auch die Paarungsbereitschaft der Traken-Frauen ist am Geruch erkennbar. Mangels Mundhygiene ist leider auch die letzte Mahlzeit eines Traken am Geruch erkennbar.

Die Sprache der Traken heißt Trakenkode. Sie ist eine Mischung aus Maschinensprache und normalen Sprachelementen und für andere Völker nicht intuitiv erlern- oder übersetzbar. Der Tonfall von Kybb-Traken ist grundsätzlich eher bellend und aggressiv.

Am Ende der Ausbildung eines Traken steht die so genannte Beschneidung. Dabei werden beide Arme amputiert und durch modulartig austauschbare kybernetische Prothesen ersetzt. Arme Traken erhalten billige Prothesen für Mittellose, reiche Traken haben die Möglichkeit, im Laufe ihrer Karriere luxuriöse und technisch hochstehende Module zu erwerben.

Trakensinn

Die Kybb-Traken können mit ihrem Trakensinn elektromagnetische Felder wahrnehmen. Dieser Sinn ist so fein, dass sie sogar miniaturisierte Schaltkreise, zum Beispiel Spionsonden, identifizieren können. Ein gleichzeitiges Sehen mit den Augen und mit dem Trakensinn ist ihnen nicht möglich, sie können allerdings willentlich zwischen visueller Sicht und Trakensicht umschalten (»klappen«). Der Trakensinn ist nicht wissenschaftlich erforscht.

Mentalität

Über die geistige Grundhaltung der Traken kann man sagen, dass sie sich als biologische Maschinen verstehen. Ihr gesamtes Weltbild und ihre Philosophie beruhen darauf, dass ALLES letztlich als Maschine gesehen werden kann. Da mit diesem Maschinen-Glauben auch der Glaube an die Perfektion und Unfehlbarkeit aller ihrer Maschinen (inklusive der Traken selbst) einhergeht, hat sie der technologische Umbruch im Rahmen des Hyperimpedanzanstiegs auch geistig schwer getroffen. Vorher war veraltete Technologie als eine Art Teufelei angesehen worden, die sogar in Predigten verdammt wurde. Jetzt ist sie ein stillschweigend akzeptiertes Übel.

In der martialisch-technophilen Kultur der Kybb-Traken spielt der Sex keine bedeutende Rolle. Die Frauen sind nur sehr selten paarungsbereit, es gibt keinerlei familiäre Strukturen, begattet wird quasi im Vorbeigehen. Die Kinder werden direkt nach der Geburt in Erziehungsheime gegeben; dadurch entwickeln die Kybb-Traken auch nur eine Beziehung gegenüber dem System, in dem sie leben und aufgewachsen sind.

Rangsystem

Das Rangsystem der Traken ist in drei Stufen gegliedert, die Plane an unterster Stelle, darüber die Kataloge und an der Spitze die Prim-Direktoren, unter denen sich wohl allerdings kein Trake befindet.

Die Ränge der Kataloge und Plane sind wiederum in die 1. bis 3. Klasse unterteilt:

  • Eins-Kataloge und Eins-Plane, jeweils erster bis dritter Klasse: Befehlsinhaber, Abteilungsleiter und Raumschiffskommandanten
  • Zweier – Einzelkämpfer
  • Dreier – Militärs
  • Vierer – Allround-Techniker
  • Fünfer – Wissenschaftler
  • Sechser – Mediker
  • Siebener – Prothesenmacher; diese sind selten.
  • Achter – Funker
  • Neuner – Seher mit speziell geschultem Trakensinn
  • Zehn-Plane – verrichten untergeordnete Tätigkeiten

Die Karriere eines Kybb-Traken beginnt als Acht-Plan.

Wie die Traken mit Unangepassten verfahren, ist unbekannt.

Bekannte Systeme der Traken

Raumschiffe

Alle Trakenschiffe ab einer gewissen Größe weisen dasselbe Grunddesign auf: Eine sechseckige Säule mit einer Vertiefung am Bug, die sich fast bis zum Heck durchzieht. Ein Querschnitt entlang der Längsachse zeigt also ein U-Profil, während ein Schnitt entlang einer Querachse ein regelmäßiges Sechseck zeigt. Am Boden der Vertiefung befindet sich eine so genannte Trakenstadt, wobei die Bedeutung unbekannt ist.

  • Traponder
    • Traponder weisen eine Länge und einen Durchmesser von 560 m auf. Es gibt sie in der Frachter- und in der Schlacht-Ausführung. Von der Bedeutung her entsprechen sie vermutlich Schlachtkreuzern.
    • Der Schlachttraponder ist der Hauptkriegsschifftyp der Kybb-Traken. Jede Seite des wabenförmigen Schiffes ist 265 Meter breit, 500 Meter hoch. Der Durchmesser des Schiffes beträgt 530 Meter.
Darstellung: »Extraterrestrische Raumschiffe – Schlacht-Traponder der Kybb-Traken« (PR 2255) von Lars Bublitz.
  • Sektor-Wächter
    • Die Sektorwächter sind wabenförmige Raumschiffe, sie haben einen Höhe von 1000 m, eine Breite von 530 m und einen Durchmesser von 1060 m.
  • Verheerer
    • Verheerer sind die größten Kriegsschiffe, über die die Kybb-Traken verfügen. Sie besitzen eine Länge und einen Durchmesser von 21 km. Entlang der sechs Längsseiten gibt es je 5 Landebuchten für kleinere Schiffe. Diese Raumschiffe sind sehr gefährliche Waffen. Es ist nicht bekannt, über wie viele Verheerer die Traken verfügen.
  • Blockadeforts
    • Bei Kybb-Trakischen Blockadeforts handelt es sich um zusammengefügte Sektor-Wächter. Vier Sektor-Wächter bilden dabei ein Sechseckprisma, dessen Innenraum hohl ist und mit einem weiteren Modul gefüllt werden kann.

Bekannte Kybb-Traken

Sport

Ein beliebtes Mannschaftsspiel der Kybb-Traken ist die Kresotenhatz.

Geschichte

Gegen Ende des Zeitalters der Dritten Hyperdepression, etwa um 7,65 Mio. v. Chr., entwendete die Superintelligenz ES 95 Sektorknospen aus dem Besitz der Frequenz-Monarchie. Diese wurden von ihrer Psi-Materie entkleidet und in der Großen Magellanschen Wolke versteckt. Einige Zeit später, irgendwann vor dem Jahr 7 Mio. v. Chr., entdeckten Kybb-Traken die Sektorknospen. Aus ihnen wurden schließlich die Kybb-Titanen. (PR 2586)

Die Kybernetischen Völker beherrschten seit der Blutnacht von Barinx den Sternenozean von Jamondi, seitdem bestand auch die Arbeitsteilung unter den Kybb.

So wie die Kybb-Rodish besonders gute Planer waren, hatten die Kybb-Traken unter den Kybb den Ruf von besonders fähigen Technikern. So waren sie es zum Beispiel, die das Schloss Kherzesch erbauten.

Soweit bekannt, verließen alle Kybb-Traken im Jahre 1335 NGZ an Bord von Schutzherren-Archen die Milchstraße.

Quellen

PR 2242, PR 2297, PR 2586