Telonier

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Die Telonier sind ein humanoides, technisch hochstehendes Volk in der Milchstraße, das den Höhepunkt seiner Entwicklung bereits vor Jahrtausenden überschritten hatte und zurückgezogen in einer nur ihnen bekannten Dunkelwolke lebt.

Übersicht

Das Sternenreich Telonien umfasst fünfzig Planeten, die alle innerhalb dieser Dunkelwolke liegen. (PR-TB 82, S. 66)

Erscheinungsbild

Anmerkung: Die Telonier ähneln in ihrem Äußeren wahrscheinlich sehr den Terranern. Das wird in den Quellen zwar nicht explizit erwähnt, ergibt sich aber aus der Handlung.

Charakterisierung

Die Telonier sind extrem friedliebend. Sie kennen weder Ackerbau noch Viehzucht. Zu ihrer Ernährung verwenden sie ausschließlich synthetische Konzentratnahrung, da ihnen Tiere und sogar Pflanzen als tabu gelten. (PR-TB 82, S. 111)

Bekannte Telonier

Gesellschaft

Regierung

Hauptartikel: Erster Telon.

Oberste Instanz der Telonier war bis zum Jahr 2424 der 1. Telon (oder Erste Telon).

Technik

Die Telonier verfügen über zweipolare Transmitter, also Geräte, die ohne Gegenstation auskommen. (PR-TB 82, S. 57)

Die Technik der metaphysischen Matrizen ermöglicht ihnen in Verbindung mit dem Element Orarium potentielle Unsterblichkeit. (PR-TB 82, S. 98-99)

Anmerkung: Es ist nicht bekannt, ob die Unsterblichkeit allen Teloniern zur Verfügung stand oder nur dem Militär.

Raumschiffe

Die Korkenzieherschiffe der Telonier werden von den Terranern so genannt, weil sie mit ihrer Spiralform einem Korkenzieher ähneln. (PR-TB 82, S. 5)

Die Raumschiffe sind einheitlich 1000 Meter lang. Im hinteren Zwanzigstel liegen der Antrieb und die weiteren Aggregate. Die Steuerung erfolgt durch eine nur 6-köpfige Mannschaft von einer winzigen Zentrale aus. Das restliche Volumen dient zum Transport der telonischen Kampfmaschinen, der so genannten Telurs. (PR-TB 82, S. 138)

Die Überlichttriebwerke erlauben bereits bei minimaler Geschwindigkeit den Übertritt in ein höheres Kontinuum. Weitere Details über die Technik sind nicht bekannt, so konnte beispielsweise mit den terranischen Ortungsanlagen des 25. Jahrhunderts nicht festgestellt werden, über welche Schutzschirme die Raumschiffe verfügen oder ob sie überhaupt welche besitzen. (PR-TB 82, S. 6, 12)

Über einen Zeitraum von 10.000 Jahren verfügten die Telonier nur über ein einziges Raumfahrzeug, das Flaggschiff des Ersten Telons. (PR-TB 82, S. 138) Bei ihrem Aufmarsch gegen das Solare Imperium Mitte November 2424 umfasste die Flotte bereits 2000 Einheiten. (PR-TB 82, S. 5-6) Mangels ausgebildeter Raumfahrer bestand die Besatzung aus terranischen Söldnern, die keine Ahnung hatten, wer der Gegner war. (PR-TB 82, S. 14)

Geschichte

Rückzug und Isolation

Die Telonier sind ein sehr altes Volk. Obwohl ihre Vergangenheit weitgehend im Dunkeln liegt, ist zumindest bekannt, dass sie als raumfahrende Zivilisation bereits intensive Beziehungen zu den Lemurern pflegten. Als die Haluter ihren Feldzug begannen und die Erste Menschheit fast auslöschten (also um etwa 50.000 v. Chr.), zogen sich die Telonier aus der Milchstraße zurück in eine der zahlreichen Dunkelwolken. In der Jahrzehntausende langen völligen Isolation verkümmerten ihr Forscherdrang und sie verloren alle Aggressionen. Die Friedfertigkeit wurde zu ihrer Lebensphilosophie, aber die physische und psychische Entwicklung stagnierten. Der Erste Telon erkannte, dass nur eine gewaltsame Auseinandersetzung den drohenden Untergang abwenden konnte. Ein Krieg musste her! (PR-TB 82, S. 94, 107)

Etwa um das Jahr 2404 wurde erstmals seit 10.000 Jahren ein Forschungsschiff nach außerhalb der Dunkelwolke geschickt. Zehn Jahre lang reisten die Forscher mit dem letzten verbliebenen Raumschiff durch die Galaxis und studierten die Entwicklung der jungen, aufstrebenden Völker. Ihre Ergebnisse schienen die Theorie des Ersten Telons zu bestätigen: Alle fortschrittlichen Völker mussten in einem ständigen Kampf um ihre Existenz ringen. So entstand der Plan, einen synthetischen Krieg zu initiieren und Terraner als Söldner anzuheuern. Gegen diese Bestrebungen des Ersten Telons bildete sich eine Opposition unter der Jugend des Volkes, die Neue Generation. (PR-TB 82, S. 95-96)

Die Thorum-Episode

Die Telonier platzierten das künstlich gewonnene Element Orarium als Lockvogel auf dem Planeten Thorum. (PR-TB 82, S. 108-109)

Der Plan ging auf. Um die Mitte des Jahres 2423 entdeckte Gordon Blish das bisher unbekannte Erz. Er übersandte eine Materialprobe an ein Labor des Solaren Imperiums und erregte damit Aufsehen. Aufgrund seiner phänomenalen Eigenschaften schätzten Wissenschaftler den Wert des Orariums auf 200.000 Solar je Pfund. Zwar stellte sich heraus, dass es auf dem gesamten Planeten nur geringe Spuren von Orarium gab, doch zu spät: Das Gerücht von den Reichtum verheißenden Funden hatte sich inzwischen bereits weit verbreitet. In den folgenden Monaten wurde Thorum von ganzen Heerscharen von Prospektoren und Glücksrittern überschwemmt. Keiner von ihnen wurde fündig. (PR-TB 82, S. 33-34)

Die Telonier hatten nun aber die Möglichkeit, zehntausende Terraner anzuwerben, die als Söldner in ihrer heimatlichen Dunkelwolke für sie kämpfen sollten. Ihr Slogan: (Zitat) […] »Helft dem friedfertigen Volk aus der Dunkelwolke in einem erbarmungslosen Krieg!« […] (PR-TB 82, S. 19) Sie bezahlten gut, daher meldeten sich verarmte Gestrandete in Scharen freiwillig. Für die 2-jährige Dienstzeit wurden 100.000 Solar versprochen, zahlbar zum Ende der Verpflichtung. (PR-TB 82, S. 25-26) Und sie nahmen wirklich jeden, egal ob jung oder alt, Pazifist oder Militarist, unbescholtener Bürger oder Verbrecher; nur Frauen wurden abgewiesen. (PR-TB 82, S. 40)

Am 20. August 2424 wurde Lodrin, der Leiter des Rekrutierungsbüros auf Thorum, mit gut 80.000 rekrutierten Söldnern in die Heimat zurückbeordert. (PR-TB 82, S. 55-56)

Kriegsspiele

Die Söldner wurden in zwei Gruppen geteilt und gegeneinander in den Kampf geschickt, ohne voneinander zu wissen. Die Telurs waren so aufgebaut, dass keine Möglichkeit bestand, die Umgebung oder den Gegner direkt zu beobachten. Die gesamte Navigation, Ortung und Gefechtsführung erfolgte ausschließlich mittels abstrakter Symbole auf Computerbildschirmen. Die Söldner, die durch eine Hypnoschulung in die Bedienung der Maschinen eingewiesen wurden, wussten nicht, auf welchem Planeten sie sich befanden und wer ihre Gegner waren. Für die Blaue Armee war der Gegner nur die Weiße Armee und umgekehrt. Der Zweck des synthetischen Krieges war, die Telonier durch den vorgeblichen Existenzkampf aus ihrer geistigen Erstarrung zu reißen. So wurden die Besatzungen der Kampfmaschinen Zug um Zug mit telonischen Soldaten aufgefüllt, die von den Terranern lernen sollten. Die metaphysischen Matrizen und das Orarium garantierten, dass es keine Toten gab: Jeder im Kampf getötete Soldat wurde umgehend wieder zum Leben erweckt. (PR-TB 82, S. 98-99)

Unter der Federführung der Telonierin Sija holte die Neue Generation im August 2424 den jungen Michael Rhodan zu ihrer Unterstützung in die Dunkelwolke. Sie glaubten, dass der Sohn des mächtigsten Mannes des Solaren Imperiums vieles für sie erreichen konnte. Michael Rhodan versprach, ihnen dabei zu helfen, den Krieg zu beenden. (PR-TB 82, S. 92-97)

Tatsächlich gelang es ihm, mit seinem Begleiter Deron während der Kampfhandlungen auf dem Planeten Telon 33 in das Hauptquartier der Telonier einzudringen und damit aufzudecken, dass der Krieg synthetisch hervorgerufen war und es gar keine realen Gegner gab. Doch bevor sie die Erkenntnisse verarbeiten konnten, wurde der Befehlsbunker zerstört und alle, die sich dort aufhielten, getötet. (PR-TB 82, S. 129-130)

Konfrontation im Orion-Sektor

Von den bisherigen Erfolgen ermutigt, beschloss der Erste Telon, dass es jetzt an der Zeit sei, die Dunkelwolke zu verlassen und den Krieg in die Galaxis hinaus zu tragen. Als Gegner wurde das Solare Imperium erwählt, und Michael Rhodan sollte auf dem Flaggschiff der Telonier mitfliegen und dem Feind die Kriegserklärung übergeben. (PR-TB 82, S. 132-135)

Mitte November 2424 marschierten im Orion-Sektor binnen drei Tagen 2000 Raumschiffe der Telonier auf. Die Solare Flotte zog 10.000 Einheiten aller Schiffsklassen an der so genannten Orion-Front zusammen, angeführt von der IMPERATOR, dem Flaggschiff der USO. Michael Rhodan überbrachte seinem Vater zwar wie angeordnet die Kriegserklärung, hatte aber inzwischen einen Plan, wie der Krieg verhindert werden konnte. Er veranlasste, dass der 3. Telon Orar das Flaggschiff des Telonischen Imperiums in die East-Side flog und auf einer Welt eines der kriegerischen Blues-Völker landete. Erwartungsgemäß wurde das Schiff angegriffen und zerstört. Der Erste Telon wurde vernichtet. Orar kam zur Einsicht, dass Kriege der falsche Weg zur Weiterentwicklung waren, und stoppte die Invasion. (PR-TB 82, S. 5-14, 135-151)

Quelle

PR-TB 82