Kyron Barrakun

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person Computer-Kid. Für den Planetenroman siehe Computer-Kid (Planetenroman).

Kyron Barrakun - auch bekannt unter den Namen Barra-Kun, Kid Comp, Kid Kompagnon und Computer-Kid - war ein genialer Hacker und Gründer der Firma Computer-Kid & Co.

Erscheinungsbild

Der schlanke, hellhäutige Terraner war relativ klein. Sein leicht gelocktes, aschblondes Haar trug er als handspannenlangen »Pferdeschwanz«. (PR 925, PR-TB 188, S. 7)

Charakterisierung

Der überzeugte Vegetarier lehnte Gewalt strikt ab. Allerdings besaß er recht eigene Vorstellungen von Gewaltlosigkeit. Dazu zählte zum Beispiel das Erzeugen von schweren Allergien auslösenden Allergenen oder das Auslösen der Schlafseuche. (PR-TB 188)

Gewohnt alleine zu sein, verließ er sich ungern auf die Hilfe anderer Menschen. Er schätzte die Fähigkeiten von organischen Intelligenzen generell geringer ein, als jene von künstlichen Intelligenzen. (PR-TB 188, S. 12, S. 80)

Besondere Fähigkeiten

Kyron Barrakun besaß ein außerordentliches Verständnis für hochwertige kybernetische Systeme. Außerdem war er in der Lage, von Computern unterschiedlichster Art ausgehende Impulse wahrzunehmen. Auch konnte er das Vorhandensein von Funkimpulsen wahrnehmen, allerdings ohne den Inhalt der transportierten Nachricht zu verstehen. (PR-TB 188, S. 7, S. 11-12, S. 54)

Barrakun war in der Lage, die eigenen Körperfunktionen so zu beeinflussen, dass er per Rückkopplungseffekt auf ihn untersuchende Computersysteme Einfluss nehmen konnte. (PR-TB 188, S. 85-86)

Mit Pflanzen konnte Kyron Barrakun seine Zellaura verschmelzen und sich so durch deren psionische Ausstrahlung stärken. Dadurch wurde insbesondere seine Regenerationsfähigkeit erhöht, wodurch er sich schneller von Vergiftungen und Verletzungen erholen konnte. (PR-TB 188, S. 25-27, S. 40-42)

Kyron Barrakun war in der Lage, in der Nähe bekannter Pflanzen das Verstreichen der Zeit gefühlsmäßig einzuschätzen - während er ansonsten kein Zeitgefühl hatte und auf ein Chronometer angewiesen war. Auf von ihm selbst nicht näher erklärbare Weise war Kyron Barrakun außerdem in der Lage, die Wirkung von ihm unbekannten pflanzlichen Substanzen auf seinen Körper zu erkennen. (PR-TB 188, S. 25, S. 57)

Barrakun nutzte Pflanzen auch als Art »natürliches Labor«. So erzeugte er zum Beispiel mit auf Nashdoor heimischen Pflanzen ein Allergen und später das dazu passende Anti-Allergen. Auf Terra ließ er Kokospalmen eine Art von Tiefschlafdroge produzieren. (PR-TB 188, S. 81-85)

Geschichte

Frühe Jahre

Kyron Barrakun war noch ein Kleinkind, als seine Eltern verschleppt wurden. Ein Dienstroboter der Familie nahm sich des Kleinen an. Er schloss sich den Laren an und brachte Kyron Barrakun an Bord eines ihrer Computerschiffe. Das Raumschiff durchkreuzte die Milchstraße und verrichtete dabei statistische Arbeiten. (PR-TB 188, S. 13)

Der Dienstroboter integrierte sich in die Systeme des Computerschiffes, das fortan die »Bezugsperson« Kyron Barrakuns darstellte. Als Nahrung für das Kind dienten zunächst noch vom Roboter mitgebrachte Vorräte. Als diese aufgebraucht waren, wurde Kyron Barrakun mit Hilfe eines hauptsächlich auf pflanzlichen Komponenten beruhenden Recycling-Systems versorgt. Mit diesem System verband ihn eine Art symbiotischer Beziehung. Die nächsten circa 36 Jahre verbrachte Kyron Barrakun so an Bord des Schiffes. (PR-TB 188, S. 13-14, S. 81)

Schließlich ging die Herrschaft des Konzils der Sieben über die Milchstraße zu Ende und das larische Computerschiff landete auf dem Planeten Nashdoor. Die Bewohner dieser Welt ließen ihrem Hass auf alles larische freien Lauf und zerstörten das Computerschiff. Sie glaubten, Kyron Barrakun aus einer Gefangenschaft zu befreien. In Wirklichkeit rissen sie ihn brutal aus der im vertrauten Umwelt. (PR-TB 188, S. 81)

Kyron Barrakun fiel es schwer, sich in seine neue Umgebung einzuleben. Es gelang ihm aber schließlich, auch zu den hiesigen Pflanzen Kontakt aufzunehmen. Als Rache für die Zerstörung des Computerschiffes veranlasste er die Pflanzen, Allergene zu produzieren. Diese Allergene lösten eine Allergie gegen die aus den wichtigsten Nutzpflanzen des Planeten hergestellten Produkte aus. Kyron Barrakun wollte damit den Bewohnern Nashdoors allerdings nicht nachhaltig schaden. Vielmehr ging er davon aus, dass sich die Menschen auf die Verwertung anderer Pflanzen umstellen würden. Als er bemerkte, dass dem so nicht war, ließ er die Pflanzen Anti-Allergene produzieren und verhinderte so noch rechtzeitig eine Katastrophe. (PR-TB 188, S. 81)

Ankunft auf Terra

Später flog Kyron Barrakun zusammen mit 71 Rücksiedlern von Nashdoor sowie einer unbekannten Anzahl weiterer Rücksiedler von anderen Planeten an Bord der MOIST LOAM nach Terra. Dabei musste er sich mit neun weiteren Passagieren eine Kabine teilen, die eigentlich für lediglich sechs Personen ausgelegt war. Damit die Reisenden die Enge ertrugen, wurden sie entsprechend hypnotisch behandelt. (PR-TB 188, S. 7-16)

Anmerkung: Aus der Quelle geht nicht klar hervor, ob Kyron Barrakun als einer der 71 Rücksiedler von Nashdoor betrachtet wird, oder ob sich neben ihm noch 71 Rücksiedler von Nashdoor an Bord der MOIST LOAM befanden.

Beim Einflug in das Solsystem wurde Kyron Barrakun von den von NATHAN ausgehenden Impulsen überrascht. Er versank für kurze Zeit in eine Art Trance und verletzte sich dabei mit einer Gabel, die er sich im Zustand der Trance in den rechten Oberschenkel stach. Als er wieder zu sich kam, wurde er vom Armi Harrissen, dem Kommandanten der MOIST LOAM, und Alexander Perwuchin, dem Bordpsychologen, befragt. Die beiden wollten sicherstellen, dass Kyron Barrakun keine Gefahr für die LFT darstellte. Letztendlich konnten sie zwar keine neuen Erkenntnisse erlangen, aber Kyron Barrakun wurde trotzdem die Ansiedlung auf Terra erlaubt. (PR-TB 188, S. 7-16)

Das Schiff landete auf dem Vijaya Space Port in Colombo. Hier erfuhr Kyron Barrakun, dass ihm von NATHAN eine Wohnung in der Crest-Street in Terrania City zugewiesen worden war und dass er als Aussortierer von Undaten im Tecy arbeiten sollte. Kyron Barrakun legte dagegen Protest ein und setzte sich nach einem Missverständnis mit Narad Keller, einem seiner Ansprechpartner, in die Wildnis um Colombo ab. (PR-TB 188, S. 20-24)

Die folgenden ungefähr drei Monate streifte Kyron Barrakun durch den Süden Sri Lankas. Sein Weg führte ihn in die Nähe des Adam's Peak, über die Horton Plains, nach World's End, zu den Diyaluma-Fällen und schließlich zum Yala National Park. Hier überlebte er nur dank seiner besonderen Beziehung zu Pflanzen den Biss einer giftigen Schlange und wäre beinahe das Opfer eines Leoparden geworden. Nach diesen Erlebnissen wandte sich Kyron Barrakun schließlich nordwärts und gelangte so in das Gal Oya-Naturschutzgebiet. Hier am Senanayake Samudra-Stausee wollte er sich für eine Weile niederlassen. (PR-TB 188, S. 24-28)

Erster Konflikt mit den Landräubern

Als er die Umgebung des Stausees erkundete, stieß er auf eine Baustelle. Die halbverfallenen Gebäude »Inginiyagalas« und Teile des umgebenden Urwalds mussten hier für eine neue Wohnsiedlung Platz machen. Angeführt von Carilda Today demonstrierten etwa hundert Mitglieder von CUSTOS gegen die Spekulation mit Baugrund durch die von ihnen als »Landräuber« bezeichnete Maklerfirma. Die Demonstranten wurden von Bauleuten angegriffen, die mit Kabelstücken bewaffnet waren und die CUSTOS-Aktivisten brutal niederknüppelten. Kyron Barrakun wurde für einen der Demonstranten gehalten, zusammengeschlagen und schwerverletzt im Unterholz zurückgelassen. (PR-TB 188, S. 36-40, S. 45)

Die ihn umgebenden Pflanzen stärkten Kyron Barrakun, und als er nach einer Bewusstlosigkeit wieder zu sich kam war er wieder vollkommen geheilt. In seiner Nähe diskutierten gerade Inspektor Chandiya und dessen Assistent Ito Haltomo, zwei Angehörige der Ordnungsaufsicht Ceylon – LFT, mit Orggen und zwei weiteren Angestellten von CEPOC, der für die Baustelle verantwortlichen Maklerfirma. Die CEPOC-Angestellten stellten den Vorfall dabei so dar, als ob sie von den Demonstranten provoziert worden wären und in Notwehr gehandelt hätten. (PR-TB 188, S. 40-42)

Kyron Barrakun schaltete sich in das Gespräch ein und bezichtigte die CEPOC-Angestellten der Lüge. Seinem Bericht über den Vorfall wurde allerdings kein Glauben geschenkt, da er keinerlei Verletzungen mehr aufwies. Inspektor Chandiya nahm ihn fest und brachte ihn nach Colombo zu seinem Vorgesetzten, dem Regionspfleger der Insel Ceylon Barramo Leiyen. (PR-TB 188, S. 42-45)

Dieser veranlasste einerseits eine umfassende medizinisch-psychologische Untersuchung Kyron Barrakuns und ließ ihn außerdem unabhängig vom Ausgang dieser Untersuchung auf unbestimmte Zeit in das Resozialisierungszentrum von Colombo einweisen. Dort hielt sich Kyron Barrakun aber lediglich einen knappen Tag lang auf: Als er sich nach circa 20 Stunden in seiner Zelle zum ersten mal über das Versorgungs-Terminal etwas zu Essen und Trinken bestellte, fiel ihm auf, dass er über das Terminal Zugriff auf den Zentralcomputer des Resozialisierungszentrums erhalten konnte. Dank seiner überragenden Fähigkeiten im Umgang mit Computern gelang es ihm, einen zeitlich unbegrenzten Urlaubsschein sowie besonders elegante Kleidung zu erhalten. Die Angestellten des Resozialisierungszentrums nahmen die Entlassung Kyrron Barrakuns durch den Computer nach kaum einen Tag einfach hin. (PR-TB 188, S. 42-45)

Barrakuns nächster Schritt bestand darin, sich nach Galle zu wenden, da sich dort das Rechenzentrum der Regionsverwaltung befand. Unmittelbar nachdem er die Stadt erreicht hatte, wurde er aber erneut von Ordnungskräften festgenommen. Man warf ihm Sabotage des Resozialisierungszentrums vor. In einem Gebäude in der Nähe von Galle wurde er von Inspektor Chandiya, Ito Haltomo und einem weiteren Mann zunächst verhört und dann in eine Zelle gesperrt. (PR-TB 188, S. 52-58)

Gelöschte Identität

Nach kurzem Aufenthalt in seiner Zelle wurde Kyron Barrakun von Carilda Today aus seiner misslichen Lage befreit. In ihrer Funktion als Mitglied der Anwaltskammer der LFT stellte sie gegen Inspektor Chandiya und andere an der Inhaftierung beteiligten Strafantrag und erwirkte die Freilassung Kyron Barrakuns. In der Folge informierte sie Kyron Barrakun über die Ziele von CUSTOS und dieser nahm an prominenter Stelle an einer von CUSTOS organisierten Demonstration gegen die Landräuber in Kandy teil. (PR-TB 188, S. 57-70)

Als er etwas später in Begleitung von Deniiri Payra in dem vegetarischen Restaurant von Calya Haraldsen Essen gehen wollte, wurde Kyron Barrakuns Urlaubsschein, der auch als ID-Kredit-Karte diente, nicht als echt anerkannt und vernichtet. Er hatte die Aufmerksamkeit der Landräuber erweckt und diese hatten alle seine Individualdaten löschen lassen. Er konnte sich nun weder Nahrung kaufen, noch sein Hotelzimmer betreten oder Verkehrsmittel nutzen. Als er den Ordnungspfleger Kyzki ansprach, leugnete dieser seine Existenz. Versuche in das Rechenzentrum von Kandy einzudringen schlugen ebenfalls fehl. (PR-TB 188, S. 71-79)

Gewohnt seine Probleme selbst zu lösen, entschied sich Kyron Barrakun sich nicht an CUSTOS um Hilfe zu wenden. Stattdessen zog er sich in den Urwald zurück und brachte die dortigen Kokospalmen dazu, eine tiefschlafauslösende Substanz zu erzeugen. Damit löste er die sogenannte Schlafseuche aus. Nach einigen Wochen erweckte er so wie erhofft die Aufmerksamkeit offizieller Stellen, wurde als möglicher Auslöser der – in Wirklichkeit relativ harmlosen – Schlafseuche erkannt und festgenommen. Zum Verhör wurde er nach Imperium Alpha gebracht. (PR-TB 188, S. 85-88)

Hier gelang es Kyron Barrakun bei einer Untersuchung seiner Person noch vor dem Beginn des eigentlichen Verhörs Einfluss auf NATHAN zu nehmen. So wurde er von NATHAN als »Kid Kompagnon«, einem Bürger mit Qualifikation eins A, identifiziert und mit einer Grünen ID-Karte versorgt. Den mit seinem Verhör betrauten Spezialisten um Satna Owanak kam die Sache zwar verdächtig vor, doch blieb ihnen keine andere Wahl, als Kyron Barrakun wieder auf freien Fuß zu setzen. (PR-TB 188, S. 88-91)

Computer-Kid und Co.

Gemeinsam mit Carilda Today gründet Barrakun in Terrania City die Detektei »Computer-Kid & Co.«. Der selbstgebaute Roboter Earny wurde zur Unterstützung eingesetzt. Es gelang, die Verschwörung der Spekulanten, die sogar einen Putschversuch gegen die Regierung unternahmen, zu zerschlagen. Im Verlauf der Ereignisse erwarb Barrakun die Freundschaft und Wertschätzung Julian Tifflors. (PR-TB 188)

Später zerschlug Barrakun die Pläne einer Gruppe von Personen, die mit Hilfe manipulierter Computer unbescholtene Bürger zu Sabotageakten manipuliert hatten.

(...)

Anfang 3587 wurde Barrakun vom Siganesen Vavo Rassa beauftragt, den gegen ihn erhobenen Vorwurf, der Tochter der siganesischen Botschafterin zugeblinzelt zu haben, zu entkräften. Die gelang ihm auch, allerdings nur mit illegalen Mitteln: er hackte sich in die Botschaft von Siga, um auf das persönliche Tagebuch Mareisis zuzugreifen. Julian Tifflor sanktionierte sein Vorgehen im Nachhinein, indem er die Rechnung für den Dienst persönlich bezahlte, die Informationen konnten jedoch nur inoffiziell genutzt werden, um den Fall zu klären. (PR 925)

Quellen