Das Lebensschiff

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 317)
A317 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Das Lebensschiff
Untertitel: Atlan und Razamon entdecken die Weltraum-Arche
Autor: Harvey Patton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Horst Hoffmann (1 x)
Erstmals erschienen: 1977
Hauptpersonen: Atlan, Razamon, Fenrir, Grangor, Timbuk, Mankor
Handlungszeitraum: 1. September 2648 (Tag 75 bis 81 Pthor-Eigenzeit)
Handlungsort: Pthor (Wüste Fylln, Oase Goltabuur)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Auf ihrem Weg durch die Wüste erreichen Atlan und Razamon die Oase Goltabuur. Dort haben sich Ausgestoßene aus dem Volk der Kuroden niedergelassen, die als Räuber leben und auch jetzt schon auf Atlan und Razamon warten. Sie sind jedoch nicht die einzigen Bewohner der Oase. In ihrem Zentrum liegen die Überreste des Lebens­schiffs DAUTOR-PAN, welches das Volk der Zuiber einst ausschickte, als der Präkogniter Grangor die Zerstörung ihrer Zivilisation durch das Erscheinen von Pthor vorhersahen. Durch einen unglücklichen Zufall ist das Schiff in den Sog eines Dimensionstunnels des Weltenfragments geraten und auf ihm abgestürzt. Die Überlebenden des Absturzes haben mit ihren Maschinen und den Pflanzen, mit denen sie in enger Symbiose lebten, die Oase geschaffen. Sie erkrankten jedoch durch die Wirkung der Strahlung, die von den beschädigten Atomreaktoren an Bord ausging, und starben. Es gibt nur noch einen Überlebenden, den Kommandanten Mankor, dessen Körper schon bei der Geburt mutiert war und der nicht mehr alleine lebensfähig ist. Über das Netzwerk der Pflanzen hält er Kontakt mit der Außenwelt und glaubt, die Räuber als seine Wächter gewonnen zu haben. Doch diese kümmern sich nicht weiter um ihn.

Als Atlan und Razamon die Oase betreten, tun sie es mit dem ihnen eigenen Misstrauen. Es fällt Atlan auf, dass viele der Pflanzen fremd wirken, als kämen sie von einer anderen Welt. Aber auch die anderen Pflanzen wirken mutiert. Zudem entdeckt der Arkonide, dass alle fremden Pflanzen in einem engen Wurzelgeflecht miteinander verbunden zu sein scheinen, egal ob Baum, Busch oder Blume. Schließlich gerät er in Kontakt mit einer Kommunikationspflanze, die seine Hand umschlingt und auf diesem Wege eine semi-telepathische Verbindung herstellt. Sie schickt ihn und Razamon zu einer Denkpflanze, die in der Lage ist, ihre Fragen zu beantworten. Dort erfahren sie die Geschichte der DAUTOR-PAN, deren drei Einzelschiffe eigentlich das ein benachbarte System der Sonne Tebrist hätten erkunden sollen, dann aber zur Überlebensarche für das Volk umfunktioniert wurden. Sie versprechen, nach einem Weg zum Kommandanten zu suchen und zu sehen, ob sie ihm in irgendeiner Weise helfen können.

Fenrir hat sich inzwischen aus Langeweile von den Gefährten getrennt, um zu trinken und den Rest der Oase zu erkunden. Dabei gerät er jedoch in die Falle einer Fängerpflanzen und wird betäubt. Auch Atlan und Razamon kommen nicht weit, nachdem sie sich von den Pflanzen getrennt haben: Am Wasserloch finden sie sich von den Räubern umzingelt, die bereits seit Stunden auf sie warten. Ihnen wird außer der Kleidung alles abgenommen, und der Anführer Timbuk lässt sie in seine Hütte sperren. Auf dem Weg zum Versammlungsplatz, auf dem besprochen werden soll, wie die Fremden getötet werden, verleibt sich der Räuberhauptmann eine der Phiolen ein, deren Inhalt Razamon vor seinen Berserkeranfällen schützen. Auch der Verstoßene wird dadurch friedlicher gestimmt, und er beschließt, die Fremden nicht selbst zu töten, sondern sie lediglich in die Wüste jagen zu lassen, wo sie verdursten sollen.

Inzwischen ist über viele Umwege, da einige Pflanzen mutiert oder Wurzeln zerstört worden sind, die Nachricht von der Ankunft der Fremden beim Kommandanten angekommen. Der Wortlaut ist jedoch verfälscht worden, und der Kommandant ist auch bereits Opfer starken geistigen Verfalls geworden. Er glaubt nun, die Fremden seien gekommen, um mit ihm und der DAUTOR-PAN nach Zuibrist zurückzufliegen. Er gibt den Pflanzen den Befehl, ihn und das Schiff freizugeben. Dadurch entzieht er sowohl ihnen als auch sich die Lebensgrundlage. Während die Räuber Atlan und Razamon zum Rand der Oase bringen, beginnen alle Pflanzen, rasend schnell abzusterben. Die Tiere der Oase ergreifen sofort die Flucht, und auch die Räuber lassen nach kurzer Verwirrung die Gefangenen einfach in Ruhe. Stattdessen sammeln sie alles zusammen, was sie noch brauchen, und folgen dem Beispiel der geflohenen Tiere. Atlan und Razamon bleiben alleine zurück. Auch Fenrir ist durch das Sterben seiner Fangpflanze befreit worden und gesellt sich wieder zu ihnen. In den verlassenen Hütten finden sie etwas Essen und Wasserbehälter, die sie an den langsam versiegenden Wasserlöchern auffüllen. Ehe sie die Oase verlassen, steigen sie aber noch in das Innere des nun freiliegenden Schiffes und suchen den Raum des Kommandanten auf. Vor ihren Augen stirbt der grausam mutierte Mankor, doch zumindest sind seine letzten Gedanken voller Hoffnung auf die eingebildete Heimkehr in seine Heimat.

Ohne Waffen, aber unverletzt und mit genügend Proviant versehen, machen sich die Freunde, um eine traurige Erfahrung reicher, wieder auf den Weg nach Moondrag.

Anmerkungen

  • Als die Pflanzen der Oase absterben, vertrocknen auch die Brunnen. Dafür gibt es keine logische Erklärung. Brunnen werden unterirdisch gespeist, es muss also eine wasserführende Schicht im Boden geben. Aus dieser Schicht beziehen auch die Pflanzen ihr Wasser. Durch ein Absterben der Pflanzen hätte sich der Wasserstand in den Brunnen erhöhen müssen, anstatt zu sinken.
  • Bei der Verwüstung Zuibrists durch Pthor wird erwähnt, dass sich die Horden der Nacht und die Berserker über den Planeten ergossen. Das ist ein Autorenfehler, denn diese Ereignisse haben sich um das Jahr 2585 ereignet. Die Berserker sind jedoch schon um das Jahr 8000 v. Chr. bei den Herren der FESTUNG in Ungnade gefallen und konnten demnach gar nicht mit dabei sein.
  • In Atlan 315 nahmen Atlan und Razamon von der Schattenkullja eine Karte der Wüste Fylln an sich, in der unter anderem alle Oasen verzeichnet waren. Ein Sandsturm entriss sie ihnen und blies sie davon. Fortan wussten sie nicht mehr genau, wohin sie sich zu wenden hatten. Und das obwohl Atlans fotografisches Gedächtnis sich eigentlich alle Einzelheiten für alle Ewigkeiten hätte merken müssen. (Seite 14-15)

Innenillustration