Die Phantome von Epsal

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Perry Rhodan-Extra

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Extra (Band 16)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Titel: Die Phantome von Epsal
Untertitel: Besuch auf der Extremwelt – der Terraner stößt auf ein düsteres Geheimnis
Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Erstmals erschienen: 24. November 2017
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Juf Kantenau, Odin Goya, Devon Konta, Astonia Wolf
Handlungszeitraum: 1545 NGZ
Handlungsort: Epsal
Besonderes:

Auf 96 Seiten erweiterter Umfang.

Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch, gelesen von Florian Seigerschmidt bei Eins A Medien

Handlung

Epsal, 1545 NGZ. Das epsalische Militär ist zunehmend selbstbewusst und sehr kritisch gegenüber der Liga Freier Galaktiker (LFG) eingestellt und setzt den regierenden Residenten Epsals, Juf Kantenau, unter Druck, doch nur noch mittels einer »Epsal First«-Ideologie aufzutreten und sich aus der »Knechtschaft« der LFG zurückzuziehen. Juf Kantenau hat kaum noch Spielraum. Die Oberbefehlshaberin des epsalischen Militärs, Vilma Sankaji, ist gegen die Demokratie und für bessere, geordnete und entscheidungskräftigere Strukturen.

Perry Rhodan kommt als Regierungsmitglied der LFG zu einem Staatsbesuch nach Epsal. Der eigentliche Grund für seinen Besuch ist aber privater Natur: Er möchte die alte Kollegin Pearl TenWafer besuchen. Seit ihrer Zeit als Kommandantin der ODYSSEUS und der LEIF ERIKSSON sind die beiden befreundet. Pearl TenWafer war von 1313 NGZ bis 1352 NGZ nach ihrem Abschied aus der LFT-Flotte zunächst epsalische Residentin, danach Privatperson, bevor sie« – inzwischen alt geworden – die Leitung der epsalischen Elitemilitärakademie »Cart Rudo« übernahm. Pearl TenWafer schickt zum Schutz Perry Rhodans ihren persönlichen Adjutanten, Odin Goya, zum Staatsempfang. In der Tat kommt es zu Tumulten, da jemand die Phantome von Epsal, die in der Gesllschaft Epsals ein Tabu darstellen, anspricht. Odin Goya rettet die Situation und bleibt anschließend in der Nähe des Terraners.

Nach mehreren unerquicklichen Programmpunkten, bei denen er auch die Oberbefehlshaberin Vilma Sankaji spricht und bei ihr auf Granit beißt, kann sich Perry Rhodan in Begleitung Odin Goyas endlich zur Cart-Rudo-Akademie aufmachen, bei der er auf seine alte Freundin Pearl TenWafer trifft. Diese wirkt merkwürdig nervös und bringt in Anwesenheit Perry Rhodans einen fast kompletten Abschlussjahrgang von Kadetten dazu, sich zum Militärdienst bei der LFG zu bewerben, womit sie der epsalischen Militärführung natürlich ein Dorn im Auge sein muss.

Plötzlich bricht Chaos aus. Schüsse fallen und insgesamt sechs Attentäter, darunter Sponzanto, stürmen die Zeremonie. Sie schießen wild um sich, erschießen dabei einen hochrangigen Karriereobristen aus dem Militärrat – und erschießen Pearl TenWafer. Perry Rhodan, dem das Attentat ebenfalls gilt, kann sich retten. Während Odin Goya und ein Kadett, Devon Konta, die meisten der Angreifer eliminieren können, kniet Perry Rhodan bei der sterbenden Pearl TenWafer. Sie bittet ihn inständig, zu flüchten, mit dem Militär wäre nicht zu spaßen. Sie bittet ihn, dem Weißen Staat zu helfen, die Erbtafel zu suchen und zu lesen – und sie bittet ihn, Astonia Wolf zu finden und sie zu den Lahoori zu befragen. Zum Schluss bezichtigt sie Perry Rhodan, an den Zuständen auf Epsal schuldig zu sein, bittet ihn, Epsal von dem militärischen Ungeziefer zu befreien – und stirbt.

Perry Rhodan flüchtet mit Odin Goya und dem Kadetten Devon Konta mittels eines Geheimganges aus der Akademie, gerade noch rechtzeitig. Aufgrund der Geschehnisse übernimmt der Militärrat unter der Leitung Vilma Sankajis die Geschicke Epsals, verhängt ein generelles Verbot allen Reiseverkehrs auf Epsal und bricht sämtliche Verbindungen in die Außenwelt ab. Hinzu kommt eine Generalmobilmachung, die eingezogenen Reservisten müssen Kontrollpunkte besetzen, Epsal wird ab sofort lückenlos mit Sensoren aus der Luft überwacht. Dies setzt der Bewegungsfreiheit von Perry Rhodan sehr enge Grenzen, was auch das Ziel der Maßnahme ist. Glücklicherweise kennen Odin Goya und Devon Konta einen Gangster aus der benachbarten Stadt, Simlov, der über umfangreiche und illegale Möglichkeiten verfügt. Mittels dieser Möglichkeiten können die Gefährten den Wohnort Astonia Wolfs herausfinden. Dieser Ort ist Der Schwall, das letzte naturbelassene Sumpfgebiet Epsals, mit der Aussteigersiedlung Karindell, in der Astonia Wolf leben soll. Auf halbem Wege versagen die Gerätschaften Simlovs, anscheinend infolge von Sabotage. Ab sofort muss sich Perry Rhodan bei 2,1 Gravos durch die Sumpflandschaft schleppen.

Dem Ende nahe, erreichen die Gefährten am Ende die Siedlung Karindell, in der Perry Rhodan von den halbverrückten und teils unter Marittenbäumchen-Drogen stehenden Einwohnern als der berühmte Volksliedsänger Eagan da Rumpole identifiziert wird und Autogrammwünsche erfüllen muss. Nebenbei erfährt Perry Rhodan noch von verwilderten Dackeln, die inzwischen eine riesige Plage auf Epsal sind, sich aufgrund ihrer kurzen Beinchen gut eingelebt haben und sich den Planeten halb untertan gemacht haben. Astonia Wolf entpuppt sich als ältere Frau, die ab und zu von Pearl TenWafer besucht wurde – mehr als eine Freundin. Sie berichtet, Pearl TenWafer habe öfters die Einsamkeit von Karindell gesucht, da sie sich nur hier sicher fühlte. Später erkennt Perry Rhodan einen weiteren Grund: Pearl Ten Wafers Nachkömmlinge sind hier (scheinbar) in Sicherheit gebracht worden. Astonia verweist die Reisegruppe an den hohen Norden des Nordkontinents Ashpal, wo die Lahoori leben sollen sowie die Obugaab. Beides sind verzweifelte Minderheiten, über die nicht geredet wird und die dort zurückgezogen unter widrigen Bedingungen leben sollen. Astonia Wolf wird von Devon Kanto mit den Worten »das reicht mir, danke« erschossen. Anschließend legt Devon Kanto auf Perry Rhodan an. Kanto war kein Opfer, sondern einer der sechs Attentäter in der Cart-Rudo-Akademie gewesen, der sich anschließend in dem ganzen Chaos Perry Rhodan angedient hatte! Die ganze Zeit hatte das epsalische Militär gewusst, wo Perry Rhodan ist.

Durch glückliche Umstände stirbt Devon Kanto, bevor er abdrücken kann; manche Mitglieder der Tierwelt Epsals reagieren sehr ungehalten auf Personen mit großen und ungesättigten Aggressionen. Perry Rhodan, der mehr durch Glück als durch Verstand überlebt hat, geht mit Odin Goya auf die Flucht. Sehr hilfreich dabei ist ein epsalischer Krüppel, ein Ausgestoßener der Gesellschaft Epsals, der Perry Rhodan auf ein weiteres Geheimnis Epsals stößt: Es gibt immer wieder aufgrund der genetischen Anpassungen aus der Zeit der ersten Besiedlung Epsals vor 3000 Jahren Krüppel, die umgehend versteckt werden, da die Galaxis Epsalgeborene nur als starke Helden mit herausragenden körperlichen und militärischen Fähigkeiten kennt. Erstmals erkennt Perry Rhodan, dass das Zuchtprogramm vor 3000 Jahren auch böse Schattenseiten hatte, die anscheinend immer noch wirken. Diese Verkrüppelungen sind auch durch Aras nicht behebbar, jedes Herumdoktern erzeugt umgehend einen genetischen und explosiven Krebs, der zum Tode führt: Eines der Tabugeheimnisse Epsals. Die Genetik der Epsaler ist instabil! Und das alles ist die Schuld Perry Rhodans, der die erste Kolonistenwelle anno 2045 auf völlig unzureichender Basis in Gang gesetzt hatte. Eine 3000-jährige Schuld.

Mit der Hilfe des epsalischen Krüppels schaffen es Perry Rhodan und Odin Goya in den Norden des Kontinents Ashpal, wo die Lahoori leben sollen. Dort werden beide von einer Militärstreife unter dem Kommando eines halben Krüppels aufgespürt, werden jedoch unerwartet wieder laufengelassen, da Perry Rhodan seit der Flucht aus Karindell ein geheimes Permitsymbol trägt, mit dem sich die Krüppel untereinander identifizieren und anschließend untereinander helfen. So kommen Perry Rhodan und Odin Goya in den hohen Norden, wo sie einen Fremdenführer ausfindig machen können, der sagt, er wüsste, wie man zu den Lahoori kommt. Dieser Fremdenführer ist Sponzanto, seines Zeichens der Chef der sechs Attentäter aus der Cart-Rudo-Akademie, was Perry Rhodan und Odin Goya aber nicht wissen können. Das epsalische Militär (oder besser, eine Fraktion des epsalischen Militärs) weiß immer noch, wo Perry Rhodan ist. Als die drei den Standort des Frostbaums erreichen, das Tal, in dem die Lahoori leben, lässt Sponzanto die Maske fallen und hebt den Strahler an. Zum Glück waren Odin Goya und Perry Rhodan aufgrund der vorigen schlechten Erfahrungen mit Devon Kanto von vornherein misstrauisch und haben in einer unbewachten Sekunde eine der Waffen Sponzantos geleert. Dies kommt den beiden zugute. In einem mörderischen Dreikampf können sie den Attentäter unschädlich machen. Odin Goya hat im Kampf noch die Muße, bewundernd auf Perry Rhodan zu blicken, der sich für einige Sekunden trotz seiner schwächlichen Statur gegen einen austrainierten Epsaler halten kann.

Anschließend holt sich Perry Rhodan die Erbtafel aus dem Frostbaum, einem riesigen Lebensbaum im Revier der Lahoori, der höchste Baum, den Perry Rhodan je gesehen hatte, fast wie der Weltenbaum Yggdrasil. Diese Erbtafel entpuppt sich als Speicherkristall, den der Telepath John Marshall kurz vor seinem Tod im Jahre 2909 besprochen hat, als er auf Epsal zu Besuch war und der Geschichte von den Phantomen nachging. Diese Geschichte ist eine Erzählung skrupellosester Genetiker, die die Epsaler genetisch nach dem Prinzip »Versuch und Irrtum« angepasst haben und dabei schwerste genetische Vergehen begingen, die bis heute viele Epsaler als Krüppel zur Welt kommen lassen. Diese dunkle Seite ihres Volkes haben die Epsaler über Jahrtausende vor allen externen Besuchern geheimgehalten, es war DAS Tabu der Epsaler. Bei diesen genetischen Anpassungen haben die Genetiker auch inkompatible tierische und pflanzliche Gene mit den Menschen eingekreuzt, was zu unerwarteten Effekten und zu einer hohen Sterblichkeit führte. Aus zweien dieser Experimente entstanden die Lahoori und Obugaab, ätherische und schwächliche pflanzlich-tierisch-menschliche Hybridwesen mit einer wunderbaren Gefühlswelt, die von den damaligen Genetikern in die unzugängliche Polarregion verbracht wurden. Anschließend wurde diese Region zu einem Sperrgebiet erklärt und vom Militär bewacht. Die Lahoori und die Obugaab gingen untereinander und mit dem Frostbaum eine Symbiose ein.

Dieses Militär erkannte im Lauf der Zeit, dass der Frostbaum, dieser riesige und einzigartige Lebensbaum, Sprösslinge hervorbrachte, die sogenannten Marittenbäumchen, die man zu Drogen verarbeiten kann. Mit der Zeit entwickelte sich aus den Garnisonen am Frostbaum eine militärisch-verbrecherische Parallelgesellschaft, die von Drogen zu leben begannen. Diese Parallelgesellschaft wurde immer größer, im Jahr 1545 NGZ ist die mächtige Generalin Sansi Corona die Chefin dieser Parallelgesellschaft, die im epsalischen Militär eine derartige Macht angehäuft hat, dass sie in vielen Dingen der eigentlichen Militärchefin Vilma Sankaji gefährlich wurde. Diese militärische Parallelgesellschaft, ein Staat im Staate, hatte das Attentat auf Pearl TenWafer und Perry Rhodan verübt.

Es gelingt Perry Rhodan, eine kleine Flotte der LFG zu informieren, die wiederum Vilma Sankaji warnt. Während umfassende Verhaftungen gegen die Drogen-Parallelgesellschaft innerhalb des Militärs anlaufen, verabschiedet sich Perry Rhodan von Epsal und von der Machthaberin Vilma Sankaji, die er sich verpflichten konnte. Inwieweit die Generalin die Macht wieder an den gewählten Residenten abgibt, bleibt offen. Odin Goya, der nach den Regeln des epsalischen Militärs als Deserteur gilt, kann aufgrund des guten Willens der Machthaberin mit Perry Rhodan Epsal verlassen. Perry Rhodan ringt der Generalin das Versprechen ab, in Zukunft die Lahoori zu schützen.