Dscherro

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Clans der Dscherro. Für weitere Bedeutungen, siehe: Clan.

Die Dscherro sind ein wildes und marodierendes Nomadenvolk aus DaGlausch.

PR1880.jpg
Heft: PR 1880
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Sie stammen evolutionär von Höhlenbewohnern ab, was man an der Bauweise ihrer Schiffe sehen kann.

Dscherro sind etwa 1,50 m groß und genauso breit. Aus ihrer Stirn ragt ein 30 cm langes Horn, der Hinterkopf hat keine Kopfhaut. Die Haut ist grün und von kleinen silbernen Schuppen bedeckt. Sie haben schweineartige Rüsselnasen und lange Zähne im Unterkiefer, die über die Unterlippe hinausragen. Dscherro sind generell sehr beleibt, meistens sind dies jedoch Muskeln. An den Füßen ist ein Zeh nach hinten gebogen.

Siehe auch: Galerie Dscherro.

Physiologische Besonderheiten

Dscherro können die Farbe Blau nicht erkennen. Blaue Gegenstände erscheinen für sie schwarz. (PR 1911)

Charakterisierung

Verschiedene Zophengorn-Wissenschaftler vermuten, dass ihr Aufstieg zu interstellaren Piraten mit einem einzigen großen, technologischen Raubzug bei den Bandaren begann. Dscherro sind Nomaden, die sich ihren Lebensunterhalt mit planetaren Überfällen rauben. Sie gehen dabei äußerst gewalttätig vor, nehmen Geiseln und erpressen dann, was immer sie wollen. Angst ist ihnen unbekannt.

Bekannte Dscherro

Gesellschaft

Clanwesen

Jeder Dscherro-Clan ist etwa 50.000 bis 100.000 Mitglieder stark und verfügt über ein Mutterschiff von etwa 5 - 10 km Größe, Burg genannt. Diese besitzen außen Landeplattformen, senkrecht zur Flugrichtung, auf denen die 500-m-Kampfschiffe der Dscherro landen. An der Burgaußenhaut und in den Gängen sind Schädel, Knochen, Waffen, Rüstungen und sogar Gleiter besiegter Feinde, als Trophäen, befestigt. Die Burg des Poulones- und späteren Fellokk-Clans hieß GOUSHARAN.

An der Spitze eines Dscherroclans steht der so genannte Taka. Taka kann nur werden, wer ein besonderes angeborenes Talent besitzt: Die Fähigkeit, aus den Hormonausdünstungen eines Dscherro dessen Gefühle und Gedanken zu lesen und die Fähigkeit die eigenen Hormonausdünstungen zu steuern. Der amtierende Taka versucht natürlich, potentielle Konkurrenten schon vor einer Herausforderung zu töten. Hinter dem Taka kommen der Barrasch, der für den »Hofstaat« zuständig ist, und die sechs Serofen. Deren Aufgabengebiete sind: Kriegshandwerk, Strategie, Versorgung, Rechtsprechung (inklusive Gefangenenbetreuung), die Betreuung der Footen (siehe unten) und soziale Ordnung.

Dscherro wohnen in Gemeinschaftsquartieren von Hallenausmaßen. Nur Dscherro, die sich einen Namen gemacht haben, bekommen ein Einzelquartier.

Sprache

Die Sprache der Dscherro, das Dschett, besteht hauptsächlich aus Kehl- und Zischlauten.

Sitten und Gebräuche

Es ist eine Unterwerfungsgeste, wenn sich ein Dscherro vor einem anderen auf den Bauch legt. Diese Geste wird allerdings nur sehr selten angewendet. Sie jemandem anderen als dem Taka gegenüber anzuwenden, kann schon so interpretiert werden, dass man den aktuellen Taka stürzen will.

Die erste Beute, die ein Dscherro während eines Überfalls macht, hat für ihn großen sentimentalen Wert. Sie wird nicht beschädigt, da sie eine Art Trophäe darstellt. Es ist Tradition, dass die erste Geisel, die ein Dscherro nimmt, nicht getötet wird. Fellokk schickte beispielsweise den Tierpfleger, den er entführt hatte, unverletzt mit einer Nachricht nach Terrania zurück. Wenn die Kämpfe fortschreiten, wird es für die Dscherro natürlich zunehmend hinderlicher, dieser Tradition zu folgen, weswegen sie vermutlich darauf verzichten.

Footen

PR1896.jpg
Heft: PR 1896
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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In der CADO
Vendassor und Domino Ross
Heft: PR 1897 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Dscherro sind dreigeschlechtlich: männlich, weiblich und Foote. Footen sind etwa 30 cm groß und grob humanoid. Sie haben übergroße Augen und je zwei Finger und Zehen an ihren tentakelartigen Gliedmaßen. Ihr Skelett besteht nur aus Wirbelknochen und ihre Haut ist orangefarben und schleimig. Ihr Bevölkerungsanteil liegt bei 1-2%. Die Footen sind für die Wartung und die Beurteilung der technischen Beute zuständig. Sie leben in Tunneln, die die Burgen wie ein Belüftungssystem durchziehen. Kein Dscherro würde je einem Footen etwas zu Leide tun.

Wenn die Paarungszeit naht, beginnt der Körper des Taka Geschlechtshormone auszuschütten, was dazu führt, dass sich die, bis dahin geschlechtsneutralen, Dscherro in Männlein und Weiblein diversifizieren. Ein Taka entwickelt sich immer zu einem Mann. Bei den Anderen ist das Geschlecht, bei jeder Paarungszeit von neuem, vom Zufall bestimmt. Je weiter die Reife voranschreitet, desto mehr schwillt das Geschlechtsorgan, am Hornansatz, an, bis die Dscherro sich ihr Horn ausreißen. Die Paarungen beginnen erst, wenn der Taka das Daschka (sprich: die Paarung) für begonnen erklärt. Dann erst schwärmen die Footen aus, und es beginnt eine wüste Mischung aus Sexorgie und Schlägerei. Der Geschlechtsakt besteht darin, dass ein männlicher und eine weibliche Dscherro ihre Stirne, und damit die Geschlechtsorgane, gegeneinander pressen. Eine Befruchtung findet nur statt, wenn ein Foote, sozusagen als hormoneller Katalysator, seinen schleimigen Körper gleichzeitig zwischen beide Köpfe presst. Im Rahmen des Daschka paart sich jeder Dscherro einige Male. Das Daschka dauert etwa einen Tag und ist äußerst kräftezehrend.

Die Tragezeit beträgt zwei Jahre. Jeder Dscherro wird zusammen mit einem Footen geboren; beide sind durch eine Art Nabelschnur verbunden. In den meisten Fällen überlebt der Footenzwilling die Strapazen der Geburt aber nicht.

Bekannte Footen

Technik

Waffen

PR1881.jpg
Schourchten
Heft: PR 1881
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Impressionen Dscherro
Heft: PR 1889 – Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Ihre wichtigsten Waffensysteme sind:

  • 5D-Eiser: Von Geschützplattformen aus werden faustgroße Energiekugeln verschossen. Diese werden von 5D-Energieformen angezogen. Beim Aufschlag entsteht ein 30 m durchmessendes, starkes Störfeld, das Syntrons fehlschaltet und Personen geistig verwirrt.
  • Bogantöter: Diese sehr beliebte Infanteriewaffe wurde für die Jagd nach dem, jetzt ausgestorbenen, Bogan entwickelt. Das eine Ende ist doppelläufig (Granatwerfer mit 20 Schuss und Desintegrator), das andere ist der Kopf einer Keule. Dieser kann, durch einen Teleskopmechanismus, weitere 20 cm ausgefahren werden, was gleichzeitig die Stacheln erscheinen lässt. Eine Vibratorklinge kann seitlich ausgefahren werden.
  • Bohrmaschinen: Für geheime Erkundungsmissionen und zum Bau unterirdischer Zusatzräume. Die Projektorköpfe müssen zu Fuß vorwärts geschoben werden.
  • Chresche: Schwebeplattformen für einzelne Dscherro, wird an einer Lenkstange stehend geflogen, als Bewaffnung müssen Infanteriewaffen an die Lenkstange geflanscht werden, schwache Schutzschirme, meistens mit Lärm- und Rauchgeneratoren, 50 m/s Maximalgeschwindigkeit
  • Dechamm: Dechamme, auch Dschamme genannt, sind kreisförmige Netze, mit mehreren Hundert Metern Durchmesser, mit denen man feindlichen Flugverkehr verhindern kann. Das Dechamm ist aus armdicken Strängen geknüpft und wird von Schourchten aus eingesetzt. Dazu wird das Netz über das Zielgebiet geschossen, wo das Bündel sich dann hyperenergetisch entfaltet. Im entfalteten Zustand fällt es zu Boden, wo es zivile Gleiter am Fliehen hindert.
  • Flugminen: Etwa 30 cm groß und linsenförmig, dabei flugfähig. Tokcher erzeugen bei der Explosion schwere, ausgedehnte Störfelder. Ochenos wurden darauf ausgerichtet, feindliche Energieformen zu suchen und kurz zu schließen oder zu stören. Bis zum Abschuss werden sie an Schourchte oder Kampfroboter angeflanscht.
  • Kampfroboter: Jeder Clan besitzt etwa so viele Kampfroboter wie er Dscherro hat. Die Kampfroboter wurden, wie die meiste Ausrüstung, zusammengeklau(b)t. Sie sind veraltet und teilweise schlecht gewartet, aber immer noch äußerst kampfstark.
  • Neuropinsel: Ein Stab von etwa 50 cm Länge aus dem lange Drähte an einem Ende herausragen. Die Wirkung entspricht einer Neuropeitsche, allerdings kann ein Neuropinsel mehrere Gegner gleichzeitig treffen.
  • Rommal: Rommals sind Netze, die von Hand geworfen werden und zum Einfangen von Zivilisten und Geiseln dienen. Sie können ihre Opfer mit Elektroschocks betäuben. Es gibt Rommals in verschiedenen Größen, mit 2 - 20 Personen »Fangkapazität«.
  • Schourchten: 20 - 50 m lange Atmosphärenkampfgleiter, 20 - 40 Mann Zuladung, modulare Bewaffnung, starke Schutzschirme, 150 m/s Maximalgeschwindigkeit
  • Trümmertoser: Das Aggregat muss man sich vorne um den Brustkorb schnallen, die Bediengriffe stehen dabei zur Seite weg. Diese Waffe ist äußerst schwer und sperrig: etwa 30 cm dick und 50 cm im Quadrat breit, wird sie meistens vorne auf einen Chresch montiert. Das Ziel wird von extrem starken Prallfeldern zerquetscht. Wirkungsradius (max. 10 m) und Distanz (max. 200 m) müssen von Hand eingestellt werden.

Hinzu kommen alle möglichen Arten normal- und hyperenergetischer Hieb-, Stich- und Schusswaffen sowie Antigravplattformen mit aufmontierten Geschützen. (PR 1880)
Als besonders exotisches Waffensystem wurde eine Art Harpune beobachtet, die in der Ausbuchtung der Fersenkralle eines Dscherro-Stiefels montiert ist. Sie wird durch eine Trittbewegung abgefeuert. (PR 1879)

Datenblätter

Risszeichnung

Zitate

  •  »Beute und Sieg!« (PR 1880)
  •  »Koscha, Dscherro, koscha!« - Dschett: »Vorwärts Dscherro, vorwärts.« ; Bedeutung reicht von Angriffsbefehl bis zu halbernster Aufmunterung (PR 1880)

Quellen

PR 1879 - PR 1882, PR 1886 - PR 1889, PR 1896 - PR 1898, PR 1911, PR 1944, PR 1945