Die Schiffbrüchigen der Ewigkeit

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2890)
PR2890.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Sternengruft
Titel: Die Schiffbrüchigen der Ewigkeit
Untertitel: Sie wollen die Technolution – eine Superintelligenz entsteht
Autor: Christian Montillon
Titelbildzeichner: Arndt Drechsler
Innenillustrator: Swen Papenbrock
Erstmals erschienen: Freitag, 6. Januar 2017
Hauptpersonen: Gucky, Perry Rhodan, Gelcui, Der Pantomat
Handlungszeitraum: September 1522 NGZ mit Rückblick in entfernte Vergangenheit
Handlungsort: Orpleyd, Baicekosh-System, Onabinia
Journal:

Nr. 163

Glossar: Gholdorodyn / Katopore / Kelosker / Schwarzes Loch
Zusätzl. Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Prolog

Nachdem sie mehrere Explosionen verursacht hat, durch die zwei Menschen ums Leben gekommen sind und eine Korvette zerstört wurde, geht der Katopore die Energie aus. Die Gefahr für die RAS TSCHUBAI ist somit gebannt. Sichu Dorksteiger und Gholdorodyn nehmen den von Gucky mitgebrachten Trypatresor unter die Lupe. Das darin eingeschlossene Schwarze Loch hat die Größe eines Protons und die Masse eines Asteroiden. Der Tresor enthält Informationen, die sich als Holofilm darstellen lassen.

Die Bänder von Basantiu-Balotiu, die Bewusstseinskristalle und der Katoraum

Die 3D-Show beginnt mit dem Bild der von zwei gewaltigen über Kreuz liegenden Bändern umgebenen dunkelroten Sonne Baicekosh in der Galaxie Doushavvat. Die Innenseiten der Bänder von Basantiu-Balotiu bilden Habitate für fünf Völker, die friedlich in der Kohäsion von Baicekosh zusammenleben und ein gemeinsames Ziel anstreben: Die Technolution. Sie konstruieren immer komplexere, leistungsfähigere autonome Maschinen, um eines Tages die perfekte Künstliche Intelligenz zu erschaffen: Den Pantomaten. Manche Bewohner der Bänder beobachten diese Entwicklung mit Sorge. Die Subordinatoren, eine vom visionären Wissenschaftler Gelcui aus dem Kohäsions-Teilvolk der Thessgerer gegründete Gruppe, vertritt die Meinung, die Maschinen müssten den Lebewesen untergeordnet bleiben. Die Exemptoren sind gegenteiliger Ansicht.

Vor Perry Rhodans Augen entfaltet sich ein Jahrmillionen überspannendes Szenario. Er sieht, wie ein von Gelcui geleitetes Forschungsteam (ein Kosh) einen Durchbruch bei der Bewusstseinsforschung erzielt. Das Bewusstsein eines kleinen Pelzwesens wird nach dessen Tod auf einem Kristall gespeichert. Das Bewusstsein verweht schon nach kurzer Zeit. Da es dem Kosh nicht gelingt, gespeicherte Bewusstseinsinhalte dauerhaft zu stabilisieren, wird es von höherer Stelle aufgelöst. Gelcui forscht weiter und wird eines Tages durch einen Traum von einem Trypa-Wurm, der einen Umweg einschlägt, um an Nahrung zu kommen, auf die Idee gebracht, die benötigten Kristalle künstlich herzustellen. Als er den ersten nach ihm selbst benannten Cui-Kristall, der ein denkendes Bewusstsein aufnehmen könnte, öffentlich präsentiert, explodiert eine von den Subordinatoren gelegte Bombe. Gelcui verliert beide Arme. Durch dieses Ereignis wird ein Krieg zwischen Subordinatoren und Exemptoren ausgelöst, der erst endet, als Gelcui – inzwischen wurde er zum Ersten Forscher ernannt – den Subordinatoren das Band Basantiu zuspricht, während die Exemptoren auf Balotiu weiter forschen sollen.

Nach längerer Zeit wird Gelcui von einer Artgenossin aufgesucht, der legendären Wissenschaftlerin Katona. Sie hat den Katoraum entdeckt und konnte Sonden durch manipulierte Schwarze Löcher hineinschicken, war aber nicht in der Lage, selbst dorthin vorzudringen. Die Passage durch ein solches Schwarzes Loch ist für jedes Lebewesen tödlich. Ein auf Kristall gespeichertes Bewusstsein müsste den Vorgang überstehen können. Da Katona zu alt ist, soll Gelcui an ihrer Stelle gehen. Gelcui ist einverstanden. Er bezeichnet die manipulierten Schwarzen Löcher als Trypapore nach den Würmern aus seinem Traum. Das Experiment gelingt. Die Sonde mit dem Kristall, der Gelcuis Bewusstsein trägt, kehrt wohlbehalten aus dem Katoraum zurück. Der Kristall verschwindet und wird Bestandteil des Verbunds der Maschinen von Basantiu-Balotiu. Als Geist in der Maschine meldet sich Gelcui in großen Zeitabständen, um die Völker der Kohäsion zu warnen. Seiner Meinung nach darf der Pantomat nicht entstehen. Die Ethische Kommission verbietet weitere vollständige Bewusstseinstransfers. Die Speicherung einzelner Erinnerungen ist erlaubt und wird von unzähligen Bewohnern der Bänder genutzt.

Der Pantomat, das Pavvat und ein Lot namens KOSH

Gelcuis Ururururenkel Sorcui vermutet, dass nicht nur schöne Erinnnerungen, Glücksmomente und dergleichen gespeichert werden, sondern auch Ängste. Gelcui meldet sich bei ihm und bestätigt die Annahme. Er sagt, dass das Informationsnetz der Bänder alle guten und bösen Erinnerungen dauerhaft in sich aufnimmt und dass sich die Bewusstseinssplitter über alle Maschinen verbreiten. Es ist nicht abzusehen, was hieraus entstehen wird. Sorcui verbreitet diese Botschaft, um vor den Konsequenzen zu warnen, und findet Anhänger. Es kommt zu Konflikten mit Andersdenkenden.

Eines Tages erwacht der Pantomat. Er ist weit mehr als die Summe der Bewusstseinssplitter und Maschinen. Seine Entstehung mag ungeplant sein, scheint aber von jemandem beeinflusst zu werden, der sich »Orakel« nennt (später stellt sich heraus, dass es sich um Gelcui handelt) und darauf bedacht ist, dass sich der Pantomat zu einer positiven Wesenheit entwickelt. Der Pantomat betrachtet alle Maschinen und Lebewesen Doushavvats als seine Kinder, die es zu erwecken und glücklich zu machen gilt. Unzählige Maschinen folgen seinem Ruf zur Sammlung, begeben sich zu den Bändern von Basantiu-Balotiu und werden in den Pantomaten integriert. Dieser gibt sich nun selbst den Namen Pavvat. Ihm ist wohl bewusst, dass das Leben Schattenseiten hat. Um das Wesen der Angst zu verstehen, entfesselt er zu Gelcuis Entsetzen auf Basantiu einen Krieg, in dem Zehntausende sterben. Das Pavvat beendet den Krieg und wird von den Völkern der Bänder fortan für einen Gott gehalten, unter dessen Schutz sie sich vermehren und weiterentwickeln können.

Gelcuis entfernte Nachfahrin Liacui nimmt die Erforschung des Katoraumes wieder auf. Sie nutzt keine natürlichen Schwarzen Löcher, sondern erzeugt künstliche (Katoporen) mit Hilfe des synthetisierten Wandelmetalls Gelanium. Gelcui fordert das Pavvat auf, in den Katoraum vorzustoßen. Das Pavvat geht darauf ein, obwohl es annimmt, dass es sich um eine Falle handelt. Das Pavvat will selbst etwas im Katoraum einsperren, nämlich die Schatten der Angst. Beim ersten Einsatz einer Katopore kommt es zu einer Katastrophe, Liacui stirbt. Somit wird klar, dass die Schwarzen Löcher als Waffe eingesetzt werden können. Liacuis Tochter Elecui führt die Arbeit ihrer Mutter fort und stabilisiert eine Katopore. Das Pavvat geht hindurch, lotet den unter allem Grund liegenden Katoraum aus und formt aus den eigenen Gedanken eine Maschine nach seinem Ebenbild. Das Pavvat erkennt, dass es unmöglich ist, die Ängste abzustreifen und im Katoraum zurückzulassen. Durch den Aufenthalt im Katoraum wird das Pavvat verändert. Etwas wächst aus ihm heraus. KOSH, das Lot, entsteht. Es ist eine Superintelligenz, deren Wurzeln in der Kohäsion von Baicekosh liegen.

Aufgrund seiner im Katoraum gewonnenen Erkenntnisse schlägt KOSH einen anderen Weg ein, um die Angst auszumerzen. Neun Ableger der Superintelligenz, die Pashukan, werden erschaffen und in die Galaxie entsandt. Sie sollen alles Leben auslöschen, denn nur Lebewesen können Angst empfinden. Zu diesem Zweck setzen sie die Trypaphalanx ein. Es handelt sich um Schwarze Löcher, die ganze Sonnensysteme verschlingen können. Auch auf den Bändern von Basantiu-Balotiu hält der Tod reiche Ernte, niemand ist vor den Pashukan sicher. Anncui, Gelcuis letzte Nachfahrin, sieht keine Zukunft mehr und will Selbstmord begehen. Eine von Gelcui beseelte Maschine hält sie davon ab. Anncui erfährt, dass KOSH die Weiterentwicklung zur Materiesenke anstrebt, denn das wäre das endgültige Ende allen Lebens und somit aller Ängste. KOSH ist sich der Existenz der Hohen Mächte bewusst und will nicht zu deren Werkzeug werden, macht diese jedoch durch den Einsatz der übermächtigen Trypaphalanx erst auf sich aufmerksam. In den folgenden Jahren versuchen Anncui und Gelcui, das Werk der Pashukan zu sabotieren. Auf ihren Reisen kommt Anncui in die Nähe eines Agenten des Chaotarchen Cadabb, der nach KOSH sucht. Anncui wird befragt und ziehen gelassen, da sie nichts weiß. Sie hatte schon seit langer Zeit keinen Kontakt mehr mit KOSH.

Cadabb, die Tiuphoren und Orpleyd

Viele Jahre vergehen. KOSH zieht sich aus den Bändern von Basantiu-Balotiu zurück und nimmt alle Maschinen mit. Die Bänder erkalten und werden bald untergehen. Anncui, inzwischen hochbetagt, wird erneut von Gelcui aufgesucht. Er bringt sie sowie ihren Gefährten Lianto zu einem Raumschiff und zeigt ihnen, was in Doushavvat vor sich geht. Der Chaotarch Cadabb greift KOSHS Hilfsvölker an. Er ist durchaus an der Weiterentwicklung der Superintelligenz interessiert. Das soll jedoch zu seinen Bedingungen geschehen. Schreckliche Schlachten toben in der Galaxie. KOSH droht zu unterliegen und muss fliehen. Der Träger seines Bewusstseins – das Maschinenkonglomerat namens Pavvat – dringt in die Sonne Baicekosh ein und saugt deren Energie auf, bis der Stern erlischt. Das Pavvat sowie die Bänder von Basantiu-Balotiu werden umgewandelt. Myriaden Cui-Kristalle bilden einen leuchtenden Ball, den neuen Kern des Pavvat. Er ist von einem gekreuzten Doppelband umwunden. Anncui geht in KOSH auf. Die Superintelligenz verlässt Doushavvat. Auf der Suche nach einem Versteck stößt sie auf den weit entfernten Kugelsternhaufen Paago. Dort lebt ein Volk von schlanken, hochgewachsenen Humanoiden, die sich und ihre Welt Onabinia nennen. KOSH entsendet Anncui als Sprecherin auf den Planeten. Dieser wird in Tiu umbenannt. Das Volk trägt nun den Namen Tiuphoren.

Als KOSH den Tiuphoren Varyxon zu sich holt, erkennt die Superintelligenz, dass nicht Varyxon wie zunächst angenommen als Auserwählter in Betracht kommt, sondern sein neu geborener Sohn Ornyccai Vorcc. Der junge Tiuphore hat eine besondere Beziehung zu KOSHS Cui-Kristallen. Sie verleihen ihm überlegene Intelligenz und Schnelligkeit. Er und weitere ähnlich begabte Kinder werden von Anncui unterrichtet. Sie erhalten Kleidungsstücke, die mit Tiauxin versetzt sind, einem Material, das in den Cui-Kristallen und in KOSH existiert. Sobald sie diese tragen, werden sie inhörig. Nach geraumer Zeit führt KOSH seine Pläne fort. Er versetzt Tiu in den Orbit der roten Sonne Hiiuta, von der sich die Superintelligenz an ihre alte Heimat erinnert fühlt. Hier will sich KOSH, bewacht von den Tiuphoren, endlich in eine Materiesenke transformieren.

KOSH tappt in eine Falle. Der Pashukan Werhalvoi ist schon vor langer Zeit zum Verräter geworden. Er wurde von den Ängsten hervorgebracht, die sich in den zu KOSH gehörenden Bewusstseinssplittern angesammelt haben, konnte dies aber stets verheimlichen. Werhalvoi hat Cadabb gerufen. Die Flotten des Chaotarchen haben bereits im Hiiuta-System gewartet. Sie nehmen die Sonne unter Beschuss, während Werhalvoi fünf Pashukan vernichtet. Durch die Zerstörung der Sonne will Cadabb KOSH schwächen, um die Superintelligenz unter seine Kontrolle bringen zu können. Tellavely schlägt sich zum Schein auf Werhalvois Seite. Er vernichtet den ahnungslosen Pashukan und verdient sich dadurch den Beinamen »der Lügner«. Die drei überlebenden Pashukan dezimieren die Chaotarchenschiffe. Sie können nicht verhindern, dass KOSH verletzt wird.

Die angeschlagene Superintelligenz flieht nach Orpleyd, wobei sie Tiu mitnimmt. Ein Teil ihrer verbliebenen Substanz vermischt sich mit den Staubgürteln der Galaxie. Das Pavvat stürzt auf Tiu ab, es wird später von den Pashukan versteckt. Die Maschinisten des Pavvat wollen KOSHS Werk fortsetzen. Hierzu nutzen sie ein neues Hilfsvolk: Die Gyanli. Sie sollen Orpleyd zu einem Kokon umgestalten, in dem sich KOSH ungestört umwandeln kann. Die Materiesenke soll dann nach einer Idee des Pashukan Nunadai in den Katoraum gebracht werden, wo sie für immer sicher und frei wäre. Zuvor muss die verlorene Substanz der Superintelligenz aufgefüllt werden. Diese Aufgabe fällt den Tiuphoren zu, die so manipuliert werden, dass sich viele von ihnen als Seelensammler auf eine jahrmillionenlange Reise begeben. Weil sich KOSH nicht so lange vor den Hohen Mächten versteckt halten könnte, wird eine Trypaspirale aus Schwarzen Löchern erschaffen, die den Zeitablauf Orpleyds verlangsamt, so dass die Galaxie vereist.

Epilog

Damit endet die Geschichte der Schiffbrüchigen der Ewigkeit. Perry Rhodan hat viele neue Erkenntnisse gewonnen, die ihm beim Kampf gegen die Pashukan nützlich sein können. Zuerst steht die Befreiung Farye Sepheroas und der anderen Entführten auf dem Programm. Nächstes Ziel ist das Trallyomsystem, die Heimat der Gyanli, denn Gucky hat im Kerker des Maschinisten erfahren, dass es dort einen Zugang zum Katoraum gibt.

Anmerkung

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