Dorkh erwacht

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 464)
A464 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Dorkh erwacht
Untertitel: Der Kampf mit den Uleb
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Dirk Geiling (2 x)
Erstmals erschienen: 1980
Hauptpersonen: Atlan, Razamon, Grizzard, Konterfert, Aoore, Deela, Ghyderzan, Danta-Pyrt, Olyn-Tzair
Handlungszeitraum: 2650 und ca. 49.988 v. Chr.
Handlungsort: Dorkh, Milchstraße
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Circa 49.988 v. Chr.

Zum Ende des Haluterkriegs sind acht Uleb in einem abgeschiedenen Sektor der Milchstraße unterwegs, als die Ortung sechs Raumschiffe der Lemurer anzeigt. Und kurz danach auch noch Alarm auslöst; es wurden Erschütterungen in der Raum-Zeit-Struktur festgestellt, der Albtraum eines jeden Uleb: jemand muss mit der Zeit experimentieren! Die Quelle geht von einem Sonnensystem mit sechs Planeten aus, auf dem dritten befindet sich das Zentrum.

Die JAAS-THOR ist eines von vier Kampfraumschiffen, welches mit zwei weiteren Transportern den kümmerlichen Rest eines Flüchtlingskonvois bildet. Sie wollten einen Sonnentransmitter nach Andromeda erreichen, wurden aber von Bestien aufgerieben. Nun wollen sie einfach nur irgendwo eine sichere Bleibe finden. Auch sie vernehmen den Energieausbruch, als sie gerade im entsprechenden System verweilen, und finden auf dem dritten Planeten eine Landmasse vor, die unter einem Wölbschirm verborgen liegt, aber definitiv vorher nicht da war. Kommandant Tsookhar will das unbedingt erforschen, um mögliche Verbündete im Kampf gegen die Haluter zu finden.

Da greifen die Bestien an; die beiden Transporter können fliehen, zwei der vier Kampfschiffe werden vernichtet, die beiden anderen stark beschädigt. Tsookhar lässt vom Ersten Offizier Ruyan einen kodierten, sinnlosen Funkspruch zum rätselhaften Wölbschirm aussenden, und der Gegner fällt tatsächlich darauf herein. Die beiden angeschlagenen Schiffe können in der Nähe des Energieschirms landen und ihn tatsächlich passieren, bevor ihre Raumschiffe explodieren.

Olyn-Tzair, der Kommandant der Uleb, fürchtet eine weitere List der mehr als nur zähen Lemurer, die zu vernichten sie fast 100 Jahre gekostet hatte. Daher schickt er zuerst drei Raumschiffe unter den fremden Wölbschirm, aber sie explodieren. Da er sehen kann, dass den Lemurern die Passage gelingt, lässt er auf der anderen Seite des Weltenfragments landen und ebenfalls zu Fuß eintreten. Das gelingt, aber so wie die Lemurer verlieren auch die fünf Uleb alles was sie am Leib tragen sowie ihr gesamtes Erinnerungsvermögen.

Die nächsten Tage erkunden sie die neue Landmasse, die Dorkh heißt. Danta-Pyrt stößt auf die überlebenden Lemurer, und gewinnt einen Teil seiner Erinnerungen zurück. Zeit, Todfeind, vernichten! Er tötet die meisten von ihnen und berichtet später den anderen Uleb von diesem Erlebnis. Einige wenige Bruchstücke ihrer Erinnerungen können sie in den nächsten Jahren rekonstruieren. Davor nehmen sie vom SCHLOSS Besitz, das sie herrenlos vorfinden, um von dort aus zu herrschen.

Die SCHLOSSHERREN

In den nächsten Jahrhunderten sind sie überzeugt, die Lemurer vernichtet zu haben und werden dadurch umso mehr von einem Angriff ihrer Todfeinde geschockt. Obwohl Uleb mit normalen Mitteln fast nicht zu töten sind, haben die Lemurer einen Weg gefunden. Der einzige Zugang zum Schloss, ein langer Tunnel, wurde mit gewaltigen Gesteinsbrocken fast lückenlos blockiert. Dann werden Unmengen an Pech reingegossen und entzündet. Obwohl ihnen Feuer nichts anhaben kann sind sie bedroht, denn es greift um sich und könnte die Raumschiffe zur Explosion bringen, was auch sie nicht überleben würden. Sie überleben nur weil ihr Feind nicht weiß, dass sie tagelang ohne Sauerstoff überleben können, und die Raumschiffe nicht explodieren. Als die Lemurer die Gesteinsbrocken entfernen um sich vom Tod der Uleb zu überzeugen, werden sie bis auf den letzten getötet.

Obwohl sie als vernichtet geglaubt sind, werden immer wieder Lemurer auf Dorkh gesichtet, sodass die fünf Uleb zu einer anderen Strategie übergehen. Sie lassen ihre Feinde gefangen nehmen und machen genetische Experimente mit ihnen. Im Lauf der Jahrtausende werden aus den hochintelligenten Lemurern primitive Wilde, die Tiermenschen, die sie im Hordenpferch aussetzen lassen.

Der Aufenthalt auf Dorkh geht auch an den Uleb nicht spurlos vorbei. Sie sind zwar noch immer relativ unsterblich, verlieren aber ihre Fähigkeit, andere Lebewesen zu übernehmen und auch ihre Körperstruktur zu verändern. Obendrein erlangen sie trotz intensiver Bemühungen ihre verloren gegangenen Erinnerungen nicht mehr zurück. Ihre Furcht vor Lemurern bleibt allgegenwärtig; wenn irgendwo jemand mit der »verbotenen Gestalt« auftaucht, wird nach ihm gesucht. Wer so einem Wesen hilft, erhält drakonische Strafen. So geht zum Beispiel die Vernichtung von Tirn darauf zurück, dass jemand dort aufgenommen worden ist, der die verbotene Gestalt hatte.

2650

Anstatt sich auf Atlan, Razamon und Grizzard zu stürzen, gerät Danta-Pyrt bei deren Anblick in Todesangst. Er lässt sie und den sie begleitenden Techno Konterfert von Robotern in einen Raum einsperren und kontaktiert sofort die anderen SCHLOSSHERREN. Wenn die drei Lemurer völlig furchtlos bei ihnen reinspazieren, dann haben die Totgeglaubten sicher wieder eine Teufelei ausgeheckt, die ihnen an den Kragen gehen soll. Jeder der fünf Uleb gibt in seiner Panik unterschiedliche Anweisungen aus, und das Chaos wird perfekt. Die ohnehin schon in Bedrängnis befindlichen Wachen werden aus dem Konzept gebracht, und die Aufständischen immer stärker. Schließlich befiehlt einer der SCHLOSSHERREN, das Gehege mit den Mord-Chreeans zu öffnen, und ein Blutbad beginnt. Diese Bestien unterscheiden nicht zwischen Aufständischen und Wachen, sie metzeln alles nieder was sich beißen lässt. Da hilft es auch nicht, dass Ghyderzan auf Seiten der Sklaven und Rebellen wechselt, die Mord-Chreeans sind rasend.

Als Razamon nach einiger Zeit ihre Zelle aufbrechen kann und auch noch aus anderen Zellen Gefangene befreit, stoßen sie tatsächlich auf die beiden gesuchten Magier Fiothra und Asparg. Die helfen ihnen nach anfänglichem Zögern auch gegen die Mord-Chreeans, die inzwischen auch in die DANTA eingedrungen sind und Danta-Pyrt zerfleischt haben. Auch in der GHORGUR, ZEFFIN und FALGÄR sieht es genauso aus. Nur in der OLYN treffen sie Olyn-Tzair in den letzten Sekunden seines Lebens an, aber es kommt zu keiner Unterhaltung mehr. Die SCHLOSSHERREN sind tot, und draußen tobt das Chaos.

Die beiden Puntharen Aoore und Deela können in dem Tohuwabohu das SCHLOSS verlassen. Sie sammeln von den vor dem Eingang stehen gelassenen Dingen alles auf, was ihr Stamm brauchen kann. Mit einem von Chreeans gezogenen Wagen kehren sie zurück in die Nähe des Waldes von Fryg, wo sie schon aus der Ferne ihren Stammesverbund sehen können. Sie sind entsetzt, denn das ewige Leben in Tarnung war völlig zwecklos. Aoore erklärt Riisa, dass die SCHLOSSHERREN tot sind und sie fortan unbehelligt leben können, aber der will die neuen Tatsachen nicht anerkennen. Erst als durch den Start des Dimensionsfahrstuhls ausgelöst, Blitze und ein Erdbeben über sie hereinbrechen, zeigen sie sich einsichtig. Aoore ernennt sich selbst zum neuen Vorgeher und führt als erste Amtshandlung ein, dass die Puntharen ab jetzt aufrecht gehen müssen.

Anmerkungen

  • Der Handlungsstrang um die Ereignisse auf Dorkh wird in Atlan 468 fortgesetzt.
  • Offenbar war Dorkh schon seit längerem herrenlos, denn die Uleb stießen im SCHLOSS auf keinerlei Gegner, als sie sich dort einquartierten. Wer dort davor herrschte, ist unbekannt.
  • Dorkh ging mit den neuen SCHLOSSHERREN mehr als 52 Jahrtausende seiner vorbestimmten Aufgabe, blühende Zivilisationen zu zerstören, nach. Den Uleb muss dieser Auftrag aber unbekannt gewesen sein, weshalb sich die Frage stellt, warum sie das Weltenfragment nicht völlig nach ihren Vorstellungen umfunktioniert haben.
  • Einer der beiden entkommenen Flüchtlingsraumer wurde von Drorah befehligt. Sie galt als eine der fähigsten Kommandantinnen, die es bei den Lemurern je gegeben hatte. Ob der Planet Drorah nach ihr benannt worden ist, ist nicht gesichert.

Innenillustrationen