Das Amok-Team

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 110)
A110 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Der Plasma-Mutant (Band 2/9)
Titel: Das Amok-Team
Untertitel: Menschen verlieren ihr eigenes Ich – die Befehle des Bösen sind stärker als sie
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1973
Hauptpersonen: Bolvo Querdain, Jalzaar Awrusch, Alvmut Terlahe, Horak Trepper, Trogfynn Kranmurt, Jackmo Pappron, Dr. Baumgart
Handlungszeitraum: August 2842
Handlungsort: Plophos
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Durch Transplantationen werden unter anderem Bolvo Querdain, Horak Trepper, Trogfynn Kranmurt und der ehemalige SolAb-Mitarbeiter Jackmo Pappron zu Amokläufern. Während Querdain, Trepper und Kranmurt bei ihren Aktionen ums Leben kommen, kann Pappron den Befehlen dank seiner Mentalstabilisierung nach einer Eingewöhnungszeit widerstehen. Kurz darauf wird er entführt und in das Zirkusraumschiff ORBAG MANTEY gebracht.

Als Reaktion auf die Vorfälle werden die Organbanken vorerst gesperrt. Jalzaar Awrusch informiert Mory Abro weiterhin nicht, fordert aber Unterstützung von Quinto-Center an.

Handlung

Auf dem Raumhafen von New Taylor steht die KOLURKA startbereit. Während man noch auf die Ankunft des beliebten Hyperphysikers Bolvo Querdain wartet, rast ein Gleiter in waghalsigen Manövern auf das Schiff zu. Pilot des Gleiters ist Ulif Freeman, ein Patient der Baumgart-Klinik. Er ist so flott unterwegs, um den bevorstehenden Start nicht zu verpassen. Seine Raserei bezahlt er mit einem saftigen Strafmandat.

Als Querdain endlich an Bord des Frachtschiffes geht, startet die KOLURKA umgehend Richtung Terra. Der Wissenschaftler hat sich in der Baumgart-Klinik eine neue Leber einsetzen lassen. Schon bald nach dem Start bemerkt er Veränderungen an sich. Sein Gemütszustand wird immer aggressiver. Ein fremder Wille versucht, ihm Befehle zu erteilen. Querdain begibt sich in die Bordklinik der KOLURKA, um sich behandeln zu lassen.

Zwei Tage später verlässt er die Klinik wieder. Doch bald darauf drohen ihn die hypnotischen Impulse zu überwältigen. Wie benommen, begibt er sich zu den Frachträumen, wo ihn ein Deckoffizier aufzuhalten versucht. Querdain verletzt ihn mit einem kleinen Messer schwer an der Halsschlagader. Der Offizier kann einen Arzt alarmieren. Querdain marschiert weiter in die Frachträume. Er deaktiviert zwei Reparaturroboter und eignet sich deren Schweißgerät an. Mit dem Gerät zerstört er einen Frachtcontainer. Verzweifelt wehrt sich Querdain gegen die drängenden Impulse. Doch der Wissenschaftler unterliegt. Er bringt einen Container zur Explosion. Ayke Somms, der ihm zu Hilfe kommen will, wird von Querdain mit dem Schweißgerät verbrannt. Der Hyperphysiker ist nicht zu stoppen. Er nähert sich dem Antrieb der KOLURKA. Zwei Ingenieure stellen sich ihm entgegen. Querdain gelangt in den Besitz eines Impulsstrahlers. Im Triebwerksraum beginnt er, wild um sich zu schießen. Bei den folgenden Explosionen verliert Bolvo Querdain sein Leben. Die manövrierunfähige KOLURKA wird von einem Flottentender geborgen, während die Passagiere von einem anderen Raumschiff übernommen und weiter nach Terra geflogen werden.

Auf Plophos schaltet sich endlich die Behörde ein, um die Geschehnisse in den Organbanken zu untersuchen. Die Häufung von aggressiven Handlungen ist auffällig geworden. So wird Alvmut Terlahe damit betraut, Ermittlungen anzustellen. Sein Assistent Enre Nolge macht ihn auf die Vorfälle im Zusammenhang mit der KOLURKA aufmerksam. Über Bolvo Querdain kommt Terlahe zur Baumgart-Klinik, wo er seinen alten Freund Jackmo Pappron trifft. Terlahe versucht, Hintergrundinformationen zu erhalten, doch Pappron blockt unter dem Einfluss der Suggestivimpulse ab. Der ermittelnde Beamte ist enttäuscht, da er sich von der Unterredung mit seinem Freund viel erwartet hat.

Pappron, der entgegen seinen Leidensgenossen Trogfynn Kranmurt und Horak Trepper, relativ freien Willen behalten hat, kommt auf die Idee, seine Mutmaßungen über die verseuchten Organe, die ihren neuen Besitzern den Willen rauben, einem Recorder anzuvertrauen, um sie später Terlahe vorspielen zu können. Doch Papprons Plan geht nicht auf. Er schleicht sich in der Nacht in einen Operationssaal der Klinik, um sich mit einem Skalpell am Arm so schwer zu verletzen, dass er für einige Tage außer Gefecht gesetzt wäre, um den zerstörerischen Impulsen nicht nachgeben zu müssen. Doch sein neues Herz ist damit nicht einverstanden. Er verlässt die Klinik.

Trogfynn Kranmurt ist aus der Baumgart-Klinik entlassen worden und besucht wieder die Schule. Dort versorgt er sich mit Daten zur Herstellung von Plastiksprengstoff. Zu Hause verschwindet er in seinem kleinen Labor und beginnt mit der Produktion des Sprengstoffes. Mit zwei selbstgebastelten Bomben fliegt er mit dem Gleiter seiner Mutter los.

Horak Treppner, ein Finanzexperte, ist ebenfalls Patient in der Baumgart-Klinik. Von den Impulsen geleitet, die von seinem neuen Herzen und den beiden Nieren ausgehen, unterzeichnet er ein ruinöses Finanzabkommen. Nach der Vertragsunterzeichnung stößt er seinen Berater, Prof. Woul, von der Terrasse seines Penthouses in die Tiefe. Im Schutz eines Deflektorfeldes flüchtet er vor der Polizei. Er begibt sich zu den HAVAL-Werken, einem Industriekomplex am Rand von New Taylor, wo er vorhat, die Fusionskraftwerke durch Überlastung zur Spontanreaktion zu zwingen. Da die Kraftwerke durch zahlreiche Sicherungen geschützt sind, gelingt es Trepper nicht, die Explosion hervorzurufen. Als er mit einem der Techniker zusammenstößt, glaubt er, seinen Plan fallen lassen zu müssen. Durch eine Reihe von Kurzschlüssen entsteht ein Kabelbrand. Die Sicherungen brennen durch. Unter den Technikern bricht Panik aus. Die Ingenieure bringen die Kraftwerke wieder unter ihre Kontrolle. Trepper gelingt es im Schutz seines Deflektorfeldes die Anlage zu verlassen. Doch damit nicht genug, treiben die fremden Impulse Trepper zu der nahegelegenen Sprengstofffabrik HHH.

Kranmurt hat inzwischen den Raumhafen von New Taylor erreicht. Dort liegt ein Walzenschiff der Springer. Vier Besatzungsmitglieder verlassen mit einem Gleiter das Schiff und fliegen in die Stadt. Trogfynn Kranmurt folgt ihnen. Auf einem Parkdeck holt er die Springer ein. Trotz zahlreicher unschuldiger Besucher schleudert der Junge eine seiner Bomben den Springern vor die Füße. Trogfynns Gleiter wird von der Explosion durchgeschüttelt. Die fremden Impulse zwingen ihn, sich von der Stätte des Grauens zu entfernen.

Alvmut Terlahes Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Der Mord an Prof. Woul wird aktenkundig, ebenso der Anschlag auf die HAVAL-Werke und die Ortung des durch ein Deflektorfeld geschützten Horak Trepper in der Sprengstofffabrik HHH. Enre Nolge berichtet vom Attentat Trogfynn Kranmurts auf eine Gruppe Springer. Die beiden Beamten schließen den Kreis zu den Saboteuren des Blaustern-Gebäudes. Alle diese Personen haben Organtransplantationen hinter sich. Alvmut Terlahe kommt zu dem Schluss, dass die Organbanken geschlossen werden müssen. Doch dazu bedarf es der Zustimmung Jalzaar Awruschs.

In der Fabrik HHH sabotiert Horak Trepper den Produktionsablauf. Der bandförmige Sprengstoff wird zur Explosion angeregt. Eine gewaltige Detonation setzt die Fabrik in Brand und zerstört das Werk. Trepper gelingt die Flucht.

Trogfynn Kranmurt nähert sich der Fabrik HHH. Der Gleiter wird vom Explosionsdruck gegen einen Baum geschleudert. Jackmo Pappron ist wie zufällig zur Stelle und übernimmt das Steuer des Fahrzeugs. Sie überfliegen das Werksgelände und stoßen auf die Spur Treppers. Der Finanzexperte klettert, noch immer unsichtbar, in den Gleiter. Die Polizei wird auf das Fahrzeug aufmerksam und feuert mit Paralysatoren auf die Insassen. Doch Pappron beschleunigt mit Höchstwerten und entkommt.

Terlahe tobt in seinem Büro, weil die drei Verdächtigen entkommen sind. Auch die Zustimmung Awruschs hat er nicht erhalten.

Jackmo Pappron nimmt Kurs auf sein Landhaus in den Bergen. In Nea Crin versorgen sie sich mit Lebensmitteln. Dabei werden Trepper und Kranmurt erkannt und als gesuchte Attentäter identifiziert. Der Junge wirft die ihm verbliebene Bombe auf die Kunden des Kaufhauses. Geistesgegenwärtig wird die Kugel zurückgeschleudert. Kranmurt fängt sie auf. In diesem Moment explodiert die Bombe und tötet den Jungen und Trepper auf der Stelle.

Pappron startet den Gleiter und fliegt zu seinem Haus, wo er von seinen beiden Haustieren Vonton und Vill erwartet wird. Dort grübelt er über die Ereignisse nach und verfolgt eine Nachrichtensendung, in der über die Schließung der Organbanken gegen den Widerstand der Chirurgen und Ärzte berichtet wird. Bald wird Jackmos Domizil von zwei Unbekannten entdeckt, die den riesigen Hund Vonton und schließlich auch Vill mit Schüssen aus ihren Impulsstrahlern töten. Pappron erwidert das Feuer mit einem alten Jagdgewehr und verletzt einen der Angreifer. Doch die beiden Unbekannten überwältigen Jackmo und paralysieren ihn.

Bei einer Unterredung zwischen Alvmut Terlahe und Jalzaar Awrusch bleibt der Stellvertreter des Obmanns bei seinem Entschluss, die Organbanken geschlossen zu halten. Er hat sich noch immer nicht dazu überwinden können, den abwesenden Obmann über die Geschehnisse auf Plophos zu informieren. Stattdessen hat er die USO benachrichtigt und Spezialisten zur Unterstützung angefordert.

Jackmo Pappron erwacht aus der Bewusstlosigkeit und findet sich in einem Raum wieder, in dessen Nachbarschaft Käfige mit verschiedensten Raubtieren aufgebaut sind. Es gelingt dem ehemaligen SolAb-Agenten, sein Gefängnis zu verlassen. Doch nach wenigen Metern wird er gestellt und in eine dunkle Kammer geworfen. Zuvor hat er festgestellt, dass er sich in der ORBAG MANTEY befindet, einem auf dem Raumhafen von New Taylor stehenden Zirkusschiff. Papprons einzige Hoffnung ist jetzt Alvmut Terlahe. Nur er kann ihm helfen und die Vorgänge enträtseln.