Nug-Schwarzschild-Reaktor

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Der Nug-Schwarzschild-Reaktor ist eine Weiterentwicklung des Schwarzschildreaktors, bei dem der so genannte Schwarzschildeffekt mit der nachfolgenden Annihilation von Materie und Antimaterie kombiniert wird.

Der Name Nug-Schwarzschild-Reaktor bezieht sich nur auf die Verwendung von NUGAS als Brennstoff. Der seltener verwendete Name PPB-Reaktor (PPB = Pulsed Proton Beam) hat dagegen einen gewissen Bezug auf das Funktionsprinzip.

Funktionsweise

Dass sich bei der Anwendung des Schwarzschild-Prinzips nicht der gesamte Brennstoff in Energie verwandelte, hatte die Forscher lange gestört. Die, beim Ende der dreißiger Jahre des 35. Jahrhunderts begonnenen, Projekt ANTINUG gelieferten Erkenntnisse führten zur Weiterentwicklung der Schwarzschildreaktoren. Die Versuche hartnäckiger Experimentatoren hatten nämlich gezeigt, dass die zweite Hälfte in Form von Antimaterie wieder zum Vorschein kommt, sofern es gelingt, die geschlossene Raumkrümmung des Schwarzschild-Felds möglichst schnell wieder zu öffnen. (PR 600)

Die Entwicklung der zweistufigen Nug-Schwarzschildreaktoren basierte darauf, dass nur Protonen, die länger als 1,36 Pikosekunden auf der »anderen Seite« verbleiben, unwiederbringlich verloren sind. Die übliche Standardfrequenz von 800 Gigahertz ermöglicht deshalb eine dem Gravitationskollaps folgende Protonen-Antiprotonen-Annihilation. Diese gepulste Reaktion (PPB = Pulsed Proton Beam) ist äußerst effizient und wurde in seiner Leistung nur noch von der direkten Energiegewinnung aus dem Hyperraum übertroffen (Hypertrop-Zapfer, Gravitraf-Speicher).

Ein mit einem gepulsten Protonen-Brennstoffstrahl versorgter Nug-Schwarzschild-Reaktor beschickt im ersten Reaktionsschritt ein extrem starkes Schwarzschild-(Gravitations)feld, das ebenfalls gepulst in einem Bereich von wenigen hundert Nanometern Durchmesser einen künstlichen Gravitationskollaps herbeiführt. Die entstehende Gammastrahlung wird mithilfe eines Wandlers transformiert: Eine Spezialschicht ermöglicht es, die energiereichen Quanten in einer Art Superfotoeffekt z. B. in nutzbaren elektrischen Strom umzuformen. Das Material, auf das die Gammastrahlung innerhalb der Umformerbank trifft, ist eine Speziallegierung aus Ynkelonium, verschiedenen Thermoplasten, sowie Zusätzen von Edelgasen und Howalgoniumstaub.

Anmerkung: Die Zusammensetzung der Speziallegierung wird so im Datenblatt von Günter Puschmann beschrieben. Ynkelonium wurde jedoch erst 3432 entdeckt. (PR 407) Die bereits 3429 in Dienst gestellte INTERSOLAR verfügte über Paratronschirme die ohne Schwarzschildreaktor nicht betrieben werden konnten. In PR 450 wird ausgesagt, dass Schwarzschildreaktoren im Jahre 3437 auf diversen Schiffen im Einsatz sind.

Die Standard-Reaktorgröße inklusive Peripherie bei einem Protonenverbrauch zwischen 0,6 und 5 Gramm pro Sekunden entspricht einer Kugel von 20 Metern Durchmesser. Die Dauerlast eines solchen Reaktors liegt bei circa 2,5 Gramm Protonen pro Sekunde, was einem Leistungsausstoß von 2,25×1014 Watt (225.000 Gigawatt) entspricht. Brennwert NUGas: 9×1016 J/kg = 100 % Umwandlung Masse in Energie.

Von dieser Bruttoleistung gehen wegen der erhöhten Hyperimpedanz 40% zur Aufrechterhaltung der Reaktion, die Umwandlung in Verbrauchsenergie sowie für andere Sekundärprozesse ab die Nettoleistung beträgt also im Gegensatz zu den früheren 75% nur noch 60%.

Protonengenerator der Lemurer

Nach dem identischen Funktionsprinzip arbeitete – zumindest als Prototyp – der Protonenreaktor der Lemurer. Die Energieerzeugung erfolgte durch einen gezielten Gravitationskollaps. Die Lemurer standen vor dem Problem der gepulsten Öffnung zwischen dem so genannten Lagerfeld des ihnen ebenfalls bekannten NUGAS und dem so genannten Kollapsfeld des eigentlichen Reaktors. (Centauri 11)

Da ihnen der Protonengenerator somit nicht rechtzeitig zur Verfügung stand, bezogen sie die benötigten Energien für diverse energieaufwändige Projekte zur Abwehr der Bestien nach wie vor durch die Sonnenzapfung. (Centauri 11)

Da die Tefroder keine Protonengeneratoren nutzen, ist unbekannt, ob die Lemurer die Technologie nicht mehr bis zur Serienreife entwickeln konnten.

Geschichte

3446

Der Nug-Schwarzschild-Reaktor ging aus dem Projekt ANTINUG der Terraner hervor. Erste Versuchsreaktoren gab es um das Jahr 3446.

3456

Im Jahr 3456 werden zwei Großreaktoren getestet. Einer davon an Bord der MARCO POLO der andere an Bord der HYODPON. Bei diesen Tests wird die MARCO POLO in das Anti-Universum geschleudert. (PR 600)

3540

Die SOL war bereits komplett mit Nug-Schwarzschild-Reaktoren ausgestattet. (PR 700, PRC 714)

3580

Auch die auf dem lemurischen Stützpunkt Porta-Pato gefundene PHARAO verfügte über einen PPB-Reaktor. (PR 719)

Der Energieversorgung des HÜPFERs von Douc Langur basierte auf einem ähnlichen Prinzip.

Mit der Entwicklung des Hypertrops wurden Nug-Schwarzschild-Reaktoren nur noch als Reserveaggregate für den Ausfall von Hypertrop und Gravitraf-Speicher eingesetzt.

1331 NGZ

Seit mit der Erhöhung der Hyperimpedanz 1331 NGZ die Hypertroptechnik ausfiel, kam es zu einer Renaissance der Nug-Schwarzschild-Reaktoren. Allerdings erwuchs mit dem Daellian-Meiler eine Alternative mit vergleichbarem Wirkungsgrad.

Quellen