Der Modulmann

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 709)
A709 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Der Modulmann
Untertitel: Sie folgen der Spur durch Zeit und Raum
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann
Erstmals erschienen: 1985
Hauptpersonen: Anima, Neithadl-Off, Nafrein-Nakruf, Grumble-Oomoch, Hokill-Hommuf, Goman-Largo
Handlungszeitraum: 3819 = 232 NGZ
Handlungsort: Alkordoom, Ummach, Kaldoch, Xissas
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Anima hat gesehen, dass Atlan auf Ghuurm nicht getötet wurde, sondern richtig erkannt, dass er von den Kosmokraten eine neue Ortsversetzung erfahren hat. Bekümmert um den Verlust ihres »Ritters« (der gar nicht den Status eines Ritters der Tiefe hat, was Anima aber nicht stört), hat sie von der VIRGINIA ein Beiboot entwendet und irrt ziellos in Alkordoom herum. Sie verzweifelt immer mehr, weil es extrem unwahrscheinlich ist, dass sie den Arkoniden jemals wieder finden kann. Sie durchquert fast ganz Alkordoom, bis sie in den Schweif dieser Galaxie kommt, und in diesem Jet-Stream von hyperenergetischen Effekten mit ihrem Beiboot im Einfluss übergeordneter Energien aus dem Raum-Zeit-Kontinuum geschleudert wird.

Die Vigpanderin Neithadl-Off hat ein ambivalentes Verhältnis zur Wahrheit. Sie lügt zwar nie, hat aber die Erfahrung gemacht, dass sie mit Jonglieren von logischen Verkettungen frei erfundener Fakten, gelegentlich vermischt mit ein wenig realen Begebenheiten, viel leichter ans Ziel kommt als mit der oft unglaubwürdig klingenden Wahrheit selbst. Sie hat diese Fähigkeit bereits so weit entwickelt, dass sie ein Stadium erreicht hat, wo es ihr nicht immer möglich ist zu unterscheiden, ob sie gerade lügt oder die Wahrheit sagt (Teile der Vergangenheit aber bereits vergessen hat). Sie bezeichnet sich selbst als »Parazeit-Historikerin« (eine Abkürzung für »Parallelzeit-Historikerin«), ohne genau zu wissen, was das ist (weil sie es vielleicht schon wieder vergessen hat?).

Auf dem Planeten Ummach hat sie leider nicht gefunden, was sie finden wollte – wenngleich sie nicht mehr weiß, wonach genau sie gesucht hat. Daher hat sie die ZIRKOZUM, ein kleines Raumschiff, das unbenutzt am Raumhafen herum stand, »geborgt«, um ihre Suche fortzusetzen. Natürlich nicht ohne eine Nachricht zu hinterlassen, dass sie es irgendwann wieder zurückbringen werde. Es ist ihr unverständlich, warum sie von zwei Raumschiffen verfolgt wurde, die das Schiff zum Wrack geschossen haben. Jetzt treibt sie auf einen kalten, weit von seiner Sonne entfernten Planeten zu und droht, daran zu zerschellen. Es gelingt der Vigpanderin noch, ein paar Reparaturen durchzuführen und eine halbwegs passable Bruchlandung auf dem Planeten Kaldoch hinzulegen. Sie wird von drei Prospektoren aus dem Volk der Snakulder gefunden und befragt. Sie kann die drei mit logisch fundierten Ereignisketten, die nicht exakt mit der Realität übereinstimmen, von ihrer Harmlosigkeit überzeugen, und erhält obendrein durch eine unbedachte Bemerkung von Hokill-Hommuf die Information, dass es in diesem System der Sonne Nutak eine Zeitgruft geben soll. Sie weiß zwar nicht genau, was eine Zeitgruft sein soll, aber nach ein paar stark alkoholhaltigen Getränken hat Neithadl-Off die Prospektoren überzeugt, dass nur sie selbst die Erfahrung besitze, die äußerst gefahrvolle Suche nach einer Zeitgruft durchzuführen, wo doch jeder weiß, dass Zeitgrüfte von gefährlichen Wächtern gesichert sind. Die Vigpanderin ist selbstverständlich nur an den wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert, die unermesslichen Reichtümer wird sie den Prospektoren übergeben. Dieser Verlockung kann Nafrein-Nakruf nicht widerstehen; er überlässt Neithadl-Off sein Raumschiff DSCHWINGG.

Die Vigpanderin bricht umgehend zum dritten Planeten, Xissas, auf, doch der Landeanflug ist sehr schwierig. Die Schiffssteuerung der zugegeben sehr heruntergekommenen DSCHWINGG führt ihre Befehle teilweise ganz falsch aus; da sich Neithadl-Off mit allen Raumschiffen sehr gut auskennt – oder das zumindest glaubt – kann es nur eine Fremdbeeinflussung durch die Wächter der Zeitgruft geben. Bevor das Prospektorenschiff auf Xissas zerschellt, wird es von einem unbekannten Phänomen aufgefangen und sanft gelandet. Gleich darauf taucht aus dem Ozean eine metallene Insel auf, die die Vigpanderin mit ihrem Raumanzug ansteuert. Als sie sie betritt, steht sie einem uralt aussehenden, humanoiden Wesen gegenüber welches sie fragt, ob sie »den Modulmann« suche. Er ist tatsächlich ein Wächter einer Zeitgruft! Er ist schon sehr betagt und leidet an Erinnerungslücken, welche Neithadl-Off sofort mit ihren frei erfundenen Geschichten auffüllt. Tatsächlich lässt sie der Wächter in das Innere der Gruft vordringen, bis sie vor dem Modulmann steht. In diesen Humanoiden verliebt sich die äußerlich an ein Trampolin (inklusive Metallrahmen!) erinnernde Vigpanderin sofort und beschließt, ihn zu befreien, ihm ihre Liebe aber vorerst nicht zu gestehen. Neithadl-Off kann den Wächter überzeugen, dass nur der Modulmann ihre erfundenen Geschichten bestätigen könne, und dieser schon deutlich verwirrte Wächter, der im Auftrag der Zeitchirurgen arbeitet, schaltet daraufhin das Stasisfeld, in dem das Wesen namens Goman-Largo gefangen ist, ab. Bevor der Wächter und dessen Kollegen den Bluff durchschauen, machen sich Neithadl-Off und Goman-Largo auf, die Zeitgruft zu verlassen, was ihnen beinahe ungeschoren gelingt. Sie erreichen die DSCHWINGG und können von Xissas entkommen.

Der Modulmann wurde von der Zeitschule von Rhuf ausgebildet, um gegen die Zeitchirurgen vorzugehen. Allerdings konnten deren Mitglieder ihn gefangen nehmen und über viele Jahrtausende hinweg in ein Stasisfeld hüllen. Sein letztes Präkognitiogramm hatte besagt, dass er in ein Stasisfeld geraten würde und dass ihn danach nur eine Parazeit-Historikerin befreien könne, die sich in ihn verlieben würde. Da die Vigpanderin ein völlig fremdartiges Lebewesen darstellt ist Goman-Largo überzeugt, sie sei nicht in ihn verliebt. Und Neidhadl-Off fühlt sich dadurch so zurückgesetzt, dass sie sich schwört, dem Modulmann niemals ihre Liebe zu gestehen. Die Bezeichnung »Modulmann« hat er deshalb, weil er von der Zeitschule von Rhuf entsprechend präpariert worden war. Über »genotronische« (Abkürzung für genetisch-positronische) Module, die in seinem Körper sind, kann er wie mit technischen Geräten großen Einfluss auf seine Umgebung und andere Lebewesen nehmen.

Das schon sehr reparaturbedürftige Schiff wird auf dem Rückflug nach Kaldoch von einem Dimensionskatapult getroffen und durch einen Mahlstrom aus n-dimensionalen Energien in ein anderes Kontinuum geschleudert, wo es scheinbar auf ewig gefangen ist. Doch nach einiger Zeit kommt es zu einer fürchterlichen Kollision, die die DSCHWINGG wieder in den Normalraum zurückwirft – genauso das Objekt, mit dem sie kollidiert ist. Es handelt sich um das Ein-Mann-Raumschiff, in dem sich Anima aufhält. Beide Parteien sind sofort davon überzeugt, dass die Kollision vom »Kollisionspartner« absichtlich herbeigeführt wurde. Beide stark beschädigten Schiffe treiben auf ein Meteoritenfeld zu, das in diesem extrem sternenarmen Gebiet existiert. Nachdem beide Raumschiffe auf unterschiedlichen, aber benachbarten Meteoriten gelandet sind, beginnen sie einander zu bekämpfen.

Anmerkungen

  • Es ist zu diesem Handlungszeitpunkt völlig unklar, wann, wo und sogar in welchem Universum sich diese Ereignisse abspielen. Die DSCHWINGG wurde von einem Dimensionskatapult getroffen, und es ist nicht auszuschließen, dass sie damit auch in ein anderes Universum geschleudert wurde.
  • Weiterhin sollte man sich fragen, warum Anima mit einem Ein-Mann-Beiboot des 60-m-Schiffes VIRGINIA durch ganz Alkordoom fliegen konnte, ohne die Triebwerke überholen zu lassen oder auch nur aufzutanken. Falls es kein Autorenfehler ist, wirft es ein völlig neues Licht auf den technischen Stand der celestischen Raumfahrt.

Innenillustration