Der Brennende Arkonide

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 192)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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© Weltbild Verlag

Titel: Der brennende Arkonide
Untertitel: Ein Planet rebelliert – Menschen und Mucys im Inferno von Karthago II
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Mai 1979
Handlungszeitraum: 3561
Handlungsort: Karthago II
Bezug: PR 761 bis PR 765 (Mucy-Problematik); Ursprung der Rahmen­handlungen für einige Zeitabenteuer-Taschenbücher und die Zeitabenteuer-Blaubände.
Zusätzliche Formate: Autoren­bibliothek 37, Weltbild Sammler­edition 3

Handlung

Dieser Roman ist die Fortsetzung von TB 169 »Der Purpurne Drache«.

*

Atlan und seine Freunde werden von Akteuren immer mehr zu reinen Beob­achtern der Kata­strophe, die sich auf Karthago II anbahnt. Noch immer steht der SVE-Raumer der Laren im System, dessen Anwesenheit jede Anwendung größerer Energiemengen verbietet, will man nicht die Entdeckung riskieren. Der Prätendent des NEI und einige seiner Begleiter versuchen trotzdem, von der Siedlung aus, in der sie sich befinden, die Herstellung und Verteilung des Pilzweins weiter zu forcieren, von dem man sich eine Besserung der psychischen Labilität der Mucys bei Gefahren verspricht. Zur gleichen Zeit erfahren die bei der KHAMSIN zurückgebliebenen Gäaner, dass durch das Beben weite Gebiete des Inneren zerstört wurden. Ein Exodus hat begonnen, der die Bewohner ins Land der weichen Steine, nach Epta Piges, geführt hat, wo man sich so gut wie möglich um sie kümmert.

Der Laren-Raumer zieht schließlich ab, und man kann wieder Funkkontakt aufnehmen. Von seinem Freund Kadir Yann erfährt der bei der KHAMSIN gebliebene Djosan Ahar nun, dass auch andere Gebiete schwer vom Beben der Nacht betroffen wurden und sich dort auch wiederum die rätselhafte Todessehnsucht der Mucys manifestierte: In den Wäldern der Dendrophilen sind Erdspalten aufgerissen, aus denen zum Teil giftige Gase austraten. Obwohl rechtzeitig gewarnt, blieben nahezu alle Mucys an Ort und Stelle und ließen sich vom Gas töten. Yann sieht einen Zusammenhang zwischen dem zerstörerischen Aufbäumen des Planeten und dem Selbstzerstörungstrieb der Mucys. Djosan glaubt nicht an solche Verbindungen, doch die Gäaner rätseln weiterhin darüber, wodurch die Suizid-Neigung der Kunstmenschen verursacht wurde. Auch bei den Edelsteinschürfern, die Atlans Gruppe nach dem Verschwinden des Laren-Schiffes aufgesucht hat, finden sie nur noch Tote vor. Obwohl hier das Beben keine sichtbaren Auswirkungen gezeigt hat, haben alle Bewohner der Siedlung kollektiv Selbstmord begangen. Auf einer Tafel haben sie ihr Tun erklärt: Sie sahen nach den Eröffnungen Atlans über ihren Ursprung keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Dagegen half auch der Pilzwein nicht. Damit bekommen die Gäaner zum ersten Mal einen Einblick in die wahren Gründe dessen, was mit den Bewohnern Karthagos geschieht. Die Gäaner erkennen, dass es nichts gibt, was sie tun können, um den Untergang der Kolonie aufzuhalten. Egal, was sie tun, die Mucys werden sich bis auf wenige Ausnahmen wie Drigene, Pruyaree und Raysse Mahal selbst töten. Die Aktivität des Planeten bringt sie zudem ebenfalls in Gefahr, weshalb sie sich auf eine schnelle Flucht vorbereiten. Noch wollen sie aber nicht ganz aufgeben.

Bei Anbruch der Nacht meldet sich Kadir Yann mit weiteren schlechten Nachrichten. Eine Gruppe nomadisierender Hirten, die nahe den schwarzen Ruinen die Steppe durchzogen, scheint einer besonderen Form des Wahnsinns zum Opfer gefallen zu sein. Anstatt sich selbst zerstören zu wollen, haben sie begonnen, die Menschen der nahen Dendrophilen-Siedlungen anzugreifen und systematisch auszurotten. Djosan, Drigene und Cyr Aescunnar, der die schwarzen Ruinen besuchen möchte, fliegen zu Kadir Yann, um die Lage zu betrachten. Sie können einen der Hirten überwältigen und erfahren, dass die Nomaden glauben, einen Ruf vom Planeten erhalten zu haben, der sie aufforderte, die Verräter zu töten, die den Untergang der Kolonie wollten. Djosan und seine Freunde sehen auch hier keine Möglichkeit, effektiv einzugreifen, da sie den Wahnsinn, der in den Köpfen der Mucys entsteht, nicht kontrollieren können. Bevor sie zurückfliegen, besuchen sie aber noch die Ruinen, damit der Historiker Aescunnar sie mit Aufnahmen dokumentieren kann. Noch während sie darüber rätseln, wer diese kunstvollen Gebäude einst geschaffen haben könnte, und warum diese Leute den Planeten verließen, holt Karthago II zu seinem letzten Schlag aus. Ein Beben von unglaublichem Ausmaß beginnt, als auch der letzte und größte Vulkan der Äquatorkette beginnt, Lava und Gestein auszuspeien. Djosan und seine Begleiter befinden sich zu dicht am Ausbruchsort. Sie erreichen den Gleiter, doch dieser wird beschädigt, und sie können nicht mehr aus der Gefahrenzone entkommen. Sie müssen die Flucht zu Fuß fortsetzen, durch Ascheschlamm und Staub, ständig bedroht von einschlagenden Gesteinsbrocken und Lavaflüssen.

In der KHAMSIN empfangen Scarron Eymundsson und Pruyaree den Hilferuf Djosans und brechen in einem Gleiter auf, um die Gruppe zu retten. Als Atlan aus Epta Piges zurückkehrt, ist er über diese Nachricht entsetzt, da die Frauen keinerlei Erfahrung damit haben, wie es im Umfeld einer Vulkaneruption aussieht, und zudem einen zu kleinen Gleiter genommen haben, um dort sicher fliegen zu können. Er gibt Sarough Viss den Befehl, die KHAMSIN für einen Schnellstart bereitzuhalten, und folgt dann gemeinsam mit Sarab Lavar den Frauen, die sich nicht von ihren Hilfsplänen abbringen lassen. Gemeinsam fliegen die beiden Gleiter nun das Gebiet ab, innerhalb dessen sie Djosans Gruppe vermuten, und nur die Schutzeinrichtungen bewahren die Maschinen vor der Bedrohung durch halbflüssige Gesteinsbrocken, Blitze und Ascheregen. Atlan und Lavar finden die drei Vermissten schließlich und nehmen sie auf. Der andere Gleiter antwortet jedoch nicht auf Funkanrufe, und als Atlan den Punkt ansteuert, von dem er das Ortungsecho des Fliegers erhält, stellt er fest, dass dort betäubende Gase aufgetreten sind. Die Frauen sind bewusstlos geworden, und ihr Gleiter ist auf dem Boden aufgeprallt. Atlan landet, er und Djosan ziehen die Frauen aus ihrem Gleiter und bringen sie in den größeren. Als sie jedoch selbst einsteigen, schlägt ein glutflüssiger Gesteinsbrocken hinter Atlan auf, und glühende Lava spritzt über den Körper des Arkoniden. Auch die anderen werden von einzelnen Tröpfchen getroffen. Djosan gelingt es, den zu Boden gestürzten Arkoniden im Schlamm zu löschen. Sie schaffen ihn in den Gleiter und rasen zurück zur KHAMSIN, die ebenfalls bereits gestartet ist und ihnen entgegenfliegt. Beim Einflug in den Hangar versagen jedoch die Bremsprojektoren des Gleiters. Djosan lässt den Gleiter am Boden aufsetzen, um ihn zu bremsen, doch er kann nicht verhindern, dass die Maschine mit hoher Geschwindigkeit gegen die Wand rast.

Roboter schweißen den Gleiter auf und bergen die verletzten Insassen. Alle haben Verbrennungen, Schnitte, Prellungen oder sogar kleinere Brüche davongetragen, doch keiner ist so schlimm betroffen wie Atlan. Der Körper des Arkoniden scheint keine einzige intakte Stelle mehr aufzuweisen, und er schwebt zwischen Leben und Tod. Ghoum-Ardebil und die Medo-Robots der KHAMSIN arbeiten stundenlang an der Versorgung der zahllosen Wunden, und im Anschluss wird der geschundene Körper in einen Tank mit Nährflüssigkeit gesenkt. Trotz der Unterstützung der Heilung durch den Zellaktivator räumt der Ara-Mediziner dem Prätendenten zunächst keine hohen Überlebenschancen ein. Bei der Ankunft auf Gäa wird Atlan sofort in das medizinische Zentrum überführt, und die Überwachung wird von MASTERCONTROL und den angeschlossenen Medo-Positroniken übernommen. Beim Umbetten in den neuen Tank macht Ghoum-Ardebil eine verwirrende Entdeckung: Der Arkonide spricht, doch was er sagt, hat nichts mit der Gegenwart zu tun. Julian Tifflor erkennt, was geschieht: Die in Atlans Gedächtnis gespeicherten Erinnerungen brechen sich Bahn, um die Psyche des Arkoniden zu entlasten. Eine SERT-Haube wird installiert, um die Erzählungen aufzufangen, und der Historiker Cyr Aescunnar bereitet sich auf faszinierende Einblicke in die Geschichte der Menschheit aus der Sicht des Arkoniden vor.

Personenregister

Atlan
Kadir Yann der Steinmensch Mucy-Eremit mit ungewöhnlichem Hörspektrum. Er spricht mit dem Planeten und warnt vor der drohenden Katastrophe
Djosan Ahar Mucy-Anthropologe
Drigene Djosan Ahars Geliebte, eine Mucy von den Sandleuten
Pruyaree Mucy, Geliebte von Sarough Viss
Raysse Mahal Mucy, Leiter vom Land der weichen Steine
Cyr Aescunnar Geschichtswissenschaftler mit Schwerpunkt terranische Geschichte (Annalen der Menschheit); begleitet Atlan auf der KHAMSIN
Scarron Eymundsson Biologin im Mucy-Programm, Atlans Freundin
Sarough Viss Pilot der KHAMSIN
Sarab Lavar Kommandant der KHAMSIN
Ghoum-Ardebil Ara-Mediziner im Mucy-Programm
Julian Tifflor