Colemayns Suche

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 708)
A708 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Colemayns Suche
Untertitel: Der Sternentramp in Manam-Turu
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann
Erstmals erschienen: Montag, 22. April 1985
Hauptpersonen: Colemayn, Zenneck, Cyrga, Tuffelsyt, Szulcy
Handlungszeitraum: 3819 = 232 NGZ
Handlungsort: Manam-Turu, Pharst
Risszeichnung: ZYRPH'O'SATH von André Höller
(Abbildung) ,

Wespe der Facette Zulgea (Leserrisszeichnung von Karl Haas)
(Abbildung)

Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Der Evroner Colemayn war in einem Auge des Erleuchteten auf Ghuurm gefangen, als er in einer grellen Lichterscheinung verschwand, nachdem er und Atlan einander entdeckt hatten.

Er kommt, physisch unversehrt, auf einem ihm unbekannten Planeten wieder zu sich und findet sich in einer gefrorenen, beinahe finsteren Umgebung wieder. Am Horizont erkennt er den entfernten Lichtschein einer tief stehenden Sonne und marschiert in diese Richtung. Bald kann ere zwei kleinen Lebewesen, die von einem offenbar in dieser vereisten Gegend lebenden Raubtier gefangen wurden aus den Klauen eines Raubtiers befreien. Die kaum einen halben Meter großen Wesen haben mit vier Beine, zwei Arme und einem grünen Pelz nennen sich Zenneck und Cyrga. Ihr Planet heißt Pharst, ihr Volk nennt sich die Pharster. Der Sternentramp kann relativ bald ein paar Brocken der ihm völlig fremden Sprache lernen, während sie weiter in Richtung der Sonne marschieren.

Pharst ist ein Einseitendreher. In der Übergangszone zwischen Tag und Nacht liegt ein Dorf, in dem die beiden Pharster rasch verschwinden. Colemayn wird gefangen genommen und eingesperrt. Er lernt jedoch rasch mithilfe eines Fernsehgeräts die pharstische Sprache. Von Tuffelsyt, dem Onkel der beiden geretteten Kinder, erfährt der Tramp, dass Atlan in der rund 800 km entfernten Stadt Nald-Pharst sein könnte, vermutlich irgendwo am Raumhafen. Tuffelsyt verspricht Colemayn, ihn dorthin zu bringen. Das sei allerdings nicht einfach, da seine Sippe den Tramp vor Gericht stellen wolle. Zenneck und Cyrga hätten bei ihrer Geschichte, vermutlich aus Scham, die Unwahrheit berichtet, daher müsse er ihn entführen. In Wahrheit verspricht Tuffelsyt sich einen hohen Gewinn, wenn er Colemayn als Arbeitssklaven verkauft. Nach einem Ablenkungsmanöver kann er den Tramp tatsächlich entführen, wird dabei aber von seiner Sippe erkannt und muss obendrein noch – gegen seinen Willen – Zenneck und Cyrga mitnehmen. In einem heruntergekommenen Viertel von Nald-Pharst bringt er die drei in ein Versteck, das er von außen versperrt. Er will sie abholen, wenn er erfahren hat, wo sie Atlan finden können. Dazu holt er sich vom alten und erfahrenen Händler Szulcy Unterstützung, der ihm mit seinen hervorragenden Kontakten hilft. Von diesen erfährt Tuffelsyt, dass Atlan sich als Gefangener an Bord der ZYRPH'O'SATH aufhält, einem großen, geheimnisvollen Schiff, dessen Betreten verboten ist.

Colemayn gelingt es, sich und die Kinder zu befreien, er flüchtet mit einem Gleiter aus der Stadt, während die Kinder zu ihrer Sippe zurückkehren. Während eines heftigen Unwetters wird Tuffelsyt gefangen genommen und wenige Tage später vor Gericht gestellt, denn er hat gegen die Interessen seiner Sippe verstoßen und obendrein noch Zenneck und Cyrga entführt. Die Verhandlung wird live in den Medien übertragen, was Colemayn aus einem Versteck nahe des Raumhafens beobachtet. Man verurteilt den Pharster zu zehn Jahren Verbannung auf der »Welt des Dunklen Frostes«. Wie bei den Pharstern üblich, bekommt Tuffelsyt nach der Verkündung des Urteils von den Anklägern – also seiner Sippe – viele Abschiedsgeschenke, die ihm die Zeit der Verbannung erleichtern sollen. Dann wird er zum Raumhafen gebracht.

Colemayn sieht keine andere Chance, an Informationen über Atlan heranzukommen als über Tuffelsyt, da er schon allein vom Äußeren her viel zu auffällig ist, was ihn dazu zwingt, den Schurken zu befreien. Er begibt sich an Bord des Gefängnisschiffs NACHTJAGD und schaltet den darin befindlichen Roboter aus, nachdem dieser dem Tramp die Funktionsweise der Flugsteuerung erklärt hat. Er überwältigt Tuffelsyt und bringt ihn an Bord. Dann verlassen sie Pharst fluchtartig. Nach einem klärenden Gespräch weiß Colemayn, dass er Tuffelsyt nicht trauen kann, denn dieser handelt nur aus Profitgier. Er scheint sich aber von Atlan noch viel mehr zu versprechen als von Colemayn, weshalb er helfen möchte, den Arkoniden zu befreien. Nachdem sie mit einer Überlichtetappe ihre Verfolger abschütteln konnten, verbirgt Colemayn die NACHTJAGD in einem von Höhlen durchzogenen Asteroiden.

Anmerkungen

  • Die Abenteuer von Colemayn werden in Atlan 717 weitergeführt.
  • Einem Gedanken von Colemayn ist zu entnehmen, dass er »wieder lebt«. Es dürfte also nicht das erste Mal sein, dass er gestorben war (oder zumindest ein todesähnliches Schicksal erlitt).
  • Ohne technische Hilfsmittel gelingt es Colemayn, binnen kürzester Zeit die pharstische Sprache und Schrift zu erlernen. Ob er über ein fotografisches Gedächtnis verfügt, ist aber nicht bekannt.
  • Zwischen dem Verschwinden aus dem Auge des Erleuchteten (was ziemlich genau zur Jahreswende 3818/3819 erfolgt ist) und seinem Auftauchen auf Pharst sind circa 9–10 Wochen vergangen. Über die dazwischen liegende Zeitspanne gibt es keine Andeutungen, nicht einmal in den Gedankengängen Colemayns, der in diesem Roman erstmals als »Evroner« bezeichnet wird.

Innenillustration